Pädagogik
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Kultusministerkonferenz
Kultusministerkonferenz (KMK), korrekt Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, auf der Grundlage des Grundgesetzes fußender freiwilliger Zusammenschluss der für Bildung und Erziehung, Hochschulen und Forschung sowie kulturelle Angelegenheiten zuständigen Minister bzw. Senatoren der Länder. Die KMK exerziert wiederholt die „Umkehr des Föderalismus“, indem Landesinteressen gegenüber Bundesinteressen dominieren und gelangt zu solchen…
Laissez-faire
Laissez-faire (frz. „machen lassen“); Erziehungsstil, bei dem das Kind sich selbst überlassen wird ("lass es laufen"); →Führungsstil, →Erziehung, autoritative Der Laissez-faire- Führungsstil fördert zwar zunächst das selbstständige Handeln der Sportler, aber durch das fehlende Feedback (fehlende Kontrolle) lässt die Motivation und damit die Eigeninitiative nach. Umfassende Analysen bei jugendlichen Eliteathleten ergaben, dass das Training unter…
Laufbahnberatung
Laufbahnberatung (career consultation), allgemein "die Analyse aller Kompetenzen zur eigenverantwortlichen Gestaltung des beruflichen Lebenslaufes" (WIKIPEDIA); im Sport eine Serviceeinrichtung an den Olympiastützpunkten zur sozialen Unterstützung von Olympiastützpunkten bei der Organisation ihres persönlichen Umfeldes und der Verknüpfung schulischer bzw. beruflicher Belange mit den Anforderungen des modernen Leistungssports. Zum Service-Angebot zählen: - Beratung, Planung und Coaching der…
Lebenskunst
Lebenskunst (hedonism), ein altes, heute beinahe vergessenes Thema der Philosophie; die Möglichkeit und Anstrengung zu einer sinnvollen Lebensführung. Dazu gehört persönliche Gestaltungsfähigkeit der eigenen Lebensumstände. Man nimmt sein Leben in die eigenen Hände und „lässt sich nicht hängen“, was als eine ständige Herausforderung an die Persönlichkeit zu verstehen ist. Um Sport im Kontext der Lebensführung…
Lebensstil, sportgerechter
Lebensstil, sportgerechter (lifestyle, sportive), Art und Weise der Lebensführung, die von materiellen und kulturellen Möglichkeiten des Menschen (sozialem Milieu) abhängt. Für den Leistungssportler zählen zum sportgerechten Lebensstil vor allem eine gesundheitsbewusste Führung und soziale Bindungen, die ihn in seinem Sporttreiben unterstützen. Für den Trainer ist es die Nahtstelle, ob er sich nur als Dienstleister versteht…
Lehren
Lehren (teaching), allgemein das Vermitteln von→Fähigkeiten und Kenntnissen an Lernende (unterrichten). Im Sprachgebrauch wird aber oft zwischen den Institutionen unterschieden. An Schulen unterrichtet der Lehrer im Unterricht. An Universitäten lehrt der Dozent im Rahmen von Lehrveranstaltungen. Wenn in eine bestimmte Tätigkeit unterwiesen wird, so bringt man jemandem etwas bei. Der Schwimmanfänger lernt das Schwimmen aber…
Lehrer-Trainer
Lehrer-Trainer (teacher-trainer), ein als Berufsbezeichnung nicht geschützter Begriff (wie zum Beispiel Ingenieur); wer im Sport lehrt, d.h. organisiert Kenntnisse und Fertigkeiten weitergibt, kann je nach Aufgabengebiet als Schwimmlehrer (bösartig „Bademeister“), Reitlehrer, Skilehrer, Fußballlehrer oder allgemein als Übungsleiter, Trainer, Coach bezeichnet werden. Lehrer-Trainer sind an den Spezialschulen des Sports vom Kultusministerium tätige Sportlehrer mit besonderer Trainerqualifikation,…
Lehrmethode
Lehrmethode (auch Unterrichtsmethode) (teaching method; insrtuctional method), Verfahren der Unterweisung und Anleitung in der Ausbildung vom Schüler bis zum Erwachsenen. Nach Einsiedler (1981) werden drei sich durch verschiedene Grade der Strukturierung und Aktivierung der Lernenden auszeichnende Lehrverfahren unterschieden: Zur Verbesserung sportlicher Techniken gibt es zwei vorherrschende Lehrmethoden, einmal das klassische „Einschleifen“ (Nachmachen und wiederholen bis…
Leistungsstreben
Leistungsstreben (Achievement Striving), leistungsmotiviertes Verhalten (LMV) als menschliches Grundbedürfnis. Es zeigt sich bereits beim Kleinkind und bestimmt in der Regel das gesamte Leben. Dabei wird es beeinflusst von der Stärke des Leistungsmotivs (M), den Erwartungen über die Erfolgswahrscheinlichkeit (P) und der Anreizwirkung des angestrebten Zieles (A) (Quelle bei Pleier, 2008, S.76): LMV = M x P…
Lernen
Lernen (learning), Aneignung von Wissen und motorischen sowie sprachlichen Fertigkeiten; in der Psychologie relativ überdauernde Änderung im Verhaltenspotential durch Erfahrung. Durch Lernen kann aufgrund früherer Erfahrungen und organischer Eingliederung weiterer Erfahrungen situationsangemessen reagiert werden. Die Lernvorgänge lassen sich einteilen in Vorbereitungs-, Aneignungs-, Speicherungs- und Erinnerungsphase. Hierbei steht Lernen im engen Zusammenhang zum Gedächtnis. Sportliche Handlungen…
Lernen, aktives
Lernen, aktives (learning, active), ein mehr auf einem intuitiven Verständnis als auf einer allgemeingültigen Definition beruhender Begriff in der Pädagogik, der sich auf eine große Bandbreite von Unterrichtstechniken stützt. Diese sind durch folgende Merkmale gekennzeichnet: eine gesteigerte körperliche Aktivität oder Interaktion, tiefere kognitive Verarbeitung, präzise und ausführliche Erklärungen zum verwendeten Material, genaue Planung von Lernaktivitäten,…
Lernen, reflexives
Lernen, reflexives (reflex learning), Lernweise, die über das Verarbeiten und bewusste Reflektieren von Erfahrungen erfolgt, die in der praktischen Tätigkeit gemacht werden. Man spricht deshalb auch von Erfahrungslernen. Besonders problematische, herausfordernde Tätigkeiten fördern das reflexive Lernen. Das Prinzip des "lebenslangen Lernens" gilt besonders für den Trainer im Leistungssport mit seiner dynamischen Entwicklung. Nur wenn er…
Lerntheorie
Lerntheorie (learning theory), Modell oder Hypothese zur Erklärung von Lernmechanismen. Beispiele sind: Lernen durch Herstellen von Assoziationen zwischen Vorstellungen, Lernen durch Erwerb von bedingten Reaktionen (klassische Konditionierung), Lernen durch Erwerb einer instrumentellen Reaktion (operante Konditionierung), Lernen durch Einsicht, Lernen am Modell (durch Beobachtung), Lernen durch Versuch und Irrtum. Die verschiedenen Lerntheorien lassen sich nicht hierarchisch…
Lob (und Tadel)
Lob und Tadel (praise and blame), Anerkennung oder Ablehnung einer Leistung oder eines Verhaltens in erzieherischer Absicht. Aus der psychologischen Schmalspurausbildung der meisten Trainer bleibt der einfache Schematismus „Lob = gut“ und „Tadel = schlecht“ hängen. Lob und Tadel gehören zusammen und sind ausgewogen zu gebrauchen (wer Unpünktlichkeit tadelt, sollte auch Pünktlichkeit loben), sonst verfällt…
Mannschaft
Mannschaft (team), Gruppe von Menschen, die in gemeinsamer Tätigkeit ein Ziel anstreben, das im Sport zumeist eine bestimmte Wettkampfleistung einschließt. Mit der Wende wurde das lateinisch (nicht russisch) geprägte "Kollektiv" "abgewickelt" und in das englisch geprägte "Team" überführt. Da Mannschaften oft von starkem Zusammengehörigkeitsbewusstsein (Teamgeist) geprägt sind, sollte in der Individualsportart Schwimmen der „Erziehungsfaktor Mannschaft“…
Mannschaftsbesprechung
Mannschaftsbesprechung (team discussion) →Gruppengespräch, →Unterricht, sporttheoretischer
Mannschaftsbildung
Mannschaftsbildung (Teambuilding), Zusammenstellung von Sportmannschaften in verschiedener Weise je nach Sportart, Ausbildungsstufe und Leistungsklasse, wobei auch soziale und mit zunehmendem Leistungsniveau strategisch-taktische Aspekte zu beachten sind (Bundesliga). Der Sportlehrer steht vor der Aufgabe, lässt er die besten oder leistungsschwächere Spieler wählen, verbindet er damit bestimmte erzieherische Aufgaben und teilt selbst ein. Eine weitere Möglichkeit ist,…
Mannschaftskapitän
Mannschaftskapitän (team captain), „Vertreter und Repräsentant einer Sportmannschaft“ (→Mannschaft“) (Schnabel, 1993, S.558), der vom Team gewählt werden sollte. Seine Autorität wird neben kreativem Handeln (→Kreativität) durch die Einbindung in Leitungsstrukturen des Vereins/Verbandes bestimmt. So hat der Mannschaftssprecher der Nationalmannschaft im Schwimmen Sitz im zuständigen Fachausschuss . Sozialpsychologische Untersuchungen im Sport zeigen, dass neben sozialer Kompetenz…
Mannschaftskohäsion
Mannschaftskohäsion (team cohesion), Zusammenhalt einer Gruppe gegen Druck von außen (sportlicher Gegner, Zuschauer, hochgesteckte Ziele usw.). Es wird zwischen aufgabenbezogener (auf das Ziel ausgerichtet) und sozialer Kohäsion (auf soziale Bindung bezogen) unterschieden. →Mannschaft, →Mannschaftsatmosphäre, →Mannschaftskapitän, →Mannschaftsbildung Bei Individualsportarten wie Schwimmen wird die aufgabenbezogene Kohäsion als bedeutsamer für die Leistung angesehen (Alfermann & Strauß, 2001). Nach…