Planung
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A-Kader
A-Kader (A-squat), bis 2018 höchste Kaderstufe im DOSB und somit Spitzenkader des Deutschen Schwimmverbandes. Er umfasste Athleten, die aufgrund ihrer erbrachten Leistungen und ihrer außergewöhnlichen Perspektive das Weltniveau im Schwimmen repräsentieren. Diese Zuordnung wurde zum 01.01.2018 aufgehoben und Athleten, die sich aus dem bisherig vom Spitzenverband benannten A-Kader rekrutiert haben, werden dem Olympiakader (OK) zugeordnet.…
Abtraining
Abtraining (detraining), Reduzierung der Trainingsbelastung nach Beendigung eines umfangreichen Trainings (meistens nach Hochleistungstraining), um den Organismus ohne Funktionsstörungen wieder auf „Normal Null“ herunter fahren zu können. Im Vordergrund steht hierbei der Kreislauf und somit GAI - Training, das mit einem Minimum von 4h/Woche angegeben wird. Das Abtraining muss nicht im Wasser, sondern kann auch an…
Alter, kalendarisches
Alter, kalendarisches (age, calendaric), Lebensdauer seit dem Tag der Geburt in Tagen, Monaten und Jahren. Im Wettkampfsport ist das kalendarische Alter ein Kriterium der Einteilung in Altersklassen. Je jünger die Sportler sind, umso mehr beeinflusst das kalendarische Alter das Leistungsvermögen (→Alterseffekt, relativer). Wettkämpfe, Statistiken (Bestenlisten, Rekorde) und folglich auch Planmaterialien folgen im DSV der Einteilung…
Anforderungsprofil
Anforderungsprofil (requirment profile), Beschreibung erforderlicher Eigenschaften und Merkmale für eine bestimmte Tätigkeit, maßgebliches Element im Personalmanagement (z.B. bei Stellenbeschreibung). Im Sport der Ausprägungsgrad der anzustrebenden Leistungsvoraussetzungen als Ziel einer bestimmten Trainingsetappe. Das Anforderungsprofil des Schwimmers wird vom Leistungsziel, den dazu erforderlichen Leistungsvoraussetzungen im Verhältnis zu den erworbenen Leistungsvoraussetzungen (→Leistungsdiagnostik) abgeleitet. Es ist damit eine wesentliche…
Ausbildungsetappe
Ausbildungsetappe (training period, training stage), allgemein Abschnitt einer Ausbildung, der wie beim Begriff Ausbildungsstufe zumeist mit einem bestimmten Qualitätsstandard abgeschlossen wird. Im Sport handelt sich um einen Abschnitt im langfristigen Leistungsaufbau, der durch Ziel, Aufgaben und Inhalt charakterisiert und in den Nachwuchskonzeptionen bestimmten Altersbereichen zugeordnet ist, die aber je nach Leistungsentwicklung nicht bindend sind. Ausgehend…
Bestenliste
Bestenliste (ranking), Rangfolge von Leistungen oder Angeboten, wie Literatur-Bestsellerliste oder Angebote technischer Artikel nach bestimmten Qualitätsmerkmalen. Im Schwimmen die Rangfolge von Schwimmern/innen in einer Disziplin entsprechend der geschwommenen Zeiten getrennt nach Kurz (25m)- und Langbahn (50m). Die Bestenlisten werden für die offene Klasse oder nach Jahrgängen bzw. Altersklassen in der Regel auf ein Kalenderjahr bezogen…
Curriculum
Curriculum (curriculum), lat. Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn, Lauf“; „Lehrplan, Unterrichtsplan, Trainingsplan, seit den 70er Jahren erweitert auf Lernprozesse und Lernorganisation (Wikipedia). "Curricula Sport" sind Lehrpläne für den Sportunterricht an Schulen, in dem Sinne sind Nachwuchskonzeption und Rahmentrainingsplane für den Trainer und Sportler curricula. Exkurs: Man kann aber auch auf die Bezeichnung "Curricula" verzichten ohne gleich in…
Doppelperiodisierung
Doppelperiodisierung (double periodisation), Die zyklische Gestaltung eines Trainingsjahres wird maßgeblich von den wichtigsten Wettkämpfen bestimmt. Bei einer Einfachperiodisierung bereiten sich die Athleten nur auf den Hauptwettkampf vor, bei einer Doppelperiodisierung auf zwei wichtige Wettkämpfe, die zeitlich einige Monate (z.B. Frühling und Herbst) auseinanderliegen. In Verbindung mit der Zunahme hochrangiger Wettkämpfe ("Wettkampf-Wildwuchs") gehen immer mehr Trainer/Sportler…
Dreifachperiodisierung
Dreifachperiodisierung (three-season yearly plan), Unterteilung des Trainingsjahres in drei Perioden (→Makrozyklen), die durch die Lage der Hauptwettkämpfe bestimmt sind. Da sich die Wettkampfstruktur in den letzten Jahren beträchtlich geändert hat, stößt die konservative Theorie der Periodisierung nach Matweev zunehmend an ihre Grenzen (Verchoshansky 1998). Im Hochleistungstraining des DSV wurde in den letzten Jahren das Trainingsjahr…
Effektivitätskoeffizient
