Pädagogik
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Fun
Fun (engl.), Gaudi; Spaß, übernommen in die Begriffe Fun (→Spaß-)gesellschaft und Funsportarten (→Trendsportarten). Die Spaßgesellschaft ist gekennzeichnet durch Überbetonung des Wertes von Spaß in der Gesellschaft, einem Hang zu einem Mehr an ständigem Amüsement, angestachelt von einer ausufernden Werbe- und Freizeitindustrie. Oft auf Kosten sozialer Bedürfnisse. Auch bei den Funsportarten stehen Vergnügen und gemeinsames Erleben…
Ganztagsschule
Ganztagsschule (all-day school), Schule im Primar- oder Sekundarbereich I, die den Schülern über den Vormittagsunterricht hinaus an mindestens drei Tagen ein ganztägliches Angebot von mindestens 7 Stunden mit einem Mittagessen macht. Die Nachmittagsangebote sollen im konzeptionellen Zusammenhang mit dem Unterricht stehen ohne zu einem Mehr an „Beschulung“ zu führen. Eher sollte die außerschulische Lebenswelt mit…
Gendermainstream
Gendermainstream (engl.) „neudeutsch“ für Gleichberechtigung der Geschlechter, vorrangig als innovative Strategie zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Männern und Frauen in der Gesellschaft. Danach wird Geschlecht nicht unter einer biologischen Perspektive als „sex“ verstanden, sondern als soziales Konstrukt. →Gender Gendermainstream wurde in die neue Bildungskonzeption des DOSB als Strategie aufgenommen, mit der die Auswirkungen von allen…
Generalisierung
Generalisierung/Generalisation (generalization), lat. genero „erzeugen, erschaffen“ (Generator); übertragen Verallgemeinerung mit Anwendung in den verschiedensten Fachgebieten. So z.B. in der Medizin, wenn eine Erkrankung oder ein Medikament auf den ganzen Körper ausstrahlt, in der Soziologie für die Ausweitung von Konflikten durch Einbezug von mehr und mehr Themen (typisches Beispiel „Jamaika“-Verhandlungen 2017); in Physiologie für die Übertragung…
Generationskonflikt
Generationskonflikt/Generationenkonflikt (generation gap), Spannungen zwischen den Angehörigen verschiedener Generationen einer Familie oder der Gesellschaft. Ursachen sind unvereinbare Normen der Altersgruppen und Wertewandel. In der Familie äußert sich der Generationenkonflikt zumeist als Protest gegen die Anordnung der Eltern, in der Gesellschaft als Protest gegen politische Entscheidungen (z.B. zu Sozialsicherungssystemen). Während Generationskonflikte in der Familie durch einen…
Geschlechterrollen
Geschlechterrollen (gender role), Eigenschaften und Handlungen, die aus soziologischer Sicht den Geschlechtern zugewiesen werden und auf einen frühen Lernprozess zurückgehen. Beeinflusst durch die wirtschaftlich-soziale Struktur der Gesellschaft verändern sich die Geschlechterrollen. So zeichnet sich ein Wandel durch eine stärkere Gleichstellung der Frau ab. Es bleibt aber ein zäher Prozess. So bestätigt eine internationale Studie erneut,…
Geselligkeit
Geselligkeit (sociableness), „zwangloses und zweckfreies durch gemeinsame Unterhaltung (und Amüsement) bestimmtes Zusammensein von Menschen“ (Meyers Lexikon). Geselligkeit und Gesellschaft sind elementare Bestandteile menschlichen Lebens und Schlüssel für Lebensqualität im weitesten Sinne. So belegten Forscher der Universität Cambridge mit einem Experiment, dass gesellige Menschen in zwei Hirnregionen deutlich mehr Nervenzellen haben als Einsiedler und erwarten daraus…
Gespräch
Gespräch (discussion), Kontakt zwischen Menschen durch Sprechen, Hören und Verstehen, dessen Erfolg von bestimmten „Spielregeln“ abhängt. So sollte ein diagnostisches Gespräch folgende Sequenzen aufweisen: Der Trainer informiert den Sportler, welche Handlungsfehler er beim Sportler wann und in welcher Situation beobachtet hat (→Fehleridentifikation),. Der Trainer fragt den Sportler nach dessen Wahrnehmung. Bei übereinstimmenden Auffassungen legen Sportler…
Gesundheitserziehung
Gesundheitserziehung (health education), Vermittlung von gesundheitsbezogenem Wissen, Können und Verhalten (WIKIPEDIA). Wesentliches Ziel ist die Entwicklung von Wissen im Bereich Gesundheit bei einzelnen Personen oder Gruppen. Dabei bildet die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen das Schwerpunktthema der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, weil gesundheitsrelevante Verhaltensweisen und Lebensstile sowie die Prägung der auf die Gesundheit bezogenen Einstellungen bereits…
Gewalt
Gewalt (force; violence), Es gibt keine verbindliche Definition. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Gewalt wesentlich vielseitiger verwendet, so kann mit Gewalt ein Mensch vor einem nahenden Fahrzeug zurückgehalten werden, also zu seinem Wohle, so wie auch bei Staatsgewalt von Gewalt im Interesse des Volkes ausgegangen werden sollte. Versteht man unter Gewalt körperliche, psychische oder verbale Übergriffe…
