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Wissenschaft

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Determinante

Determinante (determinant), lat. determinare „abgrenzen“, bestimmen“; in der Mathematik ein Ausdruck zur Auflösung linearer Gleichungssysteme. In der Psychologie ein Erleben und Verhalten des Menschen bestimmender Faktor. Im Leistungssport verstehen wir unter Determinanten die endogenen (z.B. Erbanlagen) und exogenen (soziales und gesellschaftliches Umfeld) leistungsbestimmenden Faktoren. Studien zeigten, dass Freizeit- und Sportverhalten bis zu Ernährung und Genussmittelkonsum…

Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs)

Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) (The German Society of Sport Science), Die Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft e.V. (dvs) ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Sportwissenschaft, vorwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie vertritt derzeit rund 1000 Personen in folgenden Sektionen: Biomechanik, Sportgeschichte, Sportinformatik, Sportmedizin, Sportmotorik, Sportökonomie, Sportpädagogik, Sportphilosophie, Sportpsychologie, Sportsoziologie und Trainingswissenschaft.…

Dokumentation

Dokumentation (documentation), lat. documentum „beweisende Urkunde“; Systematische Zusammenstellung von Informationen (Dokumenten), so dass ein schnellerer Zugriff möglich ist (z.B. Bibliothekswesen). In der Pädagogik auch Erfassung und Ordnen von Beobachtungen oder Daten. Zu den wichtigsten Dokumenten des Trainers gehören: Richtlinien des DOSB, LSV, DSV und Vereins Rahmenpläne für Ausbildung (Qualifikation) und Training (Nachwuchskonzeption, RTP-HLT…) Fachliteratur (s.…

Einzelfallanalyse

Einzelfallanalyse (single-case analysis), gezieltes Auswahlverfahren empirischer Forschung zur umfassenden Analyse eines einzelnen Untersuchungsobjektes, z.B. eines Sportlers, einer Trainingsgruppe, eines Vereins usw. Im Gegensatz zum Experiment sind bei der Einzelfallanalyse die Rahmenbedingungen nicht als Störgröße auszuschließen, sondern liegen im Erkenntnisinteresse des Vorhabens (Hering & Schmidt, 2014, S.529). Die Einzelfallanalyse ist besonders für die schwierigen Forschungsbedingungen des…

empirisch

empirisch (empirical), griech. empeiría „Erfahrung, Erfahrungswissen“; auf Erfahrung beruhend →Forschung, empirische

Entwicklung

Entwicklung (development), Veränderung, Bewegung in aufsteigender Linie, vom Niederen zum Höheren, vom Einfachen zum Komplizierten. In der Biologie z.B. die Stammesentwicklung (→Phylogenese) oder Individualentwicklung (→Ontogenese). Die Entwicklungspsychologie beschreibt die Veränderungen menschlichen Verhaltens und Erlebens im Wechselspiel von Anlage und Umwelt. In der Sportwissenschaft wird Entwicklung für eine Reihe quantitativer und qualitativer Veränderungen gebraucht, vom Gesamtsystem…

Erholungs-Belastungs-Fragebogen

Erholungs-Belastungs-Fragebogen (RESTQ) (Recovery-Stress Questionnaire for Athletes), Methode der Sportpsychologie zur Bestimmung des Erholungs-Belastungszustandes (→Prinzip der Einheit von Belastung und Erholung). 76 Fragen sind auf einer siebenstufigen Skala (0 = nie bis 6 = immerzu) zu beantworten. Es wird nach Belastungs- und Erholungszuständen der letzten drei Nächte und Tage gefragt, womit der aktuelle und differenzierte Beanspruchungszustand…

Evaluationsforschung

Evaluationsforschung (evaluation research), Methode der empirischen Forschung zur Bewertung einer Maßnahme oder eines Konzepts, deren Umsetzung und Effektivität, womit letztlich praktisches Wissen wissenschaftlich aufbereitet wird. Evaluationsforschung ist eine komplementäre Forschungsstrategie zur Grundlagen- und Anwendungsforschung und hat in der Zusammenarbeit von Trainingswissenschaftler und Trainer ihren Platz in der Sportwissenschaft. In dem Sinne sind ideologische Barrieren abzubauen…

Evaluierung

Evaluierung/Evaluation (evaluation), lat. valere „stark, wert sein“;  fachliche Bewertung, Beurteilung von Programmen, die sich von allgemeinen Bewertungen unterscheidet, indem sie auf einen eindeutig definierten Gegenstand bezogen ist, von Experten durchgeführt wird, anhand präzise festgelegter und offengelegter Kriterien bewertet wird, Informationen durch empirische Datenerhebung gewinnt, diese Informationen systematisch anhand bestimmter Regeln bewertet (WIKIPEDIA). Auswerten und Vergleichen…

evidenzbasiert

evidenzbasiert (evidence-based), lat. evidens „ersichtlich, augenscheinlich“; auf der Grundlage empirisch zusammengetragener und bewerteter wissenschaftlicher Erkenntnisse erfolgend. Evidenzbasierte Medizin sieht die Wirksamkeit einer Therapie, eines Medikamentes nur als nachgewiesen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, z.B. eindeutige Fragestellung, Vergleichbarkeit der Gruppen, statistische Signifikanz der Ergebnisse, Verallgemeinerungsgrad usw. Mit diesen strengen Regeln möchte man therapeutische Irrtümer ausschließen. Sie…

