Pädagogik
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Meinungsfreiheit
Meinungsfreiheit (freedom to form and express one’s own opinions), Recht, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese zu äußern, das im Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Artikel 5 Absatz 1 gewährleistet ist. Im Gegensatz dazu war bis 2008 lt. § 51 Absatz 3 der Olympischen Charta…
Methode
Methode (method), griech. methodos „Weg zu etwas hin“; Verfahren zur Lösung theoretischer oder praktischer Aufgaben, die sich auf Planmäßigkeit, Orientierung auf das Wesentliche, Prinzipien und Regeln (Theorien) stützt. Im Training sind Methoden allgegenwärtig (Trainingsmethoden). Sie bestimmen Wege und Verfahren, mit denen Ziele angestrebt und Inhalte vermittelt werden. Sie betreffen das WIE der Trainerarbeit. Der Trainer…
Motivation
Motivation (motivation), lat. movere „bewegen, antreiben“; „Hauptdimension der Antriebsregulation, strukturelles Gefüge einzelner Beweggründe, das dem individuellen und kooperativen Handeln subjektiven Wert und Sinn verleiht…. Die Motivation erklärt das Warum des Handelns und Leistungsstrebens“ (Müller in Schnabel & Thieß, 1993, S.587). →Motiv, →Dropout Maßgebliche Beweggründe im Sport sind Bewegungsbedürfnis, Erlebnis- und Geltungsstreben, Streben nach sozialem Kontakt und…
Mündigkeit
Mündigkeit (majority), juristisch Volljährigkeit, in der Pädagogik die Fähigkeit, selbstständig zu urteilen und zu entscheiden, "Kultivierung der Freiheit" (Kant). Roth (1971) unterscheidet drei Bereiche: a. Selbstkompetenz (für sich selbst verantwortlich zu handeln) b. Sachkompetenz (urteils- und handlungsfähig zu sein) c. Sozialkompetenz (sozial-gesellschaftlich handlungsfähig zu sein). →Selbstständigkeit Der mündige Sportler ist das erklärte Ziel erzieherischen Wirkens…
Nachahmung
Nachahmung (imitation), eine Handlung, die bewusst oder unbewusst fremde Verhaltensweisen nachvollzieht, wobei die Häufigkeit der Verhaltensbeobachtung, die emotionale Beziehung zu der nachahmenden (imitierenden) Person und deren Autorität bedeutsam sind (Psychologisches Wörterbuch 2004). Nachahmung ist ein angeborener Lernmechanismus („Nachahmungstrieb“, "Lernen auf Anhieb", bestes Lernalter) und orientiert sich an einem Modell (Vorbild). →Imitation Beim «Vorzeigen und Nachmachen»…
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit (sustainability), ein Prinzip „nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“ (Duden); ursprünglich in der Bedeutung „längere Zeit andauern oder bleiben“. Nachhaltigkeit ist unverzichtbar für die Regenerationsfähigkeit vieler Systeme. In dem Sinne wird Nachhaltigkeit im Sport vor allem auf den Erhalt der Umwelt beschränkt. Sie…
Neid
Neid (enwy), Missvergnügen, Ärger über Besserstellung anderer durch materielle Werte oder persönliche Eigenschaften, besonders bei Kindern ausgeprägt. Erwachsene versuchen Neid zu unterdrücken oder zu verheimlichen, da er mit Scham besetzt ist (in der Religion eine der sieben Todsünden). Im Leistungssport ist die Neidspanne so vielfältig wie in der Gesellschaft an sich: Der Sportler beneidet den…
Olympische Idee
Olympische Idee (Olympic Idea), ideologische Basis der Olympischen Bewegung. Die olympischen Wettkämpfe sind das Kernstück dieser Bewegung und wurden von Anfang an auf der Basis eines Ideals ausgetragen. Im Laufe der Entwicklung hat sich für dieses Ideal der Begriff „olympische Idee“ herausgebildet. Franz & Köpcke (2001) verstehen unter Olympischer Idee "eine Qualitätsgrenze für die Regelqualität…
Online-Sucht
Online-Sucht, auch Internet-Sucht (internet addiction), exzessiver Gebrauch des Internets, der sich als Kommunikations-, Spiel- oder Sexsucht äußern kann. Die Grenzen sind fließend und nicht eindeutig bestimmt. Wer seine ganze Freizeit vor dem Computer, Fernseher oder der Spielkonsole verbringt, hat zunächst einmal ein gestörtes Freizeitverhalten, im Sinne einer Sozialstörung. Das ist aber noch nicht automatisch als…
Optimismus
Optimismus (optimism), lat. optimum „das Beste“; grundlegende, lebensbejahende Lebensauffassung; wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Trainings- und Wettkampfgestaltung („Positives Denken“). Ganz gleich was auf ihn zukommt, der Optimist sucht einen Weg, eine Lösung, Als Geisteshaltung geht es um „selbsterfüllte Prophezeiung“. Optimismus trägt als "begabungsunterstützender Persönlichkeitsfaktor" dazu bei entsprechende Leistungsexzellenz zu entwickeln (Fischer 2015). Eine Studie bei 694…
Pädagogik