Effektivitätskoeffizient (efficiency rate), Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen, z.B. als strategische Größe zur Realisierung technologischen Fortschritts. Bezogen auf sportliche Bewegung das Verhältnis zwischen sporttechnischem Niveau und Grad der körperlichen Anstrengung im Sinne einer umgekehrt proportionalen Abhängigkeit. Zum Beispiel Technik-Effektivitätskoeffizient und Vortiebskraft-Effektivitätskoeffizient (Aikin et al. 1997) oder die Beziehung zwischen externer mechanischer Gesamtleistung und aktiver energetische…
Entwicklungskonzeption, individuelle
Entwicklungskonzeption, individuelle (IEK) (developmental concept, individual), langfristige Planung der sportlichen Entwicklung des Sportlers, deren Bedeutung besonders in der Abstimmung der schulisch-beruflichen mit den sportlichen Erfordernissen besteht und die erst ab einem bestimmten Leistungsniveau (ab →AST) sinnvoll erscheint. Die IEK geht damit über den Vierjahresplan hinaus und sollte sich nur auf die Wesenszüge der Entwicklung beziehen.…
Entwicklungsrate
Entwicklungsrate (ER) (developmental rate), „quantitativ bestimmte Veränderung von Merkmalen und Eigenschaften über einen definierten Zeitraum“ (Thieß in: Schnabel & Thieß, 1993, S. 263). So wird im Schwimmen die Leistungsentwicklung durch ER (Quotient aus Endleistung zur Ausgangsleistung in %) beschrieben. Durch Entwicklungsraten können z.B. die Effektivität einer UWV oder typische Leistungsentwicklungen von Altersklassen nachgewiesen werden. Sie…
Entwicklungsstörung
Entwicklungsstörung (development disturbance) →Entwicklungsauffälligkeit
Erfolg
Erfolg (success), Erreichen oder Überbieten eines selbst gesetzten Ziels, wobei unterschieden wird zwischen Teilerfolg (Ziel nicht vollständig erreicht), Achtungserfolg (Ziel ebenfalls nicht vollständig, aber mit beachtlichem Ergebnis erreicht) und Scheinerfolg (ständiger Begleiter der meisten Politiker). Exkurs: Auch im Sport muss Erfolg zu bestimmten Zeitpunkten nicht identisch sein mit Siegen, sondern kann sich der Situation angemessen…
Ernährungsprotokoll
Ernährungsprotokoll (nourishing minutes), tagtägliche Protokollierung der Speisen und Getränke und ihrer Menge über eine Woche zur Analyse der Ernährungsweise. Durch computergestützte Auswertung werden die durchschnittlichen Zufuhrmengen an allen Nährstoffen sowie an Kalorien ermittelt. Auf dieser Basis werden Möglichkeiten zur Ernährungsoptimierung angeboten, die mit dem Sportler besprochen werden (Osterkamp-Baerens, 2002). →Ernährungsberatung Da der Leistungssport selbst Symptom…
Erwartungsdruck
Erwartungsdruck (weight of expectation), Diskrepanz zwischen zumeist von außen auferlegten Zielen und Ansprüchen und den persönlichen Erwartungen, die zu Verkrampfungen, Übersteuerungen bis Denkblockaden führen kann. "Die Zahl der zeitlich (nahezu) parallel gestellten und unter Zeit- und inhaltlichem Erwartungsdruck zu lösenden Probleme hat in den letzten Jahrzehnten spürbar zugenommen und erfasst immer mehr Altersgruppen und Gesellschaftsbereiche"…
Evaluationsforschung
Evaluationsforschung (evaluation research), Methode der empirischen Forschung zur Bewertung einer Maßnahme oder eines Konzepts, deren Umsetzung und Effektivität, womit letztlich praktisches Wissen wissenschaftlich aufbereitet wird. Evaluationsforschung ist eine komplementäre Forschungsstrategie zur Grundlagen- und Anwendungsforschung und hat in der Zusammenarbeit von Trainingswissenschaftler und Trainer ihren Platz in der Sportwissenschaft. In dem Sinne sind ideologische Barrieren abzubauen…
Faktor, leistungsbestimmender
Faktor, leistungsbestimmender (performance-determining factor), Element aus dem Komplex der Leistungsvoraussetzungen, das die Leistungsentwicklung einer Sportart und/oder eines Sportlers dominiert, wie z.B. die Kraftausdauer für den Schwimmer. →Fähigkeit, →Fertigkeit Am biomechanischen Modell zeigte sich, "dass die Auswirkungen eines leistungsbestimmenden Faktors von der individuellen Ausprägung der anderen leistungsbestimmenden Faktoren abhängig ist und derjenige leistungsbestimmende Faktor gefunden werden…
Flexibilität
Flexibilität (flexibility), lat. flectere „biegen“ oder „beugen“; in Anatomie Gelenkigkeit (→Beweglichkeit); hier Psychologie: Verhaltensweise, das Vermögen, auf veränderte Verhältnisse zu reagieren (→Anpassungsfähigkeit). Die heutige Zeit erfordert im Beruf wie auch in anderen Lebensbereichen, einem Wandel gegenüber aufgeschlossen zu sein, sich schnell umstellen zu können und für Veränderungen bereit zu sein. Exkurs: So schickt der…