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Wissenschaft

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Kinesiologie

Kinesiologie (kinesiology),  griech. kinesis „Bewegung“ und logos „Wort,,Lehre“; in der Medizin ein wissenschaftlich nicht anerkanntes, alternativmedizinisches Diagnose- und Therapieverfahren ohne belegte Wirksamkeit (Wikipedia) →Homöopathie, →Akupunktur, →Kinesiotapes In der Sportwissenschaft Synonym für Bewegungslehre, hier richtiger "Gefühlte Bewegungslehre", in dem das Körper-Geist-Seele System ins Gleichgewicht gebracht wird (im Schwimmen z.B. Wassergefühl), damit eine Nahtstelle vom Psycho-Physiotherapeuten zum…

Konkordanz

Konkordanz (concordance), lat. concordare „übereinstimmen“; in vielen Bedeutungen verwendeter Begriff, z.B. übereinstimmendes Auftreten eines oder mehrerer Merkmale in einer bestimmten Gruppe von Personen, die Übereinstimmung der Erbanlagen z.B.  bei eineiigen („konkordanten“) Zwillingen.  In der Statistik beschreibt Konkordanz als Test-Gütekriterium die Übereinstimmung  von zwei oder mehreren Beobachtern/Bewerten. Beispiel: "Der spinale Phänotypus im Rudern, Schwimmen sowie im…

Konnektionismus

Konnektionismus/Konnektivismus (connectionism), lat. conectere „verknüpfen“; Problemlösungsansatz der Kybernetik und der kognitiven Psychologie, der ein System als Wechselwirkungen vieler vernetzter, einfacher Einheiten versteht. Mittels künstlicher neuronaler Netze wird versucht, aus einem scheinbaren Chaos eine Systemordnung zu simulieren (Wollny, 2010, S.32). Der Konnektivismus ist als junge Lerntheorie noch umstritten. Der Lernende wird dabei zum Bestandteil eines komplexen…

Kontrollgruppe

Kontrollgruppe (control-group), Im Interesse der Objektivität werden bei sozialpsychologischen und medizinischen Studien die Probanden nach dem Zufallsprinzip (→Randomisation) in Experimentalgruppe (→Versuchsgruppe) und Kontrollgruppe unterteilt. Abschließend werden die Ergebnisse beider Gruppen gegenübergestellt. Dabei sind folgende Anforderungen an die Kontrollgruppe zu stellen: das methodische Konzept ist einzuhalten, es ist mit anderen Ergebnissen zu rechnen, aber nicht mit…

Kybernetik

Kybernetik (cybernetics), griech. kybernetes „Steuermann“; interdisziplinäre Wissenschaft, deren Gegenstand Kommunikations- und Steuerungssystemen in lebenden Organismen, Maschinen und zwischen Menschen sind. Sie wurde erstmals 1948 von Wiener auf die Theorie von Steuermechanismen angewendet. Kybernetische Modelle sind in der Sportwissenschaft bedeutsam für Prozesse der Kommunikation, physiologischen Steuerung, Theorien des motorischen Lernens usw. So wird die Trainingssteuerung durch…

Labortest

Labortest (laboratory-test), Test, der unter Laborbedingungen durchgeführt wird. Im Sport Leistungsdiagnostik unter den standardisierten Bedingungen eines (medizinischen oder biomechanischen) Labors, die im Schwimmen hinsichtlich der spezifischen Leistungsbeurteilung (außerhalb des Mediums Wasser) nur teilweise geeignet ist und durch Feldtests ergänzt wird. Allerdings muss hier mit Störvariablen gerechnet werden, die beim Labortest durch eine bessere Kontrolle der…

