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Pädagogik

241 Einträge

Sportpädagogik

Sportpädagogik (sports  pedagogy), Teilgebiet der Sportwissenschaft und zugleich der Erziehungswissenschaft, die sich mit Erziehung und Bildung im und durch Sport beschäftigt. Der in den Elfenbeintürmen der Wissenschaft ausgetragene Streit über Sinn und Gegenstand der Sportpädagogik sollte den Praktiker (Trainer) weniger erschüttern, da er sich täglich mit den Notwendigkeiten von Bildung und Erziehung konfrontiert und zum…

Strafe

Strafe (punishment), →Bestrafung

Sucht

Sucht (addiction), Abhängigkeit von Substanzen (→Alkohol, →Nikotin und →Drogen) und Verhaltensweisen über einen längeren Zeitraum. Kriterien einer Sucht sind ein überwältigendes Verlangen, die Tendenz nach Steigerung der Dosis, psychische und physische Abhängigkeit, die bei Unterbrechung zu Entzugserscheinungen führt und schädliche Folgen für den Süchtigen und die Gesellschaft haben (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders).…

Sündenbocktheorie

  Sündenbocktheorie (Scapegoat theory), Modell aus der Psychologie, wonach Frust abgebaut wird, indem man den „Schwarzen Peter“ weitergibt. Man sucht die Schuld nicht bei sich selbst, sondern macht andere zum Sündenbock, in der Gesellschaft Fremdgruppen (z.B. Migranten, Juden im Faschismus) oder soziale Randgruppen. Ein gängiges Modell rechter Gruppen, zumal man sich der Mühe unterzieht, die…

SwimStars

"SwimStars" Schwimmhandbuch des DSV als Anleitung zum Schwimmenlernen vom Anfänger bis zum Leistungsschwimmer. Nach dem pädagogischen Prinzip "vom Einfachen zum Schwierigen" werden zu 11 Bausteinen (= 11 SwimStars) jeweils fünf erreichbare SwimStar-Ziestellungen formuliert. Die Belohnung bei Erreichen dieser Ziele mit einem Stern motiviert die Kinder. Am Ende einer erfolgreichen Ausbildung beherrschen die Kinder nicht nur…

Tadel

Tadel (blame; censure) →Lob und Tadel

Teamarbeit

Teamarbeit (teamwork), Zusammenarbeit gleichberechtigter Mitglieder einer Kleingruppe bei Nutzung der individuellen Fähigkeiten zur Lösung gemeinsamer Aufgaben. Teamarbeit setzt voraus, dass sich der Einzelne einfügt (Teamfähigkeit) und die Zusammenarbeit wünscht und akzeptiert (→Teamgeist). Projekte ohne Teamarbeit sind undenkbar. Teamfähigkeit ist deshalb von zunehmender Bedeutung bei Personaleinstellungen. →Gruppe, →Sozialkompetenz   Das Internet ist voller „Regeln für erfolgreiche…

Tradition

Tradition (tradition), Überlieferung und Weitergabe von Werten und Normen. Das Bewahren von Traditionen ist ein wichtiges Element des Vereins- und Verbandslebens. →Mannschaftsatmosphäre, →Gruppennorm   „Die Pflege von Traditionen ist nicht einfach ein stures Festhalten an Altem – es ist nicht das Aufbewahren von Asche, sondern das Aufrechterhalten einer Flamme.“ (Unbekannt)  

Training, perinatales

Training, perinatales (perinatal training), perinatal= die Zeit um die Geburt (39. Schwangerschaftswoche bis 7. Lebenstag), im Gesundheitswesen betrifft perinatales Training spezifische Schulungen für Fachleute im Bereich der Schwangerschaftsvorsorge und des Wochenbetts. Koschel (2025) stellt ein Periodisierungsmodell für Anfängerinnen bis hin zu Elite-Sportlerinnen in der Perinatalphase vor, wobei der Schwerpunkt auf einem trimesterbezogenen Training liegt, das…

Trainingsgruppe

Trainingsgruppe (training group, team), begrenzte Anzahl von Sportlern, die regelmäßig nach einem (weitgehend) gemeinsamen Trainingsprogramm trainieren und durch gemeinsame Interessen und Ziele verbunden sind. Im Interesse eines effektiven Lernens sollte die Trainingsgruppe im Nachwuchsbereich weitgehend heterogen (Alters- und Leistungsniveau) sein und nicht mehr als 12 Schwimmer betragen. Mit zunehmender Individualisierung im Hochleistungstraining liegt sie noch…

