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Physiologie

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Spasmus

Spasmus (spasm), verstärkter Spannungszustand des Muskels, →Krampf

Spermarche

Spermarche (spermarche), griech. spérma „Same“und archḗ „Anfang“; Zeitpunkt des ersten Samenergusses zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr bei Jungen (Mittelwert bei 13,8 Jahre). Die einzelnen sexuellen Reifungszeichen werden einheitlich nach Tanner (1962) eingeschätzt. Im Hinblick auf gegenwärtig geführte Diskussionen um eine immer früher einsetzende Reifeentwicklung bei Mädchen und Jungen zeigen die Ergebnisse der KIGGS-Studie (www.kiggs.de)…

Spiroergometrie

Spiroergometrie (spiroergometry), lat. spirare „atmen“ und griech. ἔργον „Arbeit“ und μέτρον „Maß“; Kombination aus Spirometrie (Messung der Atemgase) und Ergometrie. Bei stufenförmiger Belastung steigt die Ventilation in den submaximalen Belastungsstufen vorrangig über eine Vergrößerung der Atemtiefe. Mit zunehmender Intensität steigt die Atemfrequenz steiler an als das Atemvolumen pro Zug (AZV). Dieser Umschlagpunkt wird als aerobe…

Sportherz

Sportherz (athletic heart), durch Trainingsbelastung vergrößertes gesundes Herz, womit eine Ökonomisierung und Leistungserhöhung verbunden ist. Bei nur 15% der Sportler kann von einem durch Training hypertrophiertem Herz gesprochen werden, dabei sind Lebensalter, genetische und ethnische Einflüsse zu beachten. „Die Auswurffraktion kann aufgrund der erhöhten parasympathischen Aktivität in Ruhe grenzwertig niedrig sein, normalisiert sich aber unter…

Sportphysiologie

Sportphysiologie (Exercise physiology), Zweig der Physiologie, der sich wie die Arbeitsphysiologie vor allem mit den funktionellen, d. h. physikalischen und biochemischen Zusammenhängen befasst, die eine Arbeitsleistung im physikalischen oder biomechanischen Sinne ermöglichen. Demzufolge gehören hierzu beispielsweise: Energiestoffwechsel, Energiebereitstellung →Leistung, Leistungsfähigkeit, Leistungsdiagnostik dynamische und statische Arbeit Training, Lernen, motorisches Ermüdung und Erholung, Koordination Beispiele aus dem Schwimmen: …

Standardbicarbonat

Standardbicarbonat →Alkalireserve, →Puffersysteme

Steady-state

Steady-state (engl. für „stetiger Zustand“), ins Deutsche übernommen: zeitlich begrenzter Gleichgewichtszustand von physiologischen Systemen, der mit zunehmender Belastung verlassen wird. Er ist zugleich ein biomechanischer Schwellenwert, bei dessen Überschreitung die Frequenz (Zugfrequenz) zu-, aber die Zuglänge (Zyklusweg) abnimmt (Dekerle et al. 2005). →Homöostase Für das Ausdauertraining ist das Fließgleichgewicht solcher Parameter wie Laktat, Herzfrequenz oder…

Steptest

Steptest (engl.) →Stufentest

Stereotyp, dynamisch-motorischer

Stereotyp, dynamisch-motorischer (stereotype, dynamic-motor), Begriff aus der Physiologie der höheren Nerventätigkeit, der von Pawlow (1955) beschrieben wird als „ein durch Übungs- und Lernprozesse relativ gefestigtes, aber nicht starres System bedingt-reflektorischer Verbindungen, das die physiologische Grundlage einer motorischen Fertigkeit bildet“. Die im Schwimmtraining angestrebte Automatisierung des Bewegungsablaufes kann gleichzeitig zum Hemmnis werden, wenn der Sportler sich…

Steroide

Steroide (steroids), griech. stereós „fest“; Gruppe organischer Substanzen, die auf Cholesterin aufbauen und zu denen die Sexualhormone Testosteron, Östrogen und Progesteron sowie die Kortikosteroide zählen. Ihre künstlichen Abkömmlinge (Derivate) werden in der Medizin bei zu geringer Leistungsfähigkeit der Hoden, Wachstumshemmungen oder körperlicher Schwäche verschrieben, sind aber wegen ihrer muskelaufbauenden (→anabolen) Wirkung im Sport untersagt. →Doping,…

