Psychologie
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Intelligenz, künstliche
Intelligenz, künstliche (KI) (artificial intelligence), Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen befasst (WIKIPEDIA). Inzwischen dürfen in keinem Statement der Politiker die Begriffe "Klimaschutz" und "künstliche Intelligenz" (Digitalisierung) fehlen. Aber Vorsicht: Solange das menschliche Denken lückenhaft erforscht und verstanden ist, sind denkende Maschinen eine Illusion (s. Exkurs). Eine…
Intelligenzquotient (IQ)
Intelligenzquotient (IQ) (intelligence quotient), Maß der intellektuellen Leistungsfähigkeit als Quotient von Intelligenzalter (IA) zu Lebensalter (LA). Die Ergebnisse sind ohne Kenntnis des zugrundeliegenden Tests und dessen Normierung nicht vergleichbar. Zudem sind die Werte etwa nur zur Hälfte genetisch veranlagt und werden folglich stark von Umweltfaktoren bestimmt (soziales Milieu usw.). Deshalb sollte man den Test nicht…
Intention
Intention (intention), lat. intendere „sein Streben auf etwas richten“; Absicht, in der Psychologie die inhaltliche Ausrichtung oder Beziehung auf etwas; zentraler Übergang auf dem Weg vom Wünschen zum Handeln (http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/intention/7289, Zugriff am 13.09.16). So wird auch unter intentionaler Erziehung eine aus Erziehungszielen abgeleitete pädagogische Handlung verstanden. →Gerichtetheit
Interaktion
Interaktion (interaction), lat. aus inter „zwischen“ und actio „Handlung“; wechselseitiges Einwirken von Akteuren oder Systemen, z.B. die Interaktion zwischen Hand und Wasser beim Schwimmen. Als soziale Interaktion Kontaktaufnahme bzw. Umgang oder Verbindung von Menschen (einzeln oder Gruppen, auch zwischen Mensch und Tier) als eine wesentliche Grundlage der Sozialisation. Soziale Interaktion betrifft immer beide Seiten, im…
Interesse
Interesse (interest), lat.: inter „zwischen, inmitten“ und esse „sein“; vielfältig genutzter Begriff (Woxikon verweist auf 245 Synonyme in 26 Synonymgruppen). In der Psychologie Aufmerksamkeit, Neigung gegenüber einer Sache oder Person. Interessen sind als Bestandteil der Einstellungen Orientierungs- und Richtpunkte für das Verhalten und Handeln (→Motivation, intrinsische). Das Interesse für Tätigkeiten ist Voraussetzung zum Erlernen von…
Interferenz
Interferenz (interference), lat. inter „zwischen“ und ferire „sich gegenseitig schlagen“; angewendet in der Physik, Linguistik, Pharmazie im Sinne von Überlagerung. In der Psychologie werden verschiedene Formen der Gedächtnishemmungen als Interferenzen bezeichnet, wenn z.B. bei der Technikvermittlung ein neu zu erlernendes Element mit einem bereits erlernten kollidiert, wodurch Klarheit und Struktur der im Vordergrund stehenden Aufgabe…
Internalisierung
Internalisierung (internalisation), lat. internus „innen befindlich“, „Verinnerlichung“; in der Sozialpsychologie die Verinnerlichung von Auffassungen, Werten und Normen anderer sowie die Übernahme der zugedachten Rolle in der Gesellschaft (→Sozialisation). →Geschlechterrollen, →Motivation, extrinsische, →Konformität Im organisierten Sport akzeptieren die Teilnehmer bestimmte Spielregeln (Wettkampfbestimmungen, Ausschreibungen, Satzung) und machen sie sich zu eigen (Verinnerlichung). Ihre Einhaltung stärkt die Selbstbestätigung,…
Internetsucht
Internetsucht/-abhängigkeit (internet addiction) auch "Handysucht", "Onlinesucht"; psychische Abhängigkeit vom Internet, die bei einer Nutzung von 35 Std./Woche angesetzt wird. Die Wissenschaft ist sich uneins, ob es sich um eine eigenständige Erkrankung lediglich um das Symptom einer anderen Grunderkrankung handelt (gegenwärtig nicht von Krankenkassen anerkannt). Viele Forscher sehen sie bereits als eigenständige psychische Störung (Verhaltenssucht) an.…
Interpretationsphase
Interpretationsphase (interpretation phase), dritte Phase der psychischen Handlungsregulation, in der die abgelaufene Handlung sowie die objektiv eingetretenen Ergebnisse und Folgen im Vergleich zu den Ausgangserwartungen und dem zugrunde gelegten Plan subjektiv überprüft und gewertet werden (Nitsch, 2000). →Handlungsphasen Bevor der Sportler handelt, setzt er sich mit dem Ziel, den einzusetzenden Mitteln und Umsetzungsstrategien (Methoden) auseinander.…
