Hochleistungssport
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Leistungsprinzip
Leistungsprinzip (performance principle), auf den Verfahren zur Verteilung von Gütern in der Gesellschaft beruhendes Prinzip, wonach die Verteilung nach Leistung erfolgt. z.B. die Entlohnung nach der Arbeitsleistung. Da aber ein Zusammenhang zwischen erkennbaren Leistungen und materieller Vergütung sich immer weniger erschließt, wird die Existenz des Leistungsprinzips in der öffentlichen Meinung zunehmend angezweifelt. Auch das angeblich…
Leistungsprognose
Leistungsprognose (performance prognosis), „wissenschaftlich begründete Aussage von möglichen sportlichen Leistungen zu einem bestimmten späteren Zeitpunkt“ (Schnabel & Thieß, 1993, S.541). →Prognose Im Schwimmen werden auf der Grundlage der bisherigen Entwicklung mittels mathematischer Trendberechnungen (→Trend) die Zielzeiten für einen Olympiazyklus (→Olympiade) ermittelt. Oftmals bietet sich als optimale Lösung die lineare Regression an (Rudolph, 2001; Tillinger et…
Professionalität
Professionalität (professionalism), professional heißt eigentlich „berufsmäßig“, Professionalität geht aber über fachliches Wissen und Können hinaus. und bedeutet anspruchsvollen Maßstäben zu genügen, die im Hochleistungssport mit „Streben nach Weltniveau“ zu definieren wären. Das betrifft besonders die Kompetenz, des Trainers, Probleme zu lösen (→Problemlösen) und Sportler mit einzubeziehen (→Mündigkeit). Professionalität wird im Sport für sehr unterschiedliche Verhaltensweisen…
Rekord
Rekord (record), lat. recordari „sich erinnern, merken“; Höchstleistung in einer Sportart, deren Ergebnisse quantitativ erfassbar sind. Je nach Geltungsbereich werden Vereins-, Kreis-, Bezirks-, Landes, Deutsche-, Europa und Weltrekorde, aber auch Olympische Rekorde vergeben. Welt- und Europarekorde werden nach den Regeln von World Aquatics oder der LEN ausgesprochen. Hierbei muss eine Dopingkontrolle nachgewiesen werden. Deutsche Rekorde…
Sonderkader (S-Kader)
Sonderkader (S-Kader) (special squat), DSV-Kadersportler. „Der S-Kader steht für Bundeskader-Athleten zur Verfügung, die aufgrund von Verletzungen, Krankheiten, Schwangerschaft oder Ausbildung/Beruf daran gehindert wurden, in der abgelaufenen Saison die erforderliche Leistung für einen Verbleib in einem Bundeskader zu erbringen. Der Antrag auf Aufnahme in den S-Kader muss schriftlich beim Chefbundestrainer eingereicht werden. Ein Anspruch auf die…
Spitzensport
Spitzensport (top-level sports, high-performance sports), →Hochleistungssport
Standortsicherung
Standortsicherung ( ensuring of locations), handelsstrategische Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Entwicklungsfähigkeit der Geschäftsflächen an einem Standort (Wirtschaftslexikon). Für den Bereich des Sports die „Sicherstellung der Finanzierung von Spezialtrainingsstätten in Schwerpunktsportarten an einem Standort, der im Bundesvergleich eine herausragende Stellung im täglichen Training der A-C-Kader oder bei zentralen Maßnahmen der Spitzenverbände einnimmt.“ (Stützpunktkonzept des…
Steuerung
Steuerung (control), allgemein die Beeinflussung von politischen wirtschaftlichen und sonstigen Vorgängen. In der Kybernetik der Vorgang in einem dynamischen System, bei dem eine oder mehrere Größen als Eingangsgrößen (Input), andere als Ausgangsgrößen (Output) nach den Gesetzmäßigkeiten des Systems beeinflussen. Damit ist der Wirkungsweg im Gegensatz zur Regelung nicht fortlaufend geschlossen. Im allgemeinen Sprachgebrauch verwischt inzwischen…
Trainerrat
Trainerrat (coaches council), beratendes Organ des Cheftrainers/Sportdirektors aus allen oder ausgesuchten/gewählten Trainern einer Organisationsform des Sports (Schwimmabteilung eines Vereins, Landesschwimmverband, DSV). Im Trainerrat werden vor allem Inhalte von Training und Wettkampf beraten. Da sie nicht mit den vorrangig ehrenamtlichen Strukturen des deutschen Sports erfasst sind, spielen sie oft zum Leidwesen der Ausbildung eine untergeordnete Rolle.…
Wegezeiten
Wegezeiten (time for ways), Der Begriff ist nicht einheitlich definiert. Juristisch ist Wegezeit zum einen die Zeit für die An- und Abfahrt des Arbeitnehmers zum Betrieb des Arbeitgebers (ErfK/Preis, 17. Aufl. 2017, BGB, § 611, Rn. 513), zum anderen berufsbedingte Reisezeit (Dienstreise). Die hierfür eingesetzte Zeit stellt keine Arbeitszeit dar und muss daher durch den Arbeitgeber…
Weltklasse
„Weltklasse“ (top world class), umgangssprachliche Bezeichnung für ein sportliches Leistungsniveau im Bereich der Weltspitze, das mit dem Mittel der zehn besten Schwimmer der ewigen Weltbestenliste (→Bestenliste) charakterisiert werden kann. Beispiel (Stand 2016): 100F Herren 0:47,17 min 100F Damen 0:52,52 min
Weltmeisterschaft
Weltmeisterschaft (WM) (world championship), 1973 in Belgrad erstmals ausgetragene Meisterschaft unter Obhut der FINA, die inzwischen aller zwei Jahre stattfindet. Das olympische Wettkampfprogramm wird bei der WM durch folgende Disziplinen erweitert: 50 B, 50 S, 50 R Damen und Herren, 800F Herren, 1500 F Damen, 5 und 25 km Damen und Herren. 2006 kamen noch…
Weltrangliste
Weltrangliste (world ranking), Liste der aktuellen Weltbestleistungen, getrennt nach Kurz- und Langbahnzeiten. Zugangsvoraussetzungen zur Aufnahme in die Weltrangliste ist eine nachgewiesene Leistung bei offiziellen Wettkämpfen. Die Weltrangliste kann eingesehen werden unter http://www.fina.org/content/swimming-world-ranking. Bei behinderten Schwimmern (Behindertenschwimmen) muss die Zeit der Limitzeit des IPC entsprechen, die vom IPC veröffentlicht wird.
Weltrekord
Weltrekord (WR) (world record), die beste jemals erreichte Leistung in messbaren Disziplinen im Sport (ohne die abstrusen Leistungen aus dem Guinness Buch der Weltrekorde). Im Schwimmen von der FINA anerkannte Weltbestleistung, getrennt nach 50m (Lang-) und 25m (Kurzbahn). Dazu besagen die Wettkampfbestimmungen des DSV, dass alle Anträge zur Anerkennung von WR innerhalb von drei Tagen…
Weltstandsanalyse
Weltstandsanalyse (Analysis of the international performance level), „Ermittlung und Bewertung der sportlichen Leistungen, Leistungsfaktoren und der Leistungsstruktur in einer Sportart oder Sportartengruppe mit wissenschaftlichen Verfahren. Die erreichte Wettkampfleistung wird in Beziehung zu Trainingsdaten und organisationsstrukturellen Aspekten gesetzt. Ziel der Weltstandsanalyse ist die Objektivierung von Entwicklungstendenzen einer Sportart oder Sportartengruppe im internationalen Wettkampfsport. Dabei werden allgemeine…