Eltern
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Bindung
Bindung (attachment), in der Entwicklungspsychologie eine langanhaltende, konstante und emotionale Beziehung zu einem anderen Menschen. Nach der Bindungstheorie handelt es sich um ein menschliches Grundbedürfnis, das besonders in den ersten Jahren durch die Mutter-Kind-Beziehung geprägt ist. Kleinkinder brauchen Eltern und andere enge Bezugspersonen, um mit Spannungen wie Angst oder Schmerzen umgehen zu können. Emotionale Entwicklung…
Eltern
Eltern (parents), Mutter und Vater (auch gleichgeschlechtlich möglich) als Verwandte ersten Grades. Im Sinne von Elternschaft biologisch die Erzeuger (Blutsverwandtschaft), rechtlich (Mutterschaft/Vaterschaft/ auch Adoptiveltern) von Gesetzgebung bestimmt, sozial als Elternrolle bei Pflege, Ausbildung und Förderung des Kindes. Eine vertrauensvolle Eltern – Kind -Beziehung prägt die Entwicklung des Kindes grundsätzlich, unabhängig ob es sich um die…
Erwartungsdruck
Erwartungsdruck (weight of expectation), Diskrepanz zwischen zumeist von außen auferlegten Zielen und Ansprüchen und den persönlichen Erwartungen, die zu Verkrampfungen, Übersteuerungen bis Denkblockaden führen kann. "Die Zahl der zeitlich (nahezu) parallel gestellten und unter Zeit- und inhaltlichem Erwartungsdruck zu lösenden Probleme hat in den letzten Jahrzehnten spürbar zugenommen und erfasst immer mehr Altersgruppen und Gesellschaftsbereiche"…
Erziehung, autoritative
Erziehung, autoritative (education, autoritative), ausgewogener Erziehungsstil zwischen autoritärer Erziehung und Laissez-faire. Er zeichnet sich aus durch viel Liebe und Unterstützung durch die Eltern einerseits, die aber auch klare Grenzen und Regeln für das Kind aufstellen und diese konsequent durchsetzen. Es ist ein akzeptierendes, sensibles, kindzentriertes, forderndes und kontrollierendes Verhalten gegenüber dem Kind, gekennzeichnet durch offene…
Erziehungskompetenz
Erziehungskompetenz/Erziehungsfähigkeit (educational competence), über das Erziehungswissen hinausgehende Fähigkeit, dieses Wissen auch erzieherisch umsetzen zu können. Eigentlich werden Kompetenz und Fähigkeit synonym gebraucht, als Wortpaar mit dem Erziehungsbegriff gehen sie hier getrennte Wege. Der Begriff Erziehungsfähigkeit wird von Sozialpsychologen definiert als die Fähigkeit „an den Bedürfnissen und Fähigkeiten eines Kindes orientierte Erziehungsziele und Erziehungseinstellungen auf der…
Exosystem
Exosystem (exosystem), griech. exo „außen“; nach dem ökosystemischen Modell von Bronfenbrenner (1981) ein oder mehrere Lebensbereiche, an denen eine Person nicht selbst direkt beteiligt ist (die außerhalb ihr liegen), die aber ihren Lebensbereich beeinflussen (soziale Rahmenbedingungen). →Umfeld, →exogene Leistungsvoraussetzungen Beispiele sind etwa das Arbeitsverhältnis der Eltern, das die Fördermöglichkeiten des Kindes maßgeblich beeinflusst oder…
Familie
Familie (family), lat. famulus „Diener“, familia „Gesamtheit der Dienerschaft“; soziale Gruppe miteinander verwandter Personen, heutzutage zumeist als Kleinfamilie Eltern und deren Kinder. Die Sozialisation der Kinder als die wichtigste Funktion der Familie ist geprägt durch den Erziehungsstil, die Zusammensetzung (Anzahl der Kinder, Elternteile) und die Atmosphäre, wobei die soziale Situation eine große Rolle spielt. Dazu…
