Wissenschaft
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Genese
Genese (genesis), lat. genesis „Zeugung, Schöpfung“; Entwicklung, z.B. Genese einer Erkrankung (Medizin)
Genomanalyse
Genomanalyse (genome analysis), Verfahren zur Ermittlung der Erbanlagen, →Genanalyse, →Genomforschung →Genom, →Genetik
Genomforschung
Genomforschung/Genomik (genomics), seit etwa vierzig Jahren betriebene Forschung zu den genetischen Grundlagen des komplexen Phänotypus körperlicher Leistungsfähigkeit, zunächst im Rahmen von Zwillingsstudien, heute durch Genomanalysen. Dazu zählen das Renin-Angiotensin-System, ACTN3, das EPO/HIF-System, sowie die Gene aus dem Bereich der muskulären Wachstumsteuerung (z.B. →Myostatin). →Genetik, →Genanalyse, →Gendoping „Eine Relevanz der aktuellen Forschungsergebnisse aus der Genomforschung in…
Gesetz
Gesetz (law), objektiver, allgemeiner und damit wesentlicher Zusammenhang zwischen Dingen, Sachverhalten, Prozessen der Natur, der Gesellschaft oder des Denkens, deren gedankliche Widerspiegelung im Bewusstsein als wissenschaftliche Gesetze verstanden wird. Die Sportwissenschaft als integrative Wissenschaft stützt sich auf Gesetze der Natur (Biochemie, Physiologie, Medizin usw.) und der Gesellschaftswissenschaften (Psychologie, Pädagogik, Soziologie). Da spezifische Gesetze des sportlichen…
Grundregel, biogenetische
Grundregel, biogenetische (Recapitulation theory), auch Rekapitulationstheorie, von Haeckel 1866 aufgestellte Theorie, wonach die Entwicklung des Einzellebewesens (→Ontogenese) die seiner Stammesentwicklung (→Phylogenese) rekapituliert. Wissenschaftlich ist diese Theorie nicht anerkannt, wird aber von modernen Disziplinen immer wieder aufgegriffen, wie von der Evolutionspsychologie oder der Molekulargenetik (Wikipedia). →Entwicklungsgemäßheit Mehr zum Thema: http://www.evolutionslehrbuch.info/index2.php?artikel=teil-5/kapitel-11-02.html - Zugriff 14.06.2019
Gütekriterien
Gütekriterien (qualitative criteria), Merkmale, die die Sicherheit (Wissenschaftlichkeit) eines Tests (→Testauthentizität) beschreiben und die zumeist mit statistischen Verfahren bestimmt werden. Man unterscheidet Haupt - Gütekriterien (→Objektivität, →Reliabilität und →Validität) und Neben - Gütekriterien (Wirtschaftlichkeit, Nützlichkeit, Normierung und Vergleichbarkeit). Durch die enge Bindung zur Sportpraxis dominieren in der Trainingswissenschaft empirische Methoden. Besonders Erkenntnisse aus dem Hochleistungssport…
Hermeneutik
Hermeneutik (hermeneutics), (griech. hermēneúein ‚erklären‘, ‚auslegen‘, ‚übersetzen‘), Erfassen des Sinns von Aussagen (als Text oder Rede), indem man sich mit den Inhalten einer Aussage auseinandersetzt, wobei eigene Erkenntnisse mit einfließen, auch als Wissenschaft vom Verstehen bezeichnet. Das Ziel ist, die eigene Position zu prüfen, gegebenenfalls zu korrigieren, aber letztlich zu stärken. Hermeneutische Deutungen erfolgen in…
Hypothese
Hypothese (hypothesis), (von altgriech. ὑπόθεσις hypóthesis →spätlat. hypothesis, wörtlich: Unterstellung‚), theoretisch begründete und auf Erfahrungen beruhende Annahme oder Vermutung für komplexe Zusammenhänge, die noch zu klären sind. Hat sich die Hypothese im Experiment oder an Erfahrungen (Praxis) bewährt, spricht man von verifizierter Hypothese. Kann eine Hypothese auf der Basis gültiger Prämissen bewiesen werden, kann sie…
Index
Index (index), lat. index „Zeigefinger, Anzeiger, Kennzeichen, Titel, Verzeichnis“; vielfache Bedeutung, hier statistische Messziffer oder Zahlenverhältnis, wie z.B. in der Anthropometrie der Rohrer-Index oder in der Biomechanik der Stroke-Index. →Statistik
Informationsanforderung (koordinative)
