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Physiologie

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Hypoglykämie

Hypoglykämie (hypoglycemia), griech. hypo "unter" und glykys "süß" (Zucker); Absinken des Blutzuckerspiegels unter Normalwerte durch unzureichende Kohlenhydratvorräte verursacht durch Stoffwechselerkrankungen (Diabetes), falsche Ernährung oder körperliche Überforderung („Mann mit dem Hammer“ oder „Hungerast“). Hypoglykämie führt zu Koordinations- und Muskelschwächen, Schweißausbrüchen bis zur Verwirrung, in schweren Fällen Verlust des Bewusstseins. Diese Gefahr besteht besonders, wenn der Blutzuckerspiegel…

Hypothalamus

Hypothalamus (hypothalamus), Teil des Zwischenhirns (Diencephalon), zentrales Regulationsorgan vegetativer und endokriner Funktionen wie Nahrungs- und Wasseraufnahme, Körpertemperatur, Kreislauf, Sexualität und Schlaf (ROCHE Lexikon 1987, S.840). Als oberstes Regulationszentrum des menschlichen Hormonsystems beeinflusst der Hypothalamus entscheidend die Energiebereitstellung, z.B. die schnelle Glucoseversorgung durch Adrenalin (→Hormone). Andererseits werden durch Sport sowohl die nervale (autonomes Nervensystem und Hypothalamus-Nebennierenmark-Achse)…

Hypothermie

Hypothermie (hypothermia), Unterkühlung des Körpers (34° als Schwellenwert) Celsius oder eines Gewebes, die lokal Erfrierungen und allgemein Gesundheitsschäden bis zum Tode herbeiführen kann. Die Hypothermie kann in drei Phasen erfolgen: Abwehr durch Muskelzittern, um die Körpertemperatur auf 34 – 37°C zu halten, Erschöpfung - angezeigt durch Bewusstseinstrübung bei Körpertemperaturen unter 34°C, Lähmung bei Körpertemperaturen unter…

hypoton

hypoton (hypotensive), (griech. hypo = unter; tonos = Spannung), niedriger Spannungszustand im Muskel (→Tonus) oder Druck (→Blutdruck). →Hypotonie, →Flüssigkeitshaushalt Um den Sportler im Training/Wettkampf rasch mit Wasser und Kohlenhydraten zu versorgen,  eignen sich vor allem leicht hypotone bis isotone Getränke mit einem Kohlenhydratgehalt von 4% bis 8% (Striegel & Nieß, 2010).  kann Hyponatriämie bei 2%…

Hypotonie

Hypotonie, Hypotonus (hypotension), Druck- oder Spannungsabnahme unter die Norm (auch Hypotonus), als arterielle Hypotonie für zu niedrigen Blutdruck (unter 110/60 mmHg lt. WHO), bei Abnahme des Liquordrucks (hydrostatischer Druck der Körperflüssigkeit), des Augeninnendrucks, bei reduziertem Muskeltonus mit verringerter Kraft. Bei Beschwerdefreiheit ist Hypotonie eher positiv zu werten, wie bei vielen Ausdauersportlern. Sollte sich die Hypotonie…

Hypoventilation

Hypoventilation (hypoventilation), auch Atemdepression, verringerte Atmung durch Abfall der Atemfrequenz oder der Atemtiefe und damit des Atemminutenvolumens, die zur respiratorischen Azidose führen kann. Ursachen können geschwächte Atemmuskulatur, Zwerchfell-Lähmung, Brustkorbverformung oder Störung der zentralnervösen Atemsteuerung sein. Eine Sonderform sind die häufig nicht bemerkten Schlaf-Apnoe-Syndrome. Gegensatz: →Hyperventilation, →Atemmangeltraining   Exkurs: Matthaei (2018) untersuchte in einer Interventionsstudie bei…

Hypoxie

Hypoxie (hypoxia), Sauerstoffmangel. Verringerter Partialdruck des Sauerstoffs im Blut beeinflusst das sportliche Leistungsvermögen (Berglund, 1992; Böning, 1997). Eine verringerte körperliche Leistungsfähigkeit geht mit einem baroreflexbedingten1 parasympathischen Rückzug und einer ausgeprägten Chemoreflexpotenzierung einher. Arterieller Baroreflex und hypoxischer Chemoreflex2 wirken zusammen und bei einer Aktivierung durch Hypoxie überwiegt der Chemoreflex gegenüber dem Baroreflex (Alvarez-Araos et al. 2024).…

Hypoxietraining

Hypoxietraining (hypoxic training), in der Literatur identisch mit Höhentraining und allgemein für Sauerstoffmangeltraining gebraucht, hier als eine terminologisch unsauber bezeichnete Trainingsform im Schwimmen, eigentlich ein Atemmangeltraining als simulierte Hypoxie, z.B. indem der Sauerstoffanteil bei unverändertem Luftdruck verringert wird (normobare Hypoxie).  s. auch Hypoxietraining während Menstruationsphase.

