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Sportmedizin

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Geschlechtsbestimmung

Geschlechtsbestimmung, Geschlechtsdetermination (sex-test, sex determination), Einteilung in „männlich“ oder „weiblich“ auf der Grundlage des in der Embryonalentwicklung herausgebildeten somatischen Geschlechts. Das Geschlecht des Kindes wird bereits mit der Befruchtung der Eizelle bestimmt. Folglich ist das Spermium und damit der Mann für die Geschlechtsbestimmung zuständig, genau das Spermium, das als erstes bei der Eizelle ankommt und…

Geschlechtsdimorphismus

Geschlechtsdimorphismus (sexual di-morphism), griech. dímorphos „zweigestaltig;" nicht auf die Geschlechtsorgane bezogene geschlechtsspezifische Unterschiede in Anatomie und Physiologie, Psyche bis zu den konditionellen und koordinativen Fähigkeiten. Die Divergenzen beginnen im frühen Jugendalter und formen sich zum Erwachsenenalter hin voll aus. Dabei erlangen die Mädchen etwa mit 16 Jahren die Vollreife, die Jungen etwa zwei Jahre später.…

Geschlechtsdysphorie (GD)

Geschlechtsdysphorie (gender dysphoria), ausgeprägte Inkongruenz zwischen dem empfundenen und/oder ausgedrückten Geschlecht einer Person und dem ihr zugewiesenen Geschlecht von mindestens sechs Monaten Dauer. Damit ist Geschlechtsdysphorie klar abgegrenzt zu Störungen oder Unterschieden in der Geschlechtsentwicklung, einer Kategorie, die ein breites Spektrum von Erkrankungen umfasst, bei denen die sexuelle Anatomie und/oder chromosomale oder hormonelle Muster nicht…

Geschlechtsidentität

Geschlechtsidentität (sex identity), Geschlecht, dem sich ein Mensch zugehörig fühlt und das zumeist mit den körperlichen Geschlechtsmerkmalen übereinstimmt (Wikipedia). Abweichungen = Transgender, bei vollständiger Rollenwechslung = transsexuell. Am 17. Juni 2011 fasste der UN-Menschenrechtsrat erstmals einen Beschluss zur Beendigung der staatlichen Diskriminierung sexueller Minderheiten. Nach den Empfehlungen des Deutschen Ethikrates soll für Menschen mit uneindeutigem…

Geschlechtsmerkmale, sekundäre

Geschlechtsmerkmale, sekundäre (sex characteristics secondary), geschlechtsspezifische Charakteristika, die nicht unmittelbar mit der Fortpflanzung (primäre Geschlechtsmerkmale) im Zusammenhang stehen. Sie bilden sich unter Einfluss von Hormonen während der Pubertät heraus und sind ein Ausdruck der Geschlechtsreife.  Der Prozess verläuft bei den Jungen gegenüber den Mädchen verzögert, bei beiden Geschlechtern aber sehr individuell. →Frühentwicklung, →Spätentwickler, →x-Chromosom Sie…

Geschlechtsreife

Geschlechtsreife (puberty), auch als Pubertät bezeichnete Phase der Ontogenese, in der beim männlichen Geschlecht die Produktion des Spermas und beim weiblichen Geschlecht die Bildung von Eizellen einsetzen (Zeugungs- bzw. Empfängnisfähigkeit). In deren Folge kommt es bei den Jungen zum ersten Samenerguss (Ejakulation) und bei den Mädchen zur Regelblutung (→Menarche).  Außerdem bilden sich die sekundären Geschlechtsmerkmale…

Geschwindigkeit, anaerobe kritische

Geschwindigkeit, anaerobe kritische (Anaerobic Critical Velocity) Formel, die aus der linearen Regression aus mehreren maximalen Sprinttests ermittelt wird, z.B. im Schwimmen Distanzen von 10 m, 15 m, 25 m und 50 m. Die Berechnung basiert auf der linearen Beziehung zwischen der zurückgelegten Distanz (\(d\)) und der dafür benötigten Zeit (\(t\)). Nach Da Cunha et al.…

Gesundheit

Gesundheit (health science), „Zustand vollkommenen physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheiten und Gebrechen“ (Definition der WHO). Danach gibt es real kaum gesunde Menschen. Es handelt sich eher um eine individuelle Größe mit gesellschaftlicher und politischer Dimension. Gesundheit steht dabei in engem Zusammenhang mit körperlicher und sportlicher Aktivität (Bürklein, 2006).…

Gesundheitserziehung

Gesundheitserziehung (health education), Vermittlung von gesundheitsbezogenem Wissen, Können und Verhalten (WIKIPEDIA). Wesentliches Ziel ist die Entwicklung von Wissen im Bereich Gesundheit bei einzelnen Personen oder Gruppen. Dabei bildet die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen das Schwerpunktthema der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, weil gesundheitsrelevante Verhaltensweisen und Lebensstile sowie die Prägung der auf die Gesundheit bezogenen Einstellungen bereits…

Gesundheitspass

  Gesundheitspass (health identity card), Dokument (auch „Rote Karte“ genannt), das bestimmte gesundheitliche Untersuchungen und eine entsprechende Unbedenklichkeit bescheinigt. Vor Inkrafttreten des Infektionsschutzgesetzes 2001 in einigen Branchen (Lebensmittel) Pflicht, heute nicht mehr notwendig. Im organisierten Sport handelt es sich um einen Ausweis, in dem die persönlichen Daten des Sportlers, der Verein, die ärztliche Diagnose und…

Gesundheitsuntersuchung

Gesundheitsuntersuchung →Grunduntersuchung, sportmedizinische, →Eingangsuntersuchung, sportmedizinische

Gesundheitsuntersuchung im Alter (Masters)

Gesundheitsuntersuchung im Alter (health screening in old age), Masters ist eine jährliche Überprüfung der Leistungsfähigkeit des Herzens unter Belastung anzuraten (→Belastungs EKG). Ebenso sollten Quer- oder Wiedereinsteiger vor Beginn des Trainings eine sportmedizinische Untersuchung über sich ergehen lassen. Es ist auf alle Fälle abzusichern, dass das Herz-Kreislauf-System und der Stütz-und Bewegungsapparat nicht vorgeschädigt sind. Dann…

Gewichtmachen

Gewichtmachen (weight-make), kurzfristige Verringerung des Körpergewichts bsonders in Sportarten ("Ankochen"), die nach (Körper-)Gewichtsklassen klassifiziert sind (Gewichtheben, Ringen, Boxen usw.) und die kurzfristig vor allem durch Flüssigkeitsverlust (Sauna, heiße Bäder, Abführmittel, wassertreibende Medikamente) erreicht wird. Während das "Abkochen" für die Ausdauersportarten ersichtliche Nachteile bringt (Dehydrierung, geschädigtes Immunsystem bis Absinken des Testosteronspiegels), nimmt der anaerobe Stoffwechsel keinen…

Gewichtsreduktion

Gewichtsreduktion (weight reduction), Maßnahmen zur Abnahme von Körpergewicht durch eine negative Energiebilanz, indem weniger Kalorien aufgenommen als durch Grund- und Arbeitsumsatz verbraucht werden. Im Leistungssport sollte sich die Gewichtsreduktion auch auf Bewegung und Veränderung in der Ernährung beschränken. Vor Abmagerungskuren ist im Zusammenhang mit den hohen Trainingsbelastungen abzuraten, da Formkrisen, Abgeschlagenheit und Kraftlosigkeit bis zu…

Gleichgewicht, arthromuskuläres

Gleichgewicht, arthromuskuläres (balance,arthromuscular) →Dysbalance, arthromuskuläre

Glukokortikoide

Glucocorticoide (glucocorticoides), in der Nebennierenrinde gebildete Hormone (→Kortisol, →Kortikosteroide) mit Einfluss auf die Stressreaktion des Körpers. Sie bewirken einen Anstieg der Glucosekonzentration, der freien Fettsäuren und Aminosäuren im Blut sowie des Blutdrucks. Glucocorticoide wirken depressiv auf das Immunsystem und als Medikament entzündungshemmend. Wegen der schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung werden sie zu Dopingzwecken missbraucht. Laut Anti-Doping-Code…

Glutathion

Glutathion (GSH) (glutathione), lebensnotwendiges, aus drei verschiedenen Aminosäuren bestehendes Eiweiß. Es kann vom Körper selbst produziert und zusätzlich über Lebensmittel (Spinat und Brokkoli) aufgenommen werden. Von der Pharmaindustrie als "Mutter aller Antioxidantien" bezeichent Es wurde nachgewiesen, dass eine Glutathion-Supplementierung den aeroben Stoffwechsel im Skelettmuskel verbessern und die trainingsbedingte Muskelermüdung verringern kann. Eine Glutathion-Supplementierung in einer…

Glykämie

Glykämie (glycemia), griech. glykys „süß“, haima „Blut“= „süßes Blut“; Glucosegehalt im Blut, medizinisch meist im Sinne von Hyperglykämie (Überzuckerung). →Logi-Methode, →glykämischer Index Zu Hyperglykämie: https://flexikon.doccheck.com/de/Hyperglyk%C3%A4mie - Zugriff 4.06.2019

Glykämischer Index

Glykämischer Index (Gl), Mit dem Gl werden kohlenhydrathaltige Lebensmittel nach ihrer Wirksamkeit auf den Blutzuckerspiegel unterschieden. Es wird zu Lebensmitteln mit niedrigem GI geraten, um Blutzucker- und Blutfettwerte zu verbessern. Die Meinungen zum Gl gehen aber unter Ernährungswissenschaftlern auseinander, da dessen Bedeutung zwar ausreichend belegt, aber die Messmethodik ungenau sei. →Glykämie, →Hypoglykämie Ausdauersportlern werden während…

Glykogen

Glykogen (glycogen), griech. glyko  „süß“ + gennan „erzeugen“; tierische Stärke, ein Makromolekül, das in der Leber (Leberglykogen ca 100g) und in der Muskulatur (Muskelglykogen ca 300g) gespeichert wird. Das Muskelglykogen wird im Citratzyklus zu ATP umgewandelt und gibt somit sofort Energie ab. Das Leberglykogen regelt den Blutzuckerspiegel, dessen Absinken zur Ermüdung führen kann (Konzentrationsprobleme, verlangsamte…