Methodik
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Didaktik
Didaktik (didactics), griech. didáskein „lehren“; Theorie und Praxis des Lernens und Lehrens, die für jegliches Unterrichten und sämtliche Fachwissenschaften Geltung haben. Dazu zählen folgende Prinzipien, auch Unterrichtsprinzipien (übernommen von Wikipedia): Prinzip der Alters- und Entwicklungsgerechtigkeit Prinzip der Ganzheit Prinzip der Anschaulichkeit Prinzip der Vorbildwirkung Prinzip Strukturierung und Progression Prinzip der Wiederholung und Variation Prinzip der…
Drillmethode
Drillmethode (drill method), (Pädagogik): durch äußeren Zwang und Auswendiglernen gekennzeichneter Unterrichts- oder Erziehungsstil, Im Sport eine Lehrmethode, die auf der ständigen Wiederholung einer Übung zur Erreichung eines Lernziels basiert und typisch ist für lehrerzentrierten Unterrichts, der durch „Pauken und Bimsen“ (Frontalunterricht) gekennzeichnet war und durch den schülerorientierten Unterricht abgelöst wurde. Im Leistungssport ist aber das…
Effektivitätskoeffizient
Effektivitätskoeffizient (efficiency rate), Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen, z.B. als strategische Größe zur Realisierung technologischen Fortschritts. Bezogen auf sportliche Bewegung das Verhältnis zwischen sporttechnischem Niveau und Grad der körperlichen Anstrengung im Sinne einer umgekehrt proportionalen Abhängigkeit. Zum Beispiel Technik-Effektivitätskoeffizient und Vortiebskraft-Effektivitätskoeffizient (Aikin et al. 1997) oder die Beziehung zwischen externer mechanischer Gesamtleistung und aktiver energetische…
Einer-Wiederholungs-Maximum (EWM)
Einer-Wiederholungs-Maximum (EWM) (one-repitition maximum), die Last, die gerade noch einmal mit maximalem Kraftaufwand und vollem Bewegungsumfang bewältigt werden kann (→Maximalkraft, dynamische). Es wird über die Versuch-und-Irrtum-Methode ermittelt und etwa nach drei bis fünf Versuchen erreicht (Braith et al. 1993). Das EWM wird als Ausgangsgröße zur Berechnung der Belastungsintensität z.B. im Kraftausdauer-Training herangezogen. Während auf der…
Einzelbewegung
Einzelbewegung (stroke; kick), Im Schwimmen Bezeichnung für einen Teil der Gesamtbewegung, vorwiegend beschränkt auf den Einsatz der Extremitäten als Armbewegung- oder Beinbewegung. Sauerstoffsättigung, arterielleWenn auch der Anteil der Extremitätenmuskulatur bei etwa 15% der gesamten Skelettmuskulatur liegt, kann man die Einzelbewegung nicht der lokalen Ausdauer zuordnen, da immer auch größere Muskelgruppen des Rumpfes beteiligt sind. Bei…
Entwicklungsbereich
Entwicklungsbereich (developmental sector), Trainingsbereich des Ausdauertrainings, der abgeleitet aus der Sportmedizin durch ein Training im aerob-anaeroben Übergangsbereich bis zur oberen Grenze der aerob-anaeroben Stoffwechsellage (→Laktat 3-7 mmol/l) gekennzeichnet ist. Entscheidend ist bei dieser Trainingsform, dass sie zur beschleunigten Entwicklung der aeroben Leistungsgrundlagen führt und gleichzeitig für die Vorbereitung der wettkampfspezifischen Leistungsfähigkeit eingesetzt werden kann (Neumann,…
Fahrt(en)spiel
Fahrt(en)spiel (fartlek training), Methode des Ausdauertrainings, bei der die Laufgeschwindigkeit durch unterschiedliches Streckenprofil im Gelände variiert. Das Fahrtspiel ist damit gegenüber der Intervallmethode abwechslungsreicher und beansprucht sowohl aerobe als auch anaerobe Kapazität. Auf das Schwimmtraining übertragen wäre es Schwimmen im freien Gewässer mit unterschiedlicher Strömung, in der Gegenstromanlage mit veränderten Strömungsgeschwindigkeiten, im Becken Tempowechsel (intuitiv…
Flexibilität
Flexibilität (flexibility), lat. flectere „biegen“ oder „beugen“; in Anatomie Gelenkigkeit (→Beweglichkeit); hier Psychologie: Verhaltensweise, das Vermögen, auf veränderte Verhältnisse zu reagieren (→Anpassungsfähigkeit). Die heutige Zeit erfordert im Beruf wie auch in anderen Lebensbereichen, einem Wandel gegenüber aufgeschlossen zu sein, sich schnell umstellen zu können und für Veränderungen bereit zu sein. Exkurs: So schickt der…
induktiv
induktiv (inductively), lat. inducere „herbeiführen, veranlassen, einführen“; in der Philosophie von einem beobachteten Phänomen auf eine allgemeine Erkenntnis schließen. So wird beim induktiven Denken vom Einzelnen auf das Allgemeine geschlossen. Induktiv und deduktiv sind auch verschiedene Forschungsansätze, entweder man leitet aus eigener Forschung durch seine Theorie ab (induktiv) oder setzt sich mit einer bereits vorhandenen…
Krafttraining, dynamisches
