Kraft allgemeine
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Dreierhop
Dreierhop (triple hop), Sprungserie zur Kontrolle des horizontalen Sprungvermögens. Der Dreierhop ist ein valider Test, um die Stärke und Leistung der unteren Extremitäten eines Athleten vorherzusagen (Hamilton et al. 2008). Während der Dreierhop in der Regel (z.B. bei „Jugend trainiert für Olympia“) einbeinig oder wechselbeinig mit beidbeiniger Landung durchgeführt wird, hat sich der DSV wegen…
Drop-Jump
Drop-Jump (DJ), Niederhochsprung aus verschiedenen Höhen (20-80 cm, Kinder nicht über 40 cm), wobei es auf die Kontaktzeiten ankommt. Zeiten unter 170 ms zeugen von einem guten reaktiven Kraftniveau. Dabei sind Vorinnervation, Hemmungsphase und muskuläre Reflexaktivität von Interesse. →Sprunghöhe, →Bodenkontaktzeit, → Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ) Ausführung: Die Niedersprungbewegung soll von der Unterlage so ausgeführt werden, dass der…
Hüfteinsatz
Hüfteinsatz (hip action), aktive Bewegung der Hüfte zur Unterstützung einer Bewegungshandlung, Lage und Einsatz der Hüfte sind im Schwimmen sowohl für die Wasserlage als auch für den Vortrieb (besonders bei der Delfinbewegung) bedeutsam. Bereits in der Grundausbildung sollte die Rolle der Hüfte erspürt werden (z.B. Körperdrehung um 45° durch alleinigen Hüfteinsatz), um letztlich durch Stabilisierung…
Kraft, allgemeine
Kraft, allgemeine (strength, universal), Betrachtung der Kraft unter dem Blickwinkel der jeweiligen Sportart, in dem Sinne handelt es sich um unspezifische oder „sportartunabhängige“ Kraft. Da beim Schwimmen als Ganzkörperbewegung fast alle Muskelgruppen eingesetzt sind, sind die Grenzen zwischen allgemeiner und spezifischer Kraft nur schwerlich zu ziehen und mehr an die Identität mit der Schwimmtechnik gebunden…
Reichhöhe
Reichhöhe (reach height), beim stehenden Menschen der Abstand vom Boden bis zu den Fingerspitzen am nach oben gestrecktem Arm. Die Reichhöhe wird z.B. beim “Jump-and-reach-Test“ gemessen. Die Erfassung der Reichhöhe ist als Bestandteil der Sprungwurfdiagnostik ein häufig angewandtes Verfahren zur effizienteren Talentsichtung und differenzierten Trainingssteuerung z.B. im Handball (Müller et al. 2015), Volleyball und auch…
Repetition-Maximum (RM)
(One) Repetition Maximum, (1RM) (repetition maximum), das Gewicht (Widerstand/Last), das man in einer vorgegebenen Übung maximal einmal bewegen kann. Das 1RM ist ein Maß für die Stärke eines Athleten. 1RM dient als Maß für die erforderliche Last (in Prozent vom 1RM), mit der trainiert wird, um ein vorgegebenes Ziel (etwa Steigerung der Maximalkraft oder der…
Rumpfmuskulatur
Rumpfmuskulatur (musculature of trunk), Muskelgruppen des Körperstammes, die die Wirbelsäule dynamisch verspannen und eine aufrechte Körperhaltung sichern. Dazu zählen die stark flächenhafte Bauchmuskulatur und die stärker gegliederte Rückenmuskulatur. →Rumpfstabilisation, →Rumpfkraft, →Core Ein kräftiges Muskelkorsett im Rumpfbereich ist für den Schwimmer von außerordentlicher Bedeutung. Das mag zunächst nicht einleuchtend erscheinen, da der Antrieb fast ausschließlich von…
Rumpfstabilisation
Rumpfstabilisation (trunk stabilisation), "Starke Körpermitte" (→Core), "die Fähigkeit, die Positionen und Bewegungen des Rumpfes zu kontrollieren und somit die optimale Kraftproduktion und -übertragung auf die an der Bewegung beteiligten Extremitäten zu gewährleisten" (Kibler et al. 2006). Im Leistungssport hat sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt „Nur ein starker Rumpf macht einen starken Sportler“. Entsprechend groß ist…
