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Motorik

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Fazilitation, propriozeptive neuromuskuläre (PNF)

Fazilitation*, propriozeptive neuromuskuläre (PNF) (proprioceptive neuromuscular facilitation), Methode zur Behandlung gestörten Bewegungsverhaltens mit der in das körpereigene Feedback- und Wahrnehmungssystem eingegriffen wird. Wird ein Muskel unmittelbar vor einer aktiven Bewegung gedehnt, werden die Motoneuronen im Rückenmark mit Dehnungsmeldungen überschüttet. Verantwortlich dafür sind die im Muskel befindlichen Muskelspindeln, die Dehnungsrezeptoren. Sie messen die aktuelle Länge des…

Feedback

Feedback (feedback), engl. für „Rückmeldung“; in der Kybernetik die Rückkopplung oder Rückmeldung von Informationen, der Vergleich von IST zu SOLL. Im Sport die „Rückmeldung von Handlungs- und Lernresultaten, die neben der Übung selbst als die bedeutendste Einflussgröße motorischen Lernens betrachtet wird“ (Marschall & Daugs, 2003), wobei Feedback als „ergänzende Rückinformation“ (augmented feedback) grundsätzlich vom sensorischen…

Feinform

Feinform (fine form) →Feinkoordination             

Feinkoordination

Feinkoordination (fine co-ordination), nach dem Phasenmodell motorischen Lernens (Meinel & Schnabel, 2007) Ziel der zweiten Phase, ein fehlerfreier, dem angestrebten Leitbild voll entsprechender Bewegungsablaufs als Voraussetzung für höhere Leistungen und eine relativ hohe Beständigkeit. Wick (2005) nennt als neues Qualitätsmerkmal „eine deutliche Leistungssteigerung verbunden mit einer gewissen Leichtigkeit im Bewegungsvollzug“ (S.116).  →Differenzierungsfähigkeit Das betrifft nicht…

Feinmotorik

Feinmotorik (fine-motor behaviour), Bewegungsfertigkeit im fortgeschrittenen oder ausgereiften Lernstadium (Wikipedia), vor allem bezogen auf Bewegungsabläufe der Hand-Fingerkoordination, aber auch Fuß-, Zehen-, Gesichts-, Augen- und Mundmotorik. Gegensatz: →Grobmotorik Mangelnde Feinmotorik zeigt sich bereits frühzeitig beim Schreibverhalten des Kindes: verkrampfte Schreibhand, labile Stifthaltung, falsche Heftlage, was in „Malunlust“ umschlagen kann, wenig automatisierter Bewegungsablauf beim Schreiben oder eine…

Fertigkeit

Fertigkeit (skill), auf der Grundlage von Fähigkeiten durch Übung angeeignete Komponente einer Tätigkeit oder Handlung, die sich durch hohe Stabilität, Ökonomie, Leichtigkeit und Sicherheit auszeichnet (Hirtz, in Röthig & Prohl,2003, S.196). Man unterscheidet: motorische Fertigkeiten (elementar wie gehen, Springen…) oder sportmotorisch (Schwimmen, Rudern…), kognitive Fertigkeiten (Rechnen), kognitiv-motorische Fertigkeiten (Schreiben, Musizieren…), soziale Fertigkeiten (geschickter Umgang mit…

Fertigkeit, motorische

Fertigkeit, motorische (motor skills) →Bewegungsfertigkeit  

Figurzeit, Gesetz der konstanten

Figurzeit, Gesetz der konstanten (law of constant figure time: isochrony), Kognitionspsychologie/Psychomotorik: Phänomen bei geführten Bewegungenbeim Erlernen und der Ausführung komplexer Bewegungsfolgen, wonach die zeitliche Struktur von Bewegungen weniger von den zu überbrückenden Entfernungen als vielmehr von der Komplexität des Bewegungsverlaufs und seinen Zielkriterien bestimmt wird. So dauert das Umfahren eines großen Kreises zum Beispiel nicht…

Förderung, propriozeptive neuromuskuläre

Förderung, propriozeptive neuromuskuläre →Fazilitation, propriozeptive neuromuskuläre

Frequenz-Vortrieb-Verhalten

„Frequenz-Vortrieb-Verhalten“ (frequency-propulsion-performance), Verhältnis zwischen Zugfrequenz und Zyklusweg als wesentliche Kenngrößen der Bewegungsausführung bei definierten Schwimmgeschwindigkeiten. Bewegungsfrequenz und Zyklusweg sind stets ein Ergebnis der Ausprägung und Veränderung von innerzyklischen Technikparametern in Wechselwirkung mit anderen, vor allem konditionellen Leistungsfaktoren (Walther, 1985). Topschwimmer schwimmen verschiedene Geschwindigkeiten bei veränderten Frequenzen, aber annähernd gleichen Zykluswegen (Küchler 2000, Rudolph 2014, Seifert…