Experiment

Experiment (experiment), lat. experimentum „Versuch, Beweis, Prüfung, Probe“; wissenschaftlicher Versuch zur Überprüfung einer Hypothese, nach KANT eine Frage an die Natur. Das klassische Experiment ist der Königsweg zur Aufdeckung kausaler Beziehungen. Es ist gekennzeichnet durch: Wiederholbarkeit, Variierbarkeit und Willkürlichkeit (Einfluss des Versuchsleiters). →Gütekriterien Bedingungen zur Durchführung eines Experiments sind Auswahl einer Personengruppe als Untersuchungsgruppe (Experimentalgruppe)…

Experte

Experte (expert), lat. expertus „erfahren, kundig, erprobt“; qualifizierter Fachmann, sowohl in der Theorie (Wissenschaft) als auch in der Praxis (Handlungswissen). Im weiteren Sinne auch jeder, der in einem Problembereich, z. B. als Beteiligter oder Betroffener, sich besonders gut auskennt.→Fachkompetenz Im gewissen Sinne ist der Trainer durch seinen hohen Spezialisierungsgrad „Experte“. Inwiefern das stimmt, möge jeder Kollege…

Expertiseforschung

Expertiseforschung (expertise research), erforscht die internalen (inneren) Voraussetzungen erfolgreichen Handelns am Beispiel der Entwicklung erfolgreicher Wissenschaftler, Künstler oder Sportler („Experten“). →Talent, →Disziplin, →Chancengleichheit, →Profession, →Kompetenz Die von Topathleten („Experten“) erbrachten sportlichen Höchstleistungen wurden in der Vergangenheit vordergründig auf physiologische Merkmale (Kondition) zurückgeführt. Erst in den letzten Jahrzehnten wendete man sich im gebührendem Maße auch dem…

Exploration

Exploration (exploration), lat. explorare „ausforschen, erkunden“; Erforschen, Nachfragen; Untersuchung noch relativ unbekannter Gebiete zur Entwicklung von Hypothesen und Indikatoren. In der Regel sind Explorationen „erste Forschungsreisen in ein noch weitgehend unbekanntes, fremdartiges Gelände“ (Heinemann, 1998, S.26), mit dem Ziel: zu ersten, wissenschaftlichen Informationen über einen neuen Gegenstand zu gelangen, als Vorstudien, um Erhebungsbögen zu standardisieren…

Fallanalyse

Fallanalyse/Fallstudie (case study), →Einzelfallanalyse

Falsifikation

Falsifikation (falsification), auch Falsifizierung (lat.falisificare „als falsch erkennen“), Verfahren, die Falschheit einer wissenschaftlichen Aussage oder Theorie festzustellen. Falsifizierte Aussagen/Theorien sind für die Wissenschaft als Methode des Kenntnisgewinns wertlos, aber nicht in ihrer wissenschaftsgeschichtlichen Betrachtung (Wikipedia), nach dem Motto „aus Fehlern klug werden. Nach den strengen Regeln der Wissenschaft stehen viele Theorien und Lehrmeinungen in der…

Feldforschung

Feldforschung/Feldexperimente (field research), empirische Forschungsmethode, die unter „Feldbedingungen“, d.h. sportnah durchgeführt werden. Dadurch sind die Aussagen stärker auf die konkrete Anwendungssituation ausgerichtet (ökologische Validität). So erlaubt der Stufentest im Wasser für Schwimmer präzisere Aussagen zur Trainingsgestaltung als ein Ergometertest im Labor. Zudem haben wir im Schwimmen, ob in der Schwimmhalle oder im Strömungskanal, ein recht…

Forschung, angewandte

Forschung, angewandte (applied research; action research) →Anwendungsforschung  

Forschung, empirische

Forschung, empirische (empirical research), griech. empeiría „Erfahrung“; Empirische Forschung stützt sich auf Beobachtung und Experiment als Werkzeuge zur Lösung wissenschaftlicher Probleme. Im Sport zielt sie darauf ab, zu Hypothesen zu gelangen, die das Verhalten und Handeln von Menschen im Kontext des Sports erklären können. Die Möglichkeiten und Grenzen sollten aber bekannt sein, wenn man wissenschaftlich…

Forschungsdesign

Forschungsdesign (research design), Anordnung einer Untersuchung (→Experiment, →Quer- oder Längsschnittuntersuchung) und der einzelnen Verfahrensschritte wie die Festlegung der Probanden, die Untersuchungsmethoden, die Gewinnung und Verarbeitung der Daten bis zur Interpretation. Nicht zu vergessen ist der Ausschluss von möglichen Störfaktoren. Mehr zum Thema: https://www.scribbr.de/anfang-abschlussarbeit/forschungsdesign-erstellen/ (Zugriff 17.04.2019)