Öffnet in einem neuen Tab

Psychologie

628 Einträge

Freizeitsport

Freizeitsport (leisure sports, recreational sports), sich zunehmend entwickelnder Bereich des Sports, der den Bedürfnissen der Menschen nach Regeneration, Rekreation, Kommunikation, Interaktion und Emanzipation nachkommt, was sich schon in der Vielzahl der Begriffe äußert (Ausgleichssport, Breitensport, Gesundheitssport, Volkssport, Massensport usw.). Der Freizeitsport unterscheidet sich vom Breitensport, durch seine nicht an Wettkämpfe gebundene, vorrangig erlebnisreiche und freud-…

Fremdbild

Fremdbild (strange image), das Bild, das andere von einem haben, im Gegensatz zum Selbstbild. Fremd- und Selbstbild sind Bestandteile der interpersonellen Wahrnehmung (haben also nichts mit Tatsachen zu tun, sondern sind subjektiv gefärbt) und stimmen häufig nicht überein, d.h. der Sportler kann von sich ein anderes Bild haben als sein Trainer über ihn. Da wir…

Fremdwahrnehmung

Fremdwahrnehmung (perception) →Fremdbild

Freude

Freude (pleasure), Gefühlserlebnis; dass alle seelischen Bereiche durchdringt und zunächst als spontaner Ausbruch weder als gut noch schlecht zu werten ist, aber das Leben „leichter“ machen kann. Erst wenn die Freude zu negativen oder positiven Verhältnis zur geltenden Moral führt (Schadenfreude bzw. Siegesfreude), kommt ihr eine wertende Komponente zu (WIKIPEDIA). Wir erleben verschiedene Facetten der…

Freundschaft

Freundschaft (friendship), soziale Beziehung zwischen Menschen (einzeln oder Gruppen/Völkern) die durch Sympathie, Vertrauen, Zuneigung (Empathie) und gegenseitige Achtung gekennzeichnet ist. Nach neuesten Studien beeinflussen weniger Ernährung oder Sport die Gesundheit der Menschen, sondern vielmehr soziale Kontakte und Freundschaften. Menschen sind nun einmal soziale Wesen, die nur dann zufrieden und gesund leben können, wenn sie in…

Frustration

Frustration (frustration), lat.  frustra „vergeblich“; Enttäuschung wegen nicht erfüllter Erwartung, aber auch das Gefühl, nicht beachtet, übergangen worden zu sein. Frustration kann zu Aggressionen (Frustrations-Aggressions-Hypothese) oder Depression führen. Der Leistungssport gibt wegen seiner hohen Zielgebundenheit einerseits (→Leistungsdruck) und der Trainingsmethodik und Gegnerschaft als teilweise unbekannte Variablen andererseits sowie der permanenten „Veröffentlichung“ („gläserner Sportler“) vielerlei Anlass…

Führung

Führung (leadership), in Sozialwissenschaft „planende, koordinierende und kontrollierende Tätigkeiten in Gruppen und Organisationen“ (Wikipedia). Im Sport mit seinen demokratischen Strukturen verbietet sich eine Führung nach einem hierarchischen Konzept mit Anordnungsbefugnissen und Ausführungspflichten. Im Training ist Führung auf Selbstständigkeit gerichtet, bezeichnet Inszenierung, Lenkung bzw. Steuerung durch den Trainer und umfasst Analyse, Planung, Gestaltung und Organisation des…

Führungsstil, charismatischer

Führungsstil, charismatischer (style of leadership, charismatic), Führung durch die Ausstrahlungskraft, die ein Leiter hat.  →Charisma Exkurs als Beispiel für den charismatischen Führungsstil: „Doc“ Counsilman war nicht nur einer der erfolgreichsten amerikanischen Schwimmtrainer, sondern auch der geborene Meister der Gruppendynamik; er verwendet positives Denken, Ritual, Zeremonie und pflegte Traditionen... Aber vor allem war Doc ein fein…

Funktionslust

Funktionslust (Function desire), allgemein "Freude am Funktionieren"; positive Gefühle beim Ausführen gut eingeübter Bewegungen, z.B. Tanz, Ballett, aber auch vollendete Technik im Sport (→Flow) (http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/funktionslust/5439). Damit ist Funktionslust eine Triebfeder im leistungsorientierten Sport als auch für das Geschäftsleben (Wörz & Theiner, 1999). Exkurs: Es wird angenommen, dass das Spiel des Kindes nicht aus Genuss- oder…

Furcht

Furcht (fear), gefühlte Bedrohung, im Gegensatz zur Angst aber stets objektbezogen, d.h. die die Furcht auslösende Gefahr ist erkennbar. Deshalb ist Furcht auch besser zu beheben, da man sich mit den Ursachen auseinandersetzen kann (z.B. Furcht vor einem Gegner nehmen, indem auch dessen Schwächen aufgezeigt werden). Physiologische Symptome der Furcht sind: Pupillenerweiterung, Erhöhung des Blutdrucks,…

