Alter
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Anpassungsreserve
Anpassungsreserve (adaptation reserve), nach Mader (1990) die individuell bedingte Grenze ausschöpfbarer Anpassungskapazität, die sich in dem Maße verringert, wie es gelingt im Training die aktuelle Funktionskapazität an die individuell maximale Funktionskapazität zu nähern. Grundlage dieser Theorie ist die Proteinbildungskapazität (→Proteinsynthese), die davon ausgeht, dass 20-30jährige davon ca. 60% mit zunehmendem Alter weniger aktivieren. Wir müssen…
Antioxidantien
Antioxidantien (antioxidants), Substanzen („Radikalfänger“), die die Oxidation von Nahrungsmitteln durch Sauerstoff verlangsamen oder verhindern (Kent, 1996). Bei körperlicher Belastung entstehen vermehrt freie Sauerstoffmoleküle (→freie Radikale), die die Zellmembran angreifen und Zellen schädigen können. Da die körpereigene Kapazität zur Bekämpfung dieser freien Radikalen begrenzt ist, sollten Antioxidantien in Form von Provitamin Beta-Carotin (in Karotten, Spinat und…
Atrophie
Atrophie (atrophy), griech. atrophia „Abmagerung, Nahrungsmangel“; Gewebsschwund, Verkleinerung von Organen oder Muskelgruppen. Ursachen können sein: genetische Defekte, Krankheiten, Alterung und/oder Bewegungsmangel. Bei Sportlern können längere Pausen zur Muskelatrophie führen (Muskelschwund), die durch systematisches, mehrwöchiges Krafttraining oder Elektromyostimulation kompensiert werden kann. Studien zeigen, dass die Anwendung von Hitze während der Ruhigstellung der Gliedmaßen (McGorm et al.…
Ausbildungsetappe
Ausbildungsetappe (training period, training stage), allgemein Abschnitt einer Ausbildung, der wie beim Begriff Ausbildungsstufe zumeist mit einem bestimmten Qualitätsstandard abgeschlossen wird. Im Sport handelt sich um einen Abschnitt im langfristigen Leistungsaufbau, der durch Ziel, Aufgaben und Inhalt charakterisiert und in den Nachwuchskonzeptionen bestimmten Altersbereichen zugeordnet ist, die aber je nach Leistungsentwicklung nicht bindend sind. Ausgehend…
Beweglichkeit bei Älteren
Beweglichkeit bei Älteren (flexibility with older ones), die Beweglichkeit ist im Alter deutlich eingeschränkt und kann nur durch regelmäßige Dehnübungen auf ausreichendem Niveau gehalten werden. Dabei geht es zunächst um die allgemeine Beweglichkeit (Wirbelsäule, Schulter, Hüfte), die für eine optimale Disponibilität (Verletzungsprophylaxe) erforderlich ist und erst sekundär um die für das Schwimmen benötigte spezifische Beweglichkeit.…
Beweglichkeitstraining im Alter (Masters)
Beweglichkeitstraining im Alter (Masters) (flexibility training at the age), Training der Beweglichkeit darf im Alter nicht nur in Verbindung mit dem sportlichen Training gesehen werden, denn eine hinreichend entwickelte Beweglichkeit erleichtert dem älteren Menschen wesentlich die Bewältigung vieler Alltagsaufgaben. Zugleich hat sie zusammen mit der Kraft eine präventive Bedeutung gegen mögliche muskuläre Dysbalancen, die damit…
Bewegungskoordination im Alter
Bewegungskoordination im Alter (motor coordination for masters), die Bewegungskoordination verändert sich mit zunehmendem Alter und ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet: Jeder Trainer, der einmal einer Kindergartengruppe und zum anderen einer Seniorengruppe das Schwimmen gelehrt hat, kann das nachempfinden. Andererseits gibt es Beispiele aus dem Masterschwimmen, wo es besonders Späteinsteigern gut gelungen ist, die Schwimmarten zu…
Degeneration
Degeneration (degeneration), lat. degenerare „entarten“; in der Medizin die Abweichung von der Norm, Verschlechterung des strukturellen oder funktionellen Zustandes von Organen und Geweben als Folge des Alterns oder von Krankheit bzw. Inaktivität. So sind bereits um das 40. Lebensjahr bei etwa der Hälfte der Bevölkerung degenerative Gelenkveränderungen erkennbar (Niethardt & Pfeil, 1992). →Überlastung Ziel des Gesundheitssports…
Dynapenia
Dynapenia (dynapenia), Altersbedingter Muskelkraftverlust, der nicht durch eine neurologische oder muskuläre Erkrankung verursacht wird. Dynapenia erhöht das Risiko für funktionelle Einschränkungen und die Sterblichkeit des älteren Menschen und ist unabhängig von Sarkopenie, Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme. Entscheidend für den Kraftverlust scheint der Funktionsverlust des nervalen Systems und der intrinsischen (von innen ausgehenden) krafterzeugenden Eigenschaften der Skelettmuskulatur…
