Hypoxie
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Angiogenese
Angiogenese (angiogenesis), griech. angeion - Gefäß; genesis – Entstehung; Wachstum kleiner Blutgefäße (→Kapillaren) durch Aussprossung oder Einstülpung im Gegensatz zu deren Neubildung (Vaskulogenese). Unter den verschiedenen Faktoren, die eine Angiogenese bewirken spielt auch Hypoxie und damit das Höhentraining eine Rolle. Ferner stimuliert das unter Dopingmittel fallende Epo die Angiogenese (Kertesz et al. 2016, Klimakova et…
Eisen
Eisen (Fe) (iron; ferrum). chem. Element, das in gebundener Form für Gesundheit und Leistungsfähigkeit bedeutsam ist, so als Bestandteil des roten Blutfarbstoffs (→Hämoglobin) zum Sauerstofftransport. Im Sport umgangssprachlich für Training mit Gewichten. Durch starkes Schwitzen (→Schweiß) wird Eisen verloren, was verminderte Blutbildung (Eisenmangelanämie) und damit geringere Leistungsfähigkeit zur Folge hat. Ein hoher Bedarf ergibt sich,…
Erythrozyt
Erythrozyt (erythrocyte), „rotes Blutkörperchen“, Bestandteil des Blutes, der durch das Hämoglobin den Sauerstofftransport sichert. Die Erythrozyten nehmen in der Lunge Sauerstoff auf und tauschen ihn in den kleinen Haargefäßen des Gewebes gegen Kohlendioxid ein. Dieses wird anschließend in die Lunge transportiert und abgeatmet. Pro Mikroliter liegt der Normalbereich der Ery-Werte bei 4,5 bis 5,9 Millionen…
Hämatokrit
Hämatokrit (HK) (hematocrit), Volumenanteil der roten Blutkörperchen (→Erythrozyten) am Gesamtblut in Prozent = Hämatokritwert (♂ 43-49%, ♀ 37-45%) und damit Ausdruck der Viskosität des Blutes. Geringere Hämatokrit-Werte begünstigen den Gasaustausch, da so die Erythrozyten leichter die Kapillaren passieren. Erhöhte Hämatokritwerte (über 50%) können die Folge von Flüssigkeitsverlust (→Flüssigkeitsbedarf) sein und die Regenerationsfähigkeit (→Regeneration) einschränken. Für…
Hämoglobinmasse (Hbmass)
Hämoglobinmasse (Hbmass) (haemoglobinmass), mittlere Hämoglobinmasse (mHb je Ery) eines Erythrozyten wird berechnet aus dem Quotienten der Massenkonzentration des Hämoglobins und der Erythrozytenkonzentration im Blut (mHb je Ery = { bHb / CEry } ). Die Hämoglobinmasse kann durch Erythropoetin (Epo) und Hypoxie (→Höhentraining) erhöht werden und steigert so auch die maximale. Sauerstoffaufnahme. Studien mit Radsportlern in der…
Höhenkaskade
„Höhenkaskade“/Höhenkette (altitude training cascade), Begriff aus der Praxis des Höhentrainings, wonach bei wiederholter Durchführung von Trainingslehrgängen unter Höhenbedingungen im Sinne der Belastungssteigerung die Höhe zunimmt, z.B. Lehrgang in Davos (1560m NN), Lehrgang Belmeken (2000m NN), Lehrgang Toluca (2700 NN). Ebenso sollte im langfristigen Aufbau vorgegangen werden, niedrigere Höhe mit Einstieg in das Höhentraining im Anschlusstraining…
Höhenschlaf (LHTL)
Höhenschlaf (LHTL) („live high, train low“), Begriff aus der Diskussion um die optimale Höhenanpassung, hier die Kombination von Höhenaufenthalt (auch simuliert) und Training unter N.N., um den komplizierten Anpassungsprozessen im Training zu entgehen und gegebenenfalls Gelder (Reisekosten usw.) zu sparen. Die ersten positiven Ansätze gehen auf Studien von Levine & Stray-Gunderson, (1997) und Bae, Hag…
Höhentraining
Höhentraining (altitude training), Training in mittleren Höhen, das seit der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Mexiko 1968 im Hochleistungstraining vor allem der Ausdauersportarten genutzt wird. Dabei werden mittlere Höhen (2000 – 2500m NN) bevorzugt. Für die Spitzenschwimmer Deutschlands (zunächst vorrangig die der DDR) ist Höhentraining seit der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 1968 als…
Höhentraining, künstliches
Höhentraining, künstliches (hypoxie training, artificial), Training unter künstlichen Höhenbedingungen in Unterdruckkammern oder durch Gasgemisch. Der Einsatz hypoxiegestützten Trainings ermöglicht: natürliches Höhentraining besser vorzubereiten (Vorakklimatisation, „Höhenkaskade“), den Höheneffekt nach einem Höhentrainingslager länger zu halten, die Regeneration nach hohen Wettkampfbelastungen im Sinne eines aeroben Zwischentrainings wirksam zu unterstützen und verletzte Sportler beschleunigt an das benötigte Ausdauerniveau heranzuführen…
