Psychologie
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Kohäsion
Kohäsion (cohesion),lat. cohaerere „zusammenhängen“; In der Physik der Zusammenhalt eines Stoffes, der bei festen Stoffen groß, bei flüssigen geringer und bei gasförmigen nicht vorhanden ist. In der Sozialpsychologie der Zusammenhalt („Wir-Gefühl“) einer Gruppe, der durch gemeinsame Interessen, Tradition und Stil und die Bindungen der Gruppenmitglieder untereinander („Chemie“) geprägt ist (→Gruppenklima, →Gruppenkohäsion). Auch wenn die Schwimmgruppen…
Kommunikation
Kommunikation (communication), lat. communicatio “Mitteilung“; Informationsaustausch durch Sprache (→Rhetorik) oder Gesten (→Gestik) als eine wesentliche Grundlage sozialer Beziehungen. Im gewissen Sinne ist jede soziale Situation durch Kommunikation geprägt, da selbst Schweigen eine bestimmte Haltung (Ablehnung) zum Ausdruck bringen kann: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ (Watzlawick). Somit sind Inhaltsaspekt (sachliche Mitteilung) und Beziehungsaspekt (emotionale Einstellung) der…
Kommunikation, nonverbale
Kommunikation, nonverbale (nonverbal communication), Informationsaustausch zwischen Personen. durch Körpersprache (Mimik, Gestik, Körperhaltung) Gegenteil: →Kommunikation, verbale Drei verschiedene Faktoren beeinflussen die Kommunikation: Das Gesagte, der Tonfall und die Körpersprache. Ob wir jemanden als sympathisch empfinden wird nur zu 7% vom Inhalt der Kommunikation bestimmt. Einen weit größeren Einfluss hat die nonverbale Kommunikation, die mit 93% bestimmt,…
Kommunikation, verbale
Kommunikation, verbale (verbal communication), Informationsaustausch zwischen Personen. durch Sprache. →Kommunikation, →Gebärdensprache Gegensatz: Kommunikation, nonverbale Im Sport wird das Erlernen und Vervollkommnen von Bewegungshandlungen durch verbale Instruktionen begleitet und unterstützt. Dabei ist von grundlegender Bedeutung, dass die Kommunikationspartner gleiche Begriffe mit der gleichen Bedeutung versehen. Kommt es hierbei zu inhaltlich bedeutsamen Abweichungen im Begriffsverständnis, kann die…
Kommunikationsstörungen
Kommunikationsstörungen (communication disturbances), Unvermögen, sich mit anderen Menschen zu unterhalten oder emotionale Beziehung zu knüpfen. Das äußert sich in Verhalten bzw. Sprachwendungen, die den Informationsgehalt schmälern bzw. aufheben, z.B. wenn verbal eine Wertschätzung, aber im Verhalten eine Geringschätzung ausgedrückt wird (= Doppelbindung), „Du-Botschaften“, die eine Stufe zu vertraulich sind und nicht angenommen werden, Mitteilungen, die…
Kompetenz
Kompetenz (competency), lat. competentia „Eignung“, competere „zusammentreffen, ausreichen, zu etwas fähig sein“; breit gefächerter Begriff von Fähigkeit über Qualifikation bis Befugnis, unter pädagogischem Aspekt „die Fähigkeit und Fertigkeit in den genannten Gebieten Probleme zu lösen, sowie die Bereitschaft, dies auch zu tun.“ (Wikipedia). Die Kompetenzdiskussion in der beruflichen Bildung stützt sich auf die von Roth…
Kompetenz, soziale
Kompetenz, soziale (competency, social), lat. competentia, „Eignung“, competere „zusammentreffen, ausreichen, zu etwas fähig sein, zustehen“; in der Psychologie Sachverstand und Gefühl zur Lösung zwischenmenschlicher Beziehungen. →Kompetenz Die Art, wie Trainer mit ihren Schützlingen umgehen, bestimmt maßgeblich Erfolg oder Misserfolg ihrer Arbeit. und selbst die Kontinuität der leistungssportlichen Karriere der Sportler (Emrich & Pitsch, 2001). Sozialkompetenz…
Kompetenzerwartung
Kompetenzerwartung (authority expectation), „Überzeugung von der Wirksamkeit des eigenen Handelns“ (Eberspächer, 2004, S.30). Das Konzept der „self-efficacy“ ("Selbstkompetenz") geht zurück auf die sozial-kognitive Lerntheorie von Albert Bandura (1977, 1982, 1986). Dabei handelt sich hierbei nicht um eine feste Konstante der Persönlichkeit, sondern um einen variablen, durch Lernprozesse veränderbaren Sachverhalt. Das sportliche Resultat ist eng mit…
Kompetenzüberzeugungstraining
Kompetenzüberzeugungstraining (authority expectation training) →Kompetenzerwartung
Komplex
Komplex (complex), lat. complexus "Umschließung, Verknüpfung"; allgemein Gesamtheit, die aus Teilen/Bereichen besteht; in der Psychologie verdrängte Gedanken und Gefühle, die unbewusst Fühlen, Denken und Handeln bestimmen, wobei Erlebnisse in der Kindheit eine große Rolle spielen (Ödipuskomplex, Minderwertigkeitsgefühl). Als Adjektiv „komplex“ = vielschichtige Struktur. Beispiel: Im Gegensatz zur Leistungsdiagnostik für eine bestimmte Fähigkeit ist die komplexe…
