Physiologie
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Sympathikus
Sympathikus (sympathicus), griech. sympathikos – mitleidend; Teil des vegetativen Nervensystems und Gegenspieler des Parasympathikus mit zumeist leistungssteigender Wirkung, z.B.: Zunahme der Frequenz und Kontraktion des Herzens (Herzfrequenz), Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation), schnelleres Atmen (Atemfrequenz), vermehrtes Schwitzen, erhöhter Blutdruck (Hypertonie), Pupillenerweiterung, verminderte Tätigkeit des Verdauungstraktes, verminderter Harndrang (Kontinenz) (www.dr-gumpert.de/html/symphytikus) Regelmäßiger Ausdauersport wirkt sich ausgleichend auf die…
Synapse
Synapse (synapsis), griech. syn ’zusammen‘; haptein ’greifen, fassen, tasten‘; Verbindungsstelle zur Erregungsübertragung zwischen Nervenzellen (Neuronen), die auf elektrischer oder chemischer Basis erfolgen kann. →Endplatte, motorische Im Vorschulalter fördern koordinative Beanspruchungen die Synapsenbildung. Das hält bis ins hohe Alter an. So wird körperliche Bewegung zu einem stimulativen Faktor für die Hirnplastizität. Darum besitzt geeignete körperliche Aktivität…
Synchronisation
Synchronisation (synchronization), von synchron griech. syn ‚mit‘, ‚gemeinsam‘ und chronos ‚Zeit‘; zeitgleich, gleichzeitig verlaufend; zeitlich in Übereinstimmung bringen, z.B. Bild und Ton beim Film, Musik und Bewegung beim Tanz oder Synchronschwimmen. Die Skelettmuskulatur kann ihre Kraft sowohl durch die Zuschaltung von motorischen Einheiten (→Rekrutierung) als auch durch deren gleichzeitige (synchrone) Aktivierung entwickeln (Synchronisation).
Synergist
Synergist (synergist), griech. synergeín ‚zusammenarbeiten‘; Muskel, der den Hauptmuskel bei einer bestimmten Bewegung direkt oder indirekt (z.B. Stabilisierung des Gelenks) unterstützt. Erst das Wechselspiel von Synergist und Antagonist führt zu den komplexen motorischen Bewegungsausführungen wie sie bei sportlichen Bewegungshandlungen erforderlich sind. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Synergist
System, endokrines
System, endokrines (endocrine system), System der in den Blutkreislauf absondernden Stoffe (→Hormone)
System, kardiopulmonales
System, kardiopulmonales (cardiopulmonary system), Herz und Lunge betreffend (→Herz-Kreislaufsystem)
System, kardiovaskuläres
System, kardiovaskuläres (cardiovascular system) →Herz-Kreislaufsystem
System, neuromuskuläres
System, neuromuskuläres (system, neuro-muscular), der Teil des Bewegungsapparates, der die Aktivitäten von Nerven und Muskeln aktiviert, dabei ist die motorische Vorderhornzelle (→Motoneuron) das zentrale Strukturelement. Ferner gehören dazu motorisch bedeutsame Exterorezeptoren (Außenreize aufnehmend), Propriozeptoren, afferente Nervenfasern, Synapsen einschließlich motorischer Endplatte sowie hemmende und erregende Interneurone (zwischen Afferenz und efferenten Neutron geschaltete Nervenzellen), (Voss et al.…
System, sensorisches
System, sensorisches (system, sensorial), Einheit der Rezeptoren von Auge, Gehör, Tastsinn, Gleichgewichtssinn (→Gleichgewichtsfähigkeit) und Muskelsinn mit den Nervenbahnen und den sensorischen Zentren der Großhirnrinde zur Bewegungssteuerung. →Sensomotorik Mehr zum Thema: http://www.med-college.de/de/wiki/artikel.php?id=1522
Systole
Systole (systole), griech. συστολή – Zusammenziehen oder Kürzung; sich rhythmisch wiederholende Kontraktion des Herzens aus zwei Phasen, in der ersten Phase wird Blut aus den Vorhöfen in die Kammern gedrückt (Vorhofsystole) in der zweiten Phase wird das Blut in den Körper- bzw. Lungenkreislauf (Herz-Kreislaufsystem) gepumpt (Kammersystole). →Diastole, →Herzzyklus Mehr zum Thema: https://www.dr-gumpert.de/html/systole.html
