Anatomie
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radial
radial (radial), lat. radius „Strahl“; 1. strahlenförmig, 2. zur Speiche (anatom. radius) gehörend oder auf der dem Radius zugewandten Seite des Unterarmes gelegen.
Rautenmuskel
Rautenmuskel (m. rhomboideus), vierseitige, vom Trapezmuskel überdeckte Muskelplatte der Rückenmuskulatur, die von den Dornfortsätzen der Wirbelsäule bis zum inneren Rand des Schulterblattes verläuft. Er wird in den großen und kleinen Rautenmuskel untergliedert, bildet jedoch eine funktionelle Einheit indem er das Schulterblatt anhebt und am Rumpf fixiert. Großer und kleiner Rautenmuskel sind als dynamische Stabilisatoren der…
Reibungskoeffizient
Reibungskoeffizient (μ) (coefficient of friction), Maß für die Größe der Reibkräfte, die zwischen zwei Festkörpern wirken. Er wird experimentell durch Schleppversuche von Körpern mit unterschiedlichen Oberflächenmaterialien ermittelt. Ist sein Betrag Null, so gibt es keine Reibung. Es wird ein Wert für die Haftreibung (wenn keine Relativbewegung zwischen den Reibflächen besteht) und ein Wert für die…
Reizleitungssystem
Reizleitungssystem (conductive system) →Erregungsleitungssystem des Herzens (da nicht der Reiz, sondern die Erregung geleitet wird)
Rekrutierung
Rekrutierung (recruitment), lat. recrescere dt. wieder nachwachsen; Einberufung von Soldaten (in Schweiz für Musterung), allgemein das Beschaffen von Personal für Zielgruppen (→Sportkader,→Talentförderung ) In der Physiologie versteht man darunter die Inanspruchnahme molekularer oder zellulärer Ressourcen für einen bestimmten Zweck, wie zum Beispiel die Rekrutierung von Signalproteinen in spezifische Zellkompartimente, um Signalprozesse zu ermöglichen (DocCheck Flexikon).…
Reservevolumen, ex- und inspiratorisches
Reservevolumen, ex- und inspiratorisches →Lungenvolumen
Retroversion
Retroversion (retroversion), lat. retro „zurück“ und vertere „wenden“; Rückschwingen eines Armes oder Beines (dorsal). Gegenteil: Anteversion Die Retroversion der Arme erlaubt sowohl beim Armeinsatz im Skilauf als auch in der Druckphase beim Kraul-/Delfinschwimmen den letzten Abdruck vor der Überleitungsphase (Recoveryphase). Beteiligt sind daran besonders der Deltamuskel (m. deltoideus), der Unterschulterblattmuskel (m. subscapularis) und der große…
Rezeptor
Rezeptor (receptor), lat. receptor – „Empfänger“; Sinneszelle zur Aufnahme von Reizen in verschiedener Form, z.B. Exterorezeptoren (für Umweltreize, z.B. Fotorezeptoren), Enterorezeptoren (für inneres Milieu), Propriozeptoren (für Körperlage im Raum, Muskel- und Sehnenspannung), Chemorezeptoren (Änderung chem. Milieu) usw. Allen Rezeptoren ist gemein, dass sie wahrgenommene Reize ab einer gewissen Reizschwelle in elektrische Signale (Rezeptorpotentiale) umwandeln. →Reizstufenregel…
ROHRER-Index
ROHRER-Index (ROHRER-index) auch Ponderal-Index, Körperfüllenindex als Quotient aus Körpermasse (g) zu Körperhöhe3 (cm). In der neueren Literatur durch den Body-mass-Index ersetzt (der die Körperhöhe nur zum Quadrat erhebt). Mit zunehmendem Längenwachstum wird der ROHRER-Index kleiner, bei zunehmender Körperfülle größer. Daten von 7500 Athleten zeigen signifikante Differenzierungen anthropometrischer Merkmale in Abhängigkeit vom Körperbautyp. So sind bei…
Rotatorenmanschette
Rotatorenmanschette (rotator cuff), Muskelgruppe aus Unterschulterblattmuskel (m. subscapularis), Ober- und Untergrätenmuskel (m. supraspinatus et infraspinatus) und kleiner Rundmuskel (m. teres minor), die die Stabilität des nur instabil knöchern und bandgeführten Oberarmgelenks gewährleistet und den Oberarm nach oben, innen und außen drehen (rotieren) kann. →Schwimmerschulter, Die Häufigkeit behandlungsbedürftiger Probleme im Bereich der Schulter wird bei Überkopfdisziplinen,…
