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Leistung

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Bestleistung

Bestleistung (record; best performance), höchste in einem Test oder Wettkampf erzielte Leistung für eine Mannschaft oder einen Sportler bezogen auf einen bestimmten Zeitraum (z.B. Jahres-Bestleistung., persönliche Bestleistung). Im Schwimmen in der Regel die Zeit in einer bestimmten Wettkampfdisziplin. Die Bestleistung spielt eine wichtige Rolle bei der Planung (→Belastungsintensität) und Auswertung von Test- und Trainingsergebnissen. Deshalb…

Entwicklungsrate

Entwicklungsrate (ER) (developmental rate), „quantitativ bestimmte Veränderung von Merkmalen und Eigenschaften über einen definierten Zeitraum“ (Thieß in: Schnabel & Thieß, 1993, S. 263). So wird im Schwimmen die Leistungsentwicklung durch ER (Quotient aus Endleistung zur Ausgangsleistung in %) beschrieben. Durch Entwicklungsraten können z.B. die Effektivität einer UWV oder typische Leistungsentwicklungen von Altersklassen nachgewiesen werden. Sie…

Entwicklungsstörung

Entwicklungsstörung (development disturbance) →Entwicklungsauffälligkeit  

Erfolg

Erfolg (success), Erreichen oder Überbieten eines selbst gesetzten Ziels, wobei unterschieden wird zwischen Teilerfolg (Ziel nicht vollständig erreicht), Achtungserfolg (Ziel ebenfalls nicht vollständig, aber mit beachtlichem Ergebnis erreicht) und Scheinerfolg (ständiger Begleiter der meisten Politiker). Exkurs: Auch im Sport muss Erfolg zu bestimmten Zeitpunkten nicht identisch sein mit Siegen, sondern kann sich der Situation angemessen…

Frühentwicklung

Frühentwicklung (prematurity), biologischer Entwicklungsvorsprung gegenüber den Entwicklungsnormen der entsprechenden Altersklasse, auch als individuelle Akzeleration bezeichnet (im Gegensatz zur säkularen Akzeleration). Die Beziehung zwischen Frühentwicklung und Sport muss von zwei Seiten gesehen werden, einmal beeinflusst Frühentwicklung das physische Leistungsvermögen und kann deshalb bei der Talentauswahl zu Fehleinschätzungen führen, zum anderen wirkt sich regelmäßiges Sporttreiben günstig auf…

Kondition

Kondition (condition), lat.condicio „Bedingung, Vorschlag‚ Angebot, Verhältnis, Beschaffenheit, Zustand, Verfassung“; Körperliche Leistungsfähigkeit, in der engeren Begriffsfassung auf die überwiegend physischen Faktoren Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und (bereits erweitert) Beweglichkeit beschränkt und als konditionelle Fähigkeiten (Basisfähigkeiten) ausgewiesen. Damit ist Kondition mehr als nur Ausdauer oder nur Kraft. Kondition ist die Grundlage vielfältiger sportartspezifischer (konditioneller) Fähigkeiten wie Wurfkraft,…

Können

Können (coping behavior), Bewältigung von Anforderungen auch unter veränderten Bedingungen auf der Grundlage von Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie der Gerichtetheit der Persönlichkeit (→Motivation, →Einstellung). Das Können entwickelt sich auf der Grundlage von Anlagen (→Talent, →Begabung), der eigenen Tätigkeit (→Lernen, →Training usw.) in einem fördernden oder hemmenden Umfeld. (soziale Faktoren). Können ist somit auch im Sport…

Kontrazeptiva

Kontrazeptiva (contraceptives), lat.contra „gegen“ und conceptio „Empfängnis“; empfängnisverhütende Mittel, als hormonale Kontrazeption heute die in Deutschland am weitesten verbreitete Verhütungsmethode. „Sportliches Training, insbesondere als Leistungssport, kann die hormonelle Regulation des Menstruationszyklus beeinflussen. Einige Aspekte der sportlichen Leistung werden wahrscheinlich auch vom hormonellen Zyklus der Frau modifiziert. Ob und wie hormonelle Kontrazeption die sportliche Leistungsfähigkeit beeinflusst,…

Leistung

Leistung (performance), physikalisch power (Physik) Quotient aus Arbeit und Zeit (P = W : t), z.B. wird an der Zugbank in o,8 Sekunden eine Arbeit von 350 Nm bewältigt, dann entspricht das einer Leistung von 437,5 Nm/sec. „Grad einer körperlichen oder geistigen Beanspruchung sowie deren Ergebnis“ (MEYERS LEXIKON). Im Leistungssport nimmt die Darstellung der Leistung…

Leistungsanalyse

Leistungsanalyse (performance analysis), Analyse der komplexen Teilleistungen und damit vorrangig Aufgabe der Leistungsdiagnostik. Leistungsanalyse soll hier beschränkt bleiben auf die Entwicklung des Sportlers oder einer Gruppe (Verein, Verband, Nation) in einer bestimmten Disziplin/Strecke im Längs- wie im Querschnittsvergleich durch Zeiten, Entwicklungsraten, Punkte (→Punkttabelle) oder Platzierungen (→Bestenlisten). →Leistungsentwicklung Beispiel: Das unbefriedigende Abschneiden der deutschen Schwimmer/innen bei…