Trainingspartner

Trainingspartner (training partners), Sportler aus der gleichen Trainingsgruppe, die sich bei der Verwirklichung der Trainingsziele unterstützen. So empfinden viele das gemeinsame Training in der Gruppe oder mit einem Partner als freudvoller und leichter. Das setzt aber ein etwa gleiches Leistungsniveau, gegenseitige Achtung und Verständnis wie Einfühlungsvermögen voraus. Der Trainer kann entsprechend der Aufgabenstellung und des…

Überbehütung

Überbehütung (over protecting), überzogene beschützende Haltung gegenüber dem Kind, wodurch der Erfahrungsraum des Heranwachsenden eingeschränkt wird und die Entwicklung von eigenen Fähigkeiten, Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und Durchsetzungsfähigkeit erschwert wird (Psychologisches Wörterbuch 2004). Man tut dem Kind keinen Gefallen, wenn man ihm alle Steine aus dem Weg räumt. Schon von Anfang an sollten Grenzen gezogen werden, d.h.…

Überzeugung

Überzeugung (conviction; belief), durch eigene Urteile gewonnene Einsicht und Gewissheit als ein wesentlicher Motor (→Antrieb) des Handelns. Die meisten Hinweise erfolgreicher Überzeugungsarbeit (Werbung) finden sich im Bereich des Marketings, voran die 7 Prinzipien von Cialdini (2013). Angeblich kann man damit dem Umsatz um 30% steigern, auch die Trainingsbereitschaft? Überzeugung im Leistungssport heißt, die selbst gesteckten…

Verhalten

Verhalten (behavior), Der Verhaltensbegriff wird in den einzelnen Wissenschaften unterschiedlich definiert. Die Verhaltenspsychologie beschreibt das Verhalten was beobachtbar ist, also nicht nur Verhaltensäußerungen, sondern auch kognitive Prozesse und Emotionen. Es wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Verhalten unterschieden: dem reaktiven (durch äußere Reize hervorgerufenem) und dem operativen (selbst veranlasstem) Verhalten. Somit ist Verhalten „jede Form…

Visualisierung

Visualisierung (visualization), lat. visualis, „zum Sehen gehörig“; allgemein die Darstellung eines Sachverhaltes mit optischen Mitteln (Wikipedia), in der Pädagogik das Sichtbarmachen der Arbeitsergebnisse für alle Gruppenmitglieder (Moderation). Da auch Trainingsaufgaben über das Bewusstsein gesteuert werden, spielt die Übertragung von (Lern-)Inhalten in Form von visuell (sehend) erfassbaren Formen (Schaubilder, Grafiken) und mit audiovisuellen Mitteln (→Medien) eine…

Waldorfpädagogik

Waldorfpädagogik (waldorf education), von STEINER (1861-1925) entwickeltes Schulkonzept (→Schulform), dass vom Menschen als unverwechselbare und einmalige Individualität (→Individuum) ausgeht. Im Mittelpunkt steht dabei das Spiel, in dem das Kind sein Wesen offenbare und sich durch das sinnliche Tun mit der Welt verbinde. Ferner sind die zeitliche Gestaltung nach einem bestimmten Rhythmus und die Verrichtung von…

Wertorientierung

Wertorientierung (value orientation), „Fähigkeit des Menschen, gesellschaftliche und individuelle Tätigkeiten sowie ihre unterschiedlichen Ergebnisse zu erkennen und zu werten“ (Kuhnke & Sperling in Schnabel & Thieß, 1993, S. 948). Sie sind Ausdruck der Bedeutsamkeit, die den Eigenschaften zur Bedürfnisbefriedigung beigemessen werden. Wertorientierungen stehen damit in enger Wechselwirkung zu den Motiven, werden aber nur unter bestimmten…

Werturteil

Werturteil (value judgement), im Zivilrecht das Ergebnis einer wertenden Schlussfolgerung aus Tatsachen. Danach liegt ein Werturteil vor, wenn die Behauptung durch Elemente der subjektiven Stellungnahme geprägt ist und ihre Richtigkeit eine Sache der persönlichen Überzeugung bleibt (www.123recht.net). In der Psychologie/Pädagogik ist der Begriff umstritten. Die Palette geht von „Wirklichkeitsfaktor“ bis „Ausdruck von Gefühlszuständen“. Verschiedentlich werden…

Zielsetzung

Zielsetzung (goal setting), Vorgabe eines bestimmten anzustrebenden Endpunktes, wo man hinwill, aber nicht der Weg dahin. Zielsetzung ist auch im Sport ein wirksames Antriebsmittel sportlichen Handelns. Sie setzt Handlungsenergien frei, erhöht Beharrlichkeit und Anstrengungsbereitschaft (→Anstrengung). Ziele können kurz- oder langfristig gesteckt sein. Sie schließen das Erfolgserlebnis ein und sind zugleich der Ausgangspunkt für weitere Ziele.…

Zielstellung

Zielstellung (goal setting) →Zielsetzung