Gedächtnis

Gedächtnis (memory), Fähigkeit des Gehirns, Informationen zu speichern und abzurufen. Dazu zählen auch Bewegungsmuster. Es werden drei Gedächtnisbereiche unterschieden: Ultrakurzzeit (sensorisches) - Gedächtnis mit großer Speicherkapazität und sehr geringer Speicherdauer (max. 2 Sekunden), Kurzzeit – Gedächtnis (Arbeitsgedächtnis) mit begrenzter Speicherkapazität und Speicherdauer bis zu einer halben Minute, Langzeit - Gedächtnis mit großer Speicherkapazität und Speicherdauer…

Gedächtnis, deklaratives

Gedächtnis, deklaratives (declarative memory), lat. declaratio „Kundmachung, Offenbarung“; auch „Wissensgedächtnis“ oder explizites Gedächtnis, das Tatsachen und Ereignisse speichert, die bewusst wiedergegeben werden können. Dazu zählen von der Person unabhängige, allgemeine Fakten (= semantisches Gedächtnis, Allgemeinwissen) und eigene Erlebnisse (= episodisches Gedächtnis).

Gedächtnis, prozedurales

Gedächtnis, prozedurales (procedural memory), auch implizites Gedächtnis oder Verhaltensgedächtnis, Teil des Langzeitgedächtnisses, das Fertigkeiten beinhaltet, die automatisch, ohne Nachdenken eingesetzt werden, wie z.B. motorische Abläufe wie Tanzen, Schwimmen, Radfahren (→Bewegungsgedächtnis).

Gedanken

Gedanken (conception), Teil oder Ergebnis des Denkens (Logik), „letzte Erlebniseinheiten unserer Denkerlebnisse“ (Bühler. K.: Sprachtheorie. Fischer, Jena 1934). →Gedankenstopp, →mentale, Stärke Ein immer wieder bemerkenswertes Verhalten amerikanischer Schwimmer zeigt sich in der Umkehrung negativer Gedanken in positive. Dabei ist nicht was passiert, entscheidend, sondern die persönliche Betrachtungsweise dessen. Diese Einstellung hat entscheidenden Einfluss darauf, wie etwas…

Gedankenstopp

Gedankenstopp (stop thinking), Technik in der Verhaltenstherapie zur Unterdrückung unerwünschter, störender oder ablenkender Gedanken durch ein Kommando („Stopp!“) oder eine vereinbarte →Bewegung. Da man sich in negativen Gedankenschleifen leicht verlieren und damit die Stimmung vermiesen kann, ist deren Stopp angeraten. Durch Gedankenstopp soll das „Abschalten“ vor hohen psychischen →Belastungen, wie →Wettkämpfen unterstützt werden. Man löst…

Gefühl

Gefühl (emotion; feeling) →Emotion

Gegner

Gegner (opponent), „jemand, der einem anderem im Kampf gegenübersteht oder etwas ablehnt“ (WIKIPEDIA). Der Kampf kann auch im übertragenen Sinne gemeint sein, beispielsweise das Wortgefecht in der Politik (Opposition) oder der Wettkampf im Sport. Die Spanne der Gegnerschaft ist sehr weit und geht von lästig, unangenehm (Widersacher, Gegenspieler, Konkurrent usw.) bis bedrohend (Todfeind). Im Leistungssport…

Gegneranalyse

Gegneranalyse (analysis of opponent), Ermittlung des aktuellen Leistungsvermögens und bevorzugter Rennstrategien von Konkurrenten  (→Gegner) zur taktischen Gestaltung von Wettkämpfen. Eine wesentliche Grundlage hierzu sind Wettkampfanalysen und Videoaufzeichnungen. Die Analyse sportlicher Gegner ist vor allem Aufgabe von Trainingswissenschaftlern, die im Auftrag des Dachverbandes/Vereins als Beobachter bei den Hauptwettkämpfen fungieren, wobei auch zunehmend durch die Nutzung von…

Geltungsstreben

Geltungsstreben/Geltungstrieb (prestige aspiration), menschliches Grundbedürfnis nach Anerkennung und Beachtung, gesteigert nach Ruhm, Sieg, Beifall, wobei einem übersteigerten Geltungsdrang durch erzieherische Einflussnahme, hier insbesondere durch die Einordnung in die Interessen der Gruppe (→Trainingsgruppe, →Mannschaft), entgegnet werden sollte. Übersteigertes Geltungsstreben dient dazu, Minderwertigkeitsgefühle zu kompensieren. Die ersten Anzeichen von Geltungsstreben zeigt das Kleinkind, wenn es versucht, die…

Generalisierung

Generalisierung/Generalisation (generalization), lat. genero „erzeugen, erschaffen“ (Generator); übertragen Verallgemeinerung mit Anwendung in den verschiedensten Fachgebieten. So z.B. in der Medizin, wenn eine Erkrankung oder ein Medikament auf den ganzen Körper ausstrahlt, in der Soziologie für die Ausweitung von Konflikten durch Einbezug von mehr und mehr Themen (typisches Beispiel „Jamaika“-Verhandlungen 2017); in Physiologie für die Übertragung…