Physiologie
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Leistung, kritische
Leistung, kritische (critical power). maximale Durchschnittsleistung (in Watt), die über einen bestimmten Zeitraum gehalten werden kann. Der Critical Power Test ist ein Radtest der mit Hilfe eines Powermeters oder eines Smart Trainers in Eigenregie durchgeführt werden kann. Dabei versucht der Test die sogenannte Critical Power (CP) zu bestimmen. Diese kann dann synonym wie eine FTP…
Leistung, kritische
Leistung, kritische (critical performance), Leistung, die über einen bestimmten Zeitraum ohne Ermüdung aufrechterhalten werden kann oder die erträgliche Dauer eines Trainings mit hoher Intensität. Im Schwimmen kritische Geschwindigkeit Exkurs: Im Ausdauersport wird die Zeit bis zur Erschöpfung durch das Verhältnis von Leistung und Dauer bei verschiedenen Belastungsintensitäten bestimmt. Diese Beziehung, die allgemein als "grundlegende bioenergetische…
Leistungsfähigkeit, aerobe
Leistungsfähigkeit, aerobe (aerobic performance ability) →Kapazität, aerobe
Leistungsfähigkeit, anaerobe
Leistungsfähigkeit, anaerobe (anaerobic performance ability) →Kapazität, anaerobe
Leistungsfähigkeit, energetische
Leistungsfähigkeit, energetische (energy efficiency), →Kondition, physische Leistungsfähigkeit als Komplex der kardiopulmonalen und energetischen Leistungsfähigkeit. Letztere wird im Sport repräsentiert durch die konditionellen Fähigkeiten (Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit, verschiedentlich wird Beweglichkeit mit hinzugezählt). Unter physiologischem Aspekt die Summe der maximalen Umsatzraten (→Energieumsatz) der einzelnen energieliefernden Systeme. →Kapazität, →Wirkungsgrad, →Proteinumsatz
Leistungsphysiologie
Leistungsphysiologie (exercise physiology), Teilgebiet der Arbeits- und Sportmedizin, das sich mit der Reaktion des menschlichen Organismus auf Belastung und insbesondere im Sport auf eine Funktionsverbesserung durch Training befasst. Leistungsphysiologische Daten sind eine wichtige Grundlage der Trainingssteuerung. →Puls, →Herzfrequenz, →Laktat, →Stufentest, →Kreatinkinase usw. Mehr zum Thema: Bachl et al. (2018). Molekulare Sport- und Leistungsphysiologie. Molekulare, zellbiologische…
Leistungsreserve
Leistungsreserve (reserve in capacity), in der Technik (Regelleistung bei Stromversorgung, Aufladung bei Verbrennungsmotoren) die Reserve an Leistungskraft. Im Sport uneinheitlich gebraucht, einmal einfach für Möglichkeiten weiterer Leistungssteigerungen (“Leistungsreserve Maximalkraft“) zum anderen im Sinne der Anpassungsreserve oder auch als „körperliche, psychische und soziale Ressourcen, die lediglich in außergewöhnlichen Beanspruchungssituationen in Anspruch genommen werden“ (Kleinert, 2005). Leistungsreserven…
Leistungsumsatz
Leistungsumsatz (Physical activity level), auch Arbeitsumsatz, die Energiemenge, die der Körper über den Grundumsatz hinaus benötigt, um Arbeit verrichten zu können. Leistungsumsatz + Grundumsatz ergeben den Gesamtumsatz (→Energieumsatz). Der Leistungsumsatz hängt ab von körperlicher Aktivität, Wärmeproduktion, Verdauungsarbeit und dem Bedarf für Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit. Er wird anhand eines PAL-Wertes (physical activity level) eingestuft und…
Lipide
Lipide (lipids), griech. lípos „Fett“; Sammelbezeichnung für Fette und fettähnliche Stoffe (ROCHE-Lexikon). →Fettstoffwechsel Fettreserven sind als größtes Energiedepot eine wichtige Energiereserve für längere Ausdauerbelastungen. Ihre Nutzung hängt ab von Der Belastungsintensität und -dauer sowie dem Trainingszustand. Fette haben weitere elementare Funktionen als Hormone (z. B. als Steroide), Gallensäure und Vitamine (Vitamin A, E, K). Deshalb…
Lipolyse
Lipolyse (lipolysis), griech. lipos "fett" und lysis "Auflösung";, Spaltung von Neutralfetten in Glyzerin (dreiwertiger Alkohol) und Fettsäuren (Bestandteil der Triglyzeride), die bei Langzeitausdauerbelastungen zur Energiegewinnung (→Energiebereitstellung) genutzt werden. Da Lipolyse für „Fettabbau“ steht, wird sie von den Medien in Form der „Injektions-Lipolyse“ („Fett-weg-Spritze“) als Wunderwaffe gegen Übergewicht gepriesen. Die Ergebnisse sind widersprüchlich, die Methode wissenschaftlich…
Logi-Methode
