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Psychologie

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Handlung

Handlung (action), Aufgabenbewältigung; bewusste, zielgerichtete und zeitlich begrenzte Aktivität des Menschen. Die Handlung des Menschen ist begründbar und damit rational. Dementsprechend ist er für sein Verhalten verantwortlich. Das Handlungskonzept dient in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, so auch in der Psychologie, als Bezugsobjekt der Neuorientierung. Psychisches entwickelt sich im und aus dem Handeln. Die handlungstheoretische Betrachtungsweise stützt sich…

Handlungsfähigkeit, individuelle

Handlungsfähigkeit, individuelle (actional capacity, individual), Fähigkeit, die eigenen Leistungsvoraussetzungen anforderungsspezifisch sicher, variabel und zuverlässig einzusetzen. Äußerlich sichtbarer Ausdruck ist die Handlungskompetenz. In den sportdidaktischen Diskussionen nimmt das Konzept der Handlungsfähigkeit einen sehr breiten Stellenraum ein. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung der physischen Voraussetzungen für das Sporttreiben-Können, sondern um den Sinn des Sporttreibens…

Handlungskompetenz

Handlungskompetenz (action competence), „Fähigkeit des Einzelnen sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht, durchdacht, sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten (www.wikipedia.de). →Trainerkompetenz Handlungskompetenz ist ein Leitziel der Trainerausbildung. Sie verknüpft Wissen, Können und Verhalten in Bezug auf ein erfolgreiches, ganzheitliches Handeln miteinander. Handlungskompetenz schließt Sozialkompetenz, Fachkompetenz, Methoden- und Vermittlungskompetenz sowie strategische Kompetenz ein…

Handlungsorientierung

Handlungsorientierung (actional orientation), im weiten Sinne praxisbezogenes und praktisches Lernen, weil alles Lernen Handeln ist. Indem Handeln zum Unterrichtsprinzip erhoben wird, erwächst daraus der Anspruch, dass die Schüler selbsttätig werden und den Wert der Unterrichtsinhalte für Leben und Handeln erfahren. Für das sportliche Training sind besonders Handlungsorientierungen mit höherem Verallgemeinerungsgrad von Bedeutung (→Trainingsprinzipien). Psychische Komponenten…

Handlungsphasen

Handlungsphasen (actional phases), als Verlaufsmodell der Motivation hat sich das Rubikonmodell der Handlungsphasen von Heckhausen & Gollwitzer (1987) bewährt, das Kernbegriffe der Motivationspsychologie und Begriffe für die zugehörigen Bewusstseinslagen einschließt. Nach diesem Modell werden einzelne Handlungsschritte in vier formelle Phasen eingeteilt: Abwäge-, Planungs-, Handlungs- und Bewertungsphase. Nitsch (2000) gliedert eine Handlung in die drei Phasen…

Handlungsregulation

Handlungsregulation (action regulation), in der Psychologie die Regelung von Handlungsabläufen in den Teilschritten: Erkennen, Bewerten, Entscheiden, Erleben, Streben, Kontrollieren und Behalten. Sie fußt auf folgenden Prämissen (Handlungsregulationstheorie): Der Mensch setzt sich mit seiner Umwelt auseinander und verändert sie. Die Umweltbedingungen bestimmen Handeln mit und nicht allein Denken und Reagieren. Menschliches Handeln vollzieht sich immer in…

Hass

Hass (hatred), sehr starke und tiefe Abneigung gegen Menschen oder Zustände. Der Tiefenpsychologe Fromm (2004) unterschied reaktiven Hass, wenn tiefe und lang andauernde seelische (bis physischer) Verletzungen nicht abgewehrt und/oder bestraft werden können, von charakterbedingtem Hass, wenn der Hass zum Charakterzug eines Menschen wird. Hass ist ein stärkeres Gefühl als Ärger oder Wut. Hass macht…

Heimstärke

Heimstärke (home-strength), psychologischer Vorteil bei Wettkämpfen durch bessere Kenntnis des Umfeldes, Unterstützung von Anhängern, günstigere Betreuungsmöglichkeiten und traditioneller Verbundenheit mit dem Verein (Ort/Land…). Der Heimvorteil ist im Fußball statistisch belegt. Nach einer Analyse der FIFA gewannen Heimmannschaften 50 Prozent der Spiele, Auswärtsteams nur 25% (inkl. Unentschieden). Bei zu großem Erwartungsdruck kann aber auch der Start…

Heimvorteil

Heimvorteil (home field advantage) →Heimstärke

Hemmung

Hemmung (inhibition), Störung des normalen Ablaufs psychischer oder auch körperlicher Funktionen (Dorsch,2004, S. 397). DerBegriff wird verwendet in der Sprachpsychologie, wenn die Verarbeitung eines Wortes die Verarbeitung eines zweiten nachfolgenden Wortes beeinflusst, falls zwischen beiden Wörtern eine semantische Beziehung besteht (Priming) Biochemie als Hemmung von Enzymen (Enzyme inhibitor) Physiologie als die Abnahme der Erregbarkeit von…

