Leistungsvoraussetzung
38 Einträge
Fähigkeit, funktionale/funktionelle
Fähigkeit, funktionale/funktionelle (functional ability), auf die Funktion bezogene Fähigkeit, im Sinne von "wirksam" und damit eine Grundlage, ein Amt, eine Aufgabe auszuführen. →Fachkompetenz. In der Medizin wird nur "funktionell" angewandt, bezogen auf die Leistungsfähigkeit eines Organs ("funktionelle Beinverkürzung", "funktionelle Kapazität", "funktionelle Proteine" usw.).
Fähigkeit, konditionelle
Fähigkeit, konditionelle (ability, conditioning), die energetische Komponente (muskulärer Antrieb) der sportlichen Leistungsfähigkeit (Harre in: Schnabel et al. 2008, S.155). Dazu zählen Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit als Basisfähigkeiten, die aber in der Praxis meistens in Mischformen auftreten. Die meisten Autoren beziehen die Beweglichkeit mit ein.
Fähigkeit, koordinative
Fähigkeit, koordinative (ability, co-ordinative), „Eine Klasse motorischer Fähigkeiten, die vorrangig durch die Prozesse der Bewegungsregulation bedingt sind und relativ verfestigte und generalisierte Verlaufsqualitäten dieser Prozesse darstellen. Sie sind Leistungsvoraussetzungen zur Bewältigung dominant koordinativer Anforderungen“ (Schnabel & Thieß, 1993, S.281). Die koordinativen Fähigkeiten stehen in enger Wechselwirkung zu den Bewegungsfertigkeiten und werden nur in Einheit mit…
Fähigkeit, motorische
Fähigkeit, motorische (ability, motor), auch motorische Grundeigenschaft; Vorrangig vererbte Eigenschaft als Voraussetzung für motorische Fertigkeiten (s. Abb.). Sie werden untergliedert in konditionelle Fähigkeiten und koordinative Fähigkeiten. Die Beweglichkeit ist dabei nicht eindeutig konditionell oder koordinativ bestimmt. Zimmer (2009) definiert motorische Kompetenzen als Fähigkeiten eines Kindes, sich über Wahrnehmung und Bewegung erfolgreich mit der Umwelt auseinanderzusetzen.…
Fähigkeit, perzeptive
Fähigkeit, perzeptive (ability, perceptua), von lateinisch percipere: wahrnehmen; das Vermögen, nichtsprachliche Informationen (sensible Reize) aus der Umgebung wahrzunehmen und zu verarbeiten. Über diese Fähigkeit erlernt das Kleinkind Bewegungshandlungen. "Perzeptiv" wird besonders in der Ergotherapie (medizinische Behandlungsform für Menschen mit eingeschränkter Handlungsfähigkeit) in Kombination mit sensomotorisch (sensomotorisch-perzeptive Behandlung) gebraucht. Deren Ziel ist das Zusammenspiels zwischen Sensorik…
Fähigkeit, taktische
Fähigkeit, taktische (ability, tactical), das Vermögen zweckmäßig während einer sportlichen Handlung zu entscheiden und entsprechende Strategien zu entwickeln. Grundlage sind neben Erfahrung solche psychischen Eigenschaften wie Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit, Beobachtungsfähigkeit, Vermögen zur Antizipation, Besonnenheit, Entschlusskraft. →Taktik Taktische Fähigkeiten sind auch im Sportschwimmen vielfältig gefordert. Das beginnt bei dem Wettkampfeinsatz (z.B. Mannschaftsaufstellung bei DMaM), bei Staffeleinsätzen bis…
Fähigkeitstransfer
Fähigkeitstransfer (transferable skills) Überführung der im jahrelangen sportlichen Training erlangten Fähigkeiten in andere Lebensbereiche. So lassen sich im Sport erworbene Fähigkeiten wie individuelle Stressbewältigungs – und Selbstkontrollstrategien sinnvoll nutzen. Weiterhin helfen die Interventionsmethoden auch beruflichen Qualifikationen (Alfermann, 2008). Mit zwei Metaanalysen überprüften Sala & Gobet (2017) die Wirkung von Schach- und Musikunterricht auf die kognitiven…
Faktor, leistungsbestimmender
Faktor, leistungsbestimmender (performance-determining factor), Element aus dem Komplex der Leistungsvoraussetzungen, das die Leistungsentwicklung einer Sportart und/oder eines Sportlers dominiert, wie z.B. die Kraftausdauer für den Schwimmer. →Fähigkeit, →Fertigkeit Am biomechanischen Modell zeigte sich, "dass die Auswirkungen eines leistungsbestimmenden Faktors von der individuellen Ausprägung der anderen leistungsbestimmenden Faktoren abhängig ist und derjenige leistungsbestimmende Faktor gefunden werden…
Fertigkeit
Fertigkeit (skill), auf der Grundlage von Fähigkeiten durch Übung angeeignete Komponente einer Tätigkeit oder Handlung, die sich durch hohe Stabilität, Ökonomie, Leichtigkeit und Sicherheit auszeichnet (Hirtz, in Röthig & Prohl,2003, S.196). Man unterscheidet: motorische Fertigkeiten (elementar wie gehen, Springen…) oder sportmotorisch (Schwimmen, Rudern…), kognitive Fertigkeiten (Rechnen), kognitiv-motorische Fertigkeiten (Schreiben, Musizieren…), soziale Fertigkeiten (geschickter Umgang mit…
