Öffnet in einem neuen Tab

R

193 Einträge

Rautekgriff

Rautekgriff (pull ashore), Griff eines Retters mit beiden Armen unter den Achselhöhlen eines Verunfallten hindurch zu dessen Unterarm, alle Finger des Retters einschließlich des Daumens liegen oben, mit dem der Verunfalle aus dem Flachwasser geschleift werden kann, aufgrund der Verletzungsgefahr an der Beckenwirbelsäule ist das Üben dieses Griffes nur unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen. (Text Harald…

Rautenmuskel

Rautenmuskel (m. rhomboideus), vierseitige, vom Trapezmuskel überdeckte Muskelplatte der Rückenmuskulatur, die von den Dornfortsätzen der Wirbelsäule bis zum inneren Rand des Schulterblattes verläuft. Er wird in den großen und kleinen Rautenmuskel untergliedert, bildet jedoch eine funktionelle Einheit indem er das Schulterblatt anhebt und am Rumpf fixiert. Großer und kleiner Rautenmuskel sind als dynamische Stabilisatoren der…

Readaptation

Readaptation (readaption), aus dem Französischen „Genesung“, auch „Rehabilitation“; Wiederanpassung, Wiedereingliederung, Wiedereingewöhnung. Ziel der Sport-Readaptation ist die Rückkehr eines verletzten Sportlers in den Trainings- und Wettkampfprozess. Damit ist sie ist das Bindeglied zwischen der biologischen Heilung der Verletzung und dem optimalen Zustand des Sportlers. Entscheidend hierbei ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Sportler/Trainer mit Sportmediziner/Physiotherapeut, Sportwissenschaftler, Ernährungswissenschaftler…

Reafferenz

Reafferenz (reafference), lat. re- = wieder, zurück, affere „hinbringen“; Rückmeldung (Feedback) einer Bewegung über die Nervenbahnen (Bewegungsempfinden). →Reafferenzprinzip, →Afferenzsynthese Mehr zum Thema: http://www.sportunterricht.de/lksport/reaff.html - Zugriff 20.10.22

Reafferenzprinzip/-modell

Reafferenzprinzip/-modell (reafference principle), Modell zur Beschreibung von Regelvorgängen im zentralen Nervensystem (ZNS). Als allgemeines Funktionsprinzip der Nerventätigkeit (→Nervensystem) beruht es auf einem durch Rückkopplung (→Feedback) geschlossenen Reflexbogen. Mit dem motorischen Befehl (Efferenz) entsteht gleichzeitig im „motorischen Gedächtnis“ eine Kopie (Efferenzkopie), die mit dem durch die motorische Handlung gelieferten Erregungsmuster (Reafferenz) verglichen wird. Durch den ständigen…

Reaktion

Reaktion (reaction), lat. reactio ‚Rückhandlung‘; bei lebenden Systemen die Antwort des Organismus auf einen Reiz, z.B. Verengung der Pupillen bei Lichteinfall. Es gibt simple Reaktionen, wie z.B. einen Hustenreflex und komplexe Reaktionen, bei denen physiologische und psychologische Abläufe wechseln (z.B. sexuelle Reaktion bis zu Einstellungsveränderungen). →Reaktionsfähigkeit Im Sport wird die ganze Bandbreite akustisch-motorischer, psychovegetativer, taktil-motorischer…

Reaktionsfähigkeit, motorische

Reaktionsfähigkeit, motorische (reactive ability, motor), Komponente der koordinativen Fähigkeit „zur schnellen Einleitung und Ausführung zweckmäßiger motorischer Aktionen auf mehr oder weniger komplizierte Signale“ (Meinel & Schnabel, 2007, S.223). Diese Signale können auf akustischem Weg übertragen werden, wie z.B. beim Startschuss. Häufig muss aber schnell auf veränderte Situationen im Wettkampf reagiert werden („mitgehen“, Spurt ansetzen usw.).…

Reaktionsprinzip

Reaktionsprinzip (law of reaction) →Gegenwirkungsgesetz, →Antriebskonzept, konventionelles

Reaktionsschnelligkeit

Reaktionsschnelligkeit (reaction speed), Erscheinungsform der Schnelligkeit, die sich in der Fähigkeit äußert, auf einen Reiz (z.B. Startkommando) in kürzester Zeit zu reagieren. Sie wird als Reaktionszeit gemessen und ist damit ein wichtiges Element des Starts. Die Reaktionsschnelligkeit ist stark von der Latenzzeit abhängig und bis zum 10. Lebensjahr recht schwach ausgeprägt, erreicht aber zum späten…

