Psychologie
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Jugendschutzgesetz
Jugendschutzgesetz (Protection of Young Persons Act), Gesetz zum Schutz der Jugend (14-18jährige) in der Öffentlichkeit. Mit dem neuen Jugendschutzgesetz des Bundes wurden das Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit und das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften und Medieninhalte zu einem einheitlichen Gesetz zusammengeführt. Das Gesetz regelt den Aufenthalt an öffentlichen Orten wie Gaststätten,…
Kameradschaft
Kameradschaft (comrade), (ital. camerata, „Kammergemeinschaft“); emotionale Beziehung zwischen Menschen. Der Begriff ist positiv (Freundschaft, Beziehung, Brüderschaft, Bund, Eintracht, Geistesverwandtschaft, Gemeinschaft, Verbindung, Verbundenheit, Zusammengehörigkeit, Bindung, Solidarität usw.) wie auch besonders historisch negativ (Kumpelei, Klüngel, Kameradschaften der rechten Szene) besetzt. Coubertin (1935) verstand unter olympischen Athleten eine Elite, die - als Nachfolger der Ritter - die Ideen…
Kampftraining
Kampftraining (fighting training), auch Trainingskampf, wettkampfnahe Trainingsform, indem der Trainingspartner die Rolle des Gegners übernimmt. Da viele talentierte Schwimmer oft in ihren Vereinen konkurrenzlos sind, ist es besonders eine Aufgabe der Landes- und Bundesstützpunkte, leistungsstarke Schwimmer im Sinne des Kampftrainings gemeinsam trainieren zu lassen. Eine abgewandelte Form (z.B. bei Schwimmern mit unterschiedlicher Leistungsstärke) ist das…
Kanalisierung
Kanalisierung (canalization), in der Sozialpsychologie die Einflussnahme auf die Entwicklungsmöglichkeiten einer Person indem bestimmte Verhaltensweisen (→Verhalten) und Fähigkeiten gefestigt, andere unterdrückt werden, besonders bei der Herausbildung von Sitten, Normen, Traditionen). Zugleich wird die Auswahl möglicher Entwicklungspfade durch die Anlagebedingungen eingeschränkt. „Kanalisierung ist vergleichbar mit einer Kugelbahn, bei der mögliche Verlaufsbahnen strukturell vorgegeben sind, zusätzliche Faktoren…
Karriereforschung
Karriereforschung (career research), Wissenschaftliche Studien aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zu verschiedenen Wegen und Ursachen sozialen Aufstiegs (Karriere), vor allem unter psychologisch-sozialem und betriebswirtschaftlichem Aspekt (Personalmanagement). →Expertiseforschung, →Soziologie Bezogen auf Karrieren im Sport wurde die Disziplin in das Studium „Sportsoziologie und Sportmanagement“ übernommen. Im Gegensatz zur dualen Karriere, die im Leistungssport vordergründig im Rahmen der Förderung von…
Karriereplanung
Karriereplanung (career planning), in der Wirtschaft „Teil der langfristigen Personalplanung im Bereich des Führungsnachwuchses mit dem Ziel, den zukünftigen Bedarf an Führungskräften durch rechtzeitige personalpolitische Entscheidungen sicherzustellen“ (http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/karriereplanung.html, Zugriff am 22.07.2016). Im Leistungssport versteht man darunter die Unterstützung von Kadersportlern bei der Organisation ihres persönlichen Umfeldes und der Verknüpfung schulischer bzw. beruflicher Belange mit den…
Kenntnisse
Kenntnisse (knowledge), Bestand an Wissen und Erfahrung, der sich auf Dinge und Sachverhalte (Sach-Kenntnis), auf Handlungen und geistige Tätigkeiten (Verhaltens- und Verfahrens-Kenntnis), auf das Umgehen mit gesellschaftlichen Normen und Werten (Norm/Wert-Kenntnis.) bezieht. Damit wichtiger Bestandteil im Komplex der Leistungsvoraussetzungen. →Kompetenz, →Experte Im Sport umfassen Kenntnisse das Wissen über das Ziel, die davon abgeleitete Leistungsstruktur, den…
Kind
Kind (child), eine gesetzlich geregelte Definition gibt es nicht, lediglich die Altersbegrenzung auf 14 Jahre. Ontogenetisch gesehen der Mensch in seiner ersten Entwicklungsphase, dem Abschnitt der Kindheit, der entwicklungspsychologisch zwischen der Geburt und der Vollendung des 14. Lebensjahres festgelegt ist. Damit ist der Mensch etwa ein Fünftel seiner Lebenszeit infantil (im Kindesstadium), im Vergleich zu…
Kinderleistungssport
Kinderleistungssport (high-performance Sports for children), Leistungssport für Kinder im Kindesalter (bis 14 Jahre), im Schwimmen das Grundlagentraining und Aufbautraining betreffend, während Nachwuchstraining noch das Anschlusstraining (Jugendalter) einschließt. Oft auch als Hochleistungssport im Kindesalter bezeichnet, was mit unserer Auffassung von den Trainingsetappen kollidiert, indem wir zwischen Nachwuchstraining und Hochleistungstraining unterscheiden (s. auch Martin et al.1999, S.20).…
Kindesalter frühes
Kindesalter, frühes (infancy, early), auch Vorschulalter, Lebensphase im Alter von 4 – 6/7 Jahren und damit im Abschnitt der schwimmerischen Grundausbildung, die sich in der motorischen Ontogenese durch die Vervollkommnung vielfältiger Bewegungsformen und der Aneignung erster Bewegungskombinationen äußert. Kinder sind in diesem Alter wissbegierig und bewegungsfreudig. Die noch wenig entwickelte Konzentrationsfähigkeit bewirkt aber einen häufigen…
Kindesalter, mittleres
Kindesalter, mittleres (infancy,middle), auch frühes Schulkindalter; Lebensphase im Alter vom 6/7. bis 10. Lebensjahr, die durch ein fast ungestümes Bewegungsverhalten gekennzeichnet ist, was sich in einem begeisterten Sportinteresse äußert. Das mittlere Kindesalter sollte genutzt werden, um die nach der Grundausbildung mit dem Wasser vertrauten Kinder für den Leistungssport in seinen Anfängen (→Grundlagentraining) zu gewinnen. Weitere…
Kindesmisshandlung
Kindesmisshandlung/Kindesmissbrauch (child abuse), „nicht zufällige, bewusste oder unbewusste, gewaltsame, psychische oder physische Schädigung, die in Familien oder Institutionen (beispielsweise Kindergärten, Schulen, Heimen) geschieht, die zu Verletzungen, Entwicklungshemmungen oder sogar zum Tod führt und die das Wohl und die Rechte eines Kindes beeinträchtigt oder bedroht. (Bast, 1975, nach: Senatsverwaltung Berlin, 2002, S. 6). →Pädophilie Formen der…
Kindgemäßheit
Kindgemäßheit (child suitability), kindgerecht; Der Begriff „Kindgemäßheit“ ist weit gesteckt und nicht exakt definiert, da „eine Annäherung an diesen nicht eindeutig präzisierbaren Begriff nur situativ und kasuistisch möglich“ sei. Folglich ermöglicht allein die Bezugnahme auf die jeweilige konkrete Handlungssituation eine sinnvolle Debatte über Kindgemäßheit. (Rosenberger, 2004, S.10). Pädagogisches Leitprinzip bleibt dabei die Orientierung am Kind,…
Kindheit
Kindheit (childhoot; infancy), Lebensabschnitt von der Geburt bis zum Übergang in das Jugendalter (Beginn der Pubertät), aber biologisch wegen der unterschiedlichen Wachstumsverläufe schwer einzugrenzen, rechtlich bis Vollendung des 14. Lebensjahres, Um die Entwicklungsaufgaben (→Wachstum, →Lernen) bewältigen zu können ist das Kind frei von der Verantwortung des Erwachsenen (Beruf, →Familie). Durch den Einfluss der Medien (→Gewalt,…
Koaktion
Koaktion (coaction), lat. coactio »(Geld)eintreibung« zu coactus, cogere »drängen, nötigen, zwingen«; Von Thomas (1992) eingeführter Begriff aus der Kooperation in der Gruppenarbeit. Danach ist Koaktion ein zur gleichen Zeit am gleichen Ort vollzogenes, aufeinander abgestimmtes individuelles Handeln mehrerer Personen, sofern die Handlungsausführung und das Handlungsergebnis des einzelnen nicht oder nur minimal von der Leistung des…
Kognition
Kognition (cognition), lat. cognoscere „erkennen“; uneinheitlich verwendeter Begriff, allgemein für Wissen und Denkfähigkeit Sammelbezeichnung für alle mit dem Erkennen und Wahrnehmen verbundenen Funktionen, die bei der Regulation sportlicher Handlungen die „Führungsfunktion“ (Kratzer, in Schnabel & Thieß, 1993, S. 454) übernehmen. Eine Bewegung kann nicht besser sein als die ihr zugrunde liegende Repräsentation (Schack, 2005, 53).…
kognitiv
kognitiv (kognitive), lat. cognoscere „erkennen“; →Kognition Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Kognitiv - Zugriff 27.11.2019