Intervention
Intervention (intervention), lat. intervenire „dazwischentreten, sich einschalten“; in vielen Bereichen gebrauchter Begriff, in der Medizin eine Aktion, Ausbruch oder Fortschreiten einer Erkrankung verhüten; im Völkerrecht die Einmischung eines Staates in die Angelegenheiten eines anderen Staates, iIn der Pädagogik versteht man darunter das Eingreifen durch eine Fachkraft in eine Handlung, um ein unerwünschtes Ergebnis zu verhindern…
Interview
Interview (interview), lat. inter- und videre, frei übersetzt „sich gegenseitig (kurz) sehen“; mündliche Befragung von Personen oder Gruppen zu Personen, Sachen oder Meinungen. In den Gesellschaftswissenschaften unterscheidet man standardisierte (→Standard), halbstandardisierte und offene Interviews. Nicht jede Befragung erfüllt die Anforderungen an ein Interview. Dabei ist besonders die Kompetenz des Interviewers nicht zu unterschätzen. Im Hochleistungssport…
Intimität
Intimität (intimacy), lat. intimus; wörtlich „dem Rand am fernsten, am weitesten innen“; „Intensive Vertrautheit zwischen zwei Menschen, verbunden mit emotionaler, häufig auch körperlicher Nähe, die im Vergleich zu anderen zwischenmenschlichen Beziehungen eine besondere Qualität aufweist“ (Psychologisches Wörterbuch 2004). Intimität wird durch Indiskretion verletzt, was zu psychischer Labilität führen kann. Mit der Kampagne Gegen sexuelle Gewalt…
intrinsisch
intrinsisch (intrinsic), lat. intrinsecus "innerlich, seelisch"; innerlich, aus dem Inneren kommend →Motivation, intrinsische
Introversion
Introversion (introversion), lat. intro „nach innen“ und vertere „wenden“; Grundeinstellung (angeborene Veranlagung) eines Menschen, die dem Inneren zugewandt ist und sich durch solche Eigenschaften wie Verschlossenheit, Selbstbezogenheit, Entscheidungsunfähigkeit und Kontaktarmut äußern kann. Introversion beschränkt sich aber nicht nur auf soziales Verhalten (obwohl der Begriff fälschlich so eingeengt wird), treffender wäre „Hochsensibilität“. Wissenschaftler schätzen, dass immerhin…
introvertiert
introvertiert (introverted), lat. intro "hinein, nach innen" und vertere "Vers"; nach innen zugewandt →Introversion
Intuition
Intuition (intuition), lat. intuere "ansehen, betrachten"; unbewusst erlangte Eingebung, die zu bestimmten Einsichten in Sachverhalte oder Sichtweisen führt, auch „Entscheidung aus dem Bauch heraus“ oder „aus gesundem Menschenverstand“, kurz ein spontanes, ganzheitliches Erkennen oder Wahrnehmen. Zur Bewältigung sich plötzlich verändernder Bedingungen während sportlicher Handlungen ist Intuition als Fähigkeit zur Informationsverarbeitung und angemessenen Reaktion vorteilhaft. "Die…
Irradiation
Irradiation (Irradiation illusion), lat. irradiare „strahlen, Bestrahlung“; optische Täuschung des Gesichtssinnes. In der Medizin spricht man von Irradiation, wenn der Schmerz über den direkt betroffenen Teil hinaus ausstrahlt; in der Wirtschaft vom Ausstrahlungseffekt. In der Psychologie ist Irradiation das Ausstrahlen von „Gefühlswerten von einem Bewusstseinsinhalt auf andere“ (DORSCH-Wörterbuch, 2004, S. 462). →Generalisierung Nicht zu verwechseln…
Isolation
Isolation/Isolierung (isolation), lat. insula „Insel“; vielfach gebrauchter Begriff in der Biologie (Unterbrechung des Genaustausches bei der Fortpflanzung), in der klinischen Medizin, in der Molekularbiologie und in der Sozialpsychologie. Unter sozialer Isolation versteht man die Absonderung von Menschen oder Mangel an Sozialkontakt mit Resignation oder Aggression als mögliche Begleiterscheinungen. Entscheidender Auslöser ist die Möglichkeit (exogene Faktoren…
Jetlag
Jetlag (jetlag), engl. Zeitverschiebung; steht für Beschwerden („Jet-travel-Syndrom“) wie Schlafstörungen oder Konzentrationsschwächen, die aus der Zeitverschiebung bei Fernflügen über größere Zeitzonen resultieren („Zeitzonenkater“), "einer vorübergehenden Desynchronisation der zirkadianen Rhythmen des Körpers aufgrund einer Diskrepanz zwischen dem Timing des endogenen zirkadianen Oszillators und den äußeren Reizen" (Botonis et al. 2025). →Biorhythmus. Deshalb sollte bei Wettkämpfen in…