Rückenmuskel, langer
Rückenmuskel, langer (m. latissimus dorsi), größter Flächenmuskel des Menschen, Ursprung: untere Brustwirbel, Lendenwirbel, Ansatz: Oberarmknochen, Funktion: Innenrotation und Anziehen des Arms an den Rumpf (Adduktion) und dahinter (Retroversion), am kraftvollsten beim zuvor gehobenen Arm (z.B. beim Holzhacken). Dank dieser drei Bewegungen am Schultergelenk zählt er gemeinsam mit dem Großen Brustmuskel (pectoralis major) zu den wichtigsten…
Rückenmuskulatur
Rückenmuskulatur (back musculature), System von längeren und kürzeren Muskeln, die z.T. auf die Extremitäten und den Schultergürtel wirken, im Wesentlichen aber als autochthone (von selbst wirkende) Rückenmuskeln die Wirbelsäule strecken. Dazu zählt ein medialer Strang aus kurzgliedrigen Muskelketten und der kräftige laterale Strang des Rumpfaufrichters (m. erector spinae), der aus dem langen Rückenmuskel (m. longissimus)…
Rumpf
Rumpf (trunc), Körperstamm ohne Hals, Kopf und Extremitäten (Torso) oder Teil eines Flugzeuges/Schiffes. →Rumpfbeuge, →Rumpfkraft, →Rumpfmuskulatur, →Rumpfstabilisation, →Core Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Rumpf- Zugriff 23.03.23
Rundmuskel, großer
Rundmuskel, großer (m. teres major), Ursprung: unterer Schulterblattwinkel, Ansatz: unterhalb Oberarmkopf, Funktion: als „Brudermuskel“ des langen Rückenmuskel (m. latissimus dorsi) zieht er den gespreizten Arm an den Körper heran und dreht ihn nach innen und etwas nach hinten (“Gelehrtenmuskel“). Somit ist er maßgeblich am Kraularmzug beteiligt. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Musculus_teres_major - Zugriff 25.03.23
Sagittalebene
Sagittalebene (sagittal plane), lat. sagitta „Pfeil“; längs der Wirbelsäule verlaufende Ebene, die den Körper in eine rechte und linke Hälfte teilt. Bewegungen in dieser Ebene sind z.B. Vorwärts- und Rückwärtslaufen, Kniebeugen, Sit-ups, Rückenstreckung oder Bizepscurls. Auch die meisten Abbildungen der Schwimmtechniken gehen von dieser Ebene aus. →Körperachse Mehr zum Thema:
sakral
sakral (sacral), lat. sacer „heilig“; den Kreuzbeinabschnitt der Wirbelsäule betreffend (os sacrum = Kreuzbein)
Sarkomer
Sarkomer (sarcomere), griech. „Fleisch“ und méros „Teil“; Grundeinheit der quergestreiften Muskelfaser, bestehend aus dem Strukturprotein Aktin, dem Motorprotein Myosin und dem filamentartigen Titin. Bei der Kontraktion des Muskels schieben sich die feinen Fasern innerhalb eines Sarkomers ineinander (→Gleitfilamenttheorie). Alle Elemente des Sarkomer sind an der Verkürzung beteiligt. Das Fehlen nur eines dieser Elemente führt zu…
Sarkopenie
Sarkopenie (sarkopenia), sarx (griech.) "Fleisch" und penia "Mangel"; altersbedingter, degenerativer Verlust von Skelettmuskelmasse und Muskelkraft (0,5 -1% pro Jahr ab dem 50. Lebensjahr) [J. Nutrition. 1997 May 125 (5 Suppl): 990 S-991S]. Die Folge sind funktionelle Einschränkungen des älteren Menschen [Spira, D.; Noman, K. et al: Prevalence and definition of sarcopenia in community dwelling older…
Schenkelstrecker, vierköpfiger
Schenkelstrecker, vierköpfiger (m. quadriceps femoris), Ursprung: als M. rectus femoris von Darmbeinstachel und Hüftgelenkspfanne, die anderen Teile vom Schenkelbein, Ansatz: über das Kniescheibenband am Schienbein, Funktion: als größter Muskel des Menschen überragende Rolle beim Stehen (statisch) und in der Kniestreckung (dynamisch), wie sie auch explosiv bei Start/Wende, aber auch bei der Beinbewegung im Schwimmen benötigt…