Informationsanforderungen (koordinative) (information requirements, coordinative), Einige Sportwissenschaftler fassen Koordination nicht mehr als Fähigkeit auf, sondern als ein aufgaben- und situationsspezifisches Konstrukt (Lames & Link, 2010). Darauf fußt das Modell des koordinativen Anforderungsprofils (KAR) von Neumaier & Mechling (1994), wonach nicht mehr die Leistungsvoraussetzungen (→Fähigkeiten, koordinative), sondern die Leistungsanforderungen der Bewegungsaufgabe im Mittelpunkt stehen. Hierbei werden…
Innovation
Innovation (innovation), (lat.Verb innovare „erneuern“), Erneuerung, Einführung von etwas Neuem. Der aus den Wirtschaftswissenschaften übernommene Begriff wird im Sinne von neuen Ideen und Erfindungen für deren (wirtschaftliche) Umsetzung verwendet. →Sportökonomik Für die konzeptionelle Arbeit im Sport sind durchaus die drei Phasen des Innovations - Management übertragbar: 1. Impulsphase (Wahrnehmen von Trends in Training und Wettkampf),…
Institut für angewandte Trainingswissenschaft (IAT)
Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) (Institut for applied training sciences), Leistungssporteinrichtung in Deutschland, die aus dem Leipziger Forschungsinstitut für Körperkultur (FKS) hervorgegangen ist. Das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft ist das zentrale Forschungsinstitut des deutschen Spitzen- und Nachwuchsleistungssports. Bei seiner Forschung für den Leistungssport orientiert sich das IAT an den wissenschaftlichen Bedürfnissen des deutschen Spitzen- und…
Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES)
Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) (Institut for research and development of sports equipment), technologieorientierter Entwickler von Sportgeräten und messtechnischen Systemen im Verbundsystem Leistungssport mit Sitz in Berlin. Die Hauptaufgaben des FES sind die gerätetechnischen Entwicklungsarbeiten für die Sportarten Kanu, Rudern, Radsport, Segeln, Rennschlitten, Bob, Eisschnelllauf, Skeleton sowie Teilaufgaben für die Sportarten Triathlon,…
Interdisziplinarität
Interdisziplinarität (interdisciplinarity), „die Eigenschaft einer Wissenschaft, Ansätze, Denkweisen oder zumindest die Methoden einer anderen Fachrichtung zu nutzen“ (Wikipedia). Interdisziplinarität ist ein besonderes Anliegen der Trainingswissenschaft als integrative Wissenschaft. Eine Reihe sportwissenschaftlicher Disziplinen wie Sportmedizin, Sportbiomechanik, Sportmotorik, Sportpsychologie, Sportpädagogik, Sportgeschichte, Sportsoziologie, Sportphilosophie (Sportethik) haben sich etabliert und in gut funktionierenden nationalen und internationalen wissenschaftliche Organisationen zusammengeschlossen.…
Interview
Interview (interview), lat. inter- und videre, frei übersetzt „sich gegenseitig (kurz) sehen“; mündliche Befragung von Personen oder Gruppen zu Personen, Sachen oder Meinungen. In den Gesellschaftswissenschaften unterscheidet man standardisierte (→Standard), halbstandardisierte und offene Interviews. Nicht jede Befragung erfüllt die Anforderungen an ein Interview. Dabei ist besonders die Kompetenz des Interviewers nicht zu unterschätzen. Im Hochleistungssport…
Karriereforschung
Karriereforschung (career research), Wissenschaftliche Studien aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zu verschiedenen Wegen und Ursachen sozialen Aufstiegs (Karriere), vor allem unter psychologisch-sozialem und betriebswirtschaftlichem Aspekt (Personalmanagement). →Expertiseforschung, →Soziologie Bezogen auf Karrieren im Sport wurde die Disziplin in das Studium „Sportsoziologie und Sportmanagement“ übernommen. Im Gegensatz zur dualen Karriere, die im Leistungssport vordergründig im Rahmen der Förderung von…
Kennwert
Kennwert/Kennzahl (characteristic value; parameter), Maßeinheit als Leistungsmerkmal, wie z.B. ein bestimmter Absprungwinkel in der Biomechanik oder in der Leistungsphysiologie bestimmte Laktat- oder Pulswerte zur Einordnung in Belastungszonen. →Parameter, →Leistungsfaktor