Behindertenschwimmen
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Abteilung (Schwimmabteilung)
Abteilung Schwimmen (department of swimming), Unterstruktur innerhalb des DOSB für die Sportart Schwimmen. Da es im Behindertensport keine Fachverbände für die einzelnen Sportarten gibt, übernehmen die Abteilungen die Verantwortung für die jeweilige Sportart. Die Abteilung wird von einem ehrenamtlichen Abteilungsleiter gemeinsam mit einem gewählten Vorstand geführt. Die sportliche Verantwortlichkeit liegt beim Bundestrainer Schwimmen, der gemeinsam…
Amputation
Amputation (amputation), lat. amputatio "Abschneiden; allgemein die Abtrennung eines Körperteils. Dabei gilt es zwischen der Amputation als chirurgischem Eingriff und der Amputation als Verletzung (Folge eines Unfallmechanismus) zu differenzieren. →Behindertenschwimmen (Verfasst von D- Paschke)
Ausnahmecode
Ausnahmecode (code of exception), Regelung im Behindertenschwimmen, wonach aufgrund der unterschiedlichen Behinderungen der Schwimmer Ausnahmeregelungen für die Wettkampfaktivitäten definiert werden, die sich in der Liste der Ausnahmecodes befinden und für jeden einzelnen Sportler im Klassifizierungsbogen enthalten sein müssen. Buchstaben werden für den Startcode und Zahlen für den Schwimmcode verwendet. (verfasst von D. Paschke)
barrierefrei
barrierefrei (free of barriers), uneingeschränkte Zugänglichkeit eines Gebäudes. Wichtig ist hierbei ein stufenloser oder mit Rampe erreichbarer Eingang, eine ausreichende Wendemöglichkeit in den einzelnen Räumen, vor allem für Rollstuhlfahrer und eine blinden- bzw. sehbehindertengerechte Beschriftung von Umkleideschränken und Beschilderungen. (verfasst von D. Paschke)
Behindertenschwimmen
Behindertenschwimmen (swim for handicapped ones), Oberbegriff für alle Angebote im Schwimmen für Menschen mit Behinderung als Rehabilitations-, Freizeit- oder Wettkampfsport. →Behindertensport (verfasst von D. Paschke) Mit Blick auf das Regelwerk gibt es bei den Wettkämpfen insbesondere zwei Unterschiede zum olympischen Schwimmsport. So dürfen die Sportler*innen abhängig von ihrer Behinderung einen anderen Start ausführen. Möglich ist…
Behindertensport
Behindertensport (sports for disabled), Sport, der von von Personen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Funktionsbeeinträchtigung zur Rehabilitation, als Breiten- oder als Leistungssport ausgeübt wird. Die Wettkämpfe sind durch vielfältige Klassen nach Art der Behinderung strukturiert. Der größte Wettkampf sind die Paralympics, die zeitlich versetzt zu den Olympischen Spielen stattfinden. Die deutschen Behindertensportler sind im Deutschen…
Behinderung
Behinderung (handicap; disability), lt. Sozialgesetzbuch sind Menschen behindert, „wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist“. Grob…
Blindenschrift
Blindenschrift (braille) Schrift, die von Blinden gelesen werden kann. Das Lesen erfolgt dabei mit dem Tastsinn der Finger. Es existieren verschiedene Schriftsysteme, z. B. das Moonalphabet. Die heute am weitesten verbreitete Blindenschrift ist die Brailleschrift. Zur Abgrenzung von Blindenschriften verwendet man häufig für die Schrift der Sehenden den Begriff Schwarzschrift. Immer mehr Dokumente vor allem für…
Cerebralparese
Cerebralparese (cerebral palsy) - von cerebrum (Gehirn) und →parese (Lähmung) - versteht man Bewegungsstörungen, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt. Die dadurch hervorgerufene Behinderung ist charakterisiert durch Störungen des Nerven- und Muskelsystems im Bereich der willkürlichen Bewegungskoordination. Am häufigsten sind spastische Mischformen und eine Erhöhung der Muskelspannung (Muskelhypertonie). 1981 nahm der erste Cerebralparetiker an…
Deaflympics
Deaflympics (Deaflympics), engl. deaf, „taub“ und "olympics", Wettkampf der Gehörlosen, der alle zwei Jahre, ein Jahr nach den Olympischen Spielen, abwechselnd als Sommer- und Winterspiele ausgetragen wird. Früher hieß er „Silent World Games for the Deaf“ (Stille Weltspiele der Gehörlosen) und später Gehörlosen-Weltspiele. Nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Veranstaltung anerkannt hat, werden sie…
Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ)
Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ) (German Youth Organization for disability), Jugendorganisation im Deutschen Behindertensportverband (DBS) e.V. und ist als Fachverband in der Deutschen Sportjugend der Dachverband aller sporttreibenden Kinder und Jugendlichen mit Behinderung in der Bundesrepublik Deutschland. (verfasst von D. Paschke)
Deutscher Behindertensportverband (DBS)
Deutscher Behindertensportverband (DBS) (German Association for Disability Sport), der zuständige Fachverband im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für den Sport von Menschen mit Behinderungen. Gleichzeitig ist der DBS Nationales Paralympisches Komitee (NPC) für Deutschland und in dieser Funktion Mitglied im International Paralympic Committee (IPC). Der DBS hat im Rahmen seiner Satzung eine sich selbst verwaltende Jugendorganisation, die Deutsche…
Deutscher Gehörlosen-Sportverband (DGS)
Deutscher Gehörlosen-Sportverband (DGS) (German Deaf Sport Association), Verband der Gehörlosen Deutschlands mit mehr als hundertjähriger Geschichte und Tradition. 1947 gründen sich die gehörlosen und hörbehinderten Sportler unter dem Namen "Deutscher Gehörlosen Sportverband" - DGS. Sie nehmen zwei Jahre später gemeinsam mit zwei weiteren Ländern und insgesamt 33 gehörlosen und hörbehinderten Sportlern an den 1. "Winter…
Dysmelie
Dysmelie (dysmelia), angeborene Fehlbildung einer oder mehrerer Gliedmaßen, also der Arme oder Beine bzw. der Hände, Finger, Füße oder Zehen. →Behinderung Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Dysmelie (verfasst von D. Paschke)
Dysmetrie
Dysmetrie (dysmetria), griech. dys „falsch“ und metrein „messen“; Störung in der Bewegungsausführung, die entweder zu weitläufig ist oder das vorgesehene Bewegungsausmaß nicht erreicht (Entfernungsfehlleistung), wodurch fortlaufende, willkürlich gesteuerte Korrekturen erforderlich sind. Dysmetrie gilt als typisches Symptom der Kleinhirnhemisphärenschädigung. →Behindertenschwimmen Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Dysmetrie (verfasst von D. Paschke)
Einverständniserklärung
Einverständniserklärung (Consent form), Im Behindertensport zur Teilnahme an Wettkämpfen erforderliche Unterschrift des Sportlers, mit der er sich gegenüber dem Internationalen Paralympischen Komitee zur Kooperation während der Klassifizierung einverstanden erklärt. (verfasst von D. Paschke)
Europäisches Paralympisches Komitee (EPC)
Europäisches Paralympisches Komitee (EPC) (European Paralympic Committee), Internationale gemeinnützige Organisation zur Vereinigung der Nationalen Paralympischen Komitees (NPC) in Europa. Das EPC ist verantwortlich für die Koordinierung und Entwicklung des Behindertensports in Europa. (verfasst von D. Paschke)
Gebärdensprache
Gebärdensprache (sign language), eigenständige, visuell wahrnehmbare Sprache, die insbesondere von gehörlosen und stark schwerhörigen Menschen zur Kommunikation genutzt wird. Gebärdensprache besteht aus kombinierten Zeichen (Gebärden), die vor allem mit den Händen, in Verbindung mit Mimik und Mundbild (lautlos gesprochene Wörter oder Silben) und im Kontext mit der Körperhaltung gebildet werden. Bei der taktilen Gebärdensprache für…
Gehörlosigkeit
Gehörlosigkeit (deafness), das vollständige oder weitgehende Fehlen des Gehörs bei Menschen. Der Hörschaden beeinflusst das Erlernen von Bewegungsformen, akustische Eindrücke können nicht wahrgenommen werden. Teilweise treten Störungen wie Konzentrationsschwäche, verlangsamtes Lernen, verminderte motorische Leistung (z.B. Gleichgewicht, Koordination) auf. Die Ursache dafür ist eine Störung der Entwicklung der Sensomotorik, wodurch die Erschließung der Umwelt nicht vollständig…
Grad der Behinderung
Grad der Behinderung (GdB) (degree of disability), Maßeinheit in % für den Grad der Beeinträchtigung durch eine Behinderung. Verwandt wird der Begriff im SGB IX (Sozialgesetzbuch -Neuntes Buch-; Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen). Ab 50% der Behinderung erhält man einen Behindertenausweis. (verfasst von D. Paschke)