Ganzheitsmethode

Ganzheitsmethode (whole method; whole-learning method) →Ganzlernmethode

Ganzkörperbewegung

Ganzkörperbewegung (whole-body movement), auf dem Zusammenwirken von Armen, Beinen und Rumpf fußende Bewegungsausführung mit bis 240 Freiheitsgraden der Gelenksysteme. Auch im Schwimmen ist der gesamte Körper beteiligt, beginnend mit dem Kopf (→Atmung, →Wasserlage) bis zu den Füßen (→Auftrieb, →Beinbewegung). Der Rumpf spielt in zweierlei Hinsicht eine tragende Rolle: bei den Schwimmarten mit ausgeprägter Wellenbewegung (Delfinschwimmen,…

Ganzlernmethode

Ganzlernmethode (whole-learning method), Vorgehensweise vom Ganzen zu den Teilen (Gegensatz: Teillernmethode, Zergliederungsmethode), z.B. beim Lesen wird erst das Wort als Ganzes im Bild erfasst und nicht Buchstabe für Buchstabe, wobei die meisten Studien mit der Ganzheitsmethode keine besseren Resultate nachweisen als synthetische Verfahren. Die Meinungen unter den Pädagogen sind kontrovers. Beim Erlernen der Schwimmarten verkürzt…

Gedächtnis, prozedurales

Gedächtnis, prozedurales (procedural memory), auch implizites Gedächtnis oder Verhaltensgedächtnis, Teil des Langzeitgedächtnisses, das Fertigkeiten beinhaltet, die automatisch, ohne Nachdenken eingesetzt werden, wie z.B. motorische Abläufe wie Tanzen, Schwimmen, Radfahren (→Bewegungsgedächtnis).

Gedankenstopp

Gedankenstopp (stop thinking), Technik in der Verhaltenstherapie zur Unterdrückung unerwünschter, störender oder ablenkender Gedanken durch ein Kommando („Stopp!“) oder eine vereinbarte →Bewegung. Da man sich in negativen Gedankenschleifen leicht verlieren und damit die Stimmung vermiesen kann, ist deren Stopp angeraten. Durch Gedankenstopp soll das „Abschalten“ vor hohen psychischen →Belastungen, wie →Wettkämpfen unterstützt werden. Man löst…

Generalisierung

Generalisierung/Generalisation (generalization), lat. genero „erzeugen, erschaffen“ (Generator); übertragen Verallgemeinerung mit Anwendung in den verschiedensten Fachgebieten. So z.B. in der Medizin, wenn eine Erkrankung oder ein Medikament auf den ganzen Körper ausstrahlt, in der Soziologie für die Ausweitung von Konflikten durch Einbezug von mehr und mehr Themen (typisches Beispiel „Jamaika“-Verhandlungen 2017); in Physiologie für die Übertragung…

Geschwindigkeitsgefühl

Geschwindigkeitsgefühl (feel for Tempo) →Tempogefühl  

Gesichtsfeld

Gesichtsfeld (field of view), Bereich, der ohne Augen- oder Kopfbewegungen wahrgenommen werden kann. Das Gesichtsfeld beider Augen horizontal umfasst in der Jugend 175 Grad, im Alter fällt der Wert auf 139 Grad ab. Im Schwimmen beeinträchtigt das durch die Lage im Wasser (→Wasserlage) eingeschränkte Gesichtsfeld unter anderem das räumliche Sehen und vergibt einen Teil der…

Gestik

Gestik (gesturing), Ausdrucksbewegungen (Gebärden) des gesamten menschlichen Körpers oder dessen Teile (z.B. Hände) zur wortlosen (nonverbalen) Verständigung, um eine Rede zu unterstützen, Gefühle zu äußern oder gesellschaftliches Verhalten zu vermitteln. Besonders unter den Bedingungen des Sports ist eine nichtverbale Kommunikation von Trainer und Sportler erforderlich. Zur Erforschung des Zusammenhangs zwischen Emotionen und sportlicher Leistung wurde…

Gewandtheit

Gewandtheit (agality), geistige wie körperliche Wendigkeit/Beweglichkeit. Im Sport die motorische Fähigkeit, schnell und zweckmäßig Bewegungshandlungen zu vollziehen., die „koordinative Qualität der Gesamtmotorik“ (Hollmann & Strüder, 2009, S.140). Als sehr universelle Leistungseigenschaft wird der Begriff Gewandtheit den vielseitigen und unterschiedlichen motorischen Handlungen nicht mehr gerecht und deshalb vom Begriff der koordinativen Fähigkeiten abgelöst, auch →Geschmeidigkeit/Beweglichkeit. Mehr…