Pädagogik
241 Einträge
Erziehungsmittel
Erziehungsmittel (educational means), alle Handlungen, um auf Erziehende einzuwirken, unterstützend (Lob, Belohnung, Ermutigung…) oder entgegenwirkend (Grenzen setzen, Ermahnung, Drohung, Strafe…). Als erzieherische Maßnahmen wesentlicher Bestandteil der individuellen Trainingspläne, der oft unterschlagen wird nach dem Motto „das weiß ich auch so“ („Aus dem Bauch-Erziehung“). →Erziehung, →Erziehungskompetenz Mehr zum Thema: http://www.grin.com/de/e-book/116765/erziehungsmittel-in-der-erziehung (eBook)
Erziehungsstil
Erziehungsstil (educational style) Art und Weise des Erziehungsverhaltens und seiner Auswirkungen auf die (Persönlichkeits-)Entwicklung des zu Erziehenden, zumeist des Kindes. Deshalb spricht man im Sport eher vom Führungsstil, ohne dessen erzieherischen Einfluss leugnen zu wollen. →Erziehung, autoritäre, autoritative, demokratische; →Laissez-faire
Exosystem
Exosystem (exosystem), griech. exo „außen“; nach dem ökosystemischen Modell von Bronfenbrenner (1981) ein oder mehrere Lebensbereiche, an denen eine Person nicht selbst direkt beteiligt ist (die außerhalb ihr liegen), die aber ihren Lebensbereich beeinflussen (soziale Rahmenbedingungen). →Umfeld, →exogene Leistungsvoraussetzungen Beispiele sind etwa das Arbeitsverhältnis der Eltern, das die Fördermöglichkeiten des Kindes maßgeblich beeinflusst oder…
Exploration
Exploration (exploration), lat. explorare „ausforschen, erkunden“; Erforschen, Nachfragen; Untersuchung noch relativ unbekannter Gebiete zur Entwicklung von Hypothesen und Indikatoren. In der Regel sind Explorationen „erste Forschungsreisen in ein noch weitgehend unbekanntes, fremdartiges Gelände“ (Heinemann, 1998, S.26), mit dem Ziel: zu ersten, wissenschaftlichen Informationen über einen neuen Gegenstand zu gelangen, als Vorstudien, um Erhebungsbögen zu standardisieren…
Fairness
Fairness (fairness), ehrenhaftes Verhalten (engl. für „anständig, ordentlich“) mit folgenden Merkmalen im Sport: Achtung des Gegners, Garantie gleicher Chancen, Einhaltung des Regelwerkes, ehrliches sportliches Handeln (Verzicht auf Manipulation), Würdigung der Leistung anderer (Court in Röthig & Prohl, 2003, S.226). Fairness ist als „Tugend des Sports“ von zentraler Bedeutung in der Sportpädagogik und darüber hinaus. Die…
Fan
Fan (engl.), Kurzform des engl. fanatic; begeisterter Anhänger einer Person oder Sache, so auch von prominenten Sportlern, Mannschaften oder Sportarten. Im Schwimmen hält sich deren Zahl in Grenzen und beschränkt sich meistens auf die Leidenschaft für eine Schwimmerin/einen Schwimmer. Gewalttätige Fans sieht man mehr im Fußball- als im Schwimmstadion, Gott sei's gedankt. In den letzten…
Fasslichkeit
Fasslichkeit (understandability; comprehensibility), didaktisches Prinzip aus dem Unterricht, wonach die Unterweisung durch korrekte Auswahl des Wortschatzes und verständliche Erläuterungen erfolgen soll, damit der Schüler den zu erlernenden Stoff besser „(er)fasst“. Dabei sind sind Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, das Umfeld sowie Lernschwierigkeiten des Schülers/Sportlers zu berücksichtigen. →Gespräch, →Kommunikation Die Trainingswissenschaft hat diese Forderung mit dem Prinzip…
Feindbild
Feindbild (concept of the enemy), „vorurteilsbeladenes Konzept eines erklärten Gegners von einer Gruppe von Menschen gleicher Gesinnung oder Ausrichtung" (Wiktionary) Im Sport übertragen auf den sportlichen Gegner. Das Konfliktpotential zum Feindbild liegt im falsch verstandenen Leistungssport selbst. In Wettkämpfen vieler Sportarten geht es darum, den Gegner in seinem Handlungsspielraum zu beschneiden, beim Erreichen seines sportlichen…
Forderung
Forderung (demand, claim, requirement), im Allgemeinen eine Aufforderung, ein Befehl, eine Anweisung, die Einforderung eines Rechtes oder das Geltendmachen eines Anspruches (Wikipedia). Hohe sportliche Leistungen sind ohne entsprechende Forderungen an den Sportler durch den Trainer und letztlich durch den Sportler selbst (→Selbststeuerung) nicht zu erreichen. Stelle deshalb an einen Sportler angemessen hohe Forderungen und du…
Fragebogen
