Diagnostik
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Blutprobe
Blutprobe (blood sample), geringe für Untersuchungszwecke entnommene Blutmenge. →Blutabnahme
Erregungsleitungssystem des Herzens
Erregungsleitungssystem des Herzens (conduction system of the heart), Zellsystem (Schrittmacherzellen als spezifische Herzzellen), das die Herzmuskelarbeit der Teilbereiche des Herzens koordiniert. Die Erregung für jeden Herzschlag geht vom Sinusknoten als „natürlichem Schrittmacher“ aus und wird durch ein weiteres Erregungszentrum (Atrioventrikularknoten mit dem Hisschen Bündel) zur Herzspitze und den Herzklappen weitergeleitet. Während beim Skelettmuskel die Kontraktionsstärke…
Sauerstoffsättigung, arterielle
Sauerstoffsättigung, arterielle (Oxygen saturation, SmO2), Anteil des Oxyhämoglobins am Gesamthämoglobin (→Hämoglobin) in Prozent und damit wichtiger Wert zur Beurteilung der Lungenfunktion. Die Sauerstoffsättigung wird beeinflusst vom Sauerstoffpartialdruck. Referenzwert Sauerstoffsättigung - SpO2: 92-98 %. →Sauerstoffbindungskurve Inzwischen gibt es mobile Kleingeräte (Wearables), die Körperfunktionen aufzeichnen (darunter auch die Sauerstoffsättigung) und an ein damit gekoppeltes Smartphone übermitteln (Moxy-Messgerät…
Schätzskala
Schätzskala (estimational scala), Schätzverfahren aus der empirischen Sozialforschung, wonach Eigenschaften eines Gegenstandes oder das Verhalten von Personen/Gruppen nach drei- bis siebenstufigen Zuordnungsskalen (Ratingskala) eingestuft werden (z.B. sehr gut – gut - normal – schlecht - sehr schlecht). Da der Ausprägungsgrad eines beobachteten Verhaltens eingeschätzt wird, ist das Verfahren sehr subjektiv belastet (s. Kampfrichterurteile). Um den…
Schwelle, aerobe (AS)
Schwelle, aerobe (AS) (aerobic threshold), in der Leistungsphysiologie der erste Laktatanstieg bei progressiver Belastungsgestaltung, als fixe aerobe Schwelle durch Laktatwerte von 2 mmol/l repräsentiert. Es wird davon ausgegangen, dass das Laktat bei dieser Belastungsintensität wieder im Muskel abgebaut wird (→steady state, →Laktateliminierung). Damit handelt es sich um die untere Grenze des Grundlagenausdauertrainings (GAI). →Belastungszonen 1&2
Schwelle, anaerobe (ANS)
Schwelle, anaerobe (ANS) (anaerobic threshold), Übergangs zwischen rein aerober zu teilweise anaerob-laktazid gedeckter Energiestoffwechselleistung (Mader, 1976); Punkt des maximalen Laktat-steady-state (Maxlass). Der Bereich wird zumeist als fixe anaerobe Schwelle mit einem Laktatwert von 4 mmol/l angegeben, was verschiedentlich kritisch gesehen wird, da die ANS abhängig ist vom Basislaktat, von der Belastungsstufendauer, von der Masse der…
Schwelle, respiratorische
Schwelle, respiratorische (respiratory threshold), → Schwelle, ventilatorische
Schwelle, ventilatorische
Schwelle, ventilatorische (ventilatory threshold), Punkt des optimalen Wirkungsgrades der Atmung, der auf der Messung der maximalen Sauerstoffaufnahme, dem Atemminutenvolumen (AMV) und dem Atemäquivalent beruht. Sie entspricht spiroergometrisch der aeroben Schwelle und wird aus dem Verhältnis der Zunahme der Kohlendioxid-Abgabe (VCO2) in Relation zur Sauerstoffaufnahme (VO2) bestimmt. Ab einem gewissen Punkt nehmen Atemfrequenz und Atemtiefe stärker…
Screening
Screening (engl.),"unter die Lupe nehmen"; Testverfahren, um Elemente mit bestimmten Eigenschaften herauszufinden. Die Anwendung ist vielgefächert, von der Medizin (z.B. Vorsorgeuntersuchungen), Psychologie und Soziologie (Herausfiltern von Personen mit bestimmten Merkmalen), Pharmaforschung (Suchen bestimmter Substanzen) bis zum allgemeinen Sprachgebrauch. →Sporttauglichkeitsuntersuchung Im Sport die Überprüfung der Begabung für eine bestimmte Sportart (Talentsichtung) oder auch der Belastbarkeit (→Leistungsdiagnostik).…
Spiroergometrie
Spiroergometrie (spiroergometry), lat. spirare „atmen“ und griech. ἔργον „Arbeit“ und μέτρον „Maß“; Kombination aus Spirometrie (Messung der Atemgase) und Ergometrie. Bei stufenförmiger Belastung steigt die Ventilation in den submaximalen Belastungsstufen vorrangig über eine Vergrößerung der Atemtiefe. Mit zunehmender Intensität steigt die Atemfrequenz steiler an als das Atemvolumen pro Zug (AZV). Dieser Umschlagpunkt wird als aerobe…