Längsschnittvergleich

Längsschnittvergleich/-untersuchung (profile comparison), Forschungsmethode zur Entwicklung/ zum Verhalten derselben Person oder Gruppe zu verschiedenen Zeitpunkten unter vergleichbaren Voraussetzungen und Verfahren. Gegensatz: →Querschnittsvergleich Im Schwimmen der Vergleich von Daten zeitlich unterschiedlicher Tests, z.B. von KLD-Ergebnissen vom Frühjahr zum Sommer, oder zum gleichen Zeitpunkt verschiedener Jahre.  Mit dem Längsschnittvergleich kann die Entwicklung einzelner konditioneller Fähigkeiten, schwimmtechnischer Parameter…

Leistungsstruktur

Leistungsstruktur (performance structure), hier als Begriff aus der Sportwissenschaft, der „innere Aufbau der sportlichen Leistung aus bestimmten Elementen und ihren Wechselbeziehungen“ (Schnabel et al. 2008, S.45). Mit dieser Definition soll das Verständnis des Trainers geweckt werden, dass es im Training nicht um ein schematisches Ausbilden einzelner isolierter Fähigkeiten geht, sondern dass diese in ihrer gegenseitigen…

Lerntheorie

Lerntheorie (learning theory), Modell oder Hypothese zur Erklärung von Lernmechanismen. Beispiele sind: Lernen durch Herstellen von Assoziationen zwischen Vorstellungen, Lernen durch Erwerb von bedingten Reaktionen (klassische Konditionierung), Lernen durch Erwerb einer instrumentellen Reaktion (operante Konditionierung), Lernen durch Einsicht, Lernen am Modell (durch Beobachtung), Lernen durch Versuch und Irrtum. Die verschiedenen Lerntheorien lassen sich nicht hierarchisch…

Medizin

Medizin (medicine), lat. medicina bzw. ars medicina „ärztliche Kunst“ die „Heilkunde“; als Humanmedizin die Wissenschaft vom gesunden und kranken Menschen und seiner Heilung. Sie stützt sich auf die Naturwissenschaften Biologie, Physik und Chemie, ergänzt durch Psychologie und Sozialwissenschaften. Die Medizin ist nach der Weiterbildungsordnung vom März 2008 in 33 Fachgebiete aufgeteilt. Die Sportmedizin ist (im…

Metaanalyse

Metaanalyse (meta-analysis), Sammelname für eine Reihe von Techniken zur quantitativen Integration von Forschungsergebnissen (→Analyse). Es werden alle bedeutsamen Originalarbeiten gesucht und deren Ergebnisse mit statistischen Methoden zusammengefasst (Überblickstudie). Sie stützt sich auf empirische Daten und wird somit in den Sozialwissenschaften, der Medizin und vielen Naturwissenschaften angewandt, so auch in der Sportwissenschaft. „Wissenschaftstheoretisch fußt die Grundidee…

Mittelwert

Mittelwert (mean value), in der Statistik die Durchschnittsbildung von Zahlenwerten (arithmetisches Mittel). Liegen von einem Merkmal n Beobachtungen vor, errechnet sich der Mittelwert der Stichprobe als Aus der Leistungsdiagnostik im Schwimmen wie auch in anderen Sportarten ist bekannt, dass nur Ausnahmeathleten, die bei den Leistungsvoraussetzungen deutlich über die Mittelwerte herausragen, den Anschluss an die Weltspitze…

Modell

Modell (model), lat. modulus "Maßstab"; notwendige Vereinfachung der realen Welt (z.B. Landkarte), allgemein: Vorbild, Muster, Entwurf von Gegenständen, auch gedankliche Konstruktionen. In den Naturwissenschaften mathematische, physikalische, grafische oder Computerdarstellung eines Phänomens durch ein anderes, wobei die Empirie Prüfstein für jedes Modell ist.So werden unter Sportlehrern verschiedene fachdidaktische Modelle diskutiert, von klassischen Modellen bis zur Bewegten…

