Training
177 Einträge
Formerhaltungstraining
Formerhaltungstraining (shape-maintenace training), Stabilisierung der sportlichen Form über längere Zeit z.B. während Wettkampfbündel. Kennzeichnend für das Formerhaltungstraining ist ein abgewogenes Verhältnis zwischen intensiven Trainingsreizen im Bereich der Wettkampf – Schwimmgeschwindigkeit (→SA/WA) und Kompensationstraining. Ein Formerhaltungstraining über mehrere Wochen setzt ein stabiles Fundament an Leistungsgrundlagen (→Grundlagenausdauer, →Kraftausdauer) und eine stabile Technik voraus.
Frühform
Frühform (early shape), eine frühzeitig erreichte sportliche Form, die nur schwerlich bis zum (Haupt-)Wettkampf zu halten ist. Die Ursachen liegen zumeist in einem zu zeitigen Abbruch der Erarbeitung der Leistungsgrundlagen (→Leistungsvoraussetzungen) und damit einer zu langen Taperphase. Deshalb ist der Zeitraum der Leistungsausprägung je nach vorausgegangenem Training (z.B. Höhentraining), der Zielstrecke im Wettkampf und den…
Geradeausschwimmen
Geradeausschwimmen (swimming straight), Schwimmen im Wettkampfbecken über die geradlinige und damit kürzeste Distanz (entlang der schwarzen Grundlinie). Da im Training zumeist im Kreis geschwommen wird, schwimmen dadurch viele Schwimmer - so auch im Wettkampf - zu viel und verlieren wertvolle Zeit. Gmünder (2005) hat in drei Varianten den effektiv geschwommenen Weg berechnet und kommt zu…
Geschwindigkeitsbarriere
Geschwindigkeitsbarriere (velocity barrier), Grenze in der Entwicklung der Schnelligkeit durch Bewegungsstereotype (→ Stereotyp, dynamisch-motorischer). Wiederholtes Schnelligkeitstraining mit gleichen Inhalten, Methoden und Belastungen führt zur Verfestigung der räumlichen und zeitlichen Bewegungsstruktur. Veränderungen sind kaum noch möglich, wenn nicht Trainingsreize gesetzt werden, die dem Sportler fordern, seine Maximalgeschwindigkeit zu überbieten. Oft hilft auch ein Wechsel der Schwimmart,…
Gipfelbelastung
Gipfelbelastungen (maximum cargo load, Peaking) Belastungsspitze, zumeist als „Umfangsgipfel“ im Ausdauertraining. Im Schwimmen werden als Belastungsgipfel die höchsten Wochenumfänge (je nach Disziplin 80-120 km) im Abstand von 5-6 Wochen vor dem Hauptwettkampf absolviert. Dem folgt dann ein zweiter „Gipfel“ mit den höchsten Anteilen an GAII/SA-Training, ebenso gibt es Belastungsgipfel im Krafttraining usw. Die Vorgehensweise kombiniert…
Grenzbelastung
Grenzbelastung (maximum load), Im Steuersystem die Gesamtheit der auf ein Einkommen, einen Gewinn erhobenen Abgaben, im Sport vielleicht interessant für Fußballprofis. Ansonsten die äußerste Belastung eines Materials oder einer Konstruktion (Duden). Im Sport verstehen wir darunter die Belastung an der Grenze der individuellen psycho-physischen Leistungsfähigkeit, die einer „motivationalen Basis“ (→Motivation) bedarf und deshalb nur bei…
Grenzerfahrung
Grenzerfahrung (border experience), Das Erleben extrem hoher psychischer und/oder körperlicher Belastungen. Bei der Grenzerfahrung im Sport steht die Einheit von kognitiven und emotionalen Prozessen im Sinne des optimalen Funktionierens im Vordergrund, ohne dass dabei Glück und Zufriedenheit erlebt wird, relativ unabhängig vom Könnensniveau. (Gabler, 2000). Es handelt sich um einen Bewusstseinszustand, der der Hypnose nahe…
Herz
Herz (heart), muskulöses Hohlorgan und Motor des Herz - Kreislauf-Systems, das mit seiner Pumpenfunktion (→Systole, →Diastole) die Blutversorgung des Organismus gewährleistet. Regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Ausbildung des Sportherzens, zur Abnahme der Herzfrequenz in Ruhe und unter Belastung (→Bradykardie) und in der Summe zu einem höheren Blutauswurf (→Schlagvolumen).Der erhöhte systolische Blutdruck vom Schwimmern gegenüber Nichtschwimmern wird…
Herzhypertrophie
Herzhypertrophie (cardiac hypertrophy), strukturelle Anpassung des Herzens an Ausdauerbelastungen (→Sportherz), die im Gegensatz zu pathologischen Herzvergrößerungen zu einer vergrößerten Leistungsfähigkeit führt. Die Herzhypertrophie hängt stark von der genetischen Veranlagung und dem Belastungsmaß ab, wobei die Trainingsintensität besonders wirksam ist. Das betrifft aber nur etwa 15% der Leistungssportler (Kindermann, 2014). Durch die Herzhypertrophie erhöht sich das…
Heterochronie