Steroide, anabole

Steroide, anabole (anabolic steroid) →Anabolika  

Stiftung Deutsche Sporthilfe

Stiftung Deutsche Sporthilfe →Deutsche Sporthilfe

Stimulans

Stimulans/Stimulanzien (stimulant), lat.  stimulare „anregen“; auch Psychotonika, Psychoanaleptika oder umgangssprachlich Aufputschmittel (Upper). Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation Substanzen, die die Aktivität der Nerven erhöhen, beschleunigen oder verbessern. →Amphetamine, →Koffein, →Nikotin, →Ephedrin Beispiel: Nikotin findet etwa nach sieben Sekunden den Weg ins Gehirn und aktiviert über die Dopamin-Rezeptoren das Belohnungssystem im Gehirn. Beim Raucher gewöhnt sich das…

Stoffwechsel

Stoffwechsel/Metabolismus (metabolism), griech. metabolismós „Stoffwechsel“, Das Aufnehmen von Stoffen und deren Veränderung in der Zelle zu anderen Stoffarten, wobei für das Leben notwendige Energie gewonnen und damit Aufbau und Erhalt der Körpersubstanz gesichert wird. Dabei wird der Baustoffwechsel (→Anabolismus) vom Betriebsstoffwechsel (→Katabolismus) unterschieden.→Biochemie, →Metabolit, →Stoffwechselrate   Mit neuen Technologien gelingt es immer besserie die physiologischen…

Stoffwechselrate

Stoffwechselrate (metabolic rate), Energieverbrauch in energetischen Einheiten bezogen auf die Körpermasse und ihre Zusammensetzung. Ergebnisse aus Tierversuchen zeigen eine umgekehrte Beziehung zwischen der massenspezifischen Stoffwechselrate und der Lebensspanne. Beim Menschen geht Altern gewöhnlich mit deutlichen Veränderungen in der Körpermasse und ihrer Zusammensetzung einher. In welcher Beziehung diese Veränderungen zur Stoffwechselrate und der weiteren Lebenserwartung stehen,…

Stress, oxidativer

Stress, oxidativer (oxidativer stress), durch freie Radikale verursachte Alterung der Körperzellen (Zelle) und schwerwiegende Erkrankungen wie Grauer Star, Arteriosklerose, rheumatische Arthritis, bestimmte Krebsarten, aber auch vorzeitige Hautalterung und Alterungsprozess (Free Radical Theory of Aging, Harman D., Antioxidant & Redox Signaling 2003). Über die Atmungskette werden 10-15% des Sauerstoffs als Radikale freigesetzt. Lange Zeit ging man…

Stresshormone

Stresshormone (glucocorticoides) → Glucocorticoide

Stressor

Stressor (stressor), Reiz, der den Organismus aus dem Gleichgewicht  (Homöostase) bringt, weil die Möglichkeiten, den Reiz positiv zu beantworten nicht ausreichen. Stressoren für den Sportler sind weniger in der Trainingsbelastung angesiedelt als mehr im Umfeld (Schule, Beruf, soziale Bindungen usw.). Typische Stressoren des Trainers sind: permanenter Leistungsdruck, Misserfolgsangst und Existenzbedrohung; Überforderung durch Aufgabenvielfalt; beschränkte Leitungsbefugnisse;…

Stufentest

Stufentest (Steptest), Test mit stufenförmig ansteigender Belastung, der im Rahmen allgemeiner Gesundheitsuntersuchungen zumeist auf dem Fahrradergometer (mit EKG-Ableitung) oder zur Diagnose der spezifischen Ausdauer im Wasser (Feldtest) durchgeführt wird. Der Name ist historisch bedingt, da in den Anfängern der Ergometrie eine Einfach- oder Doppelstufe mit verstellbarer Höhe und bestimmter Geschwindigkeit innerhalb von 3-6 min bestiegen…

Stufentest nach PANSOLD

Stufentest nach PANSOLD (steptest to PANSOLD), Von Pansold (1977) entwickelter spezifischer Feldtest im Schwimmen, der modifiziert 1992 in die Komplexe-Leistungsdiagnostik des DSV übernommen wurde (Rudolph & Berbalk, 1988).  Der Test beschreibt die alineare Beziehung zwischen Schwimmgeschwindigkeit und Laktatkonzentration mit der Ausgleichsfunktion der Form y = axebx, wobei y = Laktat (mmol/l) und x = Intensität…