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Wissenschaft

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semiquantitativ

semiquantitativ (semiquantitative), Messverfahren, das auf Schätzung beruht (z.B. Yanda-Muskelfunktionstest):  leicht / mäßig / deutlich / stark erhöht (oder vermindert). →Skalierung Beispiele: Die Einstufung von Behinderungen erfolgt z.B. nach der Expanded Disability Status Scale, von der Stufe „0“ (gesund) bis „19“ (Tod). Der Stuhlgang kann nach Bristol-Stuhlformen-Skala klinisch nach 7 Typen bewertet werden. Mithilfe der semiquantitativen…

Skalierung

Skalierung (scaling), lat. scalae ‚Leiter‘,,Treppe‘; allgemein Zuordnen nach Größe; In der Statistik Messen oder Schätzen von Tatbeständen, die selbst nicht numerisch bestimmt sind zur Quantifizierung empirischer Befunde. Die Indikatoren müssen auf einer wissenschaftlichen Theorie (→Hypothese) basieren, sollten das Wesentliche des Forschungsgegenstandes erfassen und die Gütekriterien eines Tests erfüllen. Grundformen sind: Ordinalskalen (Rangskalen wie z.B. Schulnoten),…

Soziologie

Soziologie (soziology), lat. socius ‚Gefährte‘; Lehre von der Gesellschaft, die soziale Phänomene untersucht und beschreibt und auch zunehmend zur Klärung sozialer Zusammenhänge im Sport genutzt wird (→Sportsoziologie). Die Soziologie untersucht vor allem gesellschaftliche Ordnung, soziale Ungleichheit, sozialen Wandel und soziales Verhalten und Handeln. Sie kann in sieben Bereiche gegliedert werden: Soziale Organisation, Sozialpsychologie, sozialer Wandel,…

Sportinformatik

Sportinformatik (sports informatics), Teildisziplin der Sportwissenschaft zur Anwendung von Erkenntnissen und Erfahrungen der Informatik/Informationstechnologie auf Wissenschaft und Praxis im Sport. Schwerpunkte sind: Datenbanken und Datenverwaltung, Softwareentwicklung, Modellbildung, Medien, Kommunikationsnetze, Informationstechnologie, die allesamt miteinander verzahnt sind. Einen eigenständigen Studiengang gibt es gegenwärtig an der TU Darmstadt. →Mediendidaktik Aktuelle Schwerpunkte und Entwicklungen des Fachbereichs Sportinformatik IAT-Leipzig: Beispiel…

Sportmotorik

Sportmotorik (sport motorics), wesentlicher Teil der Bewegungslehre, bezogen auf die Motorik als Handlungsfeld des Sports. Als integrative Wissenschafts- und Lehrdisziplin widmet sich die Sportmotorik bei vorrangig funktionaler Betrachtungsweise Fragen zur Sinnhaftigkeit und zu Zweckbeziehungen der Bewegungsformen. Sie verbindet die Außen- und Innensicht der Bewegungen und liefert ein wissenschaftliches Fundament zu deren Verständnis. In der modernen…

Sportökonomie

Sportökonomie (sports economy), Anwendung ökonomischer Instrumente und Methoden volks- und betriebswirtschaftlicher Art und ggf. angrenzender Fachgebiete wie der Soziologie und der Psychologie auf wirtschaftliche Zusammenhänge im Sport. Die Sportökonomie versteht sich primär als angewandte Wissenschaft (www.arbeitskreis-sportoekonomie.de). Eine geschlossene Theorie der Sportökonomie liegt nicht vor . →Markt, →Marketing, →Ware  Exkurs: In einer Co-Zitationsanalyse identifizieren Zhang &…

Sportpädagogik

Sportpädagogik (sports  pedagogy), Teilgebiet der Sportwissenschaft und zugleich der Erziehungswissenschaft, die sich mit Erziehung und Bildung im und durch Sport beschäftigt. Der in den Elfenbeintürmen der Wissenschaft ausgetragene Streit über Sinn und Gegenstand der Sportpädagogik sollte den Praktiker (Trainer) weniger erschüttern, da er sich täglich mit den Notwendigkeiten von Bildung und Erziehung konfrontiert und zum…

Sportphilosophie

Sportphilosophie (philosophy of sports), Philosophie bezogen auf den Sport; Integrationswissenschaft, die auf der allgemeinen Philosophie und deren Teildisziplinen (Ethik, Ästhetik, Anthropologie usw.) fußt und zugleich die Erkenntnisse anderer sportwissenschaftlicher Disziplinen berücksichtigt. "Sie dient als Brücke zu sportpolitischen Debatten und hilft dabei, die Essenz von Wettbewerb, Spiel und Leistungssteigerung zu verstehen" (dvs, Sektion Sportphilosophie). →Sportwissenschaft, →Sportethik Sportphilosophie…

Sportpsychologie

Sportpsychologie (sports  psychology), Teilgebiet der Psychologie, das Verhalten und Erleben im Sport zum Gegenstand hat. Der oftmals umstrittene Nutzen der Psychologie im Leistungssport hängt auch davon ab, dass weniger der Sportler „auf der Couch“ Platz nimmt als der Sportpsychologe an der Sportstätte. Die sportmedizinische Beratung und Betreuung der Kadersportler wird durch die Laufbahnberater der Olympiastützpunkte…