Reaktionstraining

Reaktionstraining (reactive training), Training zur Verbesserung der Reaktionsschnelligkeit als eine Form des Schnelligkeitstrainings, das fast immer an andere Leistungsvoraussetzungen gekoppelt ist und sich durch die schnelle Reaktion auf ein Signal vor oder während einer Übung ergibt. Grundlegende methodische Anforderungen sind: Steigerung vom Einfachen zum Komplizierten (von einfachen elementaren zu wettkampfnahen komplexen Handlungen), Anwendung emotional positiver…

Reaktionszeit

Reaktionszeit (reactio time; response time), Zeit zwischen Reizsetzung und Reaktion, die individuell sehr unterschiedlich ausfällt. So wirken sich Müdigkeit, geringe Aufmerksamkeit, hohe Temperaturen oder Alkohol negativ auf die Reaktionszeit aus; positiv ein gut funktionierender Gehör- und Sehsinn und Erfahrung. Angeblich ist die Geschwindigkeit, mit der ein Mensch Informationen verarbeitet, ein Maß für die Intelligenz (https://de.wikipedia.org/wiki/Hicksches_Gesetz…

Reaktivitätsindex (RI)

Reaktivitätsindex (RI) (reactivity quotient), In der Psychologie als interpersoneller Reaktivitätsindex ein veröffentlichtes Messwerkzeug zur mehrdimensionalen Beurteilung von Empathie. In der Biomechanik das Verhältnis von Flughöhe zu Stützzeit, so sollte bei jedem Drop-Jump (Tief-hoch-Sprung) ein möglichst hoher Reaktivitätsindex angestrebt werden (Güllich & Schmidtbleicher, 1999). →Dehnungs- Verkürzungs-Zyklus Auf die Wende im Schwimmen übertragen wäre es das Verhältnis…

Reaktivkraft

Reaktivkraft (reactive force) →Kraft, reaktive

Reaktivkrafttraining

Reaktivkrafttraining (reactive-strenth training), Reaktivtraining → Krafttraining, reaktives (auch plyometrisches)  Video: https://www.youtube.com/watch?v=NLrQCLlkzhU - Zugriff 25.10.22 https://www.youtube.com/watch?v=YpIYyOAFeg0 - Zugriff 25.10.22

Reanimation

Reanimation (reanimation), von lat. "re" wieder und "animatio" Beleben,  →Wiederbelebung

Rechte des Kindes

Rechte des Kindes (children's rights movement) →Kinderrechte

Rechtsordnung

Rechtsordnung (legal system), Gesamtheit der in einem umschriebenen Anwendungsraum gültigen Rechtsnormen mit dem Grundgesetz als Basis, wobei das Europarecht immer größeren Einfluss gewinnt. Im Gegensatz zu Familienrecht, Erbrecht usw. gibt es in Deutschland kein Sportrecht.  Aber mit ihren Satzungen verfügen die Organisationen im deutschen Sport (Verbände, Vereine) jeweils über eine Rechtsordnung. Im DSV sind Rechtsordnung…

Rede

Rede (speech), mündliche Äußerung (Aussage) zu einem bestimmten Thema, die in ihrer Wirkung bestimmten Regeln (Rhetorik) unterliegt. Der Trainer will mit Reden hauptsächlich überzeugen und Wissen vermitteln und schwankt dabei zwischen Missionar und Lehrer. Es gibt zahlreiche Hinweise im Internet und in Büchern, wie man eine gute Rede verfasst. Auch wenn man krampfhaft versucht, alle…

Reduktion

Reduktion (reduction), lat. reductio zu reducere ‚zurückziehen‘ oder ‚zurückführen‘; allgemein die Verringerung des Ausmaßes einer Eigenschaft oder Zurückführung auf Einfacheres. Der Begriff wird in den verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen verwendet, von der Korrektur einer Messgröße, einer chemischen Reaktionsart, als Methode in der Informatik bis zur chemischen Reaktion bei der Weinherstellung (Wikipedia). Evolutionsbiologisch versteht man darunter die Rückbildung…

Reduktion, didaktische

Reduktion, didaktische (Didactic reduction), didaktische Vereinfachung, Begriff aus der schulischen Fachdidaktik, worunter eine überschaubare und verständliche Aufbereitung von Sachverhalten verstanden wird. Besonders in den Nachwuchsgruppen sollten komplexe Themen alters- und reifegemäß vermittelt werden (Sporttheorie). →didaktische Modifikation, →Reduktion Mehr zum Thema: https://wb-web.de/wissen/lehren-lernen/didaktische-reduktion.html - Zugriff 26.10.22