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Pädagogik

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Hyperaktivität

Hyperaktivität (hyperactivity), „ein von Betroffenen nicht hinreichend kontrollierbares, überaktives Verhalten. Ausgehend von innerer Ruhelosigkeit, manifestiert sich Hyperaktivität in der Regel in Form von motorischer Unruhe und "überschießenden Reaktionen“. Hyperaktivität ist symptomatisch für diverse psychische Störungen (z. B. Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen, bipolare Störung. Depression und Autismus)  und auch einige somatische Erkrankungen (z. B.  Hyperthyreose, Angelman-Syndrom) (Wikipedia).…

Ideal

Ideal (ideal), griech. idea „Idee“; vielseitig gebrauchter Begriff: Erstreben von Vollkommenheit, Leitbild, Vorbild, stabile Einstellung, die die „eigenständige Position und wertende Beziehungen zu gesellschaftlichen Zielvorstellungen und individuellen Zukunftsabsichten beinhaltet“ (Müller, in Schnabel & Thieß, 1993, S.408). Ideale sind ethische oder moralische Werte, die dem Handeln eine Richtung geben. Sie sind aber mehr ein Leuchtturm, kein…

Identifikation

Identifikation/Identifizierung (identification), lat. identitas „Wesenheit“ und facere „machen“; Nachahmung, Imitation, anerkennende Position als Qualitätsstufe der Einstellung. In der Psychologie bewusst oder unbewusst in die Rolle eines anderen schlüpfen. Identifikation spielt in der Beziehung des Nachwuchssportlers zu seinen sportlichen Vorbildern eine große Rolle, indem bewusst oder unbewusst Eigenschaften und Verhaltensweisen prominenter Sportler übernommen (verinnerlicht) werden. Im…

Immunsystem

Immunsystem (immune system) aus verschiedenen Organen, Geweben bzw. zirkulierenden Zellen bestehende Funktionseinheit zur Abwehr von Krankheitserregern. Hierzu zählen neben Zellen (wie z.B. Lymphozyten) auch kleine Proteinmoleküle (→Immunglobuline). Durch Stress, wozu auch Überbelastung/-training zu zählen ist, kann die Abwehrbereitschaft geschwächt werden (Immunsuppression). Wenn dem Organismus keine ausreichende Regenerationszeit zur Absenkung des Stresshormonspiegels zur Verfügung steht, kann…

Indiskretion

Indiskretion (indiscretion), lat. indiscretio, „Rücksichtslosigkeit“; Verletzen der Verschwiegenheit und die Weitergabe von Informationen an Personen, für die diese nicht bestimmt sind (Wikipedia). Durch das enge Vertrauensverhältnis (→Vertrauen) in der Trainer-Sportler-Beziehung im Hochleistungssport führt Indiskretion zu einem starken Vertrauensbruch. Besonders gegenüber den Medien ist Zurückhaltung geboten. Ferner sollte der Trainer seinen Arbeitsvertrag kennen, da gegebenenfalls Betriebsgeheimnisse…

Inklusion

Inklusion (inclusion), lat. inclusio „Einschließung, Einbeziehung“; Förderung von Heterogenität in Gruppen, in der Soziologie indem jeder Mensch gleichberechtigt und selbstbestimmt an der Gesellschaft teilhaben kann, in der Pädagogik durch Wertschätzung der Vielfalt, z.B. durch Einbeziehung Behinderter (Inklusive Pädagogik), wonach jedes Kind die individuelle Unterstützung erfährt, die es benötigt. Grundlage ist der Beschluss der Kultusministerkonferenz vom…

Inspiration

Inspiration (inspiration), lat.inspiratio „Beseelung, ‚Einhauchen, aus in ‚hinein‘ und spirare „hauchen, ‚atmen“; vgl. spiritus „Atem, Seele, Geist“; vielseitig verwendeter Begriff von Empfangen kreativer Ideen, göttlicher Eingaben (Theologie) bis zu Einatmung (s. Physiologie). Im Internet ist der Begriff weitgehend von der Automobilbranche belegt. Allerdings ist man gegenwärtig mehr auf der Suche nach dem "göttlichen Geist", der…

Instruktion

Instruktion (instruction), lat. instruere „vorbereiten, unterweisen, unterrichten, anweisen“, Partizip instructus; Handlungsanweisung mit den Merkmalen: aktivierte Sinnesmodalität, Inhalte, formale Gestaltung und Ziel, auch synonym mit „Unterrichten“ gebraucht. So wird z.B. das direkte Unterrichten in der Pädagogik als „direkte Instruktion“ bezeichnet, ein anspruchsvolles Unterrichtskonzept, das sich von „Frontalunterricht“ und „lehrerzentriertem Gespräch“ unterscheidet. Indem das Erlernen und Vervollkommnen…

Instruktion, programmierte

Instruktion, programmierte →Lernen, programmiertes

Intention

Intention (intention), lat. intendere „sein Streben auf etwas richten“; Absicht, in der Psychologie die inhaltliche Ausrichtung oder Beziehung auf etwas; zentraler Übergang auf dem Weg vom Wünschen zum Handeln (http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/intention/7289, Zugriff am 13.09.16). So wird auch unter intentionaler Erziehung eine aus Erziehungszielen abgeleitete pädagogische Handlung verstanden.  →Gerichtetheit

