Training
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Nonresponder
Nonresponder (nonresponder), engl. non „nicht“ und to respond „antworten, reagieren“; auf medizinische Maßnahme nicht oder nur unzureichend reagierende Person. Übertragen auf den Sport: Sportler, bei dem Trainingsreize (z.B. Höhentraining) nicht oder unzulänglich anschlagen. Da anzunehmen ist, dass sich unter sogenannten Non-Respondern auch eine hohe Anzahl falsch-positiv diagnoszitierter Personen befinden, sollte auch in der Trainingspraxis gründlicher…
Nonstoptraining
Nonstoptraining (nonstop training), wiederholtes Üben bestimmter Trainingsformen ohne Unterbrechung, z.B. zur Stabilisierung der Wettkampfform. Bei konsequenter Auslegung des Begriffes eine Variante des Ausdauertrainings: →Dauermethode, →Langzeitausdauer. Im deutschsprachigen Raum kaum verwendet.
Partnerübung
Partnerübung (partner exercise), mit einem Partner durchgeführte Körperübung, besonders in der Gymnastik zur Kraft- und Beweglichkeitsschulung sowie zur Unterstützung beim Erlernen technischer Elemente (→Techniktraining). Partnerübungen sind eine große Hilfe in Trainingslagern, bei denen es an Geräten mangelt. Sie sind eine wertvolle Ergänzung zu den allgemeinen Krafttrainingsprogrammen, haben aber den Nachteil, dass die Belastungsintensität nicht genau…
Pause
Pause (break; interval), lat. pausa „Rast, Stillstand“; Unterbrechung einer Tätigkeit oder eines Vorganges. Element des Prinzips der Einheit von Belastung und Erholung in der Trainingswissenschaft und damit wichtige Komponente der Trainingsbelastung (→Belastungsdichte). Durch Pausen wird die notwendige Erholung gewährleistet. Ihre Dauer wird durch die physiologische determinierte Trainingsaufgabe bestimmt. So kann die Pause bereits vor der…
Praxis
Praxis (practice), lat. prãxis „Tat, Handlung oder Verrichtung“; das ganze Tun und Treiben des Menschen zur Veränderung der Umwelt. Aus der Praxis schöpft der Trainer seine Erfahrungen als eine wesentliche Grundlage der „Gebrauchstheorie des Trainers“ (Martin et al. 2001). Oft wird zwischen Theorie und Praxis ein Widerspruch gesehen, obwohl ihr Verhältnis zueinander rational ist (→Theorie…
Praxisschock
“Praxisschock” (practice shock), Enttäuschungen und Zweifel beim Übergang vom Ausbildungsabschluss (→Theorie) in den Beruf (Praxis), der umso größer ist, je weiter die Anforderungen der Praxis mit dem Erlernten auseinanderklaffen. Das können einmal unzureichende Bedingungen sein, das Erlernte anzuwenden, aber auch unzureichende Kenntnisse und Fähigkeiten, um in der Praxis zu bestehen. Weitere Ursachen können ungenügende Einführung…
Reaktionsfähigkeit, motorische
Reaktionsfähigkeit, motorische (reactive ability, motor), Komponente der koordinativen Fähigkeit „zur schnellen Einleitung und Ausführung zweckmäßiger motorischer Aktionen auf mehr oder weniger komplizierte Signale“ (Meinel & Schnabel, 2007, S.223). Diese Signale können auf akustischem Weg übertragen werden, wie z.B. beim Startschuss. Häufig muss aber schnell auf veränderte Situationen im Wettkampf reagiert werden („mitgehen“, Spurt ansetzen usw.).…
Reaktionstraining
Reaktionstraining (reactive training), Training zur Verbesserung der Reaktionsschnelligkeit als eine Form des Schnelligkeitstrainings, das fast immer an andere Leistungsvoraussetzungen gekoppelt ist und sich durch die schnelle Reaktion auf ein Signal vor oder während einer Übung ergibt. Grundlegende methodische Anforderungen sind: Steigerung vom Einfachen zum Komplizierten (von einfachen elementaren zu wettkampfnahen komplexen Handlungen), Anwendung emotional positiver…
Regenerationstraining
Regenerationstraining (regeneratory training) →Kompensationsbereich, →Regenerationsmaßnahmen
Rolle
Rolle (role), vielseitig verwendeter begriff, z.B. kreisförmiges Rad oder Walze (Technik), Figur oder Text (Drama). →Rolle, soziale Im Sport Element aus dem Turnen, Rotation um eine momentane Drehachse, deren Beherrschung zunächst an Land eine wichtige Voraussetzung für das Erlernen der Rollwende im Schwimmen ist. Spielt die Rolle, die man spielt, eine Rolle? Gerhard Uhlenbruck, dt.…
Routine
Routine (frz. von Route, routine = Wegerfahrung), durch längere Erfahrung erworbene Fähigkeit, eine bestimmte Tätigkeit sehr sicher, schnell und überlegen auszuführen oder [technisch perfekte] Ausführung einer Tätigkeit, die zur Gewohnheit geworden ist und jedes Engagement vermissen lässt (Duden). →Fertigkeit, Geübtheit, →Gewandtheit, →Rituale, →Automatismus Die sportpsychologische Forschung zum Routinebegriff und seiner Verwendung gibt ein heterogenes Bild…
