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Physiologie

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Thermoregulation

Thermoregulation (thermoregulation), griech. thermos „warm, heiß, hitzig“; Regelvorgänge, die bei veränderten Umfeldbedingungen, die Kerntemperatur gleich halten (beim Menschen 37° C) und den Organismus so von der Außenwelt relativ unabhängig machen. Durch sportliche Belastungen produziert die Muskulatur Wärme, da nur etwa ein Viertel der Energie in mechanische Leistung umgesetzt wird. So sind Temperaturanstiege im Sport bis…

Timing

Timing (timing), engl. „zeitliche Abstimmung“; inzwischen als Anglizismus im Deutschen für eine (optimale) zeitliche Abstimmung zweier Aktionen oder Ereignisse. Im Sport zeitlich abgestimmtes und damit effektives Zusammenspiel von Teil- oder Ganzkörperbewegungen. In Sportspielen wichtig für ein koordiniertes Zusammenspiel (Teamwork), im Schwimmen vor allem auf Zeit- und Rhythmusgefühl gestützt. "Erfolgreiches Timing kann als optimaler zeitlicher Abstimmungsvorgang…

Titinfilament

Titinfilament (titin filament), Als Faser mit federartiger Wirkung ein Teil des Sarkomers, der kleinsten funktionellen Einheit in der quergestreiften Muskulatur. Es ist nach Aktin und Myosin das dritte Struktureiweiß im Muskel (→Myofibrillen), das nach neueren Erkenntnissen maßgeblich die Ruhedehnungsspannung des Muskels beeinflusst, indem es den Muskel nach Dehnungseinwirkungen wieder auf die ursprüngliche Lage zurückzieht. Titinfilament…

tonisch

tonisch (tonic), den →Tonus (Spannungszustand eines Gewebes) betreffend

tonisieren

tonisieren (tonizise), den →Tonus erhöhen, vermehren. →Eigenreflex

Tonus

Tonus, Tension (tone; tonicity), griech. Tonos “Spannung”; Spannungs- oder Erregungszustand eines Gewebes, besonders der Muskulatur, hervorgerufen durch viskoelastische (zähflüssige) wie auch elastische Eigenschaften des Gewebes und durch Reize des Nervensystems. →Muskeltonus

Totalkapazität

Totalkapazität (total lung capacity), gesamtes Fassungsvermögen der Lunge als Summe von maximal eingeatmeter Luft (Vitalkapazität) und in der Lunge verbliebener Restluft (Residualvolumen). Sie liegt im Mittel bei Erwachsenen bei 6000 ml Durch mehrere Monate Training können Atemgrößen wie die Totalkapazität erhöht werden, während das Residualvolumen hingegen sich verringert. Die Ursache für diese Entwicklung bildet vermutlich…

Toter Punkt

Toter Punkt (low point), Moment bei einer Tätigkeit, bei der ohne besondere Anstrengungen und Bemühungen die Leistung nicht gesteigert werden kann oder eine Entwicklung stagniert, z.B. in der Wirtschaft, der Forschung bis zum Müdigkeitsgipfel im Tagesverlauf (→Biorhythmus) Bei Ausdauerbelastungen tritt der „Tote Punkt“ zumeist bei Anfängern in den ersten Minuten starker körperlicher Belastung auf und…

Totraum

Totraum (dead space), der am Gasaustausch nur unwesentlich beteiligte Raum des Atemweges (Nase/Mundraum, Rachen, Luftröhre, Bronchien) bzw. des entsprechenden Luftvolumens. Der physiologische Totraum betrifft den Anteil der eingeatmeten Luft, der nicht am Gasaustausch beteiligt ist. Beim gesunden Menschen sind anatomischer und physiologischer Totraum identisch. Im Totraum wird die Atemluft erwärmt, mit Wasser gesättigt und so…

Training, aerobes

Training, aerobes (training, aerobic), Training unter Verfügbarkeit von Sauerstoff zur Verbesserung der aeroben Leistungsfähigkeit Da Schwimmen eine Ausdauersportart ist (→Kurzzeitausdauer, →Mittelzeitausdauer, →Langzeitausdauer) dominiert das aerobe Training in Form des Grundlagenausdauertrainings. Es ist die Grundlage jeglichen Ausdauertrainings überhaupt und ein entscheidendes Fundament im langfristigen Leistungsaufbau. Durch aerobes Training werden in der Muskelzelle folgende Adaptationsprozesse ausgelöst: verbesserter…