Gruppe, soziale
Gruppe, soziale (group, social), Vereinigung von Individuen, die durch gemeinsame Ziele, Interessen und vielfältige Beziehungen verbunden sind, sich bestimmten Normen unterwerfen und Aufgaben verteilen (→Rolle, soziale). Die soziale Gruppe ist immer ein Teil der Gesellschaft und vermittelt zwischen Gesellschaft und Individuum. Besonders für Kinder und Jugendliche spielt die soziale Gruppe zur Ausbildung der eigenen Identität…
Gruppendynamik
Gruppendynamik (group dynamics), aktiver, von der Umwelt (Gesellschaft) bestimmter Prozess der Entstehung und Entwicklung der inneren Beziehungen und Strukturen einer Gruppe. Die Gruppendynamik erfasst das Geschehen in Kleingruppen, die auch für den Sport (Trainingsgruppen) typisch sind. Die Leistungsfähigkeit einer Gruppe wird maßgeblich durch Fähigkeit und Bereitschaft des Einzelnen zu kooperieren, von Gruppennormen, strukturellen Beziehungen und…
Gruppengespräch
Gruppengespräch (group-talk), auch Gruppendiskussion, Gruppeninterview, Gruppenexperiment. Um Informationen zu sammeln, bennent ein Diskussionsleiter ein Thema und führt dazu ein Gespräch mit mehreren Teilnehmern, zumeist einer bestimmten Organisationsform (Arbeitsgruppe, Rehabilitationsgruppe, Seminargruppe usw.). Damit das aber nicht zu einer allgemeinen Plauderei ausartet, sind bestimmte Prinzipien einzuhalten: mit einer klaren Zielstellung in das Gespräch gehen, durch Zwischenergebnisse "roten…
Gruppennorm
Gruppennorm (group standard), verbindliche Richtlinie für das Verhalten der Mitglieder einer Grupp;. Mehrheitsposition zu Erwartungen und Verhaltensweisen der Gruppe. Bereits die Akzeptanz der „Baderegeln“ ist eine der ersten Gruppennormen in Schwimmgruppen. Sie werden im Laufe der Entwicklung ergänzt durch Organisationsformen wie Antreten, Schwimmleinen befestigen, Abgangsformen usw., Umgangsformen (Grüßen, Entschuldigen bei Fernbleiben vom Training), Übernahme von…
Handlungskompetenz
Handlungskompetenz (action competence), „Fähigkeit des Einzelnen sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht, durchdacht, sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten (www.wikipedia.de). →Trainerkompetenz Handlungskompetenz ist ein Leitziel der Trainerausbildung. Sie verknüpft Wissen, Können und Verhalten in Bezug auf ein erfolgreiches, ganzheitliches Handeln miteinander. Handlungskompetenz schließt Sozialkompetenz, Fachkompetenz, Methoden- und Vermittlungskompetenz sowie strategische Kompetenz ein…
Handlungsorientierung
Handlungsorientierung (actional orientation), im weiten Sinne praxisbezogenes und praktisches Lernen, weil alles Lernen Handeln ist. Indem Handeln zum Unterrichtsprinzip erhoben wird, erwächst daraus der Anspruch, dass die Schüler selbsttätig werden und den Wert der Unterrichtsinhalte für Leben und Handeln erfahren. Für das sportliche Training sind besonders Handlungsorientierungen mit höherem Verallgemeinerungsgrad von Bedeutung (→Trainingsprinzipien). Psychische Komponenten…
Handy
Handy (engl), tragbares Telefon, inzwischen als Smartphone mittels Apps durch zahlreiche Funktionen und Programme erweitert. Vor- und Nachteile in der Nutzung aus pädagogisch-psychologischer Sicht: →Smartphone Exkurs: Die Zeit, dass Handys nur zum Schwatzen genutzt werden, sind vorbei. Dank entsprechender Apps können sie mehr als nur Selfies. So kann der Schwimmtrainer die Apps zur Technikbeurteilung seiner…
Hausaufgaben
Hausaufgaben (schoolwork), vom Lehrer gestellte Aufgaben, die zu Hause vom Schüler zu lösen sind (s. Hausaufgabenerlass der einzelnen Bundesländer). Sie können nachbereitend oder vorbereitend sein. Die sollten in einem für den Schüler erkennbaren Zusammenhang mit dem Unterricht stehen und ihn zur Selbsttätigkeit anregen (→Selbstständigkeit). Sie sind folglich mehr als nur Wiederholen des Unterrichtsstoffes und werden…
Hörigkeit
Hörigkeit (enslavement), Der Begriff geht auf das Mittelalter zurück (Leibeigenschaft). Man versteht heute darunter eine extreme psychische Abhängigkeit von einer anderen Person bis zur Selbstaufgabe. Indem der Wille der herrschenden Person über die sich unterwerfende Person verfügt, werden die Grenzen von Recht und Moral missachtet, nicht aber bei gegenseitiger Hörigkeit. →Führungsstil Extreme Abhängigkeiten von Sportlerinnen…
Humor
Humor (humour), noch weitgehend unerklärtes Phänomen, das oft zu sehr auf „zum Lachen erregen“ beschränkt ist („Humor ist, wenn man trotzdem lacht“). Erweitert ist Humor eine Einstellung, Konflikten und Herausforderungen gelöst und mit komisch - freudiger Stimmung zu begegnen und damit zumeist erfolgreicher als inszeniertes unangemessenes Verhalten. Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns…