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Physiologie

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Jetlag

Jetlag (jetlag), engl. Zeitverschiebung; steht für Beschwerden („Jet-travel-Syndrom“) wie Schlafstörungen oder Konzentrationsschwächen, die aus der Zeitverschiebung bei Fernflügen über größere Zeitzonen resultieren („Zeitzonenkater“), "einer vorübergehenden Desynchronisation der zirkadianen Rhythmen des Körpers aufgrund einer Diskrepanz zwischen dem Timing des endogenen zirkadianen Oszillators und den äußeren Reizen" (Botonis et al. 2025). →Biorhythmus. Deshalb sollte bei Wettkämpfen in…

Kalium

Kalium (K) (potassium), einwertiges Alkalimetall, das den Flüssigkeitshaushalt reguliert und bedeutsam für die Erregungsleitung in Nerven- und Muskelzellen ist. Der menschliche Körper besteht zu 0,25 % aus Kalium (150-190 g). Kaliummangel kann zu Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Appetitlosigkeit und Schwindel führen. Es ist in Gemüse- und Obstsäften, Trockenfrüchten, Bananen und Tomaten enthalten. →Mineralstoffe   Eine Studie mit…

Kalorie

Kalorie (cal) (calory), lat. calor „Wärme“; veraltete Einheit der Energie, definiert als Wärmemenge, die erforderlich ist, die Temperatur von 1 g Wasser um 1°C zu erhöhen. Obwohl sich international (SI-System) die Bezeichnung Joul durchgesetzt hat, wird der Energiegehalt von Lebensmitteln überwiegend in Kilokalorien (1 kcal = 1000 cal) angegeben. →Kalorienbedarf Exkurs: Eine kalorische Einschränkung verbessert…

Kalorienbedarf

Kalorienbedarf (calorie requirement), durchschnittlicher Energiebedarf pro Tag in Kilokalorien (→Kalorie) in Abhängigkeit von der Tätigkeit, z.B. von 30-35 kcal bei Bettruhe bis 45-60 kcal bei schwerer körperlicher Arbeit. Dier Bestimmung von Wärmemengen und Energieumsatz erfolgt mittels Kalorimetrie. Im Gegensatz zur direkten Kalorimetrie, bei der in einer thermisch isolierten Kammer die Menge der vom Organismus oder…

Kapazität

Kapazität (capacity), (lat.einisch capacitas „Fassungsvermögen“); in der Physik Maß der Leitfähigkeit für elektrischen Strom, in der Physiologie für die maximale Durchblutungsgröße eines Gefäßes. Auf den Energiestoffwechsel bezogen die Summe aller Arbeitsbeträge, die aus chemisch gespeicherter Energie gewonnen werden können. →Leistungsfähigkeit, energetische, →Kapazität aerobe und anaerobe

Kapazität, aerobe

Kapazität, aerobe (aerobic capacity), Summe aller Arbeitsbeträge, die über das aerobe Energiegewinnung bereitgestellt werden bzw. die Geschwindigkeit, mit der Energie durch die aerobe Oxydation entsteht (Kent & Rost, 1994). Einfach gesagt: Mit genügend Sauerstoff lange zu schwimmen. Dabei kommt es neben der Höhe der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) auch auf die Fähigkeit des Sportlers an, beim…

Kapazität, alaktazide

Kapazität, alaktazide (lactacid capacity), Summe aller Arbeitsbeträge, die aus der kurzfristigen Energiebereitstellung von ATP und Kreatinphosphat gewonnen wird. Sie beträgt ca. 20-25 mmol · kg-1. Davon können jedoch nur ca. 85% genutzt werden, da nach Reduktion der muskulären ATP-Konzentration um ca. 30% (z. B. von 5 auf 3,5 mmol/kg) die freie Energie des Adenylsäuresystems* so…

Kapazität, anaerobe

Kapazität, anaerobe (anaerobic capacity), die Summe aller Arbeitserträge der energiereichen Phosphate (ATP, KP)  und der Laktatbildung. Die anaerobe Kapazität ist in der Leistungsdiagnostike schwieriger zu erfassen als die aerobe Kapazität. „Eine wesentliche Ursache hierfür ist, dass alle für die Stoffwechselprozesse benötigten Substrate in der Muskelzelle vorliegen und diese nur durch aufwendige Verfahren, wie z. B.…

Kapazität, laktazide

Kapazität, laktazide (lactacid capacity), Summe aller Arbeitsbeträge aus der anaeroben Glykolyse. Die laktazide Kapazität ist vor allem durch die maximal tolerierbare Azidose begrenzt. Maximale Laktatwerte liegen bei Schwimmern bei 15-25 mmol/l., →Wettkampflaktat

Kapillarisierung

Kapillarisierung (capillarization), Entwicklung der Kapillaren im Sinne eines „Netzwerkes“ (Kent, 1994) durch Verlängerung oder Erweiterung (Kollateralenbildung). Beim aeroben Ausdauertraining ist der Sauerstoff der Energiespender. Es kommt also darauf an, soviel wie möglich dieser Energie der arbeitenden Skelettmuskulatur zuzuführen. Das geschieht in der letzten Stufe in den Kapillaren. Davon sind im Ruhezustand nur ein Bruchteil (bis…

Kardiologie

Kardiologie (cardiology), griech. kardiā „Herz“ und lóga „Lehre“; Lehre vom Herzen, Diagnostik und Behandlung von Herz und Kreislauferkrankungen. Da das Herz- Kreislauf-System im Sportschwimmen stark beansprucht wird, ist die sportkardiologische Diagnostik Bestandteil der sportmedizinischen Grunduntersuchungen, um ein kardiales Risiko durch Hochleistungstraining weitgehend zu verhindern. Todesfälle sind zwar im Leistungssport relativ selten, haben aber meistens kardiovaskuläre…

kardiovaskulär

kardiovaskulär (cardiovascular), Herz- und Gefäße ( →Herz-Kreislaufsystem) betreffend

katabol

katabol (catabolic), griech. katabolimos „Niedergang“; abbauend, Abbau von Nahrungsmitteln oder körpereigenen Substanzen, z.B. im Hungerzustand oder bei starken körperlichen Belastungen, wenn keine ausreichende Regeneration mit dem Ersatz der verlorenen Nährstoffe erfolgt (negative Energiebilanz). Katabole Zustände gehen daher auch mit Gewichts- und Substanzverlust einher. Auch im Alter wird die Stoffwechsellage katabol. Gegenstück: →anabol (aufbauend). Mehr unter…

Katabolismus

Katabolismus (catabolism), griech. katabolismós „Niederlegung, Kräfteverfall“; Verhalten des Stoffwechsels (Metabolismus), bei dem die energieliefernden Nährstoffe abgebaut werden. Unter aeroben Bedingungen werden hochmolekulare Eiweißketten (Biopolymere) zu niedrigmolekularen Strukturen (Monomere) und letztlich zu Wasser und Kohlendioxid, Ammoniak oder einfachen organischen Verbindungen (→Harnstoff, Harnsäure) abgebaut (s. Abb.). Unter anaeroben Bedingungen wird Energie (→ATP) nur durch die Übertragung von…

Katecholamine

Katecholamine/Katechin (catecholamines), Gruppe von körpereigenen Hormonen (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin) und Arzneistoffen (Isoprenatin, Dobutamin und Dopexamin). Die körpereigenen (biogenen) Hormone werden im Nebennierenmark (Teil der →Nebennierenrinde) gebildet und mit zunehmender Belastung verstärkt ausgeschüttet (Stressregulation). →Muskelfasertypen, →Stress Bei mehrstündigen Ausdauerbelastungen kommt es zur dreifach höheren Katecholaminkonzentration im Blut. Katecholamine steigern die Leistungsfähigkeit von Kreislauf, Energieumsatz und der…

Kennwert

Kennwert/Kennzahl (characteristic value; parameter), Maßeinheit als Leistungsmerkmal, wie z.B. ein bestimmter Absprungwinkel in der Biomechanik oder in der Leistungsphysiologie bestimmte Laktat- oder Pulswerte zur Einordnung in Belastungszonen. →Parameter, →Leistungsfaktor

Kleinhirn

Kleinhirn (cerebellum), Teil des Gehirns mit wichtiger Funktion für die Motorik, als Schaltstelle zwischen Muskel und Hirnrinde (cortex) besonders für Feinabstimmung und Koordination. Von jedem Befehl der Rinde an den Muskel (Efferenz) geht eine „Efferenzkopie“ an das Kleinhirn, die dann mit der Rückmeldung (Reafferenz) verglichen wird. Das Kleinhirn ist weiter bedeutsam für Muskeltonus und Körpergleichgewicht.  Sportliche…

Klimakterium

Klimakterium (climacteric), griech. klimaktér „Stufenleiter, kritischer Zeitpunkt im Leben“; Wechseljahre der Frau, die individuell sehr unterschiedlich zwischen dem 35.- 45. und 56.- 65. Lebensjahr liegen. Das Klimakterium ist durch eine Reihe hormoneller, körperlicher und psychischer Veränderungen geprägt, die zu Hitzewallungen, Schweißausbruch, Libidomangel, Schwindelanfälle bis zu Schlaflosigkeit und Depressionen führen können. Der Rückgang des Östrogens begünstigt…

Koffein

Koffein (caffeine), Stickstoffverbindung auf Pflanzenbasis mit stimulierender (gegen Müdigkeit) und leicht diuretischer Wirkung; Hauptwirkstoff in Kaffee, Tee, Cola und Energy-Drinks (→"Sportgetränke"). Koffein (einschließlich der Methylxanthine, Theophyllin und Theobromin) blockiert die Adenosin-Rezeptoren (Adenosin = komplexe organische Moleküle im ATP), hemmt in hoher Konzentration den Abbau des für die Hormonwirkungen bedeutsamen cyclo-Adenosinmonophosphat (AMP) und setzt Kalzium-Ionen aus…

Kohlendioxid

Kohlendioxid/Kohlenstoffdioxid (carbondioxid), farb- und geruchloses Gas (CO2), das in der Einatmungsluft (0,03 %) enthalten ist und in leicht gesteigerter Konzentration das Atemzentrum im Gehirn aktiviert. Aus anorganischem Kohlendioxid und Wasser entsteht bei der Photosynthese Glucose. Die Konzentration von CO2 im Blut beeinflusst den pH-Wert und damit indirekt den Sauerstoffhaushalt. Kohlendioxid wird im Plasma zu 60-80%…