Logi-Methode (Logi-method) , an der Harvard-Universität entwickeltes kohlenhydratreduziertes Ernährungskonzept, das für niedrigen Glykämischen Index (Low Glycemoc Index) steht und mit dem folglich Blutzuckerschwankungen und –spitzen vermieden werden sollen. Stärkefreies bzw. -armes Obst und Gemüse ist die Basis der Logi -Ernährungspyramide (www.logi-methode.de). Die Methode hat ihre Anhänger, ist aber unter Experten umstritten. Für Ausdauersportler hat sie…
Lunge
Lunge (lungs), vom Brustkorb (→Thorax) umschlossenes und aus zwei Flügeln bestehendes Atemorgan, das durch seine Struktur (→Alveolen) den Gasaustausch ermöglicht. Dazu werden die fibroelastischen (fibrös = aus faserreichen Bindegewebe bestehend) Strukturen der Lunge durch Bewegungen des Zwerchfells (Bauchatmung) und der Rippen (Brustatmung) gedehnt (Einatmung) oder zusammengedrückt (Ausatmung). Die Sauerstoffanreicherung des Blutes (Arterialisierung) erfolgt durch Belüftung…
Lungenfunktionsdiagnostik
Lungenfunktionsprüfung/-diagnostik (pulmonary function test), abgekürzt „Lufu“ (Lungenfunktionsprüfung/Spirometrie), Verfahren zur Kontrolle der Leistungsfähigkeit der Lunge, in der sportmedizinischen Grunduntersuchung, ausgewiesen durch die Vitalkapazität und die Einsekundenkapazität (=Luftmenge, die nach vollständigem Einatmen innerhalb einer Sekunde so schnell wie möglich wieder ausgeatmet wird). →Spiroergometrie Die in der Literatur häufig beschriebenen Atemwegserkrankungen (Asthma bronchiale) konnten bei den Schwimmern/innen des…
Lungenödem
Lungenödem (pulmonary edema), griech. oidema "Schwellung, Wassersucht"; Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, bei Schwimmern und Tauchern als schwimminduziertes pulmonales Ödem (SIPE) charakterisiert durch schwere Kurzatmigkeit und Husten, verbunden mit einem pulmonalen Ödem (pulmonal = die Lunge (pulna) betreffend). Unklar ist noch, ob es Langzeiteffekte gibt und welche Faktoren dazu führen. Die Notwendigkeit einer systematischen Diagnose von…
Lungenvolumen
Lungenvolumen/-volumina (respirational volume), Luftmenge, die bei Ein- und Ausatmung gemessen wird (Spirogramm), wobei immer noch Restluft in der Lunge verbleibt (→Lungenfunktionsdiagnostik). Man unterscheidet entsprechend der verschiedenen Atemstellungen das Volumen bei normaler Ein- und Ausatmung (Atemzugvolumen), das nach einer normalen Einatmung noch zusätzlich eingeatmet werden kann (inspiratorisches Reservevolumen), das nach einer normalen Ausatmung noch zusätzlich ausgeatmet…
Lutealphase
Lutealphase (luteal phase), lat. luteus "gelb"; auch Gelbkörperphase, zweite Phase des Menstruationszyklus, die 10-15 Tage nach dem Eisprung (Ovulation) mit der nächsten Zyklusblutung endet. Die Lutealphase ist durch eine erhöhte Progesteronkonzentration im Blut gekennzeichnet, der eher eine katabole Wirkung nachgesagt wird (Platen, 2008). →Follikelphase Nach aktuellem Forschungsstand sollten zur Optimierung der Leistungsfähigkeit von Athletinnen ohne…
Lymphe
Lymphe (lymph), lat.lympha ‚klares Wasser; Körperflüssigkeit in den Lymphgefäßen, die der Zell- und Gewebsernährung sowie dem Transport der Lymphozyten dient. In den Lymphknoten werden Krankheitserreger wie Bakterien und Fremdkörper entsorgt. Das Lymphsystem ist somit das Herzstück des Immunsystems. Der Lymphfluss wird durch körperliche Bewegung (Sport) angeregt, da durch den Wechsle von Anspannung und Entspannung der…
Magnesium
Magnesium (magnesium) (Mg), chem. Element, das als essentieller Faktor zahlreicher intrazellulärer Prozesse (z.B. Membranstabilisierung) für Muskel- und Nervenfunktionen bedeutungsvoll ist. Magnesium wirkt als physiologischer Kalzium-Kanal-Blocker. Es ist in Milch, Milchprodukten, Vollkornprodukten, Nüssen und Gemüse enthalten. Magnesiummangel durch Fehlernährung oder „Gewichtmachen“ kann zu reduzierter Leistungsfähigkeit und einem gestörten Energiestoffwechsel führen. Die Häufigkeit von Magnesiummangel wird bei…
Makrophagen
Makrophagen (macrophages), griech. makrós „groß“ und phagein „essen“ = „Riesenfresszelle“; aus großen weißen Blutkörperchen (Monozyten) gebildete bewegliche Zellen, die in der Lage sind, Erreger im Bindegewebe und Lymphsystem „aufzufressen“ (phagozytieren, unspezifische Immunabwehr) und die spezifische Immunreaktion als antigenpräsentierende Abwehrzellen anzuregen. Von allen Immunzellen scheinen die natürlichen Killerzellen (NK), Neutrophile und Makrophagen am meisten auf die…