Hermeneutik

Hermeneutik (hermeneutics), (griech. hermēneúein ‚erklären‘, ‚auslegen‘, ‚übersetzen‘), Erfassen des Sinns von Aussagen (als Text oder Rede), indem man sich mit den Inhalten einer Aussage auseinandersetzt, wobei eigene Erkenntnisse mit einfließen, auch als Wissenschaft vom Verstehen bezeichnet. Das Ziel ist, die eigene Position zu prüfen, gegebenenfalls zu korrigieren, aber letztlich zu stärken. Hermeneutische Deutungen erfolgen in…

Hippocampus

Hippocampus (hippocampus), griech. hippokampos „Seepferdchen“; medial gelegener Teil des Großhirns mit großer Bedeutung für die Überführung von Gedächtnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis. Aus der Flut an Informationen werden nicht relevante Strukturen ausgesondert. Das Gehirn bleibt auch noch im Alter veränderbar (Erickson laut einer Pressemitteilung der University of Illinois in Champaign-Urbana, n-tv vom 1.02.2011).…

Hirnrinde

Hirnrinde (cortex), hier: Großhirnrinde (cortex cerebri) als „Zentralcomputer“ des Menschen für die komplexen motorischen Fertigkeiten, die Steuerung unbewusst durchgeführter Bewegungen, die Verarbeitung wichtiger Informationen von den Sinnesorganen für das Feld der Assoziationen (→Denken, →Lernen, →Erinnerung, →Sprache und →Persönlichkeit). →Cortex, →Gehirn, →Prinzip der funktionalen Asymmetrie Inzwischen wird angenommen, dass Erinnerungen nicht im Hippocampus, sondern in der…

Homöopathie

Homöopathie (homeopathy), griech. homøopati „gleiches oder ähnliches Leiden‘; auf den Vorstellungen des deutschen Arztes Hahnemann (1755-1843) fußende alternativmedizinische Behandlungsmethode. Eine über den Placeboeffekt hinausgehende Wirkung homöopathischer Arzneimittel ist bis heute wissenschaftlich nicht bewiesen. In einigen Fällen ist eine solche Behandlung mit Risiken verbunden, besonders wenn sie sich als Alternativmedizin zur Schulmedizin („entweder : oder“) versteht.…

Hörigkeit

Hörigkeit (enslavement), Der Begriff geht auf das Mittelalter zurück (Leibeigenschaft). Man versteht heute darunter eine extreme psychische Abhängigkeit von einer anderen Person bis zur Selbstaufgabe. Indem der Wille der herrschenden Person über die sich unterwerfende Person verfügt, werden die Grenzen von Recht und Moral missachtet, nicht aber bei gegenseitiger Hörigkeit. →Führungsstil Extreme Abhängigkeiten von Sportlerinnen…

Humor

Humor (humour), noch weitgehend unerklärtes Phänomen, das oft zu sehr auf „zum Lachen erregen“ beschränkt ist („Humor ist, wenn man trotzdem lacht“). Erweitert ist Humor eine Einstellung, Konflikten und Herausforderungen gelöst und mit komisch - freudiger Stimmung zu begegnen und damit zumeist erfolgreicher als inszeniertes unangemessenes Verhalten. Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns…

Hyperaktivität

Hyperaktivität (hyperactivity), „ein von Betroffenen nicht hinreichend kontrollierbares, überaktives Verhalten. Ausgehend von innerer Ruhelosigkeit, manifestiert sich Hyperaktivität in der Regel in Form von motorischer Unruhe und "überschießenden Reaktionen“. Hyperaktivität ist symptomatisch für diverse psychische Störungen (z. B. Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen, bipolare Störung. Depression und Autismus)  und auch einige somatische Erkrankungen (z. B.  Hyperthyreose, Angelman-Syndrom) (Wikipedia).…

Hypnose

Hypnose (hypnosis), griech. hypnos "Schlaf"; „durch Suggestion herbeigeführte, weitgehend auf den sozialen Kontakt mit der Person des Hypnotiseurs verengte Bewusstseinsänderung, die in physiologischer Hinsicht mehr einem partiellen Wachsein als einem Schlafzustand gleicht“ (Meyers Lexikon 1999). Das durch Varieté – Hypnotiseure in Misskredit gebrachte Verfahren wird erfolgreich durch qualifizierte Psychotherapeuten allgemein zur Behandlung von Ess-Störungen, Angstzuständen,…

Hypochonder

Hypochonder (hypochondriac), griech,. hypo für "unter" und chondros "Rippen" = "unter den Rippen, wo man das Gemüt vermutete; Mensch, der sich unbegründet Krankheiten einbildet („eingebildeter Kranker“) und zu übersteigerter Selbstbeobachtung neigt. Das geistige Rüstzeug dazu liefert die Weltgesundheitsorganisation, indem Gesundheit als ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen…

Ich

Ich (ego), Nach der Psychoanalyse von Freud der Kern der Persönlichkeit, der bewusst oder unbewusst deren Erlebnisse und Handlungen steuert. Danach ist das Ich neben dem Es (Triebwünsche) und dem Über-Ich (moralische Forderungen) eine der drei Persönlichkeitsinstanzen (Instanzenmodell) des Menschen. Durch ständige Vermittlung zwischen Impulsen aus dem Es und dem Über-Ich passt sich die Persönlichkeit…