Immundefekt

Immundefekt, Immundefizienz, Immuninkompetenz (immunodeficiency) →Immunschwäche

Immunglobulin

Immunglobulin (immunoglobulin) Träger der immunologischen Abwehr im Blut (→Antikörper), man kann sie als „Gesundheitswächter“ des Körpers bezeichnen (veraltet Gammaglobuline). Diese Eiweiße verbinden sich mit dem zu bekämpfenden Fremdkörper und docken an körpereigene Zellen an. Diese vernichten die Fremdkörper und schützen so den Organismus vor Infektionen. Die Blutwerte für Immunglobuline sind keine Standard-Parameter in der sportmedizinischen…

Index

Index (index), lat. index „Zeigefinger, Anzeiger, Kennzeichen, Titel, Verzeichnis“; vielfache Bedeutung, hier statistische Messziffer oder Zahlenverhältnis, wie z.B. in der Anthropometrie der Rohrer-Index oder in der Biomechanik der Stroke-Index. →Statistik

individuelle Schwelle

Individuelle Schwelle (individual threshold) → Schwelle

Infusion

Infusion (infusion), lat. infusio „Aufguss“ und infundere „eingießen, eindringen“; über eine Vene in den Blutkreislauf (intravenös) eingeführte Flüssigkeit (z.B. Salzlösung); bei Blutbestandteilen →Transfusion. Intravenöse Infusionen, wie sie häufig bei Kreislaufversagen, großen Flüssigkeitsverlusten des Körpers und Operationen verabreicht werden, bestehen in vielen Fällen aus isotonischer Kochsalzlösung oder aus der „Ringer-Lösung“, ohne sonstige Wirkstoffe. Da sie das…

Innervation

Innervation (innervation), lat. nervus "Nerv"; Versorgung eines Organs oder seiner Teile durch Nerven, auch Erregungszustand von Teilen des Nervensystems und damit als motorische Innervation zuständig für die Steuerung von Bewegungshandlungen. Diese und vermutlich motorische Lernvorgänge stehen in engem Zusammenhang mit der dopaminergen Innervation von Teilen der Großhirnhälfte (Striatum) (Beck, F., 2012). Die Skelettmuskulatur wird willkürlich…

Inspiration

Inspiration (inspiration), lat.inspiratio „Beseelung, ‚Einhauchen, aus in ‚hinein‘ und spirare „hauchen, ‚atmen“; vgl. spiritus „Atem, Seele, Geist“; vielseitig verwendeter Begriff von Empfangen kreativer Ideen, göttlicher Eingaben (Theologie) bis zu Einatmung (s. Physiologie). Im Internet ist der Begriff weitgehend von der Automobilbranche belegt. Allerdings ist man gegenwärtig mehr auf der Suche nach dem "göttlichen Geist", der…

Insuffizienz

Insuffizienz (insufficiency), Gegensatz von lat. sufficere  „genügen“; Unzulänglichkeit, Schwäche, in der Medizin die unzureichende Leistung eines Organs oder Organsystems Beispiel: relative Insuffizienz des sympathischen Systems kann eine Ursache des Übertrainings-Syndroms in Ausdauersportarten sein   Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Insuffizienz- Zugriff 11.09.2019

Insulin

Insulin (insulin), in den LANGERHANSschen Inseln der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildetes „Inselhormon“, das den Blutzuckerspiegel senkt und auf alle Stoffwechselreaktionen wirkt. So wird der Muskulatur vermehrt Glucose bereitgestellt, die Bildung von Glycogen, Fettsäuren und Proteinen erhöht bzw. deren Abbau gehemmt. Durch Ausdauertraining wird der Insulinbedarf der Muskelzellen gesenkt. So nimmt bei Langzeitausdauer-Belastungen die Insulinkonzentration ab, womit…

Integration, sensorische

Integration, sensorische (Sensory processing), lat. integer "unversehrt, ganz" verallgemeinert "in sich geschlossen sein", sensorisch "auf die Sinne bezogen"; Verarbeitung sinnlicher Wahrnehmung durch Ordnen der Sinne zu einem geschlossenen Eindruck, z.B. die „Kooperation“ von Vestibularapparat im Innenohr und den Propriozeptoren als Körperreaktion auf die Schwerkraft. Einfacher gesagt ein neurologischer Vorgang, bei dem das Gehirn empfangene Sinnesreize…

isokalorisch

isokalorisch (isocaloric), griech. iso "gleich" = gleicher Gehalt an Kalorien; bedeutsam für bedarfsgerechte Ernährung. In Abhängigkeit von der Kalorienmenge werden Ernährung über Bedarf (hyperkalorisch), Ernährung bedarfsgerecht (isokalorisch) und Ernährung unter Bedarf (hypokalorisch) unterschieden. Studien bei Sportlern zeigen, dass bzgl. der Leistungsfähigkeit keine signifikanten Unterschiede bestehen, wenn kohlenhydratbetonter Ernährung isokalorisch fettbetonte Ernährung gegenübergestellt wird. Vergleichbares gilt…

isoton

isoton (isotonic), griech. ísos „gleich“ und  tónos „das Spannen“; isotonisch ist in der Biologie eine Lösung mit demselben osmotischen Druck wie ein Vergleichsmedium, in der Muskelarbeit eine Kontraktionsform mit gleichmäßiger Spannung. Ein isotonisches Getränk ist ein Getränk, bei dem das Verhältnis von Nährstoffen zu Flüssigkeit dem des menschlichen Blutes entspricht, das heißt der osmotische Wert …