Pädagogik (theory and methodology of education, pedagogics), griech. paidagogía „Erziehung, Unterweisung“; Erziehungswissenschaft mit enger Bindung zur Psychologie, die sich vorwiegend mit der Theorie und Praxis von Bildung und Erziehung beschäftigt. Eine auf die Zielgruppe der Sportler ausgerichtete Subdisziplin ist die Sportpädagogik Exkurs: Wenn Erziehung und Bildung der Gegenstand der Pädagogik sind, warum beschäftigt sich die…
Pädophilie
Pädophilie (pedophilia), griech. pais „Knabe, Kind“ und philia „Freundschaft“= „Kinderliebe“; sexuelles Interesse an Kindern. „In der Sexualmedizin spricht man von Pädophilie erst dann, wenn sich ein Erwachsener (oder ein älterer Jugendlicher am Ende der Pubertät) zu Kindern hingezogen fühlt, die selbst noch nicht in der Pubertät sind. Des Weiteren geht man heute davon aus, dass…
Partizipation
Partizipation (paricipation), lat. pars: Teil und capere für fangen, ergreifen, sich aneignen, nehmen; Beteiligung, Einbeziehung, Teilhabe, in der Pädagogik die Einbeziehung von Kindern- und Jugendlichen bei allen das Zusammenleben betreffenden Ereignissen und Entscheidungsprozessen (WIKIPEDIA). Im Sport betrifft es sowohl die Einbeziehung von Migranten und Körperbehinderten (Gleichbehandlungsgesetz) als auch die Mitbestimmung der Sportler am Trainings- und…
Partnerwahlversuch
Partnerwahlversuch (sociogram), MORENO-Test, Soziometrisches Verfahren zur Darstellung von Gruppenstrukturen (Zu- oder Abneigung von Gruppenmitgliedern) in spezifischen Situationen. Beispiel der Fragekomplexe: Mit wem möchtest Du in einer Staffel schwimmen? (Leistungsorientiert); Wen würdest Du zum Geburtstag einladen (persönliche Beziehung) usw. als Soziogramm, um die Gruppenstruktur („Herdenführer“, Außenseiter, Cliquen) zu erkennen. Mehr zum Thema: http://www.tooltricks.de/wie-kann-ich-ein-soziogramm-erstellen/ - Zugriff 8.03.21
Perspektive
Perspektive (perspective), lat. perspicere „hindurchsehen“; a. Betrachtungsweise/-winkel, z.B. der Schwimmtechnik aus der Sicht des Schwimmers (im Wasser) oder des Trainers (außerhalb des Wassers). b. aus der ebenen Darstellung räumlicher Verhältnisse und Gegenstände übernommen als „Zukunftsaussicht“ und in dem Sinne in der Karriereplanung im Sport gebraucht. Dabei wird zwischen ferner, mittlerer und naher Perspektive unterschieden (→Perspektivkader).…
Praxisschock
“Praxisschock” (practice shock), Enttäuschungen und Zweifel beim Übergang vom Ausbildungsabschluss (→Theorie) in den Beruf (Praxis), der umso größer ist, je weiter die Anforderungen der Praxis mit dem Erlernten auseinanderklaffen. Das können einmal unzureichende Bedingungen sein, das Erlernte anzuwenden, aber auch unzureichende Kenntnisse und Fähigkeiten, um in der Praxis zu bestehen. Weitere Ursachen können ungenügende Einführung…
Prinzip der Bewusstheit
Prinzip der Bewusstheit (principle of visual awareness), spezifische Fassung des allgemeinen didaktischen Prinzips der Bewusstheit, wonach die Aufgaben im Training so zu stellen und die Vorgehensweise so zu wählen sind, dass der Sportler sie versteht und bewusst umsetzt. Dieses Prinzip erfordert vom Trainer Fachkompetenz, eine verständliche Sprache, die Anwendung mediengestützter Informationen (→Mediendidaktik), sowie wissenschaftlicher Diagnosemethoden.…
Pubertät
Pubertät (puberty), lat. pubertas „Geschlechtsreife“; ontogenetische Entwicklungsphase des Überganges zur “Geschlechtsreife”, die individuell sehr unterschiedlich verläuft und genetisch bedingt ist. Sie wird im Gehirn ausgelöst: Der Hypothalamus regt die Hirnanhangsdrüse an, Hormone zu produzieren, die wiederum bei Jungen die Hoden- und bei Mädchen die Ovarialentwicklung induziert, somit Testosteron beziehungsweise Östrogen ansteigen lässt. Dieser Wachstumsabschnitt wird…
Pubeszenz
Pubeszenz (pubescence), lat. pubesco, -ere „zum Manne heranwachsen“; erste Etappe des puberalen Entwicklungsabschnitts, von der beginnenden Geschlechtsreifung bis zur Menarche bzw. Spermarche, die mit 10 bis 12/13 Jahren bei den Mädchen und 12-14/15 Jahren bei den Jungen angesetzt wird, aber individuell mit einer Spanne bis zu vier Jahren unterschiedlich verläuft. Diese Phase wird auch als…
Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement (QM) (quality management), Optimierung von Arbeitsabläufen bei Berücksichtigung der materiellen und zeitlichen Ressourcen und der Qualität der Ausbildung (Dienstleistung). In vielen Bereichen der Wirtschaft ist Qualitätsmanagement gesetzlich vorgeschrieben. Folgende Qualitätsstandards dokumentieren das Qualitätsverständnis des organisierten Sports für den Bereich Qualifizierung: Strukturqualität, Qualifikation der Lehrkräfte, Qualität der Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse, Evaluierung und Rückmeldung…