Hyperaktivität
Hyperaktivität (hyperactivity), „ein von Betroffenen nicht hinreichend kontrollierbares, überaktives Verhalten. Ausgehend von innerer Ruhelosigkeit, manifestiert sich Hyperaktivität in der Regel in Form von motorischer Unruhe und "überschießenden Reaktionen“. Hyperaktivität ist symptomatisch für diverse psychische Störungen (z. B. Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen, bipolare Störung. Depression und Autismus) und auch einige somatische Erkrankungen (z. B. Hyperthyreose, Angelman-Syndrom) (Wikipedia).…
Kindesmisshandlung
Kindesmisshandlung/Kindesmissbrauch (child abuse), „nicht zufällige, bewusste oder unbewusste, gewaltsame, psychische oder physische Schädigung, die in Familien oder Institutionen (beispielsweise Kindergärten, Schulen, Heimen) geschieht, die zu Verletzungen, Entwicklungshemmungen oder sogar zum Tod führt und die das Wohl und die Rechte eines Kindes beeinträchtigt oder bedroht. (Bast, 1975, nach: Senatsverwaltung Berlin, 2002, S. 6). →Pädophilie Formen der…
Kindeswohl
Kindeswohl (best interests of the child), unbestimmter Rechtsbegriff, dem die elterliche Sorge und Verantwortung zugrunde liegt (§ 1627 BGB). Diese erstreckt sich auf folgende Merkmale (nach Remschmidt & Mattejat, 2010: Körperliche und psychische Gesundheit, störungsfreie Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit, weitgehende Freiheit von Belastung, Angst und Konflikten, Entwicklung und Aufrechterhaltung interpersonaler und emotionaler Beziehungen, Familie…
Ödipuskomplex
Ödipuskomplex (Ödipus komplex), auf FREUD zurückgehende Kennzeichnung frühkindlicher Beziehungen, die sich bei den Kindern in einer Liebe zum gegengeschlechtlichen Elternteil äußern (bei Mädchen →Elektrakomplex). Danach bestehen bei Jungen zwischen 3. und 5. Lebensjahr sexuelle Neigungen gegenüber der Mutter, die danach verdrängt werden (Latenzphase). Nichtbewältigung kann im Erwachsenenalter zu Neurosen führen. Die Theorie von FREUD ist umstritten,…
Sorge, elterliche
Sorge, elterliche (parental care), Rechte und Pflichten von Eltern gegenüber ihren minderjährigen Kindern, die im BGB & 1226 geregelt sind. Danach haben Eltern für das minderjährige Kind als Person (Personensorge) und für dessen Vermögen (Vermögenssorge) zu sorgen. Bei Pflege und Erziehung sind die wachsenden Fähigkeiten und Bedürfnisse des Kindes zu beachten. Zum Wohl des Kindes…
Umgangsrecht
Umgangsrecht (handling right), Begriff aus dem Familienrecht (§ 1684 BGB), wonach minderjährige Kinder und Eltern das Recht haben, miteinander in Kontakt zu bleiben, was in besonderen Fällen auf Dritte (Großeltern, Geschwister usw.) ausgedehnt werden kann. →Sorge, elterliche Mehr zum Thema: Untersuchungsbereicht des Instituts für Demoskopie Allensbach https://www.ifd-allensbach.de/uploads/tx_studies/Abach_Trennungseltern_Bericht.pdf
Unterhaltsrecht
Unterhaltsrecht (maintenance law), gesetzliche Regelung (§ 1601 bis § 1615 BGB) der Unterhaltspflichten. So haben Kinder einen Unterhaltsanspruch gegenüber dem Elternteil, der keine Betreuung leistet. Lebt also beispielsweise das Kind bei der Mutter, so hat das Kind einen Unterhaltsanspruch gegenüber dem Vater. Die Höhe des Unterhaltsanspruchs ergibt sich aus der Düsseldorfer Tabelle. Bei volljährigen Kindern…