Leistungsangst

Leistungsangst (Schulangst) (test anxiety), neben Existenzangst und sozialer Angst eine der drei Hauptgruppen der Angst.  Unter Leistungsangst werden Ängste verstanden, die das Selbstwertgefühl (→Selbstvertrauen) der Person bedrohen, indem diese befürchtet zu versagen oder geforderte Leistungen nicht zu erbringen, z.B. die Vorgabezeit einer Serie, eine geplante Platzierung im Wettkampf. So ist Leistungsangst gleichzusetzen mit Furcht vor…

Leistungsaufbau, langfristiger

Leistungsaufbau, langfristiger (performance- planning, long-term), zielgerichtete und systematische Ausbildung vom Nachwuchstraining bis zum Erreichen der sportlichen Höchstleistung. Dieser Prozess verläuft im Schwimmen über 10 – 25 Jahre und ist in die Etappen Grundlagentraining, Aufbautraining, Anschlusstraining und Hochleistungstraining untergliedert. Für die inhaltliche Gestaltung ist wesentlich, dass jede Ausbildungsetappe vielseitige Leistungsvoraussetzungen (→Vielseitigkeit) für die folgende schafft und…

Leistungsauffälligkeit

Leistungsauffälligkeit (achievement remarkableness), durch überdurchschnittliche Leistungen unter Gleichaltrigen Aufmerksamkeit erlangen. Leistungsauffälligkeit taugt als Talentkriterium nur unzureichend, da die Leistung im Kindesalter nicht 1 zu 1 (linear) auf das Erwachsenenalter übertragen werden kann. Analysen der Leistungsentwicklung im Schwimmen (Rudolph, 2009) zeigen, dass viele der besten 12 und 13-Jährigen nicht in den A/B-Kader (→Leistungskader) des Dachverbandes gelangen.…

Leistungsausprägung

Leistungsausprägung (performance development; tapering), neudeutsch Tapering , eigenständiger Mesozyklus im Rahmen einer UWV von - je nach Leistungsziel und Trainingszustand - vier Wochen (Sprinter) bis eine Woche (Langstreckler). Vorauszusetzen ist ein sehr hohes Niveau der Basisleistungen nach einer „Phase des Aufbaus“ (Tschiene, 1999), insbesondere der Grundlagenausdauer, die über Intensivierung bei deutlicher Reduzierung des Belastungsumfanges in…

Leistungsbereitschaft

Leistungsbereitschaft (performance readiness), „Grundhaltung gegenüber leistungsbezogenen Anforderungen als wesentliche (innere) Leistungsvoraussetzung“ (Schnabel, 2003). Die Leistungsbereitschaft beruht als komplexe Verhaltensdisposition (→Verhalten) auf der Gerichtetheit des Sportlers, d.h. seiner Einstellung, dem Anspruchsniveau und ist stark von den äußeren Leistungsvoraussetzungen geprägt (Würdigung der Leistung = Belohnung, Vorbildrolle der Erzieher). So gelingt es dem amerikanischen Sportsystem wesentlich besser, das…

Leistungsdiagnostik

Leistungsdiagnostik (performance diagnostics), „Erfassung und Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien und Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichsten personalen Leistungsvoraussetzungen“ (Schnabel et al. 2003). Dank fortschrittlicher Technologie und einfacher Implementierung werden heute mehr Informationen über Sportler erfasst als je zuvor. In Sportarten wie Fußball, Rugby…

Leistungsdruck

Leistungsdruck (pressure to perform), Ergebniserwartung durch Einfluss von außen (Eltern, Trainer, Lehrer, Medien usw.), die bei zu großer Differenz zu den Möglichkeiten des Sportlers (Kindes, Schülers), diese Erwartungen zu realisieren, zu Stress und zu psychosomatischen Störungen führen kann. Viele Eltern streben in der Erziehung ihrer Kinder einen Perfektionismus an, der sich mehr auf die Erziehungsaufgabe als…

Leistungsentwicklung, sportliche

Leistungsentwicklung, sportliche (athletic progress), Entwicklungsprozess der sportlichen Leistungen einzelner Schwimmer (→Entwicklungsraten, Bestzeiten usw.) oder von Mannschaften (→Länderwertung) bzw. Disziplinen (→Bestenlisten). Die Leistungsentwicklung ist ein Ausdruck der Effektivität von Trainingssystemen und –methoden und zugleich das entscheidende Argument bei der Bewilligung von Fördermitteln (→Fördermitteln). Sie ist aber immer im Kontext zu den Entwicklungsetappen der Kinder und Jugendlichen zu…

Leistungserwartung

Leistungserwartung (performance expectation), als Ziel formuliertes Handlungsergebnis (→Wettkampf, →Test, Serienzeiten usw.) mit Antriebsfunktion. Die Leistungserwartung ist zugleich Grundlage der Bewertung der erzielten Resultate und damit von Erfolg oder Misserfolg. Eine wichtige Voraussetzung realer und anspruchsvoller Leistungserwartung ist, dass der Sportler sein Leistungsvermögen ebenso realistisch einschätzen kann wie Begebenheiten des zu erwartenden Wettkampfes/Tests oder das Leistungsniveau…

Leistungsfähigkeit, aerobe

Leistungsfähigkeit, aerobe (aerobic performance ability) →Kapazität, aerobe