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Physiologie

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Dehnungsrezeptor

Dehnungsrezeptor (stretch receptor), Empfangseinrichtungen eines Organs oder eines Organteils, die auf Dehnung des entsprechenden Gewebes ansprechen. Sie kommen z. B. in den Muskeln (→Muskelspindel), der Lunge, im Magen-Darm-Trakt und im Herzmuskel vor. So messen die Dehnungsrezeptoren der Herzkammer, wie sehr der Herzmuskel durch das hineinströmende Blut gedehnt wird und bestimmen daraufhin die Kraft des nächsten Herzschlages.…

Dehydration

Dehydration/Dehydratation (dehydration), griech. hydro „Wasser“+ de „fehlend“; Flüssigkeitsverlust des Körpers, der die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann (→Temperatur, Abnahme →Blutdruck und  Herzminutenvolumen, Unwohlsein, Schlaflosigkeit bis zur Beeinflussung der Laktatschwelle). Starkes Flüssigkeitsdefizit (→Flüssigkeitshaushalt) kann zum Kollaps, ein Wasserverlust von 15% des Körpergewichts zum Tode führen. Wir sollten uns immer vor Augen halten, dass unser Körper zu 75% aus…

Dekontraktion

Dekontraktion (decontraction), lat. contrahere „zusammenziehen“, durch „de“ Gegenteil; Verlängerung eines Muskels oder einer Muskelgruppe, in der Physiotherapie therapeutische Maßnahme zur kurzzeitigen Verringerung des Längendefizits (Verkrampfung) von Muskeln. Man unterscheidet globale Dekontraktion zusammenhängender Muskelverbände und spezifische Dekontraktion einzelner Muskelgruppen. Bei der Dekontraktionsstechnik wird immer die Gegenbewegung zu der  belastenden Bewegung ausgeführt (Kräftigung der Antagonisten, Entspannung der…

Depolarisation

Depolarisation (depolarization), (Physiologie), In der Nervenzelle werden die Reize durch elektrische Impulse weitergeleitet. Diese gelangen über das Membranpotential (asymmetrische Verteilung von Ladungsträgern beider Seiten der Membran erregbarer Strukturen - Roche) in die Zelle, aufgebaut durch Ionen, die sich in bestimmten Konzentrationen innerhalb und außerhalb der Zelle befinden. Dabei findet sich in der Zelle ein Überschuss…

Desensibilisierung

Desensibilisierung, (desensitization), „GegenKonditionierung“, Technik aus der Verhaltenstherapie zum schrittweisen Abbau von Hemmungen und Ängsten in Verbindung mit Entspannungsübungen (→Psychoregulation). Dabei werden die Angstsituationen in hierarchischer Folge reproduziert mit dem Ziel, dass sie abgebaut werden. Im Sportschwimmen kann dieses Verfahren beim Abbau von Ängsten vor →Wettkämpfen nützlich sein. Es muss aber gelingen, die Ängste konkret zu…

Desmopressin

Desmopressin (desmopressin), synthetisch erzeugtes Peptidhormon, das wegen seiner antidiuretischen (Flüssigkeit zurückhaltenden) Wirkung bei Bettnässern eingesetzt wird. Desmopressin erhöht auch bei sportlichen Leistungen die Urinkonzentration und verringert die Urinproduktion. Die vermehrte Flüssigkeit nutzt der Körper zur Thermoregulation. Unter Hitze und Feuchtigkeit konnten so bessere Leistungen gebracht werden. (Ftaiti et al. 2006), In thermoneutraler Umgebung besteht kein…

Desoxyribonukleinsäure (DNA)

Desoxyribonukleinsäure (DNA) (deoxyribonucleic acid), Grundtyp der Nucleinsäuren mit der molekularen Struktur einer Strickleiter und damit materielle Basis der Gene (einzelne, verdichtete DNA-Moleküle, Chromosomen) in denen die Erbinformationen gespeichert sind. Die Gene codieren genetische Informationen, die Aufbau und Organisation des Organismus beeinflussen. Sie enthalten „Baupläne“ für Proteine oder Moleküle, die bei der Proteinsynthese oder der Regulation…

Dextrose

Dextrose (dextrose) →Traubenzucker  

Diastole

Diastole (diastole), (Physiologie), Erschlaffungsphase eines Hohlorgans, vornehmlich des Herzens, um dieses zwischen zwei Systolen mit Blut aufzufüllen. Dabei werden zwei Phasen unterschieden: Vorhofdiastole: Entspannungsphase der Herzvorhöfe, Ventrikeldiastole: Entspannungsphase der  Herzkammern. →Diastole In dieser Entspannungsphase fällt der Druck in den Blutgefäßen langsam ab bis auf den niedrigsten Wert von etwa 80 mmHg (diastolischer Blutdruck). Durch intensive…