Epiphyse
Epiphyse (pineal gland), (griech. ἐπίφυσις, wörtlich „der Auf-Wuchs“, „das aufsitzende Gewächs“). Einmal die Bezeichnung für die Zirbeldrüse, zum anderen für das Endstück des langen Röhrenknochens, das durch die Epiphysenfuge vom Mittelteil (Diaphyse) getrennt ist und erst mit Beendigung des Wachstums mit der Diaphyse fusioniert, indem die Epiphysenfugen verknöchern (→Epiphysenschluss), womit das Längenwachstum beendet ist. Epiphysenverletzungen…
Erwachsenenalter
Erwachsenenalter (adult age), aus entwicklungspsychologischer Sicht der Altersabschnitt zwischen 18. und 80. Lebensjahr, der untergliedert wird in frühes (18/20 –30 Jahre), mittleres (30 – 65 Jahre), spätes (ab 66) Erwachsenenalter. Unter Berücksichtigung der psychophysischen Entwicklung kann auch von einem „Leistungsalter“ und einem „Erfahrungsalter“ gesprochen werden Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) klassifiziert in 15-Jahres-Abschnitte: jugendbetontes Erwachsenenalter (15-30 Jahre),…
Gerontologie
Gerontologie (gerontology), griech. géron „Greis“; Wissenschaft vom Altern (Alternswissenschaft), die durch die demografische Entwicklung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Erkenntnisse der Gerontologie können auch für den Freizeitsport-, Breiten und Gesundheitssport Älterer genutzt werden. Die enge Bindung zum Sport ergibt sich aus der Aktivität als ein zentrales Merkmal „erfolgreichen Alterns“. Hierbei geht es besonders um die Wechselwirkung…
Gesundheitsuntersuchung im Alter (Masters)
Gesundheitsuntersuchung im Alter (health screening in old age), Masters ist eine jährliche Überprüfung der Leistungsfähigkeit des Herzens unter Belastung anzuraten (→Belastungs EKG). Ebenso sollten Quer- oder Wiedereinsteiger vor Beginn des Trainings eine sportmedizinische Untersuchung über sich ergehen lassen. Es ist auf alle Fälle abzusichern, dass das Herz-Kreislauf-System und der Stütz-und Bewegungsapparat nicht vorgeschädigt sind. Dann…
Hippocampus
Hippocampus (hippocampus), griech. hippokampos „Seepferdchen“; medial gelegener Teil des Großhirns mit großer Bedeutung für die Überführung von Gedächtnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis. Aus der Flut an Informationen werden nicht relevante Strukturen ausgesondert. Das Gehirn bleibt auch noch im Alter veränderbar (Erickson laut einer Pressemitteilung der University of Illinois in Champaign-Urbana, n-tv vom 1.02.2011).…
Hochleistungsalter
Hochleistungsalter (top-performance age), Alter, in dem die individuelle sportliche Höchstleistung erreicht und gehalten wird. Es differiert zwischen den Sportartengruppen von 13-15jährigen Turnerinnen bis zu Sportarten wo neben Kondition besonders Erfahrung gefragt ist wie im Segeln. In den meisten Sportarten liegt das Hochleistungsalter zwischen 20 und 30 Jahren. Die Abnahme der maximalen Leistungsfähigkeit ist mit zunehmendem…
Hochleistungstraining (HLT)
Hochleistungstraining (HLT) (high-performance training), letzte Etappe im langfristigen Leistungsaufbau nach dem Anschlusstraining, die auf das Erreichen sportlicher Höchstleistungen in einer Spezialdisziplin ausgerichtet ist. Im Schwimmen ist es in der Regel ein Zeitraum von 10 Jahren, der in drei Phasen untergliedert werden kann (s. dazu Tabelle am Beispiel der Entwicklung von 38 Weltrekordlern/innen): Anschluss an das…
Jahrgang
Jahrgang (age-group), Gesamtheit der Menschen, die im gleichen Jahr geboren wurden, auch Erntejahr eines Weines, was im Schwimmtraining von geringerer Bedeutung sein sollte. →Hochleistungsalter, →langfristiger Leistungsaufbau Im Schwimmen erfolgt die Einteilung bei Wettkämpfen auf Jahrgangsbasis (Jahrgangsmeisterschaften), nach Altersgruppen oder unabhängig davon (= offen). Die Einteilung nach Jahrgängen und Altersgruppen ist besonders bei jüngeren Jahrgängen ungerecht,…
Juniorenklasse
Juniorenklasse (juniors categorie), allgemein der Altersbereich 18-21 Jahre, wobei sich in vielen Sportarten die Einteilung U17 (15/16 Jahre), U19 (17/18 Jahre) und U23 (19-22 Jahre) durchgesetzt hat. Der DSV ermittelt den Deutschen Juniorenmeister für die Altersklassen 17/18 weiblich sowie 19/20 männlich (Stand 2019). Für die JEM und Juniorenweltmeisterschaft können sich 14 -17jährige Schwimmerinnen und 15-18jährige…
juvenil
juvenil (juvenile), lat. iuvenis = ‚jugendlich‘, jugendlich, das Jugendalter betreffend, in der Medizin Entwicklungsstadium eines Organismus vor der Geschlechtsreife.