Anatomie
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Thorax
Thorax (thorax), lat. thorax „Brustharnisch“; Brustkorb, aus 12 Brustwirbeln, 12 Rippenpaaren und dem Brustbein (Sternum) sowie den verbindenden Bändern bestehend. Er verbindet die beiden Pole „Kopf“ und „Kreuzbein“ bewegungsdynamisch, sichert in diesem Zusammenspiel den aufrechten Gang und schützt gleichzeitig lebenswichtige innere Organe wie Herz und Lunge. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Thorax
Tiefenachse
Tiefenachse (anterioposterior axis), Körperachse parallel zum Boden; auch Horizontalachse. Sie zieht von der vorderen zur hinteren Körperwand („Pfeilachse“), z.B. ist ein Rad als Turnelement eine Drehung um die Tiefenachse (auch Saggitalachse). Mehr zum Thema: http://www.anatomie-online.com/Seiten/anato003.html
Titinfilament
Titinfilament (titin filament), Als Faser mit federartiger Wirkung ein Teil des Sarkomers, der kleinsten funktionellen Einheit in der quergestreiften Muskulatur. Es ist nach Aktin und Myosin das dritte Struktureiweiß im Muskel (→Myofibrillen), das nach neueren Erkenntnissen maßgeblich die Ruhedehnungsspannung des Muskels beeinflusst, indem es den Muskel nach Dehnungseinwirkungen wieder auf die ursprüngliche Lage zurückzieht. Titinfilament…
Tonus
Tonus, Tension (tone; tonicity), griech. Tonos “Spannung”; Spannungs- oder Erregungszustand eines Gewebes, besonders der Muskulatur, hervorgerufen durch viskoelastische (zähflüssige) wie auch elastische Eigenschaften des Gewebes und durch Reize des Nervensystems. →Muskeltonus
Trommelfell
Trommelfell (eardrum), Membran im inneren Gehörgang. Beim Tauchen wird das Trommelfell durch Druckanstieg nach innen gedrückt. Um einem Reißen des Trommelfells mit der Folge des Orientierungsverlustes unter Wasser entgegenzuwirken, muss ein Druckausgleich durchgeführt werden Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Trommelfell
Ulnarabduktion
Ulnarabduktion (ulnar deviation), seitliche Wegführung (Abduktion) der Hand oder der Finger in Richtung der Elle (Ulna). Die Ulnarabduktoren (ulnarer Handgelenksbeuger und –strecker, Fingerstrecker) ermöglichen die Auswärtskreiselung im Handgelenk und so den Übergang von der Zug- in die Druckphase beim Brust-Armzug (→Brustschwimmen). Mehr zum Thema: http://symptomat.de/Ulnarabduktion
Ungleichgewicht, muskuläres
Ungleichgewicht, muskuläres (muscular imbalance) →Dysbalancen, muskuläre
Ursprung
Ursprung (insertion), Ort oder Material, von dem etwas hervorgegangen (entsprungen) ist. In der Anatomie die Befestigung des Muskels näher zur Körpermitte (proximal) gegenüber dem Ansatz. Im weiteren Sinn auch der Abgangspunkt eines Gefäßes oder Nervs. Beispiel: Der vierköpfige Schenkelstrecker (m. quadriceps femoris) hat zwei Ursprungssehnen, eine setzt am vorderen Darmbeinstachel (spina iliaca anterior) an, eine…
valgus
valgus (valgus), lat valgus „schief, krumm“; Krümmung eines Gelenks nach außen, Gegensatz dazu varus; z.B. x-Bein-Stellung durch Valgusstellung des Oberschenkels oder der „Großzehenschiefstand oder Ballenzeh" (hallux valgus). Der Hallux Valgus beeinträchtigt Gehen und Laufen und ist durch konservative Therapien nicht heilbar. Lediglich eine Verschlechterung kann vermieden werden. Präventiv sollte auf angepasste Schuhe geachtet und viel…
varus
varus (varus), krumm (lat.), Krümmung eines Gelenks nach innen als Gegensatz zu valgus. Bei einer Varusstellung krümmt sich der entsprechende Extremitätenabschnitt konvex von der Medianebene weg: Beispiel für das Kniegelenk: O-Beine (Varusstellung), X-Beine (Vagusstellung). Eselsbrücke: varus oder valgus? Für alle, denen X- und O- Beine ein Gräuel sind eine kleine historische Merkhilfe: O Varus, gib…
vaskulär
vaskulär (vascula), lat. vas „Gefäß“, auf Blutgefäße bezogen; vaskuläres System = Gefäßsystem So beschäftigt sich die vaskuläre Sportmedizin mit Mechanismen, die durch Sporttreiben frühe Gefäßveränderungen reduzieren oder vermeiden.
Vene
Vena/Vene (vena; vein), lat. vena „Adfer“; venöses Blut führendes Gefäß mit (Venen-)Klappen, die das Blut nur zurück in Richtung Herz fließen lassen. Inzwischen gewinnen Kompressionstextilien im Spitzensport zunehmend an Bedeutung. Unter anderem Gewebe, die den Blutfluss unterstützen („Textil-Doping“), konkret den venösen Rückfluss erhöhen. Die Studienergebnisse sind insgesamt recht uneinheitlich (Senner et al. 2009). Im Schwimmen…
ventral
ventral (ventral), lat. venter „Bauch“; „vor dem Bauch liegend“, auf den Körper bezogen vorn liegend. Gegenteil: →dorsal Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Ventral
Verrenkung
Verrenkung (Luxation) (luxatio), Abweichung zueinander gehörender Gelenkflächen (→Gelenk) über das Normalmaß, zumeist im Schulter- oder Kniegelenk, da beide Gelenke wenig knöchern geführt sind. Es sind u.a. angeborene, habituelle und traumatische Verrenkungen zu unterscheiden. Am häufigsten im Sport treten die Schulter- und Fingerluxation auf, besonders bei Ballspielen, Skilaufen und Rugby. In der Regel ist das Ausmaß…
Verwringung
Verwringung (writhe), als Knotentheorie Teilgebiet der Mathematik. In der Biomechanik die schraubenförmige Verdrehung von Schulter- und Beckenachse gegeneinander zur Vordehnung diagonal verlaufender Muskelschlingen zwischen rechtem Arm und linkem Bein und umgekehrt. Als aktive Form des Rumpfeinsatzes werden durch die Verwringung große Muskelgruppen optimal auf schnellkräftige Kontraktionen vorbereitet, wie z.B. bei Wurf- und Schlagbewegungen. →Rumpfbeugung, →Rotation,…
Vestibularapparat
Vestibularapparat (vestibular organ), Gleichgewichtsorgan im inneren Ohr. Rezeptoren im Vorhof und in den Bogengängen dienen der Orientierung im Raum und der Aufrechterhaltung des Körpergleichgewichts und sind damit die anatomisch-physiologische Basis der Gleichgewichtsfähigkeit. →Surfer’s ear Mehr zum Thema: http://teaching.thehumanbrain.info/neuroanatomie.php?kap=19