Krafttraining, dynamisches (strength training, dynamic), Krafttraining, das sich auf die dynamische Arbeitsweise der Muskulatur stützt (→Kontraktion, dynamische) und in folgenden Varianten durchgeführt werden kann: dynamisch überwindend/ „positiv“/beschleunigend (konzentrisch), z.B. Heben von Lasten dynamisch nachgebend „negativ“/bremsend (exzentrisch), z.B. Abfangen des eigenen Körpergewichts dynamisch nachgebend-überwindend (reaktiv), z.B. Nieder-Hoch-Sprung (→Drop Jump) Die dynamisch-konzentrische Variante wird im Krafttraining am…
Methoden- und Vermittlungskompetenz
Methoden- und Vermittlungskompetenz (method and switching authority), Fähigkeit, Wissen so weiterzugeben, dass es vom Adressaten (Schüler, Kind, Lehrling usw.) nicht nur verstanden, sondern auch umgesetzt (angewendet) wird. →Überzeugung, →Lehren Im Leistungssport verstehen wir darunter Kenntnisse und Fähigkeiten des Trainers in Bezug auf Methoden und Verfahren zur Vermittlung von Trainingsinhalten, zur Planung, Durchführung und Auswertung von…
Methodologie
Methodologie (methodology), griech. μεθοδολογία etwa ‚Lehre über die Vorgehensweise‘; Lehre von den Methoden (im Gegensatz zu Methodik), nach Ducker (2009, S.31) "das Nachdenken über die Wahl der Methoden." Als allgemeine Methodologie ist sie Gegenstand der Philosophie, als spezielle Methodologie handlungsbestimmend in der wissenschaftlichen Forschung der Einzelwissenschaften. Die Sportwissenschaft nutzt als multidisziplinäres Fach die Methodologie der…
Psychoanalyse
Psychoanalyse (psychoanalysis), 1. von FREUD 1896 eingeführte Methode der Psychotherapie, wonach Neurosen Lösungsversuche sind von einem in der Kindheit erlebten Konflikt, der nicht verarbeitet werden konnte. (u.a. Ödipus-Komplex), 2. Theorie zur Beschreibung allgemeiner Gesetzmäßigkeiten menschlichen Erlebens und Verhaltens mit den Kernstücken: Triebmodell, Modell des psychischen Apparates, Phasenmodell der psychosexuellen Entwicklung und eine spezielle Neurosenlehre (Psychologisches…
Schwellentraining
Schwellentraining (threshold training), nach physiologischen Parametern (→Laktatschwelle oder →ventlatorische Schwelle) gesteuertes Training im Bereich der aeroben Schwelle (AS) oder anaeroben Schwelle (ANS). In der Praxis spricht man einfach von aerobem oder anaerobem Training, obwohl biologisch eine reine Trennung nicht erfolgt. In der Trainingssteuerung fußen die Belastungszonen auf den Schwimmgeschwindigkeiten bei fixen Laktatwerten (s. Tab.). Neuere…
Sichern
Sichern (securing), verwendet im Sinne von etwas sicher machen (z.B. Sicherheitsstellung beim Gerätturnen) oder um die eigene Existenz/Karriere bemüht sein. Im Sport ist die Bereitschaft des Trainers gemeint, einzugreifen, wenn die Gefahr besteht, dass der Sportler bei der Ausübung des Trainings zu Schaden kommen kann; sehr wichtig in der Anfängerausbildung, um das Ertrinken von Nichtschwimmern…
Situationstraining
Situationstraining (situational training), allgemein Üben unter situationsgerechten Bedingungen (z.B. für die Polizei Schießübungen unter Gegnereinwirkung), damit essentieller Bestandteil der Aus- und Fortbildung für Ordnungs- und Einsatzkräfte. →Situationsdruck Im Leistungssport oft an Stelle wettkampfspezifischer Belastung, besonders unter psychologisch-taktischen Aspekten, gebraucht („wettkampfnah“). Das Situationstraining sollte in folgenden Stufen erfolgen: Der Sportler verfügt über Bewegungserfahrung und über Sachkenntnis,…
Trainingsbeobachtung
Trainingsbeobachtung (training observation), Observation des Trainings nach den wissenschaftlichen Grundsätzen der Beobachtung. Maßgebend ist dabei die Zielstellung und die Zahl der Beobachter (Experten), an die konkrete Einzelaufgaben zu vergeben sind. Die Ziele unterscheiden sich durch die Aufgabenstellung (Taktik einer Mannschaft, Talentsuche, Trainingsmethodik, Technik, Führung der Trainingsgruppe, Trainingsorganisation usw.). Die Ergebnise sind in einem Beobachtungsprotokoll festzuhalten…
Trainingseinheit (TE)
Trainingseinheit (TE) (training session, workout,), „elementarer Baustein des Gesamttrainingsprozesses, der ein zeitliches, inhaltliches und organisatorisches Ganzes darstellt“ (Borde in Schnabel & Thieß, 1993, S.875). Im Training des Schwimmers umfasst die Dauer einer Trainingseinheit 45 min bis 2,5 Stunden und wird vom Alter, Ausbildungsniveau und dem Ausbildungsziel (Leider oft auch von eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten) bestimmt. Der Bildungs-…
Videotechnik
Videotechnik (video technique), „elektronische Verfahren zur Aufnahme, Übertragung, Bearbeitung und Wiedergabe von bewegten Bildern sowie ggf. des Begleittons“ (WIKIPEDIA) mit großer Bedeutung für die rückgekoppelte visuelle Wahrnehmung (Feedback). Im DSSV/DSV wird seit den 1970iger Jahren die klassische Videozeitmessung zur Analyse von Schwimmwettkämpfen eingesetzt. „Dabei werden vordergründig Durchgangszeiten an festgelegten Messstellen oder bei Einnahme bestimmter Körperhaltungen…