Höhentraining, natürliches
Höhentraining, natürliches (altitude training), Training in mittlerer Höhe, wobei Schwimmer 2000 – 2500m bevorzugen (und an Vorhandensein sportgerechter Schwimmhallen gebunden). Gegenüber den anderen Varianten ("oben schlafen und unten trainieren" bzw. umgekehrt) ist das traditionelle Höhentraining (Live High-Train High) nach wie vor die am häufigsten verwendete Methode im Schwimmen (Truijens & Rodriguez, 2011). →Höhentraining Land…
Hyperbare Oxygenation
Hyperbare Oxygenation (HBO) (hyperbaric oxygen therapie), Überdruckbeatmung in Druckkammer mit reinem Sauerstoff, die eine Hyperoxie im Organismus bewirkt. Gegenüber dem normalen Atmen werden als Vorzüge der HBO genannt: Kompensation von Formen der Hypoxie, Verlängerung des Weges der effektiven Sauerstoffdiffusion in den Geweben, Erfüllung der metabolischen Anforderungen der Gewebe, Schaffung einer gewissen Sauerstoffreserve. Die Möglichkeiten für…
Hyperoxietraining
Hyperoxietraining (hyperoxic training), Training bei Einatmung erhöhter Sauerstoffkonzentration (Hyperoxie). Hyperoxietraining erlaube höhere Belastungsintensitäten im Vergleich zu Training in Normoxie, weil es die Sauerstoffatmung während körperlicher Arbeit verbessert und gleichzeitig den Blutlaktatspiegel und das subjektives Belastungsempfinden reduziert (Zinner & Sperlich, 2019). Mehr zum Thema: Zinner & Sperlich (2019). Auswirkungen des hyperoxischen Trainings auf die menschliche Leistungsfähigkeit.…
Hypoxie
Hypoxie (hypoxia), Sauerstoffmangel. Verringerter Partialdruck des Sauerstoffs im Blut beeinflusst das sportliche Leistungsvermögen (Berglund, 1992; Böning, 1997). Eine verringerte körperliche Leistungsfähigkeit geht mit einem baroreflexbedingten1 parasympathischen Rückzug und einer ausgeprägten Chemoreflexpotenzierung einher. Arterieller Baroreflex und hypoxischer Chemoreflex2 wirken zusammen und bei einer Aktivierung durch Hypoxie überwiegt der Chemoreflex gegenüber dem Baroreflex (Alvarez-Araos et al. 2024).…
Hypoxietraining
Hypoxietraining (hypoxic training), in der Literatur identisch mit Höhentraining und allgemein für Sauerstoffmangeltraining gebraucht, hier als eine terminologisch unsauber bezeichnete Trainingsform im Schwimmen, eigentlich ein Atemmangeltraining als simulierte Hypoxie, z.B. indem der Sauerstoffanteil bei unverändertem Luftdruck verringert wird (normobare Hypoxie). s. auch Hypoxietraining während Menstruationsphase.
LHTL
LHTL („live high, train low“), Abkürzung für Variante des Höhentrainings „oben schlafen, unten trainieren”, →Höhenschlaf
Oxymetrie
Oxymetrie (oxymetry), zusammengesetzt aus Oxygenium (Sauerstoff) und metor/meta (abmessen); unblutiges Verfahren zur Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes durch einen Clip (Pulsoxymeter), der zumeist auf einen Finger gesteckt wird und durch einen Fotosensor die unterschiedliche Farbstärke des Hämoglobins registriert. Die Pulsoxymetrie hat sich inzwischen als einfache und effektive Methode bewährt, um den Puls und den Sauerstoffgehalt…
Rückanpassung
Rückanpassung, hier: Anpassung an N.N.-Bedingungen nach Höhentraining oder Transatlantikflügen. →Akklimatisation (acclimatization), →Jetlag
Sauerstoffbindungskurve
Sauerstoffbindungskurve (Oxygen binding curve), grafische Darstellung der Beziehung zwischen Sauerstoffpartialdruck (→Partialdruck) in den Alveolen und der Sauerstoffsättigung (Oxyhämoglobin) des Blutes (auch: Sauerstoffdissoziationskurve). Dabei bedeutet Rechtsverschiebung eine Affinitätsabnahme des Hämoglobins in Bezug auf die Sauerstoffbindung, eine Linksverschiebung eine Affinitätszunahme des Hämoglobins gegenüber Sauerstoff. In der Anpassungsphase des Höhentrainings führt die mit dem abfallenden Sauerstoffpartialdruck einhergehend Hyperventilation…