Training
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Speedografie
Speedografie (speedography), Geschwindigkeitsmessung (Speedometer/Tacho) und -aufzeichnung in den verschiedensten Branchen als Verlauf Grafik oder als Foto mit lieben Gruß von der Verkehrspolizei. In vielen Sportarten sind schnelle Bewegungen gefragt, die mit unterschiedlichen Methoden erfasst werden, im Rennschlittensport mittels Laserkurzzeitmesssystem (Thorhauer, 1999) bis zur Geschwindigkeit einzelner Griffe im Ringen mit mechanisch-elektrischen Verfahren (Nowolsky et al. 2014).…
Spezialübung
Spezialübung (exercise, spezial), auch "Imitationsübung"; „Körperübung, die mit der Struktur der Wettkampfübung/Wettkampfhandlung der jeweiligen Sportart übereinstimmt oder ihr in wesentlichen Elementen entspricht, sich aber in der Belastungscharakteristik durch Besonderheiten auszeichnet“ (Harre in Schnabel & Thieß,1993, S. 748). Beispiele im Schwimmen sind der Einsatz von Widerstandshosen oder das Kanaltraining bei wettkampfnahen Geschwindigkeiten (→Prognoseschwimmen).
Sprint-assisted-Training
„Sprint-assisted-Training“ (unterstützendes Sprinttraining) – aus der Leichtathletik übernommene Trainingsmethode, bei der mit Hilfsmitteln höhere Geschwindigkeiten als unter normalen Bedingungen erreicht werden (→Schnelligkeitsbarriere). Das Gegenteil ist das Resisted Sprint Training, bei dem durch Widerstand (Bremsen) mehr Kraft aufgewendet werden muss. Beispiel: Schwimmen am Gummiseil, zurück mit ausgespannten Seil (assisted), mit Ausdehnen des Seils (resisted). →SWG Nach…
Sprint-resisted-Training
„Sprint-resisted-Training“ (engl.), wie auch sprint assisted Training, Trainingsmethoden, um Sprint Geschwindigkeit und Beschleunigung zu erhöhen; auch Widerstandslauf (resisted run) oder allgemein Widerstandstraining (resitance training) → Sprint-assisted-Training
Starttraining
Starttraining (starttraining), Erarbeiten der technischen Abläufe und der konditionellen Voraussetzungen für einen optimalen Start bei Wettkämpfen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedingungen (Becken, →Freiwasser, →Behinderte). Besonders für Sprinter ist das Niveau des Starts leistungsbestimmend, da es eine hohe Anfangsgeschwindigkeit sichert. Deshalb sollten größere Zeiträume für Messplatztraining eingeräumt werden. Das „nun macht noch mal 10 Starts“, weil…
Synchroninformation
Synchroninformation (synchronizing information), übernommen aus der Funk-und Fernsehtechnik. In der Trainings- und Wettkampfpraxis parallel zum Bewegungsablauf an den Sportler gerichtete verbale, akustische oder optische Signale. So kann bei zyklischen Sportarten wie Schwimmen durch Zurufe oder Hubsignale die Zugfrequenz (und damit der Zyklusweg) beeinflusst werden. Oder ein System der „Datenverklanglichung“ hilft den Schwimmer, seine Bewegungen an den Fluss…
Taktiktraining
Taktiktraining (tactics training), Aneignen taktischen Verhaltens in simulierten oder tatsächlichen Wettkampfsituationen auf der Grundlage von Kenntnissen (→Wettkampfbestimmungen, →Ausschreibungen, →Gegneranalysen, Selbsteinschätzung), taktischen Fähigkeiten (→Wahrnehmung, →Antizipation, →Reaktionsschnelligkeit, →Konzentration) und taktischen Fertigkeiten. Im Sportschwimmen beschränkt sich Taktiktraining vor allem auf das Durchsetzen einer eigenen Rennstrategie (→Renngestaltung, →Marschtabelle) oder auf das situationsbedingte Umschalten („Mitgehen, Zwischenspurt“), einbezogen das Vorlauf- zu…
Techniktraining
Techniktraining (technique training), Training zum Erlernen, Stabilisieren oder Verändern (Überlernen) der sportlichen Technik, die erfolgreich im Wettkampf angewendet wird. Das Techniktraining ist immer in Einheit von konditionellen und koordinativen Fähigkeiten zu sehen. So können z.B. mangelnde Kraft oder Beweglichkeit die Ausbildung der angestrebten Technik ebenso erschweren wie unzureichende Bewegungserfahrung oder Bewegungsvorstellung. Deshalb ist eine vielseitige…
Toter Punkt
Toter Punkt (low point), Moment bei einer Tätigkeit, bei der ohne besondere Anstrengungen und Bemühungen die Leistung nicht gesteigert werden kann oder eine Entwicklung stagniert, z.B. in der Wirtschaft, der Forschung bis zum Müdigkeitsgipfel im Tagesverlauf (→Biorhythmus) Bei Ausdauerbelastungen tritt der „Tote Punkt“ zumeist bei Anfängern in den ersten Minuten starker körperlicher Belastung auf und…
Training
Training (training), „systematische und zielgerichtete Herausbildung und Verbesserung von Handlungskompetenz und Verhaltensweisen durch den Einsatz geeigneter Methoden“ (Schnabel, 2003) In diesem Sinne wird Training in vielen Tätigkeitsfeldern angewandt. Der Begriff sportliches Training war zunächst stark an den Hochleistungssport gebunden (Harre, 1971). Heute wird ein „offener“ Trainingsbegriff postuliert. So kann man trainieren, um im Sport, aber…
