Öffnet in einem neuen Tab

Training

177 Einträge

Trainingsqualität

Trainingsqualität (Training Quality), Übereinstimmung von Leistung und Anspruch; Güte, Wertigkeit des von der Sportwissenschaft definierten Trainingsbegriff bei Beachtung des Spannungsverhältnises zwischen Sportpädagogik und Trainingswissenschaft. Brand (2006) kombiniert den pädagogischen Qualitätsbegriff mit dem Qualitätsbegriff der Dienstleistung, um so zu Qualitätsdimensionen zu gelangen, bei denen einerseits die subjektive Bewertung des Trainings durch den Sportler und andererseits die…

Trainingsreiz

Trainingsreiz (training stimulus) →Reiz, →Prinzip des wirksamen Belastungsreizes

Trainingsübungen

Trainingsübungen (training exercises), die im Training genutzten Körperübungen als Element der Trainingsmittel. Ihre Kategorisierung ist eine Frage der damit verbundenen Zielstellung (nach Sportart, beanspruchter Muskelgruppe, energetischen Leistungsvoraussetzungen usw.). Überzeugend ist die allgemeine Kennzeichnung nach Bewegungs- und Belastungsstrukturen der Wettkampfübung (Leistungsstruktur): Wettkampfübung: weitestgehend Übereinstimmung mit der Wettkampfstruktur (z.B. wettkampfspezifische Ausdauer / Belastungszone 6) Spezialübung: teilweise Übereinstimmung…

Trainingsumfang

Trainingsumfang (training volume), in Sportwissenschaft und Trainingspraxis uneinheitlich gebrauchter Begriff, der sich im Schwimmen zumeist auf den Umfang an Trainingsstunden oder absolvierten Kilometern bezieht und in dem Fall identisch mit Belastungsumfang oder Trainingszeit verwendet wird. Geht man vom Training als Gesamtheit aller Maßnahmen zur Entwicklung der sportlichen Leistung aus, dann gehören zum Trainingsumfang auch Maßnahmen…

Trainingsweltmeister

„Trainingsweltmeister“ („world champion of training“), ironisch-kritische Bezeichnung für einen Sportler, der wiederholt seine guten Trainingsleistungen nicht im Wettkampf umsetzen kann. Das Phänomen des Trainingsweltmeisters ist in der Theorie noch nicht ausreichend beschrieben worden. Die meisten Autoren sehen aber einen Zusammenhang von Persönlichkeit und sportlicher Leistung bei besonders emotionalen Einfluss. Oft stehen Schwimmer unter Erfolgsdruck und…

Trainingswettkampf

Trainingswettkampf (training competition), Überprüfung des sportlichen Ausbildungsstandes unter wettkampfnahen Bedingungen im Training und Verbesserung der wettkampfspezifischen Ausdauer -bis zum Üben eines bestimmten Wettkampfrhythmus (Vor-, Zwischen- und Endlaufverhalten). Der Trainingswettkampf spielt als Vorbelastung vor Hauptwettkämpfen eine wichtige Rolle und ist individuell in seinem optimalen Abstand zum ersten Wettkampftag (3-7 Tage) zu ermitteln. Das amerikanische College-Programm mit…

Trainingszeit

Trainingszeit (training duration) →Trainingsumfang/Trainingsdauer

Üben

Üben (exercising), fortgesetzte Wiederholung von Lernstoffen oder Handlungen, um bereits Gelerntes zu festigen oder zu verbessern. Der Lerneffekt lässt zwar mit ständiger Wiederholung nach, trotzdem können die Fähigkeiten immer noch verbessert werden (→Feinform). Im sportlichen Training ist das Üben die Hauptmethode. Dabei werden in der Sportwissenschaft unterschiedliche Wege postuliert. Einmal das traditionelle Modell von Schnabel…

Unterricht, sporttheoretischer

Unterricht, sporttheoretischer (sport theory instruction), Vermittlung sporttheoretischen Wissens als ein Bestandteil eines allumfassenden Trainingsverständnisses. Nach dem Leitsatz „Alles was wir tun, muss erst durch unseren Kopf“ ist davon auszugehen, dass der wissende Sportler motivierter und kreativer, letztlich selbstständiger sein Training bewältigt. Hauptsächlicher Gegenstand sind Wettkampfbestimmungen, Schwimmtechnik und Trainingslehre sowie Fragen der Ernährung und Gesundheit/Hygiene, zusätzlich…