Fragebogen (questionnaire), Formular für schriftliche Befragung mit vorgegebenen Fragen, zumeist standardisiert als weit verbreitetes Mittel der Persönlichkeitsdiagnostik. Dort richten sie sich auf kognitive, affektive (gefühlsbezogene) und verhaltensbezogene Bereiche. Die Ergebnisse sollten nicht überbewertet werden, da Missverständnisse und Täuschungen immer möglich sind, besonders wenn die Anonymität nicht gewährleistet ist. Titel Kurztext SOQ Fragebogen zur Bestimmung der…
Freizeit
Freizeit (leisure), Zeit außerhalb von Schule/Studium/Arbeit zur Befriedigung kultureller und geistiger Bedürfnisse, Erholung, Unterhaltung, Geselligkeit und zum Sport. Notwendige Verrichtungen wie Essen, Hausarbeit, Körperpflege fallen nicht unter Freizeit. Freizeit ist entschieden mehr als nur „Abwesenheit von Arbeit/Schule/Studium“. Nach einer Sportbefragung (2014/15) in Deutschland beschäftigt sich fast ein Drittel der Deutschen in seiner Freizeit am liebsten…
Freude
Freude (pleasure), Gefühlserlebnis; dass alle seelischen Bereiche durchdringt und zunächst als spontaner Ausbruch weder als gut noch schlecht zu werten ist, aber das Leben „leichter“ machen kann. Erst wenn die Freude zu negativen oder positiven Verhältnis zur geltenden Moral führt (Schadenfreude bzw. Siegesfreude), kommt ihr eine wertende Komponente zu (WIKIPEDIA). Wir erleben verschiedene Facetten der…
Freundschaft
Freundschaft (friendship), soziale Beziehung zwischen Menschen (einzeln oder Gruppen/Völkern) die durch Sympathie, Vertrauen, Zuneigung (Empathie) und gegenseitige Achtung gekennzeichnet ist. Nach neuesten Studien beeinflussen weniger Ernährung oder Sport die Gesundheit der Menschen, sondern vielmehr soziale Kontakte und Freundschaften. Menschen sind nun einmal soziale Wesen, die nur dann zufrieden und gesund leben können, wenn sie in…
Führungskompetenz
Führungskompetenz (guidance authority), Vermögen, bewusst und zielstrebig Personen und Gruppen zu aktivieren, Zielgröße von Kompetenztraining, inzwischen Tummelplatz vieler selbsternannter „Gurus“. Zur Führungskompetenz des Trainers zählen fachliche und methodische Kompetenz (Fachkompetenz), strategisches Denken, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Gestaltung eines guten Gruppenklimas durch Offenheit und Einbeziehung aller (soziale Kompetenz). →Führung, →Führungsstil, →Trainerkompetenz Exkurs: Ausgehend von der zunehmenden Bedeutung von…
Führungsstil
Führungsstil (guidance, style of), langfristiges, relativ stabiles, von der Situation unabhängiges Verhaltensmuster einer Führungskraft, das zugleich die Grundeinstellung gegenüber den Mitarbeitern zum Ausdruck bringt (Staehle, 1999, S.334). Der Pionier der modernen Sozialpsychologie, Karl Lewin (1890-1947) beschrieb die inzwischen klassischen Führungsstile: autoritär, demokratisch und Laissez-faire. Der Weg vom autoritären zum demokratischen Führungsstil verläuft nach Tannenbaum &…
Führungsstil, autoritärer
Führungsstil, autoritärer (autokratischer) (style of leadership, more authoritarianly), gekennzeichnet durch eine klare Trennung zwischen „Chef“, der entscheidet und kontrolliert und „Mitarbeitern“ als ausführende, was ein distanziertes Verhältnis begünstigt. →Führung, →Führungsstil, →Führungskompetenz Auf den Sport bezogen, die Führung der Gruppe durch einen Trainer, der in alleiniger Verantwortung die Trainingsgruppe dirigiert, viel mit Lob und Tadel arbeitet,…
Führungsstil, demokratischer
Führungsstil, demokratischer (style of leadership, more democratically), auch „kooperativer“ Führungsstil, bei dem der Chef seine Mitarbeiter in den Arbeitsablauf mit einbezieht, Diskussionen erlaubt, aber auch sachliche Unterstützung erwartet. Bei Fehlern wird in der Regel nicht bestraft, sondern geholfen (WIKIPEDIA). →Führung Für den Trainer heißt das Führung bei Einbeziehung der Sportler. Der demokratische Führungsstil fußt weitgehend…
Führungsstil, kooperativ-integrativer
Führungsstil, kooperativ-integrativer (style of leadership, cooperative – integrative) →Führungsstil, demokratischer
Führungsstil, laissez-fair
Führungsstil, laissez-fair (style of leadership, laissez fair), Führungsstil “ohne Grenzen”, indem die Mitarbeiter keinen Regeln ausgesetzt sind und weitgehend selbst entscheiden können. Übertragen auf den Sport „Degradierung“ der Führung zur Aufsicht. Der den laissez-fair Stil verschriebene Trainer sitzt fast die ganze Trainingseinheit über auf dem Startblock, freut sich anschließend über das Honorar und dass keiner…