Anatomie
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Volarflexion
Volarflexion (volar flexion), lat. vola „Hohlhand“; Senken der Hand und Flexion (Beugung) = Beugebewegung der Hand. Im Schwimmen typische Bewegung beim „Wasserfassen“ zu Beginn des Armzuges. →Palmarflexion, →vorbereitende Phase
Vorderhornzelle, motorische
Vorderhornzelle, motorische (motoneuron), auch spinales Motoneuron, zentrale motorische Nervenzelle, die zusammen mit dem efferenten Nerv, den motorischen Endplatten und den Muskelfasern die motorische Einheit bildet. Motorische Vorderhornzellen sind das Nadelöhr aller neuralen Strukturen des sensomotorischen Systems zum Skelettmuskel. Sie dekotieren die körpereigenen Signale in die nach außen verständlich gerichtete motorische Antwort (Hüter-Becker, 2005, S.168). …
Wadenmuskel, dreiköpfiger
Wadenmuskel, dreiköpfiger (m. triceps surae), aus zwei Muskeln (Zwillingswadenmuskel – m. gastrocnemius und Schollenmuskel – m. soleus) bestehender Muskel an der Rückseite des Unterschenkels, der die Bewegung im Knie- und Fußgelenk beeinflusst. Dieser Muskel ermöglicht besonders die für die Beinbewegung im Schwimmen wichtige Plantarflexion des Fußes und den „letzten Abdruck“ bei Start und Wende. Seine…
Waschbrettbauch
„Waschbrettbauch“ (washboard abs; sixpack), flacher Bauch mit gut sichtbaren Konturen der Bauchmuskulatur, als sexy von den Fitnesscentern gepriesen. Für einen Waschbrettbauch reicht Bauchmuskeltraining allein nicht aus, da dickeres Unterhautfettgewebe und Depotfette das Abzeichnen der tiefer liegenden Muskelmassen verhindern. Da ein lokaler Fettabbau nicht möglich ist, muss das Gesamtkörperfett (→Fettstoffwechsel) reduziert werden (Männer auf einen Anteil…
Willkürmuskulatur
Willkürmuskulatur (voluntary muscle), Muskeln, die bewusst gesteuert kontrahieren, wozu die Skelettmuskulatur zählt. Auf die fühlbare Spannung/Entspannung der Willkürmuskulatur stützt sich die progressive Muskelentspannung nach Jacobson.
Wirbelsäule
Wirbelsäule (WS) (spina column), Grundpfeiler des Stützapparates, der aus 33-34 knöchernen Segmenten (Wirbeln) besteht. Schon die aufrechte Haltung und erst recht sportliche Bewegungen stellen hohe biomechanische Anforderungen an die WS. Dabei muss sie einerseits starr (Haltung, Schutz) und andrerseits beweglich (beugen) sein. Das ist nur durch die physiologischen Schwingungen und eine Verspannung möglich, die oft…
Wirbelsäulenverkrümmung
Wirbelsäulenverkrümmung (rachioscoliosis), pathologische Krümmung der Wirbelsäule in Form eines Rundrückens, Hohlrückens oder einer Skoliose als Abweichungen von den normalen Krümmungen Lordose und Kyphose. In der leichteren Form durch falsche Körperform oder Mangel an Bewegung, schwerwiegender durch genetische Veranlagung, Knochenerkrankungen, Osteoporose und altersbedingte Bandscheibenabnutzung. Funktionellen Wirbelsäulenverkrümmungen kann man durch gezieltes Training der Rumpfmuskulatur und ausreichende Bewegung…
Zelle
Zelle (cell), lat. cellula - "kleine Kammer"; Grundeinheit lebender Organismen als ein sich selbst regulierendes System, das über einen eigenen Stoffwechsel verfügt, sich fortpflanzen kann und Erregungen zugänglich ist. Der Zellkörper (Zytoplasma) wird von einer Zellmembran umgeben, die „Aus- und Eingänge“ (→Diffusion) kontrolliert. Steuerzentrale der Zelle ist der Zellkern mit dem Kernkörperchen. Diese Zellpartikel (Ribosomen)…
Zentralnervensystem
Zentralnervensystem (ZNS) (central nervous system), Zentralorgan des Nervensystems mit Gehirn, Kleinhirn und Rückenmark, das integrative Zentrum vom sensorischen Rezeptor bis zum motorischen Effektor. Für sportliche Bewegungen sind die Bereiche des Kleinhirns und des Zwischenhirns bedeutsam. Eine finnische Studie zur Überprüfung motorischer Vielseitigkeit zeigte, dass bei Sportlern das ZNS die Bildung und Entstehung der Muskeln sowie…
zerebral
zerebral (cerebral), lat. cerebrum „Gehirn“; das Gehirn (Großhirn = cerebrum) betreffend
Zirkumduktion
Zirkumduktion (circumduktion), lat. circumducere, circumductum „herumführen“; Kreiselbewegung einer Extremität oder eines Extremitätenteils, die durch die Kombination verschiedener Einzelbewegungen (z.B. Adduktion, Abduktion, Flexion und Extension) entsteht. In der „Gymnastiksprache“: Armkreisen, Handkreisen. →Hüftgelenk, →Schultergelenk Video: https://www.youtube.com/watch?v=veWEUf8xUaU
Zwillingswadenmuskel
Zwillingswadenmuskel (gastocnemius m.), zweiköpfiger Wadenmuskel, der auf das Kniegelenk beugend und auf das Fußgelenk streckend wirkt, sowie an der Supination des Fußes beteiligt ist. Daraus resultiert seine Bedeutung für Lauf- und Sprungbewegungen. Er sichert das gestreckte Knie gegen Einknicken. →Achillessehne Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Musculus_gastrocnemius