Tachykardie
Tachykardie (tachycardia), griech. tachys – schnell; „Herzjagen“, Überschreiten der für eine bestimmtes Alter und Geschlecht üblichen Herzfrequenz, harmlos als Reaktion des Körpers auf Angst, Aufregung oder Vorfreude, ernst zu nehmen als Folge einer Herzerkrankung, wenn z.B. Puls ständig über 100 bleibt. Das rasende Herz ist nicht mehr in der Lage, sauerstoffreiches Blut effizient durch den…
taktil
taktil (tactile), lat. tactilis; zu tactus, Part. Perf. zu tangere »berühren«; auf den Tastsinn bezogen, das taktile System nimmt (Berührungs-) Reize über die Haut auf, erfasst damit im Wasser auch die unterschiedlichen Druckverhältnisse (→Wasserdruck) am Körper und spielt eine wesentliche Rolle beim Wassergefühl. →Sinnesorgane, →Rasur Exkurs: "Meine Hände sind die wichtigsten Instrumente. Durch sie habe…
Taucherkrankheit
Taucherkrankheit (decompression sickness in divers), auch Dekompressionskrankheit, Beschwerden als Folge eines zu raschen Auftauchens und dem dadurch hervorgerufenen Ausperlen von Stickstoffgas. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Taucherkrankheit
Tauchreflex
Tauchreflex (diving reflex), beim Eintauchen ins Wasser ausgelöster Vagusreflex, verbunden mit Verschiebung des Blutvolumens aus der Peripherie in den Brustraum (periphere Vasokonstriktion), Abfall der Herzfrequenz im Mittel um 10-15 Schläge/min bis zur Gefahr des Sekundenherztodes (→Sauerstoffsparmechanismus). Die niedrigeren Pulswerte beim Schwimmen sind in der Trainingssteuerung im Vergleich von Wasser- zu Landtests zu berücksichtigen. Dass Babys…
Tempogefühl
Tempogefühl (sense of speed, feeling for pace), auch (nicht ganz zutreffend) "Zeitgefühl", Geschwindigkeitsgefühl; subjektives Empfinden für Schwimmgeschwindigkeit und Zeiten im Verhältnis zur Strecke und beim Staffelwechsel in Abhängigkeit von Fremdbewegungen (→Antizipation), Das Tempogefühl beruht auf Trainingserfahrung (→Erfahrung), aber auch Veranlagung (→Anlagen), da es selbst zwischen langjährig trainierenden Schwimmern unterschiedlich ausgeprägt ist. Ein schwach entwickeltes Tempogefühl…
Testosteron
Testosteron (testosterone), in den Hoden (Testes) gebildetes männliches Geschlechtshormon, das Geschlechtsdifferenzierung, Samenbildung und Geschlechtstrieb bewirkt und dessen synthetische Abkömmlinge anabole Steroide sind. Wegen dieser anabolen Wirkung hat der Mann eine stärker ausgebildete Muskulatur (→Geschlechtsdimorphismus). Der Testosteronspiegel ist bis zur Pubertät bei beiden Geschlechtern gleich niedrig, ab dem Jugendalter ist er bei den Jungen um ca.10-fach…
Tetanie
Tetanie (tetany), griech. tetanos „Spannung“; muskuläre Übererregbarkeit, die sich zumeist in Krämpfen äußert, oft infolge von Kalziummangel oder Alkalose. Die oft vor dem Tauchen empfohlenen tiefen Atemzüge (Hyperventilation) führen dazu, dass vermehrt Kohlendioxid (CO 2) abgeatmet wird. Dadurch enteht im Blut ein Kalziummangel und in dessen Folge eine gesteigerte Erregbarkeit der Nerven und Muskeln. Diese…
Tetanus
Tetanus (tetanus), mit zweierlei Bedeutung: 1 Als Wundstarrkrampf eine Infektionskrankheit, die über (selbst kleinste) Wunden durch im Boden lebende Bakterien (Clostridium tetani) übertragen wird. Die Bakterien produzieren Giftstoffe, die das Nervensystem (Krämpfe), unter Umständen sogar Kreislauf und Atmung schädigen. 50% der Fälle verlaufen tödlich! „Ein ausreichender Tetanusschutz, bestehend aus einer Grundimmunisierung von drei Impfungen innerhalb…