Rückanpassung
Rückanpassung, hier: Anpassung an N.N.-Bedingungen nach Höhentraining oder Transatlantikflügen. →Akklimatisation (acclimatization), →Jetlag
Schnelligkeitsbarriere
Schnelligkeitsbariere (speed-barrier), Sachverhalt, bei dem durch zu häufige Wiederholung in submaximalem Tempo das betreffende Erregungsmuster im Zentralnervensystem so gefestigt wird, dass Schnelligkeit in ihren zeitlichen, räumlichen und frequenzmäßigen Komponenten der Bewegung stagniert. Im Training eine Schranke in der Entwicklung der Schnelligkeit im Sinne eines Deckeneffektes, indem sich räumlich-zeitliche Parameter wie die Zugfrequenz zu stark verfestigt…
Schnelligkeitstraining
Schnelligkeitstraining (speed training), planmäßiger Prozess der Ausbildung der Schnelligkeit, die stark anlagebedingt und damit nur begrenzt trainierbar ist (→Talent, →Muskelfaserstruktur). Im langfristigen Leistungsaufbau sind im Interesse einer vielseitigen Ausbildung (→Vielseitigkeit) die Schnelligkeitsfähigkeiten bereits ab frühem Schulkindalter zu schulen. Dabei wurden besonders in der azyklischen Bewegungsschnelligkeit die höchsten Steigerungsraten nachgewiesen. Kraftabhängige Formen der Schnelligkeit können nach…
Schnellkrafttraining
Schnellkrafttraining (training of power), Training zur Verbesserung der Schnellkraft, d.h. „explosive Krafteinsätze gegen Widerstände im Bereich wettkampfspezifischer Schnelligkeitsanforderungen“ (Harre in Schnabel et al. 2008, S.329). Wenn auch die Maximalkraft eine entscheidende Basis zur Entwicklung der Schnellkraft ist, so ist zu beachten, dass ein zeitaufwendiges Maximalkrafttraining auch die langsamen Muskelfasern entwickelt und deshalb im Sinne der…
Schwellentraining
Schwellentraining (threshold training), nach physiologischen Parametern (→Laktatschwelle oder →ventlatorische Schwelle) gesteuertes Training im Bereich der aeroben Schwelle (AS) oder anaeroben Schwelle (ANS). In der Praxis spricht man einfach von aerobem oder anaerobem Training, obwohl biologisch eine reine Trennung nicht erfolgt. In der Trainingssteuerung fußen die Belastungszonen auf den Schwimmgeschwindigkeiten bei fixen Laktatwerten (s. Tab.). Neuere…
Serie
Serie (series, set), lat. serere „reihen“, „fügen“ geordnete Folge gleichartiger Ereignisse (z.B. Fernsehserie). Synonym: Satz Auch im Sport spricht man bei der Wiederholung gleichartiger (einer einheitlichen Wertung unterliegender) Wettkämpfe von einer Schwimmserie, zum Beispiel Mare-Nostrum-Tour oder World Aquatics-Swimming World Cup. Im Training bezeichnet man als Serie die Wiederholung meist gleicher Strecken (repeat distances oder einfach…
Serienlänge
Serienlänge (set lenght): Summe der Teilstrecken einer Trainingsserie, z.B. 8 x 200m entspricht einer Serienlänge von 1600m. Die Serienlänge ist abhängig vom Trainingsziel, Trainingszustand und Trainingsalter. Mit zunehmender Spezialisierung zeichnet sich das Kurzzeitausdauertraining durch geringere Serienlängen gegenüber dem Mittel- und Langzeitausdauertraining aus.→Belastungsumfang MethodeStrecke/Teilstrecke(m)Anzahl der TeilstreckenDauer(min)Dauertraining3200139Intervalltraining800440Intervalltraining400840Intervalltraining2001640Intervalltraining1003240Intervalltraining506443Möglichkeiten eines GA-Trainings bei einer Serienlänge von 3200m und einer Dauer…
Serienpause
Serienpause (rest interval), Unterbrechung von Serien, wegen des größeren Erholungsbedarfs zumeist als „vollständige Pause“, oft auch Zeit für Pulsmessung und/oder Laktatabnahmen (z.B. 2 {4 x 50} SP 3 min). Nach intensiven Serien sollte die Serienpause aktiv (Kompensationsschwimmen) gestaltet werden. Nicht verwechseln mit Intervallpause (unvollständige oder "lohnende" Pause): Beispiel: 3 (4 x 100 Lagen P 30…
Situationstraining
Situationstraining (situational training), allgemein Üben unter situationsgerechten Bedingungen (z.B. für die Polizei Schießübungen unter Gegnereinwirkung), damit essentieller Bestandteil der Aus- und Fortbildung für Ordnungs- und Einsatzkräfte. →Situationsdruck Im Leistungssport oft an Stelle wettkampfspezifischer Belastung, besonders unter psychologisch-taktischen Aspekten, gebraucht („wettkampfnah“). Das Situationstraining sollte in folgenden Stufen erfolgen: Der Sportler verfügt über Bewegungserfahrung und über Sachkenntnis,…