Sportsoziologie

Sportsoziologie (sports sociology), auf den Sport bezogenes und deshalb mit der Sportwissenschaft eng vernetztes Teilgebiet der Soziologie. Gegenstand der Sportsoziologie ist „das Handlungsfeld des Sports in seiner inneren Struktur, seine Entwicklung innerhalb und in Abhängigkeit einer Gesellschaft. Dabei geht es z.B. um Fragen effizienter Leistungsgestaltung und steigerung in konfliktträchtigen Mannschaftssportarten, Möglichkeiten des Abbaus von Vorurteilen…

Sportwissenschaft

Sportwissenschaft (sports science), Integrations- und Querschnittswissenschaft, die ihre Einheit dem gemeinsamen Gegenstand  „Sport“ verdankt, wobei die einzelnen Disziplinen (→Sportmedizin, →Sportpsychologie, →Sportpädagogik, →Sportsoziologie, →Biomechanik des Sports, →Sportmarketing, →Sportethik, →Trainingswissenschaft usw.) eher zur Verselbstständigung neigen. Der wirkliche Gegenstand der Sportwissenschaft und ihre Methoden, Verfahren sind ebenso wenig geklärt, wie ihr Verhältnis zum Sport (Grupe, 2001). Mit einer…

Sprint-Informationsdienst

„Sprint-Informationsdienst“, Fachinformationsdienst (Literaturrecherche) des IAT-Fachbereich Information Kommunikation, der mit spezifischen Zuschnitt auf die Belange des Sportschwimmens auch über die Website des DSV angeboten wird: https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/siv/tableau.php?name=Schwimmen. Als Trainer kann man sich die neuesten Informationen aus den Datenbanken der IAT-Bibliothek direkt per E-Mail zusenden lassen. Dazu ist der SPRINT-Informationsdienst zu abonnieren, weiter unter: http://www.iat.uni-leipzig.de/service/datenbanken/sprint  

Statistik

Statistik (statistics), lat. status „Stand, Beschaffenheit, Umstände, Verfassung“; Teilgebiet der angewandten Mathematik, um mit mathematischen Verfahren Daten zu berechnen und auszuwerten. Als Hilfswissenschaft verknüpft sie Untersuchungsergebnisse (Empirie) und Theorie, z.B. als Medizinische Statistik, Psychometrie, Politologie, Soziologie, Ökonomie, Biometrie, Chemometrie oder Statistische Physik). Statistik ist auch ein wichtiges Hilfsmittel der Sportwissenschaft und für jeden nach wissenschaftlichen…

Subjektivität

Subjektivität (subjectivity), lat. subiectus = unter etwas liegend; untergeben; Sichtweise, die durch persönliche →Gefühle und →Einstellungen (subjektiv) bestimmt ist. In den Naturwissenschaften unerwünscht, in den Gesellschaftswissenschaften teilweise Gegenstand der Forschung. Gegenteil: →Objektivität

Synergetik

Synergetik (synergie), interdisziplinäres Forschungsgebiet zur Beschreibung komplexer Systeme in Physik, Biologie, Soziologie, Ökonomie und anderen Wissenschaften.  Dabei geht es um die Frage, wie Ordnung in komplexen Systemen entsteht und aufrechterhalten werden kann. Die Synergetik geht vom Zusammenwirken vieler einzelner Elemente beziehungsweise Teilsysteme aus und versucht deren Zusammenwirken durch wenige Ordnungsparameter zu charakterisieren. Ausgelöst durch die…

Synergie

Synergie (synergy), Mitarbeit, Zusammenwirken, →Synergetik

Synthese

Synthese (synthesis), griech. sýnthesis „Zusammensetzung“, „Zusammenfassung“, „Verknüpfung“; Zusammenführen, Verknüpfen zu einem Ganzen. Die Synthese geht als Erkenntnisverfahren von dem mittels Analyse erkannten Wesen einer Erscheinung aus und erhebt das Einzelne auf die Stufe des Allgemeinen, das Konkrete auf die des Abstrakten. In der Chemie ist es der durch eine Reaktion erzeugte Zusammenbau von mehreren Atomen…

Testauthentizität

Testauthentizität (test authenticity), Aussagesicherheit eines Tests, die durch Gütekriterien (Validität, Reliabilität, Objektivität) belegt ist.

Theorie

Theorie (theory), systematisch geordnete Menge von Aussagen oder Sätzen über einen Bereich der objektiven Realität oder des Bewusstseins, deren wichtigste Bestandteile formulierte Gesetzesaussagen (Gesetz) sind. Jede Theorie ist Produkt der Tätigkeit der Menschen und sollte sprachlich formulierbar und von anderen verstanden werden können. Sportliches Training fußt zumeist noch auf allgemeinen, aus der Sportpraxis abgeleiteten Handlungsorientierungen…

Theorie-Praxis-Verhältnis

Theorie-Praxis-Verhältnis (theory-practice relationship), das Verhältnis von Ideen und ihrer Verwirklichung. Die Theorie für den Trainer ist integriert in die Sportwissenschaft. Sie wird durch deren Studium und/oder durch die Ausbildung im DOSB vermittelt (→Trainerausbildung). Die Praxis ist an das Training und die Organisationsformen des Sports (Verein, Verband) gebunden. Dabei bewegen sich  „Lernen und Entwicklung in einen…