Training
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Aufbautraining (ABT)
Aufbautraining (ABT) (build-up training), zweite Ausbildungsetappe im langfristigen Leistungsaufbau mit einer vielseitigen Ausbildung an Land (mindestens ein Drittel) und im Wasser zur Schaffung von Leistungsgrundlagen für das folgende Anschluss- und Hochleistungstraining. Hauptziele sind: Die zunehmende Spezialisierung äußert sich in der stärkeren Hinwendung zum Sportschwimmen, aber noch in seiner ganzen Bandbreite vom Sprintbis zur Langstrecke, um…
Aufwärmen
Aufwärmen (warm- up), auch Erwärmen. „Aktives Einarbeiten vor einer sportlichen Tätigkeit zum Erreichen einer optimalen Betriebstemperatur und psychischen Aktivität“ (Berger, in Schnabel & Thieß, 1993, S.274). Mit allgemeinem Aufwärmen werden vorrangig die großen Muskelgruppen erwärmt, was durch Laufen, kleine Spiele, Ballspiele möglich ist. Beim spezifischen Aufwärmen werden die Muskelgruppen erwärmt, die für die spezifische Sportart…
Ausbildung, sportartspezifische
Ausbildung, (sportart)spezifische (training, sport-specific), Herausbildung spezifischer Leistungsvoraussetzungen für eine bestimmte Sportart/Disziplin. Das sind im Nachwuchsleistungssport der Schwimmer zunächst alle Trainingsmittel und Methoden des Schwimmtrainings, mit zunehmender Spezialisierung ab Anschlusstraining die auf die Hauptschwimmart/Spezialstrecke zugeschnittene Ausbildung. In jeder Ausbildungsetappe sind allgemeine und spezifische Ausbildung als Einheit zu sehen. →Spezialisierung, frühzeitige, →Kraft, spezifische, →Ausdauer, spezifische
Ausdauertraining
Ausdauertraining (endurance training), Training zur Ausbildung der verschiedenen Ausdauerfähigkeiten mit allgemeinen Übungen an Land (→Ausdauer, allgemeine) oder spezifischen Übungen durch Schwimmen im Wasser (→Ausdauer, spezifische). Das Ausdauertraining ist für Schwimmer aller Disziplinen von grundsätzlicher, aber bezogen auf die einzelnen Trainingsbereiche der Ausdauer (GA, SA, WA) von unterschiedlicher Bedeutung. Dabei ist die Grundlagenausdauer wesentliche Leistungsvoraussetzung sowohl…
Ausschwimmen
Ausschwimmen (warm down), Schwimmen mit niedriger Intensität unter aeroben Stoffwechselbedingungen zur Kompensation vorangegangener Trainings- oder Wettkampfbelastungen (Belastungszone 1). Durch körperliche Bewegung kann Laktat um 0,5 mmol/l pro Minute abgebaut werden (Laktateleminierungsrate). Nach einer hohen laktaziden Leistung sind sogar mit aktiver Erholung 30 Minuten erforderlich, bis man Laktat - Ruhewerte (unter 4 mmol/L) erreicht. Deshalb müssen…
Basistraining
Basistraining (basic training), sehr allgemeiner Begriff für das Training von Leistungsvoraussetzungen sowohl im langfristigen Leistungsaufbau (z.B. Grundlagentraining) als auch im Rahmen eines Makrozyklus (z.B. „athletische Grundlagen“) als Voraussetzung für nachfolgende spezifischere Fähigkeiten.
Beanspruchung
Beanspruchung (demand), „subjektive Auswirkung einer von außen einwirkenden Belastung“ (Wörterbuch Psychologie, 2004), auf das Training übertragen „die Inanspruchnahme individueller Leistungsvoraussetzungen bei Bewältigung einer Trainingsbelastung“ (Schnabel et al. 2008, S.224). Training zielt darauf ab, die Funktionssysteme des Organismus kurzzeitig aus dem Gleichgewicht (→Homöostase) zu bringen und zu einer Anpassung auf höherem Niveau zu führen. Inwieweit das…
Belastungs-Beanspruchungs-Interaktion
Belastungs-Beanspruchungs-Interaktion (load stress interaction), Modell der Trainingssteuerung, das die Wechselbeziehung zwischen vorgegebener Belastung und der ausgelösten Beanspruchung des Sportlers durch Nichtlinearität und einen systemdynamischen Zusammenhang charakterisiert (Hottenrott & Neumann, 2010, S. 251). Was ist damit gemeint? Wir definieren im Schwimmen die Belastung mittels Belastungszonen und deren Belastungskomponenten wie Umfang, Intensität usw. ohne damit alle auf…
Belastungsdauer
Belastungsdauer (loading duration), die Zeit, in der ein Gegenstand einer Belastung ausgesetzt ist (z.B. Statik). Sie bestimmt im Training maßgeblich zusammen mit der Belastungsintensität welche Muskelfasern angesprochen werden und damit den Charakter der Energieversorgung (aerob/anaerob/laktazid). In der Sportwissenschaft ist die Belastungsdauer eine unscharf definierte Belastungskomponente, beginnend von der Zeit eines einzelnen Reizes (Grosser et al.…
Belastungssteigerung
Belastungssteigerung (load increase) →Prinzip der Steigerung der Trainingsbelastung
Belastungsumfang