Modell des koordinativen Anforderungsprofils

Modell des koordinativen Anforderungsprofils; Modell nach Neumaier & Mechling (2009), bei dem nicht mehr die Leistungsvoraussetzungen (koordinativen Fähigkeiten) der Sportler im Mittelpunkt stehen, sondern die Leistungsanforderungen motorischer Aufgabenstellungen. Dementsprechend werden nicht mehr Fähigkeiten definiert, sondern Anforderungskategorien und Aufgabenklassen (s. Abb.). →Informationsanforderungen, →Koordination   Modell des koordinativen Anforderungsprofils nach Neumaier & Mechling (2009) In der aktuellen…

Modell, deskriptives

Modelle, deskriptive (descriptive models), lat. describo "beschreiben, aufzeichnen";  Fixierung vorhandener Daten und Informationen in knapper, präziser Form, die zu Einsichten führen sollten, die man ohne Modellbildung nie hätte gewinnen können. Beispiel: Globus als Modell der Erde. →Modell Bei der deskriptiven Modellbildung wird ein existierendes Original modelliert (z.B. Stadtplan), im Gegensatz zur Modellierung eines zukünftigen, aber nicht…

Modellierung

Modellierung (modelling), „Konstruktion und Gebrauch von Modellen zur Erkenntnisgewinnung, Kenntnisvermittlung oder für den Ersatz der Funktion dynamischer Systeme“ (Töpel in Schnabel & Thieß, 1993, S.584). Im Sport werden biomechanische, sporttaktische und sporttechnische Modelle unterschieden. Ein typisches Beispiel aus der Sportphysiologie ist Maders (1990) Simulierung von Adaptationsprozessen oder die Modellierung der Trainingsadaptation im Schwimmen mit der…

Netz, neuronales

Netz, neuronales (neural network), vom Neutronennetz des menschlichen Gehirns abgeleitetes Modell, um dessen Funktionsweise besser zu verstehen (→Neurophysiologie). Zugleich dient es als künstliches neuronales Netz zur Lösung konkreter Anwendungsprobleme in der Statistik, Wirtschaftswissenschaft und Technik. Neuronale Netze zeichnen sich durch ihre Lernfähigkeit aus. Sie können eine Aufgabe anhand von Trainingsbeispielen erlernen, ohne dazu programmiert werden…

Neurologie

Neurologie (neurology), Disziplin der Medizin, die sich mit Aufbau, Funktion und Erkrankung des Nervensystems befasst. Neurologische Krankheiten und Teilgebiete der Neurologie sind u.a.: vaskuläre Neurologie (Durchblutungsstörungen/Schlaganfall) neuroimmunologische Erkrankungen (Multiple Sklerose) Bakterielle oder virale Infektionen (Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute) Degenerative Erkrankungen (Parkinson, Demenz) Funktionsstörungen der hirnelektrischen Aktivität des Gehirns (Epilepsie) Neuralgien oder Nervenkompressionen (Bandscheibenvorfall)…

Nullhypothese

Nullhypothese (H0) (null hypothesis), in der Statistik die Annahme, dass zwischen den Mittelwerten zweier Stichproben kein statistisch nachweisbarer Unterschied besteht, wenn z.B. die Testergebnisse einer Kadergruppe sich nach einer längeren Trainingsphase von denen des Ausgangstests nicht gesichert (signifikant) unterscheiden. Damit bezeichnet die Nullhypothese die Gleichheit von Sachverhalten, d.h. zwischen den Testergebnissen oder Gruppen besteht kein…

Nutrition

Nutrition (nutrition) →Ernährung, lat. nutrio „säugen, ernähren, aufziehen“; Prozess der Aufnahme von Nährstoffen. Als Public Health Nutrition (PHN) eine noch recht junge Teildisziplin der Gesundheits- und Ernährungswissenschaften, die Elemente der Medizin, der Epidemiologie, der Soziologie und der Statistik mit den klassischen Ernährungswissenschaften kombiniert (WIKIPEDIA). →Wettkampfernährung