Leistungsfähigkeit, motorische
Leistungsfähigkeit, motorische (motor fitness; motor performance ability), Komplex motorischer Fähigkeiten und Bewegungsfertigkeiten, die von intellektuellen sowie weiteren psychischen Fähigkeiten und Verhaltensweisen (→Leistungsbereitschaft) beeinflusst werden. Die motorische Leistungsfähigkeit entwickelt sich abhängig von Alter, Geschlecht und Umfeld. So sind große Unterschiede zwischen Kindern aus sozial schwachen und sozial starken Regionen nachgewiesen worden (Prätorius & Milani, 2004; Starker…
Leistungsfähigkeit, sportliche
Leistungsfähigkeit, sportliche (sport performance ability), Gesamtheit der personellen Voraussetzungen zur Erreichung sportlicher Leistungen in ihrer Ausprägung und Struktur (Schnabel et al. 2003), die auch als innere Leistungsvoraussetzungen noch einmal nach ihren physischen und psychischen Komponenten unterschieden werden. Deren Komplexität ist zu beachten, wenn die individuelle Höchstleistung erreicht werden soll. Zur Struktur der sportlichen Leistungsfähigkeit (→Leistungsstruktur)…
Leistungsfaktor
Leistungsfaktor (performance factor), in der Elektrotechnik das Verhältnis vom Betrag der Wirkleistung zur Scheinleistung; im Sport ein Bestandteil der sportlichen Leistungsfähigkeit, die in der sportlichen Bewegungshandlung mit anderen Leistungsfaktoren strukturell verbunden ist (→Leistungsstruktur). Dazu zählen endogene Faktoren wie psychisch-moralische, taktische, technisch - koordinative, konditionelle, konstitutionelle und exogene Faktoren wie Geräte und Ausrüstungen. Die Begriffe Leistungsfaktor…
Leistungskomponente
Leistungskomponente (performance component), Teilleistung, Merkmal oder →Kennwert einer komplexen sportlichen Handlung, die in ihrer Wechselwirkung die Leistung charakterisieren und ermöglichen (Schnabel & Thieß, 1993, S.538). Bei Schnabel sind Leistungskomponenten, Leistungsfaktoren und Leistungsvoraussetzungen bestimmende Elemente der Leistungsstruktur (Schnabel et al.2008, S.45). Grosser et al. (1986, S.43) verweisen auf das Prinzip der optimalen Relation der Entwicklung der…
Leistungsvermögen
Leistungsvermögen (capacity; potential), Gesamtheit der individuellen körperlichen und geistigen Voraussetzungen des Menschen für die Arbeit, hier für eine sportliche Leistung. →Leistungsvoraussetzungen, →Leistungsfähigkeit
Leistungsvoraussetzung
Leistungsvoraussetzung (performance precondition), in der Arbeitswelt die Gesamtheit der zur Ausführung von Arbeitshandlungen erforderlichen physischen und psychischen Eigenschaften, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse des arbeitenden Menschen (http://www.wirtschaftslexikon24.com). In der Psychologie werden dabei kognitive Leistungen (aktuell) und Persönlichkeitseigenschaften (habituell) zusammengefasst (http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/leistungsvoraussetzungen/8727). Diese inneren (endogenen) Eigenschaften sind auch Voraussetzung für Leistungen im Sport, ergänzt durch äußere (exogene) Bedingungen.…
Leistungsvoraussetzungen, äußere
Leistungsvoraussetzungen, äußere, externale (performance prerequisites, externalogen), Bedingungen im Umfeld des Sportlers, die einen Einfluss auf die Leistung (→Leistungsvoraussetzungen, innere) ausüben, wie Beschaffenheit der Schwimmbahn, des Wassers, der Schwimmbekleidung bis zu klimatischen Bedingungen (→Klima), Einfluss der Gegner usw. Diese liegen nur mittelbar im Einflussbereich des Trainers, sind aber nicht destotrotz von großer Bedeutung. So nutzt die…
Leistungsvoraussetzungen, innere
Leistungsvoraussetzung, innere, endogene, personale (performance preconditions, personal), Schnabel (2003) unterscheidet zwischen einer unmittelbar handlungsbezogenen Ebene und einer Basisebene der physischen und psychischen Grundvoraussetzungen und – prozesse (s. Abb.). Die elementaren Funktionen der einzelnen Funktionssysteme sowie die psychischen Grundfunktionen- und prozesse sind mit den handlungsbezogenen Leistungsvoraussetzungen wechselseitig verknüpft. Die Bündelung einzelner Leistungsvoraussetzungen (→Konstitution, →Kondition usw.) werden…