Belastungsumfang (load volume), Belastungskomponente, die die Summe des Trainings und Wettkampfes (der Trainingseinheiten, der Distanz oder der Anzahl von Wiederholungen) beschreibt. Im Sportschwimmen wird der Belastungsumfang je nach Trainingsmittel und Trainingsmethode in Metern/Kilometern, Anzahl der Wiederholungen und seltener in Stunden/Minuten angegeben. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, z.B. kann eine Trainingseinheit Wassertraining 90 Minuten dauern, in…
Beweglichkeitstraining
Beweglichkeitstraining (flexibility training), Training zum Erhalt oder zur Verbesserung der Beweglichkeit. Neben der allgemeinen Beweglichkeit ist beim Schwimmer die spezifische (spezielle) Beweglichkeit als Voraussetzung einer optimierten Technik ein Schwerpunkt des Beweglichkeitstrainings. Hauptaufgaben des Beweglichkeitstrainings sind eine Verbesserung: der Dehnbarkeit der die Gelenke umgebenden Körpergewebe einschließlich Gelenkstoffwechsel, der Entspannungsfähigkeit der zu dehnenden Muskeln, der intermuskulären Koordination,…
Beweglichkeitstraining im Alter (Masters)
Beweglichkeitstraining im Alter (Masters) (flexibility training at the age), Training der Beweglichkeit darf im Alter nicht nur in Verbindung mit dem sportlichen Training gesehen werden, denn eine hinreichend entwickelte Beweglichkeit erleichtert dem älteren Menschen wesentlich die Bewältigung vieler Alltagsaufgaben. Zugleich hat sie zusammen mit der Kraft eine präventive Bedeutung gegen mögliche muskuläre Dysbalancen, die damit…
Beweglichkeitstraining im Kindes- und Jugendalter
Beweglichkeitstraining im Kindes- und Jugendalter (flexibility training forchildren and young people), altersabhängiges Training der Beweglichkeit. Wegen der natürlichen, guten Flexibilität ist bei Kindern bis zum 10. Lebensjahr kein Training der Beweglichkeit erforderlich (Meinel, 1960). Die ersten Einschränkungen zeigen sich ab 10 Jahren und es sollte mit spezifischen Übungen begonnen werden. Ab 10-12 Jahren wird die…
Blocktraining
Blocktraining (block training), Training in zeitlich und inhaltlich definierten Trainingsphasen mit einer dominanten Zielstellung nach dem „Prinzip der verknüpften Reihenfolge“ (Verchoshanskij, 1985). Danach werden drei Typen so genannter Blöcke unterschieden, der anreichende-, der umsetzende- und der ausnutzende Block. (später bei Issurin: "accumulation, transmutation and realization cycles" - 2019). Der Begriff Blocktraining wird vorwiegend im Freizeit-…
Blutfluss
Blutfluss (blood flow), Fortbewegung des Blutes im Blutkreislauf (Hämodynamik, kardiovaskuläres System), das im wesentlichen vom Blutdruck, vom Gefäßwiderstand und von der Zähigkeit des Blutes (Viskosität) abhängt. →Blutflussrestriktion (BFR) Submaximales Training mit BFR führte zu einem systemischen Anstieg der Druckschmerschwelle (PPT), hatte aber keinen Einfluss auf die ischämische Schmerzempfindlichkeit. Dieser Effekt ist wahrscheinlich nur bei BFR…
Cardio-Training
Cardio-Training (engl) – „Herz-Kreislauf-Training“, Bezeichnung aus der Fitnessbewegung für Training der Grundlagenausdauer ab 30 Minuten Belastungsdauer in den verschiedensten Ausdauer-Sportarten wie Schwimmen, Laufen, Radfahren usw., je nach Intensität als „Fettstoffwechseltraining“ (geringe Intensität) oder Ausdauertraining. Video: https://www.youtube.com/watch?v=gG72VlkqNQw (Zugriff 17.12.2018)
Citratzyklus
Citratzyklus (citric acid cycle;tricarboxylic acid cycle), auch Zitronensäurezyklus; „Drehscheibe des Stoffwechsels", eine in den Mitochondrien ablaufende kreisförmige Kette von biochemischen Reaktionen, die durch ein Endprodukt des Fettsäureabbaus (Acetyl-Coenzym) gespeist wird. Beim ersten Schritt entsteht Citrat, das dem Zyklus den Namen gegeben hat. In Verbindung mit der Atmungskette bildet der Citratzyklus eine gemeinsame Endstrecke des Zellstoffwechsels,…
Cross-Training
Cross-Training (cross-training) engl. cross „Kreuz“; hier nicht nur Lauftraining bei wechselndem Geländeprofil, sondern erweitert auf wechselnde Trainingsmittel mit einem weitgehenden Bezug zur spezifischen Sportart unter Berücksichtigung von biomechanischen und physiologischen Bewegungverwandtschaften (z.B. Wasserfahrsport, Skilanglauf). Es handelt sich um ein intensives Training mit hohen Belastungsreizen. Wenn man sich anschaut, was da im Extremfall durch die Gegend…
Crossover-Wende
Crossover-Wende (Crossover-Turn), Mischung aus der Drehwende und der klassischen Rollwende im Lagenschwimmen beim Übergang vom Rücken- zum Brustschwimmen. Der Schwimmer dreht sich schon beim Anschwimmen der Wende in Seitenlage. Mit dem oberen Arm wird angeschlagen, während der untere Arm bis zur Hüfte zieht und dort verbleibt. Nach dem Anschlag führt der Schwimmer mit Schwung die…