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Psychologie

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Entspannung

Entspannung (relaxation), „psychophysiologischer Zustand, der durch eine positive Gefühlslage und abnehmende bzw. geringe Energie gekennzeichnet ist…Entspannung stellt als Gegenpol zur Spannung eines der wichtigsten Lebensprinzipien dar“ (Müller in Schnabel & Thieß, 1993, S. 258). Merkmale: (psychologisch) Wohlbefinden, positive Grundstimmung, innere Gelassenheit und Zufriedenheit, (physiologisch) abklingender Muskeltonus, absinkende Herz- und Atemfrequenz, Wiederherstellung des hormonellen Gleichgewichts Da…

Entwicklungspsychologie

Entwicklungspsychologie (developmental pschology), Teilgebiet der Psychologie, das sich mit der Entwicklung des Verhaltens und Erlebens von Individuen und Gruppen befasst. Das betrifft einmal größere Gruppen im Querschnitt, um einen bestimmten Entwicklungszustand gleichaltriger zu erforschen (→Entwicklungsetappen) oder kleinere Gruppen im Längsschnitt, um deren Entwicklungsverlauf zu bestimmen. Sie stützt sich dabei auf drei Prinzipien: Wachstum, Reifen und…

Episode

Episode (episode), in der Gedächtnispsychologie sind Episoden Glieder eines Lernmaterials und können in der Technikausbildung als Ereignis von mehr oder weniger langer Dauer vom Beginn des Technikerwerbs bis zur Technikanpassung verstanden werden. In der Psychiatrie ist eine Episode die Zeitspanne von der Erscheinung bis zur Rückbildung einer akuten Psychose. In der Medizin spricht man von…

Erfahrungslernen

Erfahrungslernen (learning by doing), Erkenntnismethode, Art des Lernens durch Verarbeiten und bewusstes Reflektieren von Erfahrungen („Aus Erfahrung klug werden“ oder „Lernen aus erster Hand“). Kinder formen ihren Geist in der Auseinandersetzung mit ihrem sozialen und kulturellen Umfeld machen. →Lernen, reflexives, →Lernen, differentielles In Canada wurde die Trainerausbildunge nach dem erfahrungsbasierten Lernen (Experiential Learning Cycle) von…

Erfolg

Erfolg (success), Erreichen oder Überbieten eines selbst gesetzten Ziels, wobei unterschieden wird zwischen Teilerfolg (Ziel nicht vollständig erreicht), Achtungserfolg (Ziel ebenfalls nicht vollständig, aber mit beachtlichem Ergebnis erreicht) und Scheinerfolg (ständiger Begleiter der meisten Politiker). Exkurs: Auch im Sport muss Erfolg zu bestimmten Zeitpunkten nicht identisch sein mit Siegen, sondern kann sich der Situation angemessen…

Erfolgserlebnis

Erfolgserlebnis (success, experience of), freudiges Gefühl nach der Bewältigung einer nicht leicht zu lösenden Aufgabe Auch im Sport wird das Erfolgserlebnis weniger vom Ergebnis (→Leistung) dieser Handlung allein bestimmt ist, sondern mehr von dessen Verhältnis zum Anspruchsniveau des Sportlers. So ist ein Sieg über zu schwache Gegner oder die Lösung zu leichter Aufgaben nicht mit…

Erholungs-Belastungs-Fragebogen

Erholungs-Belastungs-Fragebogen (RESTQ) (Recovery-Stress Questionnaire for Athletes), Methode der Sportpsychologie zur Bestimmung des Erholungs-Belastungszustandes (→Prinzip der Einheit von Belastung und Erholung). 76 Fragen sind auf einer siebenstufigen Skala (0 = nie bis 6 = immerzu) zu beantworten. Es wird nach Belastungs- und Erholungszuständen der letzten drei Nächte und Tage gefragt, womit der aktuelle und differenzierte Beanspruchungszustand…

Erkennen

Erkennen (cognition), Prozess des Wahrnehmens und des Denkens, der zum Wissen um einen Sachverhalt führt. Dabei kommen Sprache und Anschauung (→Anschaulichkeit) sowie dem eigenen praktischen Handeln durch Üben eine besondere Bedeutung zu. →Erkenntnis, →Diagnostik Im Schwimmen ist der Trainer auf videogestützte Verfahren angewiesen, da wesentliche Elemente der Schwimmtechnik unter Wasser verlaufen und sich damit dem unmittelbaren…

Erkenntnis

Erkenntnis (cognition), als Grundbegriff der Philosophie uneinheitlich definiert; bezieht sich auf das Erkannte und den Prozess des Erkennens mit starker Beziehung zum Wahrheitsbegriff (WIKIPEDIA), verwandt mit Einsicht. Prozess und Resultat der Widerspiegelung der objektiven Realität im menschlichen Bewusstsein. Nach HEGEL ein dialektischer Entwicklungsprozess. „Alle Erkenntnis entspringt aus der sinnlichen Anschauung und dem Verstand“ (KANT). In…

Erklären

Erklären, Erklärung (explanation), Beschreibung, Erläuterung oder auch Ursachenbenennung eines Sachverhalts, auf eine Person oder Gruppe gerichtet. Zusammen mit Demonstrieren und Veranschaulichen ist Erklären eine Maßnahme der Lernsteuerung (→Lerntheorie). In der Wissenschaft ist eine Erklärung der Versuch, die Ursachen eines beobachteten Sachverhaltes durch die sprachliche Darlegung seiner logischen und kausalen Zusammenhänge verständlich zu machen (WIKIPEDIA). In…