Training des Freiwasserschwimmers
Training des Freiwasserschwimmers (training of the open water swimmer), das T.d.F. verläuft in vielen Phasen des Trainingsjahres ähnlich dem des Langstrecklers. Auf eine Herbst-/Wintersaison mit Training im Becken folgt die Frühjahrs- und Sommersaison mit Becken- und Freiwassertraining. Neben den Trainingsprinzipien und Methoden, die auch das Training des „Beckenschwimmers“ bestimmen, sollten für die Freiwassersaison folgende Hinweise…
Training für behinderte Schwimmer
Training für behinderte Schwimmer (training for handicap-swimmers), Das Training eines Schwimmers mit Behinderung entspricht weitestgehend dem des nichtbehinderten Schwimmers. Bei den leichteren Behinderungen werden ähnliche Trainingsumfänge und Trainingsintensitäten absolviert wie im Nichtbehindertenbereich. Schwerere Behinderungen erfordern eine Anpassung des Trainings an die physischen Möglichkeiten des Schwimmers.→Trainer für Behindertenschwimmer (verfasst von D. Paschke)
Training, autogenes
Training, autogenes (AT) (training, autogenic), ein aus der Hypnose entwickeltes Verfahren, das über bildhafte Vorstellungen (Autosuggestion) zur psychischen Entspannung („Entspannungstraining“) führt und so Schmerzen und Schlafstörungen lindern kann. Die auf sechs Übungen (Schwere-, Wärme-, Herz-, Atem-, Leib-, Kopfübungen) basierende Methode wird im Sport zur Regeneration und zur psychologischen Leistungsvorbereitung angewandt. Eine direkte Leistungssteigerung konnte nicht…
Training, geringvolumiges
Training, geringvolumiges (GVT) (Low Volume Training), Organisationsform des Krafttrainings als Gegensatz zu hochvolumigem Training (HVT) mit ein bis zwei Sätzen pro Übung, wobei pro Muskelgruppe mehrere Übungen durchgeführt werden können (Preuss et al. 2006). →Einsatztraining, →Satz, →HIT In der Fachliteratur und unter Kraftsportlern wird seit Jahren heftig über das optimale Trainingsvolumen (Satzzahl) gestritten. Während die…
Training, ideomotorisches
Training, ideomotorisches (IT) (training, ideomotor), „eine Form des mentalen Trainings, bei der man sich intensiv vorstellt, wie man selbst die Bewegung ausführt, indem man sich in den Bewegungsablauf hineinversetzt (Binnenperspektive)“ (Hackfort in Röthig & Prohl,2003, S.264). IT fußt auf dem CARPENTER-Effekt, wonach der Mensch in der Lage ist, wahrgenommene oder vorgestellte Bewegungen unwillkürlich nachzuvollziehen. Das…
Training, integratives
Training, inklusives (inclusive training), gemeinsames Training von behinderten und nichtbehinderten Aktiven (→Inklusion). Viele Schwimmer mit und ohne Handicap trainieren in getrennten Trainingsgruppen. Beispielsweise können Leistungsschwimmer aus dem Behindertenbereich in leistungsstarken Trainingsgruppen im Nichtbehindertenbereich entsprechend ihrer Behinderung betreut werden. Dies erfordert ein hohes Einfühlungsvermögen (→Empathie) des Trainers und flexible Organisationsstrukturen innerhalb des Vereins. Die immer mehr…
Training, mentales
Training, mentales (mental practice), Mentaltraining, Mentalcoaching, lat. mens „Geist“; bewusste Beeinflussung des eigenen Denkens, Wollens und Tuns und damit nicht nur dem Sport vorbehalten, wir oft suggeriert wird. Gezielte und wiederholte Reize auf mentaler Ebene sollen die soziale und emotionale Kompetenz, kognitive Fähigkeiten, die Leistungsfähigkeit, das Selbstbewusstsein, die mentale Stärke oder das Wohlbefinden fördern. Dabei…
Training, neuromuskuläres
Training, neuromuskuläres (neuromuscular training), auch sensomotorisches oder propriozeptives Training, multimodales Trainingssystem, das Übungen zur Förderung von Muskelkraft und -leistung (einschließlich plyometrischer Übungen), Gleichgewicht, Beweglichkeit und Wechsel der Richtungsgeschwindigkeit umfasst (Granacher 2024). Es zielt auf die Verbesserung sensomotorischer Fähigkeiten im Sinne der Prävention, Rehabilitation bzw. der Steigerung sportlicher Leistungsfähigkeit ab. Zunächst orientierte sich die inhaltliche Gestaltung…
Training, perinatales
Training, perinatales (perinatal training), perinatal= die Zeit um die Geburt (39. Schwangerschaftswoche bis 7. Lebenstag), im Gesundheitswesen betrifft perinatales Training spezifische Schulungen für Fachleute im Bereich der Schwangerschaftsvorsorge und des Wochenbetts. Koschel (2025) stellt ein Periodisierungsmodell für Anfängerinnen bis hin zu Elite-Sportlerinnen in der Perinatalphase vor, wobei der Schwerpunkt auf einem trimesterbezogenen Training liegt, das…