Skelettmuskulatur
Skelettmuskulatur (skeletal muscles), quergestreifte, vom Willen gesteuerte Muskulatur, die als wesentlicher Bestandteil des aktiven Bewegungsapparates Körperhaltung (u.a. gegen die Schwerkraft) und Körperbewegungen sichert. Ferner werden in der Muskulatur beim Ausdauersportler bis 95% des gesamten Stoffwechsels abgewickelt, durch die Muskelkontraktion der venöse Blutrückfluss gefördert, die Atmung unterstützt, ein erheblicher Teil der Körperwärme gesichert und durch die…
Sprunghöhe
Sprunghöhe (jumping height), senkrechter Abstand des Körperschwerpunktes zum Boden bei einem Vertikalsprung. Die Sprunghöhe wird im Rahmen der KLD des DSV beim Squat Jump und Counter-Movement-Jump mit Kontaktmatten gemessen. Wenn keine Kontaktmatten vorhanden sind, kann der Jump-and-reach-Test angewendet werden. Die Ergebnisse korrelieren stark mit dem „Sprintvermögen“ (Schnellkraft) und erlauben Rückschlüsse auf die Muskelfaserstruktur.
Sprungkraft
Sprungkraft (jump strength), wichtige Kategorie der Schnellkraft oder auch als „Schnelligkeit bei nichtreaktiven oder reaktiven Bewegungen“ bezeichnet. Die Sprungkraft hängt dabei von der Voraktivierung des Muskels (Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus), vom Muskelfasertyp, seiner Ausgangslänge und der Dehnungsgeschwindigkeit ab (Voss et al. 2007). Auch plyometrisches Aufwärmtrainings mit unterschiedlichen Widerständen verbesserte die Sprungleistung im Sinne einer Potenzierung der Aktivierung (Harmanci…
Standdreisprung
Standdreisprung (standing triple jump), Dreisprung ohne Anlauf. Ehemals im Olympischen Programm ist dieser Sprung heute Bestandteil von Fitnesstests. Er besteht wie der Dreisprung aus „Hop“- „Step“ -"Jump“, die Ausgangsstellung wird auf dem Absprungbalken (oder einer entsprechenden Markierung) eingenommen und der Anlauf entfällt. Im Gegensatz zum „Dreierhop“ beginnt man auf dem Absprungbrett und schwingt beide Arme.…
Standweitsprung
Standweitsprung (standing long jump), allgemeiner motorischer Test zur Überprüfung der Sprungkraft, von 1900 bis 1912 olympische Disziplin. In Deutschland haben sich Kinder und Jugendliche von 1976 bis 2006 um 14% verschlechtert. Erwachsene Schwimmer sollten 2,45 m (weiblich) bzw. 2,85 m (männlich) überbieten. →Fähigkeit, motorische Video: https://www.youtube.com/watch?v=3TFsuSKMOhk
Tremor
Tremor (tremor), lat. tremere „zittern“; rhythmisches unwillkürliches Muskelzittern, das vor allem bei maximalen isometrischen Kontraktionen der Haltemuskulatur in Verbindung mit Ermüdung oder Angst auftreten kann (physiologischer Tremor). Muskelzittern tritt häufig bei sportlicher Belastung, insbesondere im →Krafttraining auf und ist in geringem Maß normal, zumindest ein Zeichen des Körpers, dass die betreffenden Muskeln überlastet sind und…
Vertikalsprung
Vertikalsprung (vertical jump), senkrechter Sprung aus dem Stand ohne (→squat jump) oder mit Ausholbewegung (→countermovement-jump) zur Messung der Sprungkraft. Test in der Leistungsdiagnostik des DSV. Mit einer Studie unterstreicht Balsalobre-Fernández (2026) das Potenzial einer neuartigen KI-App zur Echtzeitmessung des Conter-movement-Sprung (CMJ-h). Angesichts des Charakters dieser Untersuchung sind jedoch weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um die beobachteten…