Training
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Kompetenzüberzeugungstraining
Kompetenzüberzeugungstraining (authority expectation training) →Kompetenzerwartung
Konditionstraining
Konditionstraining (conditioning training), Training der konditionellen Basisfähigkeiten Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit mit allgemeinen und speziellen Trainingsübungen. Im englischen Sprachgebrauch oft in der Verbindung "strength and conditioning training (S&C)". →Athletiktraining, →Konditionierung Zum allgemeinem Konditionstraining des Schwimmers zählen z.B. Stabilisierung der Rumpfmuskulatur, Wasserfahrsport, Skilauf, Lauf; als spezifisches Konditionstraining alle Belastungsformen im Schwimmen, aber auch an der Schwimmbank…
Kontrastmethode
Kontrastmethode/Kontrasttraining (contrast method), „trainingsmethodisches Verfahren, bei dem unter gezielt wechselnden, deutlich kontrastierenden Anforderungen trainiert wird, wie durch wechselnde äußere Bedingungen oder Widerstände oder das bewusste Variieren bei der Bewegungsausführung (Prinzip der Bewegungsvariation) (Schnabel & Thieß, 1993, S. 466). Bei Hotz (1997, S. 219) „Gegensatzerfahrung“. Damit soll einer Reizverarmung (Monotonie) und Stagnation entgegengewirkt werden. So wird…
Kontrollmethode
Kontrollmethode (test method; control method), systematisierte Vorgehensweisen bei betriebswirtschaftlichen Kontrollen. Im Sport ein Verfahren, das zur Überprüfung des Leistungsstandes und der Wirksamkeit des bisherigen Trainings angewendet wird, wie das Training der wettkampfspezifischen Ausdauer oder wettkampfnaher Teilbereiche im Rahmen der Leistungsdiagnostik. Häufig werden auch Wettkampf- und Kontrollmethode synonym gebraucht. →Test
Koordinationstraining
Koordinationstraining (coordination training), Training zur Verbesserung allgemeiner, technikübergreifender koordinativer Leistungsvoraussetzungen, zur Erweiterung allgemeiner Bewegungserfahrungen und der Ausprägung eines spezifischen Bewegungsgefühls (→Bewegungsempfinden). Techniktraining ist auch Koordinationstraining, ist jedoch stärker fertigkeitsorientiert (Hirtz in Schnabel et al. 2008, S.301). Den Streit, ob man nun von „koordinationsorientierten Techniktraining“ oder „technikorientierten Koordinationstraining“ sprechen sollte, überlassen wir den Wissenschaftlern. Wichtiger ist,…
Körperübungen
Körperübungen (physical exercise), vielfältige Bewegungshandlungen und Formen zur körperlichen oder sportlichen Vervollkommnung des Menschen. Bei im sportlichen Training angewandten Körperübungen spricht man auch von Trainingsübungen. Sie sind in der Trainingswissenschaft „auf der Grundlage bestimmter, künstlich geschaffener Kriterien“ (Berger in Schnabel et al. 2008, S.214) in folgende Klassen eingeteilt: Nach der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Sportart…
Kraftausdauertraining
Kraftausdauertraining (KA-Training) (strength endurance training), Training zur Aufrechterhaltung hoher muskulärer Antriebsleistungen über die Wettkampfdistanz mit allgemeinen (allgemeine Krafttrainingsgeräte) und spezifischen (Armzuggeräte) Mitteln. Das allgemeine KA-Training sollte möglichst viele Muskelgruppen betreffen. Es wird zumeist als Kreistraining (Circuittraining), auch in Kombination mit Wassertraining (Wilke & Madsen, 1997) durchgeführt und sollte im Makrozyklus dem spezifischen KA-Training vorgeschaltet werden.…
Krafttraining
Krafttraining (strength training), Training zur Steigerung der Kraftfähigkeiten oder zur Erhöhung der Muskelmasse (Bodybuilding) oder zum Erhalt muskulärer Balancen (Physiotherapie). Es stützt sich vor allem auf allgemeingültig formulierte Trainingsprinzipien (Versuch und Irrtum). Diese liefern zwar für Trainer und Sportler ein gutes Rahmenkonzept, zumeist fehlen aber begründete Fakten der biologisch zellulären Anpassung des Skelettmuskels sowie der…
Krafttraining, spezifisches
Krafttraining, spezfisches, spezielles (strength training, specific), Kräftigung der für die Wettkampfleistung bedeutsamen Muskelketten mittels Spezialübungen und-geräten, die weitgehend dem Anschluss- und Hochleistungstraining vorbehalten sind. Im Schwimmen betrifft es das Krafttraining mit einer der Schwimmbewegung adäquaten oder zumindest ähnlichen (semispezifischen) Bewegungsausführung und bei Widerständen, die über denen des Wettkampfes im Wasser liegen. So arbeitet der Sportler am…
Krankmacherübungen
„Krankmacherübungen“, gymnastische Übungen, die über Jahrzehnte zum Repertoire der älteren Kollegen gehörten und inzwischen hautsächlich von Krankengymnasten verbannt worden sind, da diese Übungen massiv Gelenke belasteten oder das beabsichtigte Ziel nicht erreichen. Vermieden werden sollten Übungen, die Hohlkreuz erzeugen, in der Lendenwirbelsäule zu stark abknicken, Gelenke aus ihrer Achse führen, die Menisken quetschen oder dazu…
Langstreckentraining
