Wissenschaft
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Trainer-Berater-System
„Trainer-Berater-System“ (coach advisor system), vom Institut für angewandte Trainingslehre (IAT) Leipzig entwickelte Konzeption, um an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis den Trainer wirksam zu beraten. Sie geht auf den Zusammenschluss von Cheftrainer, Heimtrainer, Sportarzt, Psychologe und Trainingswissenschaftler in einem Steueraktiv zurück (Reiß & Meinelt, 1985). Die Konzeption basiert auf drei Grundrichtungen: Erschließung des trainingswissenschaftlichen…
Trainingslehre
Trainingslehre (training methodology*), handlungsorientierter Teil der Trainingswissenschaft, der sich mit der Technologie und Didaktik des Trainierens beschäftigt (Schnabel & Thieß, 1993). Sie speist sich aus Quellen sowohl der Trainingspraxis (Erfahrungswissen) als auch aus wissenschaftlichen Studien und beschreibt allgemein gültige sportartübergreifende Trainingsprinzipien, Trainingsmethoden (→Methode) und Trainingsinhalte. Wir folgen auch nicht den Bemühungen einiger Trainingswissenschaftler, sich definitorisch…
Trainingswissenschaft
Trainingswissenschaft (science of training), Disziplin der Sportwissenschaft, die sich mit den allgemeinen Zusammenhängen in Training und Wettkampf im Sport beschäftigt. Sie hat vorrangig den Charakter einer angewandten Wissenschaft und stützt sich auf Erkenntnisse der Medizin, Biomechanik, Pädagogik, Psychologie und Soziologie. Ihre handlungsorientierte Komponente ist die Trainingslehre. Ihr Bezugspunkt ist die "Bewährung in der Praxis" (Joch,…
Trainingswissenschaftler
Trainingswissenschaftler (training scientists), Sportwissenschaftler, der sportliche Leistungen (im Training und Wettkampf) sowie deren Bedingungen analysiert, beschreibt, begründet und überprüft. Die Trainingswissenschaftler beraten zumeist an den OSP die Kadersportler. Sie sind in der Regel spezialisiert als Biomechaniker oder Trainingsmethodiker in einer Sportart oder sportartübergreifend (z.B. Sprung-, Kraft-, Beweglichks-Diagnostik. Zunehmend sind Trainingswissenschaftler in Theorie und Praxis von…
Untrainierte
Untrainierte/r (untrained person), Personen, die nicht regelmäßig Sport treiben und deshalb bei Untersuchungen in der Sportwissenschaft als Vergleichsgruppe herangezogen werden.
Variabilität
Variabilität (variabillity), lat. variabilis = veränderlich; allgemein Veränderlichsein, in der Statistik die Abweichungen innerhalb einer Population (Streuung) bis zur biologischen Vielfalt. Die menschliche Bewegung weist selbst bei hochautomatisierten Abläufen stets ein gewisses Maß an Variabilität auf. Selbst bei zyklischen Abläufen wie im Schwimmen gleicht keine Bewegung der folgenden. Die Variabilität fußt auf der Vielzahl der…
Verbundsystem Leistungssport, wissenschaftliches (WVL)
Verbundsystem Leistungssport, wissenschaftliches (WVL) (compound system, scientific), gemeinschaftliche Aktion von Olympiastützpunkten, dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp), dem →Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT), dem →Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) sowie ausgewählten universitären Einrichtungen und Instituten zur Koordination der Transferleistungen relevanter wissenschaftlicher Ergebnisse in die Praxis des Spitzensports und umgekehrt. Dazu zählen: die Unterstützung…
Verifizierung
Verifizierung/Verifikation (formal verification), lat. veritas ‚Wahrheit‘ und facere ‚machen‘; Nachweis der Richtigkeit eines Sachverhaltes, einer Hypothese. Gegenteil: →Falsifikation
Vertrauensintervall
Vertrauensintervall/Konfidenzintervall (interval of confidence), In der mathematischen Statistik der Wertebereich, in dem man den interessierenden Parameter einer Grundgesamtheit mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit erwartet. Wenn z.B. innerhalb eines Streuungsintervalls 95% aller Messwerte liegen, dann kann mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% angenommen werden, dass ein beliebig herausgegriffener Einzelwert in dieses Intervall fällt. Nur 5% der Werte liegen…
Wahrscheinlichkeit
Wahrscheinlichkeit (p) (probability), Einstufung von Aussagen und Urteilen nach dem Grad der Gewissheit (Wikipedia). in der mathematischen Statistik die Sicherheit (→Signifikanz) mit der ein Ereignis im Rahmen eines Zufallexperimentes eintreten wird. Sie ergibt sich aus dem Verhältnis der Häufigkeit des Eintretens des Ereignisses (m) zur Gesamtzahl der Probanden (n). Mehr zum Thema: http://de.bettermarks.com/mathe-portal/mathebuch/haeufigkeiten-wahrscheinlichkeiten-und-rechenregeln.html
Wettkampfbeobachtung
Wettkampfbeobachtung (observation of competition), nomen est omen. Mit der zunehmenden Digitalisierung wurde die Wettkampfanalyse das tragende Element der Wettkampfbeobachtung. Im Fußball wird inzwischen jeder Spielzug registriert und es würde nicht verwundern, wenn sogar das unbeabsichtigte Öffnen eines Schnürsenkels erfasst wird. Aber alles lässt sich (noch nicht) digitalisieren und so sind für bestimmte Bereiche des Wettkampfes…
Wissenschaft
Wissenschaft (science), System der Erkenntnisse über die wesentlichen Eigenschaften, kausalen Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten der Natur, der Gesellschaft und des Denkens. Die Sportwissenschaft fußt als interdisziplinäre Wissenschaft auf einer Reihe anderer Wissenschaften wie Anatomie, Physiologie, Psychologie, Soziologie, Physik usw. Davon abgeleitet haben sich eine Fülle an Disziplinen gebildet wie Sportmedizin, Biomechanik, Sportpsychologie, Sportpädagogik usw., die sich…
Wissenschaftskoordinator
Wissenschaftskoordinator (science co-ordinator), Funktion im Wissenschaftlichen Verbundsystem des deutschen Sports an der Nahtstelle zwischen Wissenschaft und Trainingspraxis mit folgendem Tätigkeitsprofil: Spezialist (Trainingswissenschaftler) in einer Sportart mit langjähriger Berufserfahrung in Spitze und Nachwuchs, Definieren des sportartspezifischen Forschungsbedarfs und Lösung der Probleme mit den Wissenschaftspartnern, Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis, Verstehen der Sprache von Wissenschaft sowie…
Zeitreihenanalyse
Zeitreihenanalyse (temporal sequence analysis), Analyse einer Zeitreihe als zeitlich geordnete Folge von Beobachtungen, um deren Strukturen und Regelmäßigkeiten aufzudecken und zur Beschreibung oder Modellierung zu nutzen (z.B. Aktienkurs, Preisindex). Es handelt sich um ein Untersuchungsverfahren, bei denen Daten zum gleichen Tatbestand zu verschiedenen Zeitpunkten mit den gleichen Erhebungsinstrumenten erfasst werden. Mit der Zeitreihenanalyse können Anpassungsprozesse…