Konditionierung
Konditionierung (conditioning), lat. conditio „Bedingung, Beschaffenheit“; in der Psychologie Grundlage der Lerntheorie auf Basis des Reiz-Reaktions-Modells, das auf Experimente von Pawlow mit Hunden fußt (klassische Konditionierung). Eine andere Form ist die als Lernen am Erfolg/Misserfolg bekannte operante Konditionierung (→Versuch und Irrtum). Sie unterscheidet sich zur klassischen Konditionierung, da hier gelernt wird, von dem eigenen Verhalten…
Konflikt
Konflikt (conflict), lat. confligere „zusammentreffen, kämpfen“; Unvereinbarkeit von Positionen, Interessen, Wertvorstellungen zwischen Menschen, Gruppen, Organisationen oder „uneins mit sich selbst“ („innerer Widerstreit von Begehrlichkeiten; Motiven, Wünschen, ethischen Werten“ - MEYERS Lexikon), die zu psychischen Spannungen führen. Entsprechend vielfältig sind die Konfliktbereiche: politisch, sozial, ethisch oder organisationsintern. Darüber hinaus beschreibt die Konfliktforschung noch über 20 spezifische…
Konflikt, interpersoneller
Konflikt, interpersoneller (conflict, interpersonnel), Konflikt zwischen mehreren Personen
Konflikt, intrapersonaler
Konflikt, intrapersonaler (conflict, intrapersonal), Konflikt, der sich innerhalb einer Person abspielt, z.B. der Sportler ist „hin- und hergerissen“, ob er sich einer neuen Trainingsbelastung stellt.
Konfliktfähigkeit
Konfliktfähigkeit (conflict ability), auch Konfliktbereitschaft, Fähigkeit, Unstimmigkeiten zwischenmenschlicher Beziehungen zu erkennen, anzusprechen und zu lösen. Damit ist Konfliktfähigkeit eine wichtige Voraussetzung zur erfolgreichen Führung von Gruppen/Mannschaften. Gegensatz: Konfliktvermeidung, indem man langfristig die Probleme vor sich herschiebt oder ihnen ausweicht. Manchmal kann man so sogar einige Jahre regieren. Aber: "Schweigen kann im Moment einen Streit verhindern,…
Konfliktlösung
Konfliktlösung (conflict resolution), Beseitigung eines Konfliktes durch erfolgreiches Durchsetzen oder Verzichten der Interessen bzw. Herbeiführen eines Kompromisses. Schritte zur Konfliktlösung sind: Darstellung der Positionen, Ziele und Lösungsvorschläge formulieren, Lösungsvorschläge prüfen, Wege der Umsetzung suchen und Umsetzen (Konflikt lösen). Mögliche Strategien sind: Zufallsentscheidung (Los), Vertagung, Perspektivenwechsel oder Kompromiss. „Das Ziel eines Konflikts ist nicht der Sieg…
Konformität
Konformität (conformity), (lat. conformitas, "Gleichartigkeit", conformis "gleichförmig"; an Normen und Standards orientierte Verhaltensweisen und Einstellungen. Im Ergebnis wissenschaftlicher Studien gilt als gesichert (nach Lau & Plessner, 2016, S.120): Unsicherheit bei der Beurteilung einer Situation führt zu stärkerer Konformität, Je größer der Konformitätsdruck, desto größer ist das Konformitätsverhalten, Je größer die Bedrohung von außen, desto stärker…
Konfrontation
Konfrontation (confrontation), lat. confrontatio „Gegenüberstellung“; Gegenüberstellung unvereinbarer Positionen, die zum Konflikt führen können, aber auch im Sinne von Auseinandersetzung von Gruppen (z.B. Hooligans und Polizei). Konfrontation lässt sich mindern bis auflösen, wenn man sich bewusster selbst steuert und Konfrontationen nicht ausweicht, man sich konstruktiv mit dem/den anderen auseinandersetzt, d.h. auf einseitige Darstellungen, Unterstellungen, Verzerrungen, Beschimpfungen,…
Konkurrenz
Konkurrenz (competition), lat. concurrere „zusammenlaufen, aufeinanderrennen“; Rivalität, Wettkampf, ein Verhaltensmuster der Leistungsgesellschaft, andere Personen oder Gruppen übertreffen zu wollen („Konkurrenz belebt das Geschäft“). →Fairplay Konkurrenz ist ebenso Wesensmerkmal des Leistungssports, wie dessen Gegenteil Kooperation und Solidarität, deshalb sind beide in ihrer dialektischen Wechselwirkung zu verstehen und gebrauchen. „Die Prinzipien von Konkurrenz, Leistung und Chancengleichheit sind…
Können
Können (coping behavior), Bewältigung von Anforderungen auch unter veränderten Bedingungen auf der Grundlage von Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie der Gerichtetheit der Persönlichkeit (→Motivation, →Einstellung). Das Können entwickelt sich auf der Grundlage von Anlagen (→Talent, →Begabung), der eigenen Tätigkeit (→Lernen, →Training usw.) in einem fördernden oder hemmenden Umfeld. (soziale Faktoren). Können ist somit auch im Sport…