Physiologie
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Tremor
Tremor (tremor), lat. tremere „zittern“; rhythmisches unwillkürliches Muskelzittern, das vor allem bei maximalen isometrischen Kontraktionen der Haltemuskulatur in Verbindung mit Ermüdung oder Angst auftreten kann (physiologischer Tremor). Muskelzittern tritt häufig bei sportlicher Belastung, insbesondere im →Krafttraining auf und ist in geringem Maß normal, zumindest ein Zeichen des Körpers, dass die betreffenden Muskeln überlastet sind und…
Triglyzerid
Triglyzerid (triclycerides), Neutralfett aus Glyzerin und Fettsäuren. Triglyzeride sind als wichtigster Bestandteil tierischer und pflanzlicher Fette ein wesentlicher Energielieferant (→Energiebereitstellung) für den Menschen. Mehr zum Thema: https://www.netdoktor.de/laborwerte/triglyceride/
Typisierung
Typisierung (typification), Einteilung in Typen, vielfältig verwendet, z.B. von der Klassifikation (Technik) bis zum Denkschema (Sozialwissenschaften). Im Schwimmen die Zuordnung von Schwimmern nach bestimmten anthropometrischen, physiologischen oder psychologischen Merkmalen zu sportlichen Disziplinen. So konnte eine Beziehung zwischen Körperbaumerkmalen und bestimmten Schwimmdisziplinen nachgewiesen werden (u.a. Timakova 1985, Fröhner 2002, Rudolph 2004). Platonova & Bultova (1993) teilen…
Überforderung
Überforderung (over-load), Summe von Anforderungen, die ein Mensch, eine Institution oder ein System nicht bewältigen kann. Auf den Sport übertragen eine das Leistungsvermögen des Sportlers übersteigende Anforderung im Training oder auch in der Gesamtbelastung durch Schule/Beruf und Training (→Karriere, duale), wobei auch das stützende Umfeld (→Förderung) eine maßgebliche Rolle spielt. Besonders im Nachwuchstraining ist der…
Übergangsbereich, aerob-anaerober
Übergangsbereich, aerob-anaerober (a.a.ÜB) (aerobic-anaerobictransition), →aerob-anaerobe Ausdauer. Klassifizierung des Ausdauertrainings nach der Laktatkonzentration, wobei als „Übergang“ der Bereich zwischen Laktat 2 (aerobe Schwelle) und 4 mmol/l (anaerobe Schwelle) definiert wurde. „Der a.a.ÜB ist ein komplexer Funktionszustand und betrifft nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch andere Funktionssysteme. Aus praktischen Gründen wird zur Bestimmung des a.a.ÜB der Laktatmessung…
Überlastung
Überbelastung (overloading), über ein erträgliches Maß hinausgehende Belastung, z.B. Knochenbruch bis zum Erschöpfungssyndrom, In der Psychologie spricht man eher von Fehlbelastung/Fehlbeanspruchung. →Übertraining Mit steigendem Trainingsumfang und zunehmendem Alter gehen Überlastungserscheinungen einher, wie muskuläre Dysbalancen, Achillessehnenreizung, Fersensporn, Kniescheibenschmerz oder Stressfraktur. Oft wird zu wenig beachtet, dass Knorpel, Sehnen, Bänder und Knochen eine etwa dreimal längere Anpassungszeit…
Unterbewusstsein
Unterbewusstsein (subconsciousness), „Summe derjenigen Erfahrungen, Vorstellungen, Gedanken usw., die nur schwach bewusst sind oder unterhalb der Bewusstseinsschwelle liegen, durch Erinnern aber in das Bewusstsein überführt werden können“ (www.lexikon.meyers.de), Besonders die für den Leistungssport erforderliche Automatisierung der Bewegungsabläufe wird unbewusst, d.h. ohne Großhirnkontrolle (→Hirnrinde) abgewickelt, die dadurch entlastet wird und sich anderen Aufgaben widmen kann. Im…
Unterkühlung
Unterkühlung (hypothermia), Hypothermie; Absinken der Körpertemperatur durch äußeren Wärmeverlust, der nicht durch körpereigene Wärmeproduktion ausgeglichen werden kann. Dabei sind drei Phasen zu verzeichnen: Kreislaufzentralisation als Abwehrversuch bei 37 – 34°C (Muskelzittern, Zentralisation der Durchblutung), Erschöpfung ab <34°C (Bewusstseinstrübung) und Lähmung ab <27°C bis zum Stillstand von Atmung und Kreislauf. Da Wasser durch seine gute Leitfähigkeit…
Urinstatus
Urinstatus (urinalysis), Gesamtheit der Laborbefunde im Harn. Der Urinstatus ermöglicht Infektionen, Blutungen im Urogenitalbereich, Azidosen, Alkalosen zu erkennen, Diabetiker zu überwachen, Harnsteine zu diagnostizieren usw. Der Urinstatus ist grundsätzlicher Bestandteil der sportmedizinischen Grunduntersuchung. Im Spitzensport basieren Dopingtests auf Blut- und Urinproben. Selbst für Koffein, das erst in hohen Dosen als Dopingmittel zählt, wurde vom IOC…
Vagotonie
Vagotonie (vagotonia), lat./griech. auch Parasympathikotonie, Parasympathotonie, Trophotropie; Erregung des parasympathischen Systems, die sich durch niedrigen Blutdruck (Hypotonie), Verlangsamung des Herzschlags (Bradykardie), Verkrampfungen der Bronchien und verstärkte Magen-Darm-Aktivität äußern kann. Im Gegensatz zur Vagotonie als konstitutionelle - vegetative Labilität ist sie beim Leistungssportler ein Zeichen der Anpassung an langjährige Ausdauerbelastung. Der Vagus funktioniert dabei als „Erholungsnerv“,…
vagus
vagus (vagus) Kurzform für nervus vagus, lat. vagari „umherschweifen“ = „der umherschweifende Nerv“ →Parasympathikus, →Vagotonie
Vasodilatation
Vasodilatation (vasodilation), lat. vas ‚Gefäß' und dilatatio ‚Erweiterung'¸ Erweiterung von Blutgefäßen mit vermehrtem Durchfluss, hervorgerufen durch körperliche Belastung (→Trainingsbelastung), hohe Temperaturen, Stress, hohem Blutdruck oder Medikamente. Gegensatz →Vasokonstriktion Mehr zum Thema: http://symptomat.de/Vasodilatation
Vasokonstriktion
Vasokonstriktion (vasoconstriction), lat. vas - Gefäß; constringere – zusammenziehen; Verengung von Blutgefäßen mit erhöhtem Strömungswiderstand durch Schmerz, Medikamente, Temperaturabnahme, geringerem Blutdruck, Furcht usw., Gegensatz →Vasodilatation Die Wirkung der Kältetherapie (Kyrotherapie) wie auch kalten Wassers beruht unter anderem auf einer Verengung der Blutgefäße. Bei Migräneanfällen kann durch Vasokonstriktionstraining der Dehnungszustand der Blutgefäße beeinflusst und die Schläfenarterie…
Vasomotion
Vasomotion (vasomotion), lat. vas „Gefäß“, movere „bewegen“; rhythmische Erweiterung oder Verengung der Blutgefäße zur Stoffwechselregulation (→Stoffwechsel). In der physikalischen Gefäßtherapie wird durch niedrigfrequente elektromagnetische Felder die Vasomotion in den Kapillaren aktiviert und damit Strömung und Verteilung des Blutes gesteuert. Dadurch werden Abläufe der Ver- und Entsorgung in den Zellen gefördert, wie Studien in der Sportmedizin…
vegetativ
vegetativ (vegetative), lat. vegetus - rüstig, lebhaft, munter; in der Biologie auf Pflanzen bezogen z.B. ungeschlechtliche Vermehrung durch Ableger; physiologisch: dem Körper dienend, vom vegetativen Nervensystem (auch autonomes Nervensystem) gesteuert. Die vegetativen Körperfunktionen sind Verdauung, Atmung und Stoffwechsel, kontrolliert von übergeordneten Hirnfunktionen und Hormonen. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Vegetativhttp://flexikon.doccheck.com/de/Vegetativ
Vene
Vena/Vene (vena; vein), lat. vena „Adfer“; venöses Blut führendes Gefäß mit (Venen-)Klappen, die das Blut nur zurück in Richtung Herz fließen lassen. Inzwischen gewinnen Kompressionstextilien im Spitzensport zunehmend an Bedeutung. Unter anderem Gewebe, die den Blutfluss unterstützen („Textil-Doping“), konkret den venösen Rückfluss erhöhen. Die Studienergebnisse sind insgesamt recht uneinheitlich (Senner et al. 2009). Im Schwimmen…
Ventilation
Ventilation (ventilation), lat. ventilare „fächeln“; allgemein Luftaustausch; in der Physiologie der Gasaustausch (Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxid). Die Grüße der Ventilation ergibt sich aus Atemzugvolumen und Atemfrequenz. Ein schnelles und oberflächliches Atmen (Hecheln) ist wenig ergiebig, da sich die Atemgase von Ein- und Ausatmungsluft kaum mischen. Bei Belastung erweitern sich die Luftwege und…
Ventilationsstörung
Ventilationsstörung (ventilation disorder), gesteigerte oder reduzierte Lungenventilation (→Atmung) durch erhöhte Widerstände in den Bronchien (obstruktive Ventilationsstörung etwa 90%) oder behinderte Ausdehnung von Lunge und Brustkorb (restriktive Ventilationsstörung) mit Beeinträchtigung der Ausdauerleistungsfähigkeit. Bei Schwimmern ist vor allem eine dritte große obstruktive (Gefäße verschließende) Lungenerkrankung bekannt, das Asthma bronchiale. Hier kommt es durch Allergene oder andere Reize…
Vita maxima
Vita-maxima (vita maxima), Grenzbereich der Leistungsfähigkeit; Begriff aus der Sportmedizin (Hill, 1925) bezogen auf die Erfassung der maximalen Sauerstoffaufnahme bei maximaler Ausbelastung am Fahrradergometer. Unter Vita maxima Test ist eine in ihrer Intensität alle 15 sec. gesteigerte Belastung bis zur Erschöpfung zu verstehen, z.B. Belastungsbeginn 150 Watt, alle 15 sec Steigerung um 25 Watt, Belastungsende…