Differenz, arteriovenöse

Differenz, arteriovenöse (a-vDO2) (a.-v. difference), auch als periphere O2-Ausschöpfung bezeichnet, die Differenz zwischen dem Sauerstoffgehalt des arteriellen und des venösen Blutes und damit ein Zeichen der Verwertung des Sauerstoffs an der Peripherie, die von der Summe der arbeitenden Muskulatur und deren Kapillarisierung abhängt. „Die erhöhte O2-Ausschöpfung des Ausdauertrainierten bei schwerer körperlicher Arbeit (≈170 bis 190…

Diffusion

Diffusion (diffusion), lat. diffundere „ausgießen, verstreuen, ‚ausbreiten“; ein physikalischer Prozess, bei dem durch Teilchenbewegung (Moleküle, Atome) von einem Ort höherer zu einem Ort niedrigerer Konzentration ein Konzentrationsausgleich erfolgt. Im Organismus diffundieren die Teile durch Zellmembranen, wie in den Alveolen. →Atmungssystem Ausdauerleistungen benötigen Sauerstoff, der über Diffusion zum arbeitenden Muskel transportiert wird. Es führt zu großen…

Diuretika

Diuretika (diuretics), griech. di-uretikós „den Urin befördernd"; harntreibendes Arzneimittel, das klinisch angewendet wird, um extrazelluläre Flüssigkeiten bei Ödemen auszuschwemmen. Diuretika werden im Sport verbotenerweise als Maskierungsmittel ("Verhüllung") eingesetzt, um  „Gewicht zu machen“ oder die Konzentration von Dopingsubstanzen im Urin zu verringern („Verdünnungseffekt“). Es sind also keine Dopingsubstanzen, aber sie verschleiern den Dopingnachweis. Diuretika wurden weltweit…

diuretisch

diuretisch (diuretic), die Diuretika betreffend (harntreibend)

DNA-Analyse

DNA-Analyse (Genealogical DNA test) →Genanalyse, →DNA

Dopamin

Dopamin (dopamine) Neurotransmitter aus der Gruppe der Katecholamine, auch als „Glückshormon“ bekannt, da es überlebensdienliche Verhaltensweisen verstärkt und eine wichtige Rolle bei der Motivation spielt. In Verbindung damit beeinflusst es auch Entscheidungen, weil sich Menschen sehr stark von der Erwartung beeinflussen lassen, wie gut oder wie schlecht sie sich in Zukunft voraussichtlich fühlen werden (Sharot…

Doping

Doping (doping), engl. to dope „Drogen verabreichen“; allgemein die unerlaubte Einnahme leistungssteigernder Mittel (Dopingmittel). Im Sport der ein- oder mehrmalige Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln, wie sie in Artikel 2 der WADA ausgewiesen sind. Verstöße sind nach der Definition der Welt Anti-Doping Agentur ab 1.1.2015: 2.1   Vorhandensein einer Verbotenen Substanz, ihrer Metaboliten oder Marker in der…

Dopingliste

Dopingliste (doping list), Jährlich durch die WADA aktualisierte Erfassung aller Wirkstoffe und Methoden (Dopingmittel), die mindestens zwei der folgenden drei Kriterien entsprechen müssen: Potenzial zur Leistungssteigerung im Sport, aktuelles oder potenzielles Gesundheitsrisiko, Verstoß gegen die Ethik im Sport. Bei Gebrauch von Medikamenten sollten sich Sportler in den aktuellen Listen der NADA informieren, wo erlaubte Medikamente…

Dopingmittel

Dopingmittel (doping substances), im Sport verbotene Wirkmittel, die in der Dopingliste der WADA aufgeführt sind und in fünf Gruppen unterteilt werden: →Stimulanzien, →Narkotika, →Anabolika, →Diuretika, →Peptidhormone. In Peking 2008 wurden auch Wachstumshormone auf die Liste gesetzt. Immer wieder wird vor der Einnahme von (oft kontaminierten) Nahrungsergänzungsmitteln gewarnt. →Doping, →Dopingkontrolle, →Dopingstrafen Exkurs: Ein noch ungeklärtes Problem…

Dreieratmung

„Dreieratmung/ Dreierzug-Atmung“ (triple-breathing), Variante des Atemrhythmus im Schwimmen (vorrangig →Kraul), wobei auf jeden dritten Armzug eingeatmet wird. Das Verhältnis von Atmung zu Zugzahl kann weiter variiert, Ein- und Ausatmung an bestimmte Armzüge gekoppelt werden. Durch die Dreieratmung behält der Schwimmer die Übersicht nach beiden Seiten, nutzt die Hebelwirkung der Arme maximal aus und stabilisiert die…

Druck hydrostatischer

Druck, hydrostatischer (pressure, more hydrostatically), Druck, der im Inneren einer Flüssigkeit herrscht, in jeder Richtung gleich groß ist und mit der Höhe der Flüssigkeitssäule über der betreffenden Stelle wächst (MEIERS Lexikon). Der hydrostatische Druck (p) ist das Produkt aus Höhe der Wassersäule (h) und dem spezifischen Gewicht (γ). Befindet sich ein Körper im Wasser, so…