Langstreckentraining (long distance training),Training im Bereich der Langzeitausdauer (LZA), das durch eine mittlere Belastungsintensität bei enormer Bandbreite (10min bis mehrere Stunden) und damit unterschiedlicher energetischer und motorischer Beanspruchung charakterisiert ist. Deshalb wird in Langzeitausdauer I bis IV differenziert. Die radikalen Verbesserungen im Langstreckenlauf sind neben den Fortschritten in den Bereichen Schuhwerk, Laufbahnen und Nahrungsergänzungsmittel auch…
Langzeitintervallmethode
Langzeitintervallmethode (long-time interval method), Form des extensiven Intervalltrainings. Methode des Ausdauertrainings bei mittlerer und geringer Geschwindigkeit mit einem Belastungsumfang von 4-7 km, einer Belastungsdauer pro Teilstrecke von 8 bis 15 min (Langstreckler 20 min) und einer Belastungsdichte (Pause) je nach Länge und Intensität der Teilstrecke von 1 bis 3 min. Im Schwimmen ist die Langzeitintervallmethode…
Lehrgang
Lehrgang (cours), (lat. cursus); Organisationsform zur Ausbildung einer begrenzten Gruppe mit fest umrissenen Bildungszielen und Zeitrahmen, zumeist als schulische oder berufliche Aus- und Weiterbildung. Mit Lehrgängen (Trainingslager) werden im Leistungssport Sportgruppen (Disziplingruppen, Kadergruppen…) konzentriert gefördert. Das setzt ein Umfeld voraus, das die Realisierung der Lehrgangsziele sichert. Diese Ziele sind aus der Jahresplanung abgeleitet und können…
Leistung, kritische
Leistung, kritische (critical performance), Leistung, die über einen bestimmten Zeitraum ohne Ermüdung aufrechterhalten werden kann oder die erträgliche Dauer eines Trainings mit hoher Intensität. Im Schwimmen kritische Geschwindigkeit Exkurs: Im Ausdauersport wird die Zeit bis zur Erschöpfung durch das Verhältnis von Leistung und Dauer bei verschiedenen Belastungsintensitäten bestimmt. Diese Beziehung, die allgemein als "grundlegende bioenergetische…
Makrozyklus (MAZ)
Makrozyklus (MAZ) (macrocycle), längerer Trainingsabschnitt eines Trainingsjahres (6-15 Wochen) mit einer trainingsmethodischen Grundstruktur. Der MAZ ist in verschiedene Mesozyklen unterteilt und endet meistens mit einem Wettkampf und darauffolgender aktiver Erholung. Im Schwimmen hat sich nach anfänglicher Unterteilung des Jahres in drei MAZ eine Zweiteilung (Kurz- und Langbahnsaison) mit jeweils zwei MAZ durchgesetzt, international gibt es…
Messplatztraining
Messplatztraining (training with measurement systems), Einsatz von Feedback-Verfahren, indem computergestützte Bildinformationen oder Messwerte unmittelbar im Training genutzt werden (Feedbacktraining). →Messplatz Im Schwimmen sind dazu Strömungskanäle hervorragende Trainingsmittel, da sowohl Informationen zur Schwimmstruktur (Schwimmgeschwindigkeit, Frequenz, Zyklusweg, sowie Details über Phasen des Einzelzuges) als auch physiologische Parameter (Sauerstoffaufnahme, Laktat, Puls…) ermittelt werden können, woraus Aussagen zur Bewegungsökonomie…
Methode
Methode (method), griech. methodos „Weg zu etwas hin“; Verfahren zur Lösung theoretischer oder praktischer Aufgaben, die sich auf Planmäßigkeit, Orientierung auf das Wesentliche, Prinzipien und Regeln (Theorien) stützt. Im Training sind Methoden allgegenwärtig (Trainingsmethoden). Sie bestimmen Wege und Verfahren, mit denen Ziele angestrebt und Inhalte vermittelt werden. Sie betreffen das WIE der Trainerarbeit. Der Trainer…
Motivationstraining
Motivationstraining (motivational training), Anwendung individuell erarbeiteter Motivationstechniken (z.B. →Selbstbefehl) zur Selbstmotivation vorwiegend zu Beginn einer Handlung bzw. bei Störungen. In der Arbeitswelt oft die Spielwiese selbsternannter Gurus (→Mentaltrainer), Auf den Sportler übertragen heißt das: Ziele selbst bestimmen, Teilziele ableiten, bei der Realisation der Wege (→Training) mit Selbstbefehlen arbeiten und Nutzen von Motivationstechniken. Selbst das positive…
Nachbelastung
Nachbelastung (afterload,; warm down), eigentlich finanztechnischer Begriff (Nachgebühr); in der Physiologie die Arbeit des Herzens die Wandspannung, die den enddiastolischen Aorten- bzw. Pulmonalisdruck (bzw. Widerstand) zu überwinden vermag. In der Trainingspraxis gebräuchlich als eine nach einer Belastung erfolgenden Entlastung ("nach der Belastung“), die passiv oder aktiv erfolgen kann, wie z.B. durch Ausschwimmen. Für die Trainingssteuerung…
Neuroathletik(training)
Neuroathletiktraining (neuro athletic training), auch neurozentriertes Training. Weiterentwicklung des klassischen Athletiktrainings, indem Gehirn und Nervensystem als zentrale Elemente der Bewegungssteuerung ins Training miteinbezogen werden (Lienhard, 2015). "Während Athletiktraining vorrangig outputzentriert ist (Verbesserung von konditionellen Fähigkeiten), bietet Neuroathletik stattdessen eine neurozentrierte Herangehensweise, d.h. die Verbesserung der eingehenden Signale und deren Verarbeitung / Integration stehen zunächst im…