Heterochronie (heterochronia of the regeneration), griech. heteros „abweichend“ und chrónos „Zeit“; evolutionäre Änderung des zeitlichen Verlaufs der Individualentwicklung eines Lebewesens oder in der Medizin die Wirkung von Hormonen zur falschen Zeit (Wikipedia). Das führt besonders während der Pubertät zu unterschiedlichen Wachstumsverläufen (→Akzeleration, →Retardation). Im Training verlaufen die verschiedenartigen Regenerationszeiten der beanspruchten Funktionssysteme und Regulationsprozesse zeitlich…
Hilfestellung
Hilfestellung (assistance), im Sport Sicherheitsmaßnahme des Lehrers/Trainers zur Verhinderung von Unfällen und Verletzungen bei bei der Ausübung sportlicher Handlungen der ihnen anvertrauten Schüler/Sportler. „Einbezogen ist dabei auch eine langfristige Erziehung der Sportler zu einer selbstständigen Hilfeleistung im Rahmen seiner Möglichkeiten. Die aktive Bewegungshilfe ist durch das direkte Eingreifen des Helfers in den Bewegungsvollzug gekennzeichnet. Diese…
Hochvolumiges Training (HVT)
Hochvolumiges-Training/ Volumentraining (HVT) (high volume training), Sammelbegriff für unterschiedliche Konzepte des Mehrsatz –Krafttrainings. Es ist durch ein hohes Trainingsvolumen bei mindestens drei Sätzen pro Übung charakterisiert. Pro Muskelgruppe können mehrere Übungen durchgeführt werden. →Satztraining, Mit dem „Überschwappen“ des Hochintensiven Trainings (HIT) in den Ausdauersport wurde immer wieder der Gegensatz zum Volumentraining betont, was bis zur…
Höhenkaskade
„Höhenkaskade“/Höhenkette (altitude training cascade), Begriff aus der Praxis des Höhentrainings, wonach bei wiederholter Durchführung von Trainingslehrgängen unter Höhenbedingungen im Sinne der Belastungssteigerung die Höhe zunimmt, z.B. Lehrgang in Davos (1560m NN), Lehrgang Belmeken (2000m NN), Lehrgang Toluca (2700 NN). Ebenso sollte im langfristigen Aufbau vorgegangen werden, niedrigere Höhe mit Einstieg in das Höhentraining im Anschlusstraining…
Intelligenz
Intelligenz (intelligence) , von lat. inter „zwischen“ und legere „lesen, wählen“; unterschiedliche Erklärungsversuche; einmal Bezeichnung für Gruppe von Intellektuellen, in der Psychologie übergeordnet für geistige Leistungsfähigkeit: die Fähigkeit, flexibel und schnell Situationen zu meistern, wobei das Denkvermögen (Intellekt) eine maßgebliche Rolle spielt. →Intelligenz, künstliche Die Intelligenz wird mittels Intelligenztests gemessen, die auf Faktoren wie Sprachvermögen,…
Intensivierung
Intensivierung (intensification, increase), lat.intendere „anspannen, spannen, die Aufmerksamkeit auf etwas richten“; Verstärkung, Vertiefung, Steigerung, Hebung Im Training ist die Erhöhung der intensiven Anteile der Trainingsübungen, wie des spezifisches Krafttrainings an Land oder der intensiven Anteile des Wassertrainings (→intensiver Trainingsbereich) die wesentliche Grundlage der Belastungssteigerung (→Prinzip der Steigerung der Trainingsbelastung). Im Ausdauertraining wird zudem die Elektromyostimulation…
Intervall
Intervall (interval), lat. intervallum „Zwischenraum, Pause“; zeitlicher Abstand (Zeitintervall) zwischen zwei Ereignissen, im Training einmal zwischen Trainingseinheiten (→Mikrozyklus) oder Teilstrecken (→Belastungsdichte) bei Serien. →Intervalltraining
Intervallmethode
Intervallmethode (IM) (interval method), Methode des Ausdauer- und Kraftausdauertrainings, bei der submaximale Belastungsphasen (→Teilstrecken, Wiederholungen je Serie) durch unvollständige Erholungsphasen (→ „lohnende Pausen“) unterbrochen werden, mit denen bewusst ein Rückgang physiologischer Parameter (→Puls, →Laktat usw.) auf Ruhewerte verhindert wird. Die Pausenlänge wird von der Belastungsdauer (Streckenlänge, Zugzeit...) und der Belastungsintensität bestimmt. Kriterium der Erholungspause ist…
Kälte
Kälte (cold), Mangel an Wärme, bezogen auf die Normaltemperatur. Das Empfinden von Kälte ist relativ („gefühlte Temperatur“). Die Amerikaner haben die Windgeschwindigkeit mit einbezogen und sprechen vom Frostfaktor (chill factor). Neben den üblichen Verhaltensweisen (Kleidung, Heizung) reagiert der Mensch auf Kälte durch Zittern bei niedrigerer Körperkerntemperatur und durch Ansteigen des Ruheumsatzes. →Wassertemperatur Im Training des…
Kanaltraining
„Kanaltraining“ (flumen training), umgangssprachlich für Training in der Gegenstromanlage. Das Kanaltraining kann in allen Belastungszonen des Schwimmtrainings durchgeführt werden, wobei sich wegen der Regulierung der Schwimmgeschwindigkeit besonders das Training in den „kleinen intensiven Bereichen“ (→SA, →WA, →S) empfiehlt (Rudolph, 1997). Der Vorteil liegt in der sofortigen Registrierung wesentlicher Parameter der Schwimmstruktur (Frequenz, Schwimmgeschwindigkeit und Zyklusweg)…