Sporttauglichkeitsuntersuchung
Sporttauglichkeitsuntersuchung (sport fitness investigation), medizinische Untersuchung zum Ausschluss von Kontraindikationen gegenüber Trainingsbelastungen, die mindestens jährlich durchgeführt werden sollte und zur Wettkampfteilnahme (Wettkampftauglichkeit) berechtigt. Die Kosten einer solchen Untersuchung mussten bisher von den Patienten selbst getragen werden. Doch die Krankenkassen haben die Zeichen der Zeit erkannt und übernehmen vermehrt die Kosten dieser Untersuchung (noch?). Inzwischen ist…
Steady-state
Steady-state (engl. für „stetiger Zustand“), ins Deutsche übernommen: zeitlich begrenzter Gleichgewichtszustand von physiologischen Systemen, der mit zunehmender Belastung verlassen wird. Er ist zugleich ein biomechanischer Schwellenwert, bei dessen Überschreitung die Frequenz (Zugfrequenz) zu-, aber die Zuglänge (Zyklusweg) abnimmt (Dekerle et al. 2005). →Homöostase Für das Ausdauertraining ist das Fließgleichgewicht solcher Parameter wie Laktat, Herzfrequenz oder…
Stufentest
Stufentest (Steptest), Test mit stufenförmig ansteigender Belastung, der im Rahmen allgemeiner Gesundheitsuntersuchungen zumeist auf dem Fahrradergometer (mit EKG-Ableitung) oder zur Diagnose der spezifischen Ausdauer im Wasser (Feldtest) durchgeführt wird. Der Name ist historisch bedingt, da in den Anfängern der Ergometrie eine Einfach- oder Doppelstufe mit verstellbarer Höhe und bestimmter Geschwindigkeit innerhalb von 3-6 min bestiegen…
Stufentest nach PANSOLD
Stufentest nach PANSOLD (steptest to PANSOLD), Von Pansold (1977) entwickelter spezifischer Feldtest im Schwimmen, der modifiziert 1992 in die Komplexe-Leistungsdiagnostik des DSV übernommen wurde (Rudolph & Berbalk, 1988). Der Test beschreibt die alineare Beziehung zwischen Schwimmgeschwindigkeit und Laktatkonzentration mit der Ausgleichsfunktion der Form y = axebx, wobei y = Laktat (mmol/l) und x = Intensität…
Stufentest nach SIMON
Stufentest nach SIMON (steptest to SIMON), progressive Schwimmbelastung mit stufenweise ansteigender Schwimmgeschwindigkeit bei einer Streckenlänge von 300m pro Belastungsstufe (→Stufentest). Die Eingangsstufe ist für die einzelnen Schwimmarten festgelegt und wird von Stufe zu Stufe um 15 sec reduziert. Dazu ist eine Steuerung per Schrittmacher erforderlich. Pausendauer 30 sec. Es wird davon ausgegangen, dass die ersten…
Symptom
Symptom (symptom), altgr. symptoma "Zufall oder ‚Begebenheit"; Krankheitszeichen, das in der Medizin unterschieden wird als objektives Symptom, das der Untersucher (Arzt) feststellt, pathognomisches Symptom, das auf eine typische Krankheit verweist, subjektives Symptom, das der Erkrankte selbst feststellt. →Syndrom
Tensografie
Tensografie (tensography), Tensometrie: Druck- und Spannungsmessung. Verfahren zur Messung des Strömungswiderstandes an den Extremitäten im Schwimmen mittels Tensogebern (Dualplatten). Das 1973 von Jähnig, Wiegand & Wünsch entwickelte Verfahren wurde von Hahn & Krug 1990 modifiziert. Da aber eine fehlerlose Interpretation der Schwimmbewegung nicht möglich war, wurde die Tensografie lediglich in Verbindung mit Filmaufnahmen zur Objektivierung…
Totalkapazität
Totalkapazität (total lung capacity), gesamtes Fassungsvermögen der Lunge als Summe von maximal eingeatmeter Luft (Vitalkapazität) und in der Lunge verbliebener Restluft (Residualvolumen). Sie liegt im Mittel bei Erwachsenen bei 6000 ml Durch mehrere Monate Training können Atemgrößen wie die Totalkapazität erhöht werden, während das Residualvolumen hingegen sich verringert. Die Ursache für diese Entwicklung bildet vermutlich…
Transportkosten
Transportkosten (energy cost), in der Leistungsphysiologie von Pendergast & Di Prampero (1977) beschriebenes Konzept, wonach der Energieverbrauch pro Strecke definiert ist (ml O2*m-1). Die Transportkosten steigen mit der Schwimmgeschwindigkeit.