Training, perinatales

Training, perinatales (perinatal training), perinatal= die Zeit um die Geburt (39. Schwangerschaftswoche bis 7. Lebenstag), im Gesundheitswesen betrifft perinatales Training spezifische Schulungen für Fachleute im Bereich der Schwangerschaftsvorsorge und des Wochenbetts. Koschel (2025) stellt ein Periodisierungsmodell für Anfängerinnen bis hin zu Elite-Sportlerinnen in der Perinatalphase vor, wobei der Schwerpunkt auf einem trimesterbezogenen Training liegt, das…

Trainingspuls

Trainingspuls (training pulse), Herzfrequenz pro Minute während der Trainingsbelastung im Gegensatz zum Ruhepuls. Während Pulsmessungen während des Schwimmens früher ungenau waren, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Pulsuhren, die beim Schwimmen die Herzfrequenz übertragen können. Ein Brustgurt zeichnet die Herzfrequenzdaten beim Schwimmen auf, die auf eine kompatible Uhr außerhalb des Wassers in Reichweite des…

Trainingsreiz

Trainingsreiz (training stimulus) →Reiz, →Prinzip des wirksamen Belastungsreizes

Trainingswirkung

Trainingswirkung (training effect), Veränderung der Leistungsvoraussetzungen durch Trainingsreize. Dabei beschreibt das bislang häufig verwendete Modell der Superkompensation die komplexe Trainingswirkung unzureichend. Stark (1984) stellte deshalb den Begriff der Informationsorganisation dem Reiz-Anpassungs-Gesetz gegenüber. Somit liegen zwei Grundmechanismen der Wirksamkeit des Trainings zugrunde, einmal die informationellen Prozesse und Kopplungen (Informationsorganisation) zum anderen die morphologisch-funktionellen Anpassungen (Superkompensation). Die…

Transfer

Transfer (transfer), lat. transferre „hinüberbringen“;  aus der Lernpsychologie, wonach bereits erworbene Vorgänge beim Lernen oder Denken bei einer neuen Aufgabe übernommen (übertragen) werden. Ursprünglich: „Übungsübertragung“.  Transfer wird vielfach verwendet, so kann es für Datenaustausch, Transport, Geldüberweisung ins Ausland oder Spielerwechsel im Fußball stehen. Auch motorisches Lernen beruht auf Transfer, indem bereits vorhandene motorische Programme einbezogen…

Transfer, kontralateraler

 Transfer, kontralateraler (transfer, against-laterally), Seitigkeitstransfer als Spezialfall der Transferenz. Ausgehend von der neuralen Ansteuerung bewirken Übungen auf der einen Körperseite (z.B. linker Arm) einen Übertragungseffekt auf die andere Seite (rechter Arm). →Seitigkeit, →Detraining

Transfusion

Transfusion (transfusion), lat. trans- hinüber, fundere – fließen; Blutübertragung, Da inzwischen in deutschen Klinken Routine (fünf bis sechs Millionen Blutbeutel werden in Deutschland jedes Jahr verabreicht), werden die Risiken einer Bluttransfusion auch bei völliger Übereinstimmung aller derzeit messbaren Blutgruppeneigenschaften noch unterschätzt. Denn die Milliarden roter und weißer Blutkörperchen werden vom Körper als Fremdlinge ausgemacht, die das…

Transmitter

Transmitter (transmitter), lat. transmittere „hinüberschicken, übertragen“; Substanz, die Erregungen weitergibt wie zum Beispiel Acetylcholin, Noradrenalin oder Dopamin, die als Neurotransmitter Nervenimpulse an der Synapse übertragen. →Erregungsübertragung, →Serotonin   Mehr zum Thema: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie-abitur/artikel/transmittersubstanzen-sichern-die-funktion-chemischer

Transportkosten

Transportkosten (energy cost), in der Leistungsphysiologie von Pendergast & Di Prampero (1977) beschriebenes Konzept, wonach der Energieverbrauch pro Strecke definiert ist (ml O2*m-1). Die Transportkosten steigen mit der Schwimmgeschwindigkeit.  

Traubenzucker

Traubenzucker (dextrose; glucose), Einfachzucker (Monosaccharid), Schlüsselsubstanz im Kohlenhydratstoffwechsel. Traubenzucker. wird gern wegen seiner raschen Aufnahme in Magen und Darm vor und während Trainings- und Wettkampfbelastungen gegeben. Über Jahrzehnte wurde Traubenzucker (Dextro Energy) als schneller Energiespender gepriesen, der sofort neue Energie für mehr Konzentration und Leistungsfähigkeit spendet. Glucose stellt nach wie vor den wichtigsten Energielieferanten des…