USRPT

USRPT (ultra-short-race-pace-training), ein von dem amerikanischen Physiologen Rushall (2016) entwickeltes „evidenzbasiertes Trainingsprogramm“ im Schwimmen, das sich stark an die Methode des HIT anlehnt. In seiner Beweisführung stützt er sich auf eine Studie von Astrand & Rodahl (1977), die mit Radfahrern nachwiesen, dass trotz intensiver Belastung von 10-30 Sekunden und kurzer Pause Laktat nicht akkumulierte und…

Vigilanz

Vigilanz/Vigilität (vigilance), lat. vigilantia „Wachheit“, „Schlauheit“; Aufmerksamkeitsleistung über längere Zeit, somit eine „aktive Komponente der Wahrnehmung“ (http://lexikon.stangl.eu/271/vigilanz/), in der Medizin die Wachheit bzw. Daueraufmerksamkeit eines Patienten. Wenn man mit Vigilanz solche Eigenschaften wie Bewusstseinshelle, Wachsamkeit, Bereitschaft zur Zuwendung u. Aufmerksamkeit versteht, dann ist sie eine Voraussetzung für ein wirksames Training und Wettkampfverhalten speziell unter Langzeitaspekt.…

Warm-up

Warm-up (engl.) →Aufwärmen

Wassertraining

Wassertraining (water training), Training des Schwimmers im Wasser (Becken Freiwasser, Strömungskanal), das etwa 90% (Langstreckler) bis 60% (Sprinter) des Trainingsumfanges ausmacht. Es handelt sich um ein "komplexes und differenziertes, zunehmend spezielles Training zur Entwicklung aller körperlichen Fähigkeiten, die die Basis bilden oder direkt auf die Wettkampfleistung im Sportschwimmen gerichtet sind" (Schramm et al.1987, S. 243).…

Wendentraining

Wendentraining (turn training), Erarbeiten der technischen Abläufe (→sportliche Technik) und der konditionellen Voraussetzungen für eine optimale Wende bei Schwimmwettkämpfen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedingungen (Beckenwand, Wasserhöhe). Zur Verbesserung der Wendentechnik ist im Hochleistungstraining Messplatztraining erforderlich. Das „nun macht noch mal 10 Wenden“, weil zu Ende des Trainings noch etwas „Luft“ ist, reicht für eine qualitative…

Zeitbudget

 Zeitbudget (time budget), die Zeit über die jemand verfügt. Zeitbudgetuntersuchungen sind folglich statistische Erhebungen, um den zeitlichen Aufwand zu ermitteln, die Personen oder Gruppen für bestimmte Tätigkeiten und Verrichtungen benötigen. Solche Erhebungen sind ein unverzichtbares Forschungsinstrument zur Beobachtung und Evaluierung zahlreicher sozialer Phänomene und zählen zu den wichtigsten Basisstatistiken über die Arbeits- und Lebensverhältnisse (Merz,…

Zwischenmahlzeit

Zwischenmahlzeit (light collation), allgemein eine kleine Mahlzeit zwischen den Hauptmahlzeiteneine mit regional unterschiedlicher Bezeichnung wie Brotzeit, Imbiss, Vesper usw. Im Training versteht man unter Zwischenmahlzeit die zusätzliche Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit zwischen den Trainingseinheiten, bevorzugt Kohlenhydrate, um der Glykogendepletion entgegenwirken zu können“. Im Hochleistungstraining sind die Nahrungsmittel mit dem Ernährungsberater entsprechend der Trainingsinhalte abzustimmen.…

Zwischenwettkampftraining

Zwischenwettkampftraining (intermediate competition training), Training zwischen Wettkampfabschnitten oder innerhalb eines Wettkampfbündels. Mit dem Zwischenwettkampftraining soll die Balance gehalten werden zwischen Vermeiden von Verlust wichtiger Leistungsvoraussetzungen (z.B. Grundlagenausdauer) und Aufbau bzw. Halten der sportlichen Form im Sinne von Wettkampfstabilität. Mit der Zunahme internationaler Wettkämpfe und den mit der Kommerzialisierung verbundenen Verpflichtungen gewinnt das Zwischenwettkampftraining zunehmend an…