Erlebnissport

Erlebnissport (experience sport) →Erlebnispädagogik, →Abenteuersport

Erleichterung, soziale

Erleichterung, soziale (social facilitation), Theorie der Sozialpsychologie, wonach allein die Anwesenheit anderer zu einer Verbesserung der individuellen Leistung führt. Diese „soziale Leistungsaktivierung“ funktioniert aber nur bei gut gelernten Aufgaben. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, verstärkt die Gegenwart anderer Personen eher den Konflikt (soziale Hemmung). Das Resultat ist eine Verstärkung von leichten Aufgaben und eine Hemmung…

Ermüdung

Ermüdung (fatigue), (Physiologie): vorübergehender Abfall der Leistungsfähigkeit, der akut nach geistigen oder körperlichen Belastungen oder chronisch bei Übertraining (chronisches Müdigkeitssyndrom) auftreten kann. Erstmals wurde eine Arbeitsdefinition von Ermüdung von Edwards (1981) vorgeschlagen: "Ermüdung ist ein Versagen, die erforderliche oder erwartete Arbeitsleistung aufrechtzuerhalten". Man unterscheidet zentrale (vom ZNS gesteuerte) von peripherer (die Muskulatur betreffende) Ermüdung.  Auslöser…

Ermüdung, mentale

Ermüdung, mentale (mental fatigue), auch zentrale Ermüdung: durch lang andauernde geistige Beanspruchung verursachter Zustand, der mit verlangsamten Reaktionszeiten und ungenauen Bewegungsausführungen einhergeht. Experimentell wurde bewiesen, dass mentale Müdigkeit die Belastungstoleranz beim Menschen durch eine höhere Wahrnehmung der Anstrengung und nicht durch kardiorespiratorische und muskuloenergetische Mechanismen begrenzt (Martin et al. 2018; Marcora et al. 2009). Mentale…

Erwartung

Erwartung (expectancy), In der Psychologie die „Vorwegnahme und zugleich Vergegenwärtigung eines kommenden Ereignisses aufgrund früherer Erfahrungen“ (Psych. Wörterbuch, 2004). →Erwartungshaltung, →Erwartungsdruck, →Antizipation, →Motivation, →Prognose "Wenn du etwas Besonderes vom Leben erwartest, musst du aus dir selbst etwas Besonderes machen"  Elmar Kupke (*1942), dt. Aphoristiker  Mehr zum Thema: http://www.seele-und-gesundheit.de/psycho/erwartung.html

Erwartungsdruck

Erwartungsdruck (weight of expectation), Diskrepanz zwischen zumeist von außen auferlegten Zielen und Ansprüchen und den persönlichen Erwartungen, die zu Verkrampfungen, Übersteuerungen bis Denkblockaden führen kann. "Die Zahl der zeitlich (nahezu) parallel gestellten und unter Zeit- und inhaltlichem Erwartungsdruck zu lösenden Probleme hat in den letzten Jahrzehnten spürbar zugenommen und erfasst immer mehr Altersgruppen und Gesellschaftsbereiche"…

Erwartungshaltung

Erwartungshaltung (expectation attitude), Haltung einer Person, die sich aus seiner Vorwegnahm bzw. Vergegenwärtigung eines kommenden Ereignisses (Erwartung) ergibt. Die Erwartungshaltung spielt eine große Rolle im Verhältnis von Trainer und Sportler zu Medien und Zuschauern. →Erwartungsdruck "Die größten Enttäuschungen haben ihren Ursprung in zu großen Erwartungen". Ernst Ferstl (*1955) österreichischer Schriftsteller

Es

Es (id), aus der Psychoanalyse, nach dem FREUDschen Persönlichkeitsmodell (Es, →Ich, →Über-Ich) die dritte und tiefste Schicht des psychischen Apparates, der unbewusste, triebhafte Teil der Persönlichkeit.     "Psycho-Analyse: Seelische Mülltrennung" Karl-Heinz Karius (*1935) Gründervater des Worthupferl Verlags   

Ess-Brechsucht (Bulimie)

Ess-Brechsucht (bulima nervosa), psychische Verhaltensstörung, die durch Heißhungerattacken mit anschließenden Maßnahmen einer Gewichtsreduktion charakterisiert ist, um nicht zuzunehmen. Bulimie kann auch als Folge einer Magersucht auftreten. Durch das Diätverhalten zwischen den Heißhungeranfällen kommt es zur vorübergehenden Mangelernährung mit Stoffwechsel- und Hormonveränderungen (Wanke 2004, S. 287). Hauptbetroffen sind junge Frauen. Die Ursachen liegen oft im Ernährungsverhalten…

Essstörungen

Ess-Störungen (Eating Disorders), psychosomatische Erkrankung, gekennzeichnet durch gestörtes Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper.  Eine eindeutige Zuordnung zu einer Ess-Störung ist wegen der vielfältigen Ursachen nicht immer einfach. Bundesweit sind 21,9% der Kinder- und Jugendlichen auffällig in ihrem Essverhalten. Besonders bei den Mädchen nimmt sie vom 11. Lebensjahr (20%) zum 17. Lebensjahr (30%) erheblich…