Internat

Internat (boarding school), lat. internus, „im Inneren befindlich, vertraulich“; einer Unterrichts- oder Lehreinrichtung angeschlossene Wohneinrichtung für Schüler oder Studenten. Eltern schicken ihre Kinder ins Internat, weil der lange Schulweg unzumutbar ist (→Wegezeiten), sie aus Zeitmangel fremde Obhut beanspruchen (z.B. Ortswechsel der Eltern, Scheidung), sie vom pädagogischen Konzept der Einrichtung überzeugt sind (z.B. Waldorfschule), ihr Kind…

Internetsucht

Internetsucht/-abhängigkeit (internet addiction) auch "Handysucht", "Onlinesucht"; psychische Abhängigkeit vom Internet, die bei einer Nutzung von 35 Std./Woche angesetzt wird. Die Wissenschaft ist sich uneins, ob es sich um eine eigenständige Erkrankung lediglich um das Symptom einer anderen Grunderkrankung handelt (gegenwärtig nicht von Krankenkassen anerkannt). Viele Forscher sehen sie bereits als eigenständige psychische Störung (Verhaltenssucht) an.…

Interview

Interview (interview), lat. inter- und videre, frei übersetzt „sich gegenseitig (kurz) sehen“; mündliche Befragung von Personen oder Gruppen zu Personen, Sachen oder Meinungen. In den Gesellschaftswissenschaften unterscheidet man standardisierte (→Standard), halbstandardisierte und offene Interviews. Nicht jede Befragung erfüllt die Anforderungen an ein Interview. Dabei ist besonders die Kompetenz des Interviewers nicht zu unterschätzen. Im Hochleistungssport…

Ironie

Ironie (ironic), griech. eirōneía, wörtlich „Verstellung, Vortäuschung“; „Äußerung die das Gegenteil des Gesagten meint, die mit scheinbarer Ernsthaftigkeit den gegnerischen Standpunkt ins Widersprüchliche zieht. Im Gegensatz zum Humor ist Ironie eher kritisch und nicht um Zustimmung bemüht. Ironie wird oft durch Mimik, Gesten oder Betonung unterstrichen und so als solche kenntlich gemacht“ (Wikipedia). Wenn sie…

Jugendschutzbestimmungen

Jugendschutzbestimmungen (Provisions of Young Persons Act), Die Jugendschutzbestimmungen fußen auf dem Jugendschutzgesetz (https://www.gesetze-im-internet.de/juschg/BJNR273000002.html - Zugriff 26.10.2019) Im Sport sind die Schutzbestimmungen für Jugendliche in den Statuten und Regeln der Fachverbände (→Satzung) verankert. So steht in den Wettkampfbestimmungen des DSV, dass Teilnehmer an amtlichen Wettkampfveranstaltungen des DSV mindestens zehn Jahre alt sein müssen, Teilnehmer an amtlichen…

Jugendschutzgesetz

Jugendschutzgesetz (Protection of Young Persons Act), Gesetz zum Schutz der Jugend (14-18jährige) in der Öffentlichkeit. Mit dem neuen Jugendschutzgesetz des Bundes wurden das Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit und das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften und Medieninhalte zu einem einheitlichen Gesetz zusammengeführt. Das Gesetz regelt den Aufenthalt an öffentlichen Orten wie Gaststätten,…

Karriereplanung

Karriereplanung (career planning), in der Wirtschaft „Teil der langfristigen Personalplanung im Bereich des Führungsnachwuchses mit dem Ziel, den zukünftigen Bedarf an Führungskräften durch rechtzeitige personalpolitische Entscheidungen sicherzustellen“  (http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/karriereplanung.html, Zugriff am 22.07.2016). Im Leistungssport versteht man darunter die Unterstützung von Kadersportlern bei der Organisation ihres persönlichen Umfeldes und der Verknüpfung schulischer bzw. beruflicher Belange mit den…

Kinderleistungssport

Kinderleistungssport (high-performance Sports for children), Leistungssport für Kinder im Kindesalter (bis 14 Jahre), im Schwimmen das Grundlagentraining und Aufbautraining betreffend, während Nachwuchstraining noch das Anschlusstraining (Jugendalter) einschließt. Oft auch als Hochleistungssport im Kindesalter bezeichnet, was mit unserer Auffassung von den Trainingsetappen kollidiert, indem wir zwischen Nachwuchstraining und Hochleistungstraining unterscheiden (s. auch Martin et al.1999, S.20).…

Kindesalter frühes

Kindesalter, frühes (infancy, early), auch Vorschulalter, Lebensphase im Alter von 4 – 6/7 Jahren und damit im Abschnitt der schwimmerischen Grundausbildung, die sich in der motorischen Ontogenese durch die Vervollkommnung vielfältiger Bewegungsformen und der Aneignung erster Bewegungskombinationen äußert. Kinder sind in diesem Alter wissbegierig und bewegungsfreudig. Die noch wenig entwickelte Konzentrationsfähigkeit bewirkt aber einen häufigen…

Kindesmisshandlung

Kindesmisshandlung/Kindesmissbrauch (child abuse), „nicht zufällige, bewusste oder unbewusste, gewaltsame, psychische oder physische Schädigung, die in Familien oder Institutionen (beispielsweise Kindergärten, Schulen, Heimen) geschieht, die zu Verletzungen, Entwicklungshemmungen oder sogar zum Tod führt und die das Wohl und die Rechte eines Kindes beeinträchtigt oder bedroht. (Bast, 1975, nach: Senatsverwaltung Berlin, 2002, S. 6). →Pädophilie Formen der…