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Anthropologie

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Körper

Körper (body), (lat, corpus); In der Medizin gesamte materielle Komponente des Menschen oder nur ein Teil einer anatomischen Struktur. im Sinne von „Körperkultur“ bzw. Verhältnis von Körper und Geist: in der neueren Anthropologie wird die alte dualistische Gegenüberstellung von Körper und Geist überwunden und der Körper umfassend im Sinne von Haltung, Bewegung, Gesundheit, Krankheit, Ernährung,…

Morphologie

Morphologie (morphology), griech. morphé „Gestalt, Form“; Lehre von Form und Gestalt der Lebewesen, mit zunehmenden technischen Möglichkeiten der Erfassung molekularer Strukturen (z.B. typische Morphologie des Coronavirus). Unter morphologischer Betrachtung von Bewegungen verstehen wir die äußerlich sichtbaren Teile von Bewegungen (im Gegensatz zu Kräften →Biomechanik). In der Medizin beschreibt der Begriff nicht nur die äußere Gestalt…

Natürlichkeit

Natürlichkeit (naturalness), im Sinne der Sportanthropologie die Entfaltung der natürlichen Kräfte und Abwehr der zivilisatorischen Einflüsse oder deren Herausbildung in Einklang mit der Umwelt. Im Sport kann der Mensch seinen Bedürfnissen, sich in der freien Natur zu bewegen, nachkommen, so auch im Bewegungsraum Wasser. In dem Sinne ist das Schwimmen bedeutsam bei der Wiederherstellung des…

Ontogenese

Ontogenese (ontogenesis), griech. génesis „Geburt“, „Entstehung“.  Entwicklung des Individuums von der befruchteten Eizelle bis zum Tod, im Gegensatz zur Stammesentwicklung (→Phylogenese). →Ontogenese, motorische, →Entwicklungsphase, →Phänotyp, →Wachstum, →langfristiger Leistungsaufbau, →sensitive Phasen Mehr zum Thema: https://lexikon.stangl.eu/255/ontogenese - Zugriff 20.02.21  

Ontogenese, motorische

Ontogenese, motorische (ontogenesis,motor), Entwicklung der motorischen Fähigkeiten und Bewegungsfertigkeiten des Individuums. Kinder entwickeln sich durch Bewegung. Die damit verbundene Sinneswahrnehmung und Motorik sind die Basis für die Entwicklung des Denkens und der Sprache. Die motorische Ontogenese. verläuft sehr individuell und ist von Wachstumsschüben, Stagnation und Rückbildung begleitet (Normal-, Früh- oder Spätentwickler). Trotz dieser individuellen und…

Organismus

Organismus (organism), lebendiges System (Lebewesen) oder übertragen soziales Gebilde als funktionierende Einheit.

Phänotyp

Phänotyp (phenotype), griech. phaíno „ich erscheine“ und týpos „Gestalt“; Erscheinungsbild des Menschen (eines Organismus), das sowohl durch Erbanlagen (→Genotyp) als auch durch die Umwelt (z.B. durch →Training) geprägt ist. Talentauswahl hat die Einheit von Erbe (Genotyp) und Umwelt (Phänotyp) zu beachten. Dabei liegt die Schwierigkeit in der Bestimmung des Anteils am Talent darin, dass unser…

Phylogenese

Phylogenese (phylogenie), griech. phýlon ‚Stamm‘ und génesis ‚Ursprung‘; Stammesentwicklung, Entstehung der Lebewesen im Laufe ihrer erdgeschichtlichen Entwicklung. Häckel (1866) hat die Biogenetische Grundregel aufgestellt, wonach die Ontogenese die Phylogenese rekapituliert. Das logisch konstruierte und kohärente Verfahren zur Rekonstruktion der Stammesgeschichte (Phylogenie) und zur Darstellung dieser rekonstruierten Phylogenie in der fortlaufend niedergeschriebenen Klassifikation wird als phylogenetische…

Reduktion

Reduktion (reduction), lat. reductio zu reducere ‚zurückziehen‘ oder ‚zurückführen‘; allgemein die Verringerung des Ausmaßes einer Eigenschaft oder Zurückführung auf Einfacheres. Der Begriff wird in den verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen verwendet, von der Korrektur einer Messgröße, einer chemischen Reaktionsart, als Methode in der Informatik bis zur chemischen Reaktion bei der Weinherstellung (Wikipedia). Evolutionsbiologisch versteht man darunter die Rückbildung…

Reife

Reife (maturity), hier beschränkt auf den Menschen: Zustand des voll entwickelten Organismus („volljährig“), wobei zwischen körperlicher, geistiger, emotionaler und sozialer Reife unterschieden wird; juristisch versteht man unter Reife Verantwortlichkeit und Strafmündigkeit (Verantwortungsreife). Mit Reife kann auch direkt ein schulischer Abschluss (Reifezeugnis) gemeint sein: Schulreife, Mittlere Reife, Reifezeugnis. Ungeachtet dessen ist aber Reife nicht primär im…

Schulkindalter, frühes

Schulkindalter, frühes (sub-teenage, early) →Kindesalter, mittleres

Sexualdimorphismus

Sexualdimorphismus →Geschlechtsdimorphismus

Typologie

Typologie (typology), Typenlehre; Einordnung von Menschen mit gemeinsamen Merkmalen in Gruppen, so z.B. nach konstitutionspsychologischen Aspekten (Konstitutionstyp oder Temperamente), funktionstypologischen Aspekten (intro- und extrovertierter Typus) oder philosophisch-weltanschaulichen Aspekten (ästhetischer, ökonomischer, religiöser, sozialer und theoretischer Typ sowie Machtmensch). Viele der Typologien sind heute nicht mehr haltbar und wurden durch die Persönlichkeitspsychologie (→Persönlichkeit) abgelöst.

Typus

Typus (typus), in der Anthropologie „die Summe der Merkmale, die einer Gruppe von menschlichen Individuen gemeinsam sind und eine bestimmte Ausprägung darstellen“ (MEYERS LEXIKON), das Wesentliche einer Erscheinung, das sich äußert in Charakter,  Gestalt, Naturell. Im Sport sprechen wir z.B. vom Konstitutionstypus, Körperbautypus, Ausdauertyp(us) usw.

Unterschiede, geschlechtsspezifische

Unterschiede, geschlechtsspezifische (gender differences; sex differences) → Geschlechtsdimorphismus

Vererbung

Vererbung (heredity), Übertragung genetischer Informationen (Erbanlagen) an die Nachkommen. Die Vererbung spielt eine große Rolle bei der Bestimmung des sportlichen Talents, das weitgehend genetisch determiniert ist. So ist die Wahrscheinlichkeit zu sportlichen Erfolgen zu gelangen bei Kindern erfolgreicher Sportler größer. Sergijenko (2000) gibt diese Wahrscheinlichkeit mit 50% an, wenn beide Elternteile herausragende Sportler waren sogar…

Waldorfpädagogik

Waldorfpädagogik (waldorf education), von STEINER (1861-1925) entwickeltes Schulkonzept (→Schulform), dass vom Menschen als unverwechselbare und einmalige Individualität (→Individuum) ausgeht. Im Mittelpunkt steht dabei das Spiel, in dem das Kind sein Wesen offenbare und sich durch das sinnliche Tun mit der Welt verbinde. Ferner sind die zeitliche Gestaltung nach einem bestimmten Rhythmus und die Verrichtung von…