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Regenerationszeit

Regenerationszeit (regeneration time), heterogen verlaufender Zeitbedarf biologischer Strukturen zur Erholung. Die Regenerationszeit sichert eine optimale Anpassung an die Trainingsbelastung und ist vom aktuellen Trainingszustand sowie der Dauer und Intensität des vorangegangenen Trainings abhängig. Sie sollte so bemessen sein, dass die folgende Trainingseinheit gut bewältigt wird. Eine Grundlage dazu ist die Diagnose des aktuellen Zustandes des…

Regionalkonzept

Regionalkonzept (regional concept), Programm zur Entwicklung gesellschaftlich bedeutsamer Bereiche, wie z.B. Wissenschaft und Technik, in einer bestimmten Region. Im Sport die vertragliche Grundlage zur regionalen Spitzensportsteuerung zwischen Spitzenverband, Landesfachverband und DOSB. Für die Inhalte sind die Spitzenverbände zuständig, die die Olympiastützpunkte mit der Koordinierung der in den Regionalkonzepten vereinbarten Aufgaben beauftragen können. Beispiel für Eckdaten…

Regression

Regression (regression), lat. regredi „umkehren, zurückgehen“; allgemein ein Zurückbilden (z.B. von Tumoren), Zurückweichen (z.B. der Front) bis zur Fehlfunktion bei Software (Wikipedia). Für den Sport relevant als statistisches Verfahren und in der Psychoanalyse: In der Statistik die Darstellung der Abhängigkeit von Variablen (z.B. zwischen der Armzugkraft (→dynamische Maximalkraft) und der Schwimmgeschwindigkeit über 50m Freistil), die…

Regressionsgerade

Regressionsgerade (regression line), auch Regressionslinie, lineare Regression; grafische Darstellung einer linearen Regression, d.h. einer auf der Regressionsgleichung beruhenden Linie im Koordinatensystem zur Veranschaulichung der Beziehung zwischen zwei Variablen (x, y).  Mehr zum Thema: Video: https://www.youtube.com/watch?v=osPwkFkYvNc - Zugriff 11.11.22 Lineare Regression: https://datatab.de/tutorial/lineare-regression - Zugriff 11.11.22

Regressionskoeffizient

Regressionskoeffizient (regression coefficient), bei einer linearen Regression bezeichnet der Koeffizient a den Abstand vom Schnittpunkt der Regressionslinie mit der Ordinate vom Koordinationsursprung, der Koeffizient b die Steigung der Regressionslinie. →Regression Allgemein sieht die Regressionsgleichung der einfachen linearen Regression mit unstandardisierten Koeffizienten so aus:  Der Regressionskoeffizient gibt dabei an, um wie viele Einheiten der Wert des…

Regulation, sensomotorische

Regulation, sensomotorische (sensorimotor regularization) →Sensomotorik

Regulationssystem, kognitives

Regulationssystem, kognitives (cognitive control), Teilsystem der Regulationsstruktur von Handlungen, gekennzeichnet durch „geplantes, willentliches Verhalten auf der Grundlage eines explizit bewussten Wissens- und Regelbestandes (→Willenshandlung). Der Funktionsschwerpunkt des Regulationssystems liegt auf der präventiven, längerfristigen Anpassung an komplexe, variable, neuartige und vor allem auch zukünftige Begebenheiten“. Das kognitive Regulationssystem ermöglicht auch, Handlungen unter ungewissen Bedingungen sinnvoll zu…

Rehabilitation

Rehabilitation (rehabilitation), allgemein als Wiedereingliederung einer Person in das berufliche und gesellschaftliche Leben. „Unter medizinischer Rehabilitation (Reha) versteht man die Wiederherstellung von körperlichen Funktionen, Organfunktionen und von Gesundheit und gesellschaftlicher Teilhabe mit physiotherapeutischen Maßnahmen, Ergotherapie, übenden Verfahren, Mitteln der psychologischen Medizin und Anleitung zur Selbstaktivierung“ (Wikipedia). →Gesundheitssport, Der DOSB bietet den Ausbildungsgang „Sport in der…

Rehabilitationssport

Rehabilitationssport (rehabilitation sport), alle ärztlichen, sozialpädagogischen, psychologischen und sozialrechtlichen Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, Menschen mit Behinderung wieder in die Lage zu versetzen, sich geistig, gesellschaftlich und wirtschaftlich zu behaupten. damit stellt der "Reha-Sport" eine ergänzende Maßnahme im Rahmen der medizinischen Rehabilitation und zur Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben dar. Rehabilitationssport unterscheidet sich als typischer…

Reibungskoeffizient

Reibungskoeffizient (μ) (coefficient of friction), Maß für die Größe der Reibkräfte, die zwischen zwei Festkörpern wirken. Er wird experimentell durch Schleppversuche von Körpern mit unterschiedlichen Oberflächenmaterialien ermittelt. Ist sein Betrag Null, so gibt es keine Reibung. Es wird ein Wert für die Haftreibung (wenn keine Relativbewegung zwischen den Reibflächen besteht) und ein Wert für die…

Reibungskraft

Reibungskraft (frictional force), auch Reibungswiderstand, Kraft, die durch die Reibung zweier sich berührender Körper entsteht und von der stofflichen Beschaffenheit der sich berührenden Flächen abhängt. →Normalkraft, →Reibungskoeffizient, Die Reibungskraft ist im Sport einmal Voraussetzung für Fortbewegung (→Abstoß, →Abdruck) zum anderen Quelle von Energieverlust (Skilauf, Badebekleidung beim Schwimmen usw.). Man unterscheidet Haft-, Gleit- und Rollreibung. Die…

Reibungswiderstand

Reibungswiderstand (friction resistance) →Reibungskraft

Reichhöhe

Reichhöhe (reach height), beim stehenden Menschen der Abstand vom Boden bis zu den Fingerspitzen am nach oben gestrecktem Arm. Die Reichhöhe wird z.B. beim “Jump-and-reach-Test“ gemessen. Die Erfassung der Reichhöhe ist als Bestandteil der Sprungwurfdiagnostik ein häufig angewandtes Verfahren zur effizienteren Talentsichtung und differenzierten Trainingssteuerung z.B. im Handball (Müller et al. 2015), Volleyball und auch…

Reichweite

Reichweite (reaching area of the arms), einmal als größtmögliche Entfernung innerhalb derer etwas erreicht wird (z.B. Sender-Reichweite), zum anderen im Sinne von Erreichbarkeit (in der Nähe befindlich). In der Anthropometrie Maß des ausgestreckten Armes von der Rückseite des Oberkörpers bis zur Griffachse (Ergonomics-Körpermaßdaten) mit Bedeutung für die Einrichtung von Arbeitsplätzen. Im Boxen die Strecke von…

Reife

Reife (maturity), hier beschränkt auf den Menschen: Zustand des voll entwickelten Organismus („volljährig“), wobei zwischen körperlicher, geistiger, emotionaler und sozialer Reife unterschieden wird; juristisch versteht man unter Reife Verantwortlichkeit und Strafmündigkeit (Verantwortungsreife). Mit Reife kann auch direkt ein schulischer Abschluss (Reifezeugnis) gemeint sein: Schulreife, Mittlere Reife, Reifezeugnis. Ungeachtet dessen ist aber Reife nicht primär im…

Reifung

Reifung (maturing), Weg zur Reife; vorwiegend autonomer Prozess der somatischen und psychischen Entwicklung bis zur vollen Funktionsfähigkeit (→Maturität), die normal, beschleunigt (→Akzeleration), verzögert (→Retardation) oder disharmonisch (zwischen körperlicher und geistiger Entwicklung) vor sich gehen kann. Dabei bilden die genetisch bedingten Reifungsvorgänge und die durch die Umwelt bedingten Einwirkungen eine dialektische Einheit. →Wachstum, →biologisches Alter Die…

Reifungsalter

Reifungsalter (maturing age), Lebensabschnitt der Reifung, der nach messbaren Kriterien in die Phasen Präpubertät, Pubertät und Adoleszenz eingeteilt wird. Die Präpubertät beginnt mit dem Reifungsstadium 1 der äußeren Genitale (Gen_RS1) und ist durch einen Längenwachstumsschub gekennzeichnet, der eigentlich während der Präpubertät beginnt und seinen Gipfel in der Pubertät erreicht. Als Grenze zwischen Präpubertät und Pubertät…

Reihe, methodische

Reihe, methodische (sequence, methodical), Übungsanordnung nach Schwierigkeitsgrad, um schrittweise zum Ziel (z.B. Technik des Kraulschwimmens) zu gelangen. Der Aufbau erfolgt nach den folgenden Prinzipien: vom Bekannten zum Unbekannten, vom Einfachen zum Komplexen, vom Leichten zum Schwierigen, vom Sicheren zum Risikoreichen. Während viele Sportarten auf motorische Vorerfahrungen (Laufen, Springen, Werfen usw.) aufbauen können, steht der Schwimmanfänger…

REISS-Profile

REISS-Profile (REISS motivation profile), in den 1990er Jahren vom US-amerikanischen Psychologen Reiss begründetes und von Boltersdorf in den deutschen Spitzensport eingeführtes Verfahren, mit dem 16 Lebensmotive (→Motiv) mit Hilfe eines Persönlichkeitstestes ermittelt werden. Damit soll „einem Fingerabdruck ähnlich“ die Persönlichkeitsstruktur abgebildet werden („Theorie der 16 Lebensmotive“). Nach der üblichen euphorischen Phase (die auch nicht vor…

Reiz

Reiz (stimulus), Signal oder Information aus der Umwelt (äußerer Reiz) oder aus dem Körper (innerer Reiz), die vom Organismus durch die Sinnesorgane wahrgenommen werden und eine Reaktion im Verhalten oder Erleben auslösen. Unterschieden werden adäquate Reize (Übereinstimmung von Reiz und Sinnesorgan, z.B. Berührung und Rezeptoren der Haut), inadäquate Reize (nicht